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279 Prinzen Wilhelm von Oranien, dem nachmaßligen König und benugte. Vielleicht gehört besonders Mortons lebende Wilhelm von England betannt, von ihm unterstügt, beförs gedichte in diese Reibe von überlieferungen. 2018 Nebene dert und endlich wieder in den B sig seiner Güter einges personen find die Charaktere der Edelfrau von Tillietudlem, legt, wo ihm nach der Berubigung des Parteyballes, die Cuthbert's und Evandale's, so wie des armen roben Stuarts Hand der føönen Editha, des Lebens reiden Zauber ere gut gezeichnet und gebalten. foließt. Dieser romantisde Liebesfaden spinnt sich durd eine Die Sprache ist im Ganzen nicht frey von dem Febs Reibe von Darstellungen durd, deren Lebendigkeit und ler, der Scotts fämmtlichen Romanen vorgerückt werden Interesse vielfach und mit Redt gepriesen worden ist. Alle kann - daß der Ton ungleid gebalten, und der Styl die durch jene Kämpfe weltberühmt gewordenen Stellen, sind ein unbefriedigendes Semisd der Zeitsprade, in welder in eine mablerisce Mabe gezogen; die Charaktere sind so die Handlung spielt, und der neuesten Modes mannigfaltig als lebendig, biteriide Charaktere sind: der sprade sey; - aber die berbe Kraft, ist in den Dialogen Hertogoon Monmouth, den Oroit ganz so geschil. der Presbyterianer ; der Ausdruck ihres uneridütterliden dert bat, wie die Gelebidte und sein Bild überlieferte ; Charakters, ibres shwärmeriich finstern Wesens und ihre mit seines Wesens ganger Anmuth, mit der bwädte reines prade, mahlt jene Zeit weit beffer, als die kalten Hito. Willens und der Güte seines Herzens. Ferner: der berühm: rifer, die uns in dieser Periode von Blutbad zu Blutbad te Dalsell in seinem altfränkisch'n Pube, feinem ehrwür: fübreri. digen Bart, den er als ein Zeiten der Trauer um Carl I. trug, und seit dessen jäinrichtung niet batte deeren lassen;

Der 2 b t. und nit der eisernen Festigkeit der Seele in Blick und Zus gen. Dann: Grabam von Claver house mit dem liebs In historischer Rücksidot gehört Scott's Roman, The lichn äußern, der unersdrođenen Seele und dem strengen, Monastery überidrieben', bloß in so fern in unsere Galles barten Grifte, in welchem Ehrgeiz und hochfliegende Plás rie, als er uns ein gelungenes Gemabide des Zustandes don ne, unbeugfamer Stolz und kalte Grausamkeit unter einer Sportland wabrend der ersten Hälfte det fecojebnten Jabro gefälligen Hülle verborgen lagen. Mehrere Kritiker haben hunderts gibt, wo die protestantiske Religion zuerst in dotts mit Unrecht getadelt, daß Scott diesen Charakter in einem land um fide griff und die Sawade des Regentenbauset, zu günstigen Licht gezeichnet habe. Scott hat die Züge bine die Wilkübr und Zügellosigkeit des dels nidt zu beme gestellt, wie die Geldichte sie gibt, und wie wir sie eben men, nodo das Volk durd kluge Maßregeln in dem Drane bezeid net haben; daß er diesen Charakter in dem Roman ge ju berubigen wußte, den die neue Lepre, der Einfluß nicht so kalt und fübllos handeln läßt, wie er wohl in Frankreids und England, und die unter fic uneinigen der Wirklichkeit handelte, dafür sollte man dem Dicter dottijden Großen erzeugten. lebendig ist der edle Ens Dank wissen. Das vierte historische Bild ist John Balo tbusiasmus gezeichnet, mit welder die alten Katholiken an four, mit dem rothen Haar, der udler - Nase, der breis dem Glauben ihrer Väter bielten, lebendig sind die Wunder ten Brust; dieser berühmte finstere Schwärmer, dessen Cha: bingestellt, zu denen dowärmerische Anfänglidkeit an Relis rakter pom Anfange bis zum Ende mit der größten Sider: gionsmeinungen, das Gemütb zu entflammen vermag. beit und Treue, und mit dem kraftigsten Pinsel gezeichs aber der abt gebört dem Ganzen nade der Ges net ist.

fi id te, und zwar der stottisden Geschichte an, und Wir möchten die übrigen Charaktere, welche in die umfaßt in dieser Beziehung die für jenes land merkwür. Handlung eingreifen, nidt geradezu erdiditet nennen, wie digen Jahre 1567 und 1568, in welchen die Anhänger der ein (dottisder Kritiker behauptet hat. Die vielfachen Quele unglücklichen Maria Stuart ihre Königinn befrenten, len, aus denen Walter Scott schöpft, werden nach und bernade aber, als die Solat ben longside verloren nade erst dem Publicum durch das Bemühen dieses uners war, und Maria fict in Elisabeth $ Sput begeben müdeten Schriftstellers näher bekannt, und wir haben uns batte, fid außer Stand saben, der neuen Regierung läns belehrt, daß viele Personen und Anekdoten, welche in ger zu widersteben. - Der Plan dieses Romans gründet Scotts Werten anfangs als dichterische Erfindungen geta. fid im Wesentliden auf folgentes. delt oder gepriesen wurden, durch die Bekanntmnadung bands Roland Grame wird als Waise von einem fdottiden Schriftlicher Quellen und vollsthümlicher überlieferungen, ge: Edein erzogen, und mit einer Tochter aus dem Hause Sens foidhtlichen Grund und Boden erhielten, den der scottisde ton (Seaton), Katharina, dem Dienste der Königinn Mas Proteus nach seiner Weise ,, und stets gesdickt bearbeitete ria von Sdottland gewejpt. Katharina und Roland lieben

fich. Roland erhielt einen Auftrag, der ihn nach Edinburgh Weib, das nicht die Selbstbeherrschung bat, ifren Caunen, führt; die Grafen Murray und Morton bestimmen ibn für ihrem Wiß, gegen die Feindinn, Grenzen zu legen. In der die Dienste der in dem Odloffe Lodleven gefangen gebals Scene, wo sie sich in West - Nidorie, Morgens den verbüns tenen Maria von Schottland. Er findet Katharina bier, deten daaren zeigt, dürfte der Renner des weibliqen und derbilft mit andern Getreuen der Königinn jur Flugt. Herzens, einige Coquetterie nicht verkennen. Wir bewun. Die Sdaaren, welche die Treue, die Religion, die ges dern die Feinbeit, mit welcher unser Verfasser bier zu Wers redte Sade um die Königinn versammelt, treffen das Heer te ging, und die Geschicklichkeit, mit welcher er diesen Zug des, statt des einjährigen Jacob Vi. die Regierung fub: anzulegen und darzustellen verstand. Die vorübergebende renden Murray, werden geldlagen und jerstreut, und Mas Geisteøverwirrung, in welche Scott die Königinn ju lodh ria fliebt von ihren treuesten Anbängern, worunter Nor leven verlegt dargestellt bat, gründet fide auf eine in den land und Katharina, begleitet nad der Dundrennan - Abten, Memoiren jener Zeit mebrmabls wiederhohlte Thatfade; wo sie sich entídloß, Elisabeth Einladung zu folgen, und nur sollen Scenen dieser Art febr felten, und unseres Wife mit ihrem weiblichen Geleite durch den Frith nad Cumber: sens erst in den legten Sabren ihrer Gefangensaft in Eng. land iberseßte. Roland's edle Abkunft ist erwiesen, und Ka- land Statt gefunden haben. Ben den vielfachen Leiden dies tharina wird seine Gattinn, als sie von ihrer Gebietherinn ser unglücklichen Frau, wird aus ein solcher Zustand nicht getrennt, nac Sortland zurückkehrte. Der Abt, nach wel: unnatürlic scheinen, wenn ihn selbst die Gestidte nicht dem das Buch seinen Titel führt, ist nur eine unterges beglaubigte. ordnete Rolle.

Der Charakter von Murray ist mit wenigen Zügen Das Intereise, weldes fidh an Walter Scotts Romas treffend geldildert. Tapfer und kriegsgeübt, kurz und bers ne knüpft, þat siç vielfac in der kurzen Zeit ihrer Er: riso, durch die Verhältnisse mißtrauisd, duro seine Lage, soeinung durch die bistorischen Untersuchungen bewährt, ju grausam und selbstfüchtig, weniger von Natur, als durdo denen feine Gemäßlde veranlaßten. So find uns seit der den Rath seiner Freunde – po zeichnet ibn die Geschichte, Erscheinung des Abtes, zmen neue in gesdidtlicher Bezies so zeichnet ihn Walter Scott. Des Grafen Morton talter bung so interessante als lehrreiche Werke über das Leben Eigensinn und anmaßendes Emporfireben entsprechen dem dieser unglüdlichen Königinn zu Gesicht gekommen. Das Bilde, daß die Historie von ibm zurückließ, vollkommen. erste nennt fidy: The Court of Holyroad : Fragments Da der Held des Romans (Roland) kaum neunzehn of an old Story und hat in kürzester Zeit zwey. Auflas Jahre alt ist, därfen wir billiger Weise keinen zu großen Ans gen erlebt. Das zweyte sind die eben in London erschienes spruc an ibn maden. nen Memoiren aus dem Leben der Königinn Maria von Das Gemábide der Zeit, in welder der Abt spielt, Sottland. Die Verfasserinn (Miß Benger) ist vorzüglich ist meisterhaft entworfen: nur liegen die Schattenseiten, bemüht, das Jugendleben dieser Regentinn in ein klares welde weder der tatbolijden noch der protestantischen Para res licht zu stellen, und beridtet ausführlich über Maria ten in jener Periode feblen konnten, zu verdeckt. Die Stuarts Aufenthalt in Frankreid, als Gattinn und Witwe Ilmrisse sind freplic treu und vollständig

und weiter des Königs frang.

wolte Scott vielleibt das Gemáblde nidt ausfübrent. Wie in dem Scottisden Romane, lo steht auch in den Daß der Titel des Romans unpassend ist, wurde icon bepten genannten neuern Werken, Maria Stuart als ein an einem andern Orte getadelt, und etwas affectirt bodsi reißendes, edles, aber leiðtsinniget Weib gezeichnet durch das Benspiel von äidylus vertbeidigt, der seine da. Eines Verbredens wagt niemand mebr fie zu beídul: Stücke mehrere Mable ništ nach dem Helden benannte. digen : ibre Jrrthümer verdienen , ben so viel Unmuth, beg so

(Die Fortsetung folgt). bobem Geist und bey fo viel Unglück, Nadlicht und Perge. bung. Scott deutet vorzüglid in drey Moinenten, das Chas

Correspondenzo Na do richten. rakteristijde ibres Befens an. Er läßt aus dem anfänglis den Betragen der Königinn gegen den jungen Douglas der » Berhandlungen der Gesellschaft det vaterländi{den Museum

Da 6 Museum zu Prag. So eben verließ das I. Heft idließen, daß sie ipre Gewalt über die Herzen der Måns in Böhmen” die Presse. (M. S. Nr. 8. des Archives, Jánnerheft). ner, nidr nur als Königinn, sondern audy als Weib Et beginnt mit einem Bortrage des Herrn Geschäftbleiters, geltend zu machen nicht dersømäbte, wenn es galt, rico Fürsten 2 ug us loblow iß, mit welchem die am 26. Bors eines treuen Dieners zu der lidern. In der Art, wie sie sich nung Statt gehabte erste Bersammlung eröffnet wurde. S. E.

der. Derr Oberstburggraf Graf Siulowrat, und eine sablreis Der Margaretha Douglas jeigt, leben wir nur das idade de Gesellsdaft pon Dameu des ersten hanged, erfreutea die

Bersammlung durch ihre Gegenwart. Der Herr Fürst fagte Universitat, ferr 3ippe, mit 400 ff. W. W. Remuneration, Darin: «Es möchte wohl keiner Redtfertigung bedürfen, daß aufgenommen; – endlich zur Besorgung des Kangleygeidäftes der Verwaltungsausschuß, ungeachtet des äußerst kurzen Zeit: jährlich 200 fl. W. W. für einen Diener am Museum ebenfalls raume, feit welchen er die Leitung des vaterländischen Mus 200 fl. W. W. bestimmt. Zu diesen Besoldungen und noths feums übernommen, dennoch um von dem 16. f. der Grund: wendigen Auslagen, wurden die Interessen der Sapitalien; du geseke Peine Ausnahme zu machen, die Aufmerksamkeit der laufenden Ausgaben, die pretären Einkünfte des Museumg ges Versammlung auf jene wenige Gegenstände, über welche ihr widmet ; ela Secretär aber auß Mangel an hinlänglichen bis jekt Rechenschaft gelegt werden könne, leiten wolle.” Nun Fonds, bisher nod in suspenso belassen. 418 Kassier wählte folgt ein Rückblick auf jenen Zeitraum, welcher seit dieses Ine der Ausschuß, aus seiner Mitte den Herrn Grafen F r a n s stitut ins Leben gerufen ward, bis zu jenem Zeitpunct verfloß. Sternberg: Manderscheid; zum Geschajtáleiter den Heren wo der Ausschuß.die Verwaltung von der bis dahin bestande. Fürften 2 ugan Lobko w i ß. Das Siegel der Gesellschaft nen provisorischen Leitung übernahm. Hier über enthielt bereits ward entworfen; und dem Bibliothecar und Custoden, die die erwähnte. Nr. 8 des Ardive dat Bedeutendere, wozu hier man ins Handgelübde nagm, die nöthigen Instructionen hins eine nähere Angabe der wichtigsten, dem Museum dargebrachs aubgegeben. Müdsichtlich der öffentlichen Benigung und des ten patriotischen Geschenke nachgetragen wird. An der Spiße Besuch der Sammlungen, sind darin die nöthigen Weisungen der Sammlungen steht gewiß jener literarische Sdat, welchen enthalten. Zur Besichtigung der Sammlungen ward der Mitt: der würdige Präsident, Herr Graf Caspar Sternberg, wod jeder Woche gegen die begm Präsidenten oder Geschäft66 dem Museum darboth, an getrockneten Pflanzen, an gooo Aro leiter zu lösenden Eintrittskarten bestimmt; zum Befuche der ten, 30 Kiften mit Foffilien Abdrücken der antediluvianischen Befezimmer und für das gelehrte Publicum find Dienstag, Flora, penktognostischen und geognostischen Sammlungen , Mittwoch, Donnerstag, Freytag und Samstag, im Winter vorzüglich in Hinsicht auf Böhmen, an seiner in Bezug auf von 9 bis 1 Uhr , im Sommer von 9 bio 12 Uhr Vormittags, Naturwissenschaften und die Sciences exactes reichen Biblio. dann von 3 bis 6 Uhr Nachmittags bestimmt, den Fremdeu aber thek, 4061 Bände, mit mehr als 42,000 Supferstichen. der Zutritt stets gestattet. Die Zeit der Eröffnung wird dem

Einen underr kostbaren Theil des Bücherschages des Mu. Publicum, sobald all thunlich, bekannt gegeben werden. seums, macht die Brzejnigers Bibliothek aus, von mehr

Der Vermögensstand der Geselichaft ist, summarisch, fols al8 500 Inkunabeln und Manuscripten, ein Geschent des Gra: gender, sie besigt: fen Kolowratokra to w $ £ y, und um ro merkwürdiger,

2n Capitalien: Landtäflich versichert à 5 pct. 87,600 fl. als der größte Theil davon, die Büchersammlung des in W. W. An ständischen Obligationen, 9875 fl. 47 kr. W. W. Naudniş ehemahls bestandenen Klosters ausmachte, welches Un Berlagsartikeln 10,805 fl. 7 kr. W. W. Kaise • Barsdaft im Susitenkriege zerstört, die Bibliothrt aber, von einigen mit Ende December - 1822, Summa 2706 R. 35 to. Zusam. Brüdern, nach Brzezniß geflüchtet ward: daher gewiß die äls men 110,987 fl. 29 &c. W. W. Ur jährlichen Einfünften. teste, im Lande bekannte, Sammlung der Urt genannt wer. Die Jutereffen von 87,600 fl. Capital å 5 p6t. 4380 . M. W. den darf.

Interessen von 9875 fl. 47 kr. ständischen Obligationen á 2 fr. Die Sammlungen an Mineralien des Herrn Oberste 2 1/2 pct. 206 fle 25 kr. An ordentlichen subscribirten Bentrās burggrafen Excelleng, dann Sr. Escelenz des Herrn Grafent gen 2430 fl. Summa 2016 f. 25 kr. W. W. Hiervon die firen Hartmann – die pomologische Sammlung St. Ercellenz Auslagen an Besoldung, Miethe, Steuer 5550 fl. 2. W., so des Oberstlandmarschalle, Herrn Grafen von Bratisla m – verbleibt ein Rest von 1466 fl. 25 kr. W. W., welche das ein. dle zoologische Sammlung dee Herra Gouverneurs in Gräß, sige Einkommen sind, auf welches bis ießt die Gesellschaft zu Grafea Franj jj artig die äußerst merkwürdige botanische Baulichkeiten, inneren Ginrichtungen, neuen Anschaffungen, und Condylien. Sammlung, welche unfer gelehrte Landsmann kurz, gur Ausbildung und Erweiterung der Anstalt rechner ş n t e auf seinen Reisen zujammenbrachte - der Tallen, darf : indem die kleineren Buflüsse an Geldenden 26. prefär sind. bergische Coder aus dem Stifte Dilegg die Königinn. Aus dem Gesagten wird ersichtlich, daß die innere Organisirung Hofer. Banordhrift, das älteste Dentmahl böhmischer des Geschäfteganges des Museums vobeommen beendet ist. Poesie, dargebracht durch den Bibliothekar Santa rc, Ein Die den Ehrenmitgliedern zu ertheilenden Diplome, enthalten Fond von 110,987 fl. 29 kr. W. W. wurde dem Verwaltungsa Berzierungen, welche an mehrere Naturforscher Böhmens ausschuß unter dessen Mitgliedern fich mehrere der erften Grüne erinnern, Schmidtia utriculosa in der Mitte, führt den Nah, der und provisorijchen Leiter befinden, übergeben. Mit gehös men eines unserer eifrigsten Pflanzenforscher, der den Wissen. riger Berücksichtigung der dem Museum zu Gebothe stehenden Ichaften zu früh entrissen wurde, um seine Flora Böhmens ju Mittel wurde nun ein Bibliothekar, mit 500 f. C. M, in der vollenden und zu sichten. Sie wurde von Dr. Carl Preßl in Person des verdienten Philologen Wenizel santa, der früher Böhmen entdedt, und von dem Botaniter Seidl zuerit bez fchon provisorisd die Bibliothek besorgt hatte, angestellet, und schrieben. Bu ihrer Seite steht das bescheidene Ornithogallum ihm, wegen seiner besonderen Verdienste, dann der ihm zuges bohëmicum, das schon Johann Ezerny, Urzt in leutomisch! wiesenen böhmischen Correspondenz, eine Personalzulage von in dem böhmischen Herbarz vom Jahre 1517 als eine von dem 100 f. C. M. bewilligt. Zum Cuftoden der zoologijo. botani. Ornithogallum luteam unterschiedene Pflange angeführt, jauf: fchen Sammlung, ward mit jährlichen 500 f. S. M. Dr. Cari ner später als eigene Ort bestimmt hat. Borgimog Pregl- gur Besorgung des mineralogisden Iheis Lints, Sternbergia colchicifura, von dem Grafen Frans des, dee Adjunct an der demischen Lehrlanjel der Pragers Waldft ein nächst Ofen entdeckt und benannt. Aus der rechte

ten Ede erhebt fich Saxifraga Sternbergii, wie die vorige, nach denen es sich nicht vertheidigt, sondern zur Bertheidigung eine der verehrten Präsidenten benannt, um sich mit der Za- fdarfe Flüßigkeit, die es in einem Sädchen unter dem Kinn lugania triloba zu vereinigen, die den Nahmen zu Ehren Adam sammelt, gegen die verfolgenden Hunde und Jäger (prißt. Zaluzansly's von Balupan, Drs. und Professor8 der Prager. Die oft gehauft und verworren beysammen Negenden Anos Universität, von Perioon erhalten hat. Erfarieb ein Pflanzen, dhen belannter und unbekannter Thiere, die einzeln oder vereis fyftem, das im Jahre 1604 erschien, in Ichem schon von nigt entdecten gangen Scelette, liefern einen hinreichenden Be. dem Geschlechte der Pflanzen gesprochen wird. Aus der linken weis, daß diese Thiere einst unsere Gegenden bewohnten. Ede erhebt sich Waldsteinia geoides, die den Nahmen des Vers Künste und Wissenschaften waren in Böbinen durch (frrich. faffers der seltenen ungarischen Pflanzen, unsers Mitglieder Gra: tung der Universität in Prag unter Kaiser Carl dem IV. früh fen Franz Waldstein trägt.

erblüht; uusere Nation, benachbarten Völlern an wissenschaftlicher Der Herr Gefdhäftsleiter schloß reinen sehr befriedigenden Bildung vorangeschritten, trachtete diesen Ruhm während stürs Vortrag, in welchem zugleich auf die Wahl einiger Ehrenmitglie misden Zeiten zu behaupten. der und vier Rechnungsrevisoren angetragen wurde, mit patrio. Von den millenschaftlichen Instituten jener Zeit, verdient der tischen Wünschen für das Wachsen und Gedeihen des hoffnungs. von Kaiser (Sarl demIV. mit ausgezeichneten Freyheiten begünstig. reichen Institutet. Un wirkenden Mitgliedern sind seit der Con. te botanische Garten genannt gu werden, er dürfte wohl ftituirung der Gesellschaft am 27. December v. I. neue juges der erste Garten dieser Art in Deutschland gewesen sevom? wachien 1) Borschißen Johann. 2) David Aloys. 3) Hirnle Ano Dieser Garten lag in der Heinrichsgasse, auf der Neustadt ton. 4) Sapaun Joseph, Freyherr. 5) Neubauer, Friedrich, Kit: Prage, an der Stelle, wo später Graf Franz Anton Sport ein ter. 6) Mittinger Frang, zugleich sammelnd.

Frauentloster der Sölestinerinnen stiftete, das nach der 2 ushes 3 u Ehrenmitgliedern wurden ernannt Sr. bung der Klöster in eine Tabakbgefäl : Direction verwandelt Faiserl. Hohheit Erzherzog. Johann, von Göthe Weimar. ist. Er gehörte dem Hofapotheker Angelus de Florentia , von scher Staate minister. Berchtold, Friedrich, Graf, Cron, Carl dem er nadber den Rahmen Hortus angelicus behielt. Kailer Martin, k. t. Gub. Präsidialsecretár.

Carl befrente Haus und Garten von allen Steuern und 26ga: 21! 6 sam melnde Mitglieder traten dem noben durch eine im Jahre 1360 in Prag ausgestellte Urkunde ; ftitute ben: Baumann Ignaz, Pfarrer in zbinit. Brehm in Jabre 1373 wurde in einer xweyten, von Baußen datirten Franz, Bergamtgadjunct in Cutawiß. Damm Joseph, Med. Dr. Urkunde, die Steuerfreyheit auf die Person des sofapothekers u. Brunnenarzt in Sarlebad. Devott Joseph, Pfarrer in Sedleß. ausgedehnt und selbein auch die Mauthfreyheit, sowohl in Böb: Franz Carl f. k. Bergrath und Bergeberamtevorsteher in Przi: men, als in dem deutschen Reiche sugestanden. Kaiser Wenzel brom. Kritsch Georg t. t. Bergrath und Beraoberamteverwals bestätigte sämmtliche Freyheiten dieses Hartens dem Neffen ter in Joachimsthal. Grüner Sebastian Magistratsrath in Eger. seinee vorigen Belißers, Ludovicus de Florentia im Jahre 1409 Hobenfele Rombaldi, von Wenzel F. t. District: Bergrichter und in Prag, init ausdrücklicher Bedingung, daß dieser jenen Gars Bergmeister in Kuttenberg. Jühn Adalbert, Professor und Kons ten mit wohlriechenden gewürghaften Wurzein zum Beranugeit fiftoriairath in Budwe16. Filaudy Mathiad, Magistratorath in des Königs bebauen und bepflanzen solle. (Quem quidem horBudweis. Sraibich Mathias Secretär Sr. k. Hoh. wailand deß tum pro speciali consolatione nostra comisimus, per ipsum Herzogs Albert von Sadien • Teschen. Lißka Anton, Professor in Ludovicum , diversis redolentibus et aromaticis herbarum raNeubaue. Maret Anton, Pfarrer in Thein. Nemel Josepb, dicibus excoli et plantari). Wenige wissenschaftliche Initicus Smidtmeister in Somiedeberg. Nowotni Franz, Pfarrer in luitha te mögen fich größerer Theilnahme, selbit in unseren Lagen tieniß. Pöschel Franz, k. E. Bergmeister in Mies. Polak Undreas, rübmen. farrer in Rokigan. Rasin Johann, Oberamtmann in Kolin.

Vieles von dem, was in jenen Tagen der Blüthe der Sdimat Mathias, Dechant in Sdlan. Seidel Anton Stadts Wiffenschaften in Böhmen für diese geschah, ist und nur bruchs Dechant in Beraun. Tachezi Johann, Domherr in leitmeriß. stück weite bekannt, vieles deckt Dunkel, oder es ist nicht hins Urban Joseph, Dechant in Chrudim. Weinhuber Jacob, De länglich beglaubigt. Solche alte Nachrichten zu samineln, und chant in Chojau.

der Natwelt aufzu bewahren, sen eine unser vorzüglidflen Bes Zum Beschluß der Sißung, las der Präsident Graf E as mühungen, auf daß die Geschichtsforscher unserer Tage, die Ipar Sternberg einen gehaltvollen Aufsaß der von ausges bisher so mübsam zusammenzubringenden Quellen zu einer Fris breiteter Wissenschaft im Gebiethe der Naturkunde jeugte und tijd lidtenden Bearbeitung in dem Museo vereint finden. eine Darstelung der Berhältnisse der Geselidhaft zu den Biso So viel auch immer bisher in der Geschid te geleistet senschaften und zum Staate, zum Zwede batte.

wurde, so hat man sich doch überzeugt, daß die Quellens Aut diesem gediegenen Elaborat verdienen besonderb fol. driftsteller, die allein über das Dunkel der Vorzeit ein gende höchit interessante Böhmen insbesondere betreffende größeres lidt zu verbreiten vermögen, eine wiederhohlte Pritische Stellen zur allgemeinen Kenntniß gebracht zu werden: «Es Bearbeitung dringend fordern. darf uns nicht befremden, wenn wir in einem unserer älteren Für die Sichtung der deutschen Quelleni driftsteder hat eine Chronitichreiber Johann von Marignola, Saplan Kaiser Carls IV. Geselsdaft edler Deutscher zu Frankfurt gesorgt: von der um das Jahr 1355, unter den Waldthieren Böhmens, nebit Quellen der böb mir den Geschichte, eridienen vorlängit 6 Bde. Bären, Büffeln, Biesen, Ebenen, Hicsden , Rehen und dem Monumenta, später 2 Bände Scriptorum rerum bohèmicarum : Iragelaphus, der von einigen Schriftstellern für den Dammbirich für deren Fortseßung, für die Sichtung gedruckter oder ungeo gehalten wird, auch ein ganz unbekanntes Thier beldrieben drudter Quellenschriftsteller unsere Vaterlande, gleiche Sorge hinden, von der Größe eines Doren mit großen Hörnern, mit ju tragen, sey der Gesellschaft ernstes Geschäft.

zu einem

283 anni Wichtig ist es für ein edlet land, ein eigenes Diplo. trauen fast gegen folde, deren Zunge 18 nidot bersteht, oder matar zu besigen. Zwar haben unsere früheren Geschichtoforo von denen seine Zunge nicht verstanden wird. fcher, Goldaft, Balbin, Peijina, Hamerschmied, Ziegelbauer, Mit hoher Weisheit haben Se. Majestät das Studium Dobner, Peißl und Steinbach viele Urkunden einzeln in vers der böhmischen Sprach é in diesem Bezug zur Pflicht in foiedenen Werken abdrucken lassen. Sammlungen, wie Osters dem Staate erhoben, in weidem ad Millionen Ihree, reich sie durch Fröhlich . Peß, Kanthaler : . Ungarn durch Unterthanen aussdließlich die slawische Mundart verstehen. So wartner und Kollar: Poblen durch o’Dgiel: Rußland durch Aber nicht die Sprache allein, auch geographische, hiftos 2 Bände von Urkunden seiner Regenten, auf Kosten des riscoe, topographische Kenntnisse von den früheren und Staatskanzleri Rumangow befißt: wie Bayern tu den Mona, gegenwärtigen Verhältnissen eines landet, sind dem Staats. mentis boicis und neuerlich in den Regestis aus dem königl. diener in diesem lande unentbehrlich, nicht bloß in diplomatie Urch is zu München auf königl. Roften von lang heraubgeges (der Beziehung, sie sind in jedem Berhältnisse von großem ben, erhalten hat, sind für Böhren bisher nur ein frommer

Nugent. Wunsch geblieben.

Alles, was das Museum auch in dieser Hinsicht zu leisten Sie leben ein mühsames Sammeln und zusammentragen voraus, das nur durch gleich eifrige Mitwirkung

bermag, wird der Aufmerksamkeit der hohen Staatsverwaltung

. gemeinsamen 3wed fruchtbar werden kann. Jeder zeitgemäßen nicht unwürdig geachtet werden. Bearbeitung der Geschichte muß es vorangehen. Ein foldet

Ergreifend und rührend waren die Worte, mit denen die

Rede des Fräsidenten endete: Hier folgen fie: Berf nicht wenigstens vorbereitet zu haben, so lange wir so glücklich sind, einen Dobrom 8 ty in unserer Mitte zu bes

«Wer die Naturwirreni do aften aus einem höh es Tigen, würde uns wohl selbst die Nachwelt zum Vorwurf ma.

ren Gesichtbpuncte ju erfassen vermag, wer die Kette der Ge: den. Um sichersten würden wir dazu gelangen, wenn gleid wie schöpfe von der einfachen Monade bis zu ihrer Culmination in ben dem Jobanneo in Gräs, die Städie, Märkte, Stifte, Thierreiche, bib jum Menschen verfolgend, in und durch diesen Kloster und Dominien beglaubte Abidriften ihrer noch unges

die Verbindung mit der Geisterwelt abnet und fühlt, dem wird druckten Urkunden bey dem Museo niederlegen, oder wenn sie unsere so oft gerüttelte Erde mit allen Spuren üherlebter Re. keine der älteren Schriften fündige Abschreiber besißen, die Drie volutionen, mit ihrer ungestörten Vegetazion unter einem milo ginale an dasselbe einsenden woüten, um daselbit abgeschrieben den Himmel und ihren wedselnden Jahreszeiten in unser rauher ju werden, wodurch ihnen der Vortheil zuginge, ben einem sich ren Zone, mit dem bunten Gewimmel der gefiederten Thiere, ergebrnden Verlust einer solchen Urkunde, eine beglaubte Abs und der bewunderungemürdigen, volkommenen Ausstattung für sdrift derselben vor dem Museo erhalten zu können.

jegliches Bedürfniß in dem allerfleinsten Insekt; zu einer wah: Auch die lavirche Zunge, in der wir aus dem drevzehns ren Stadt Gottes. Er wird die Bemerkung, daß die Midios ten Jahrhundert poetische Sammlungen von bohem Werthe nen Geschöpfe aller Art, die den Erdbal bewohnen, jedee in aufzuweisen haven; wie es die vom Heren Bibliothekar Hanta seinem Bereich täglich die ihm eigenthümlich zusagende Nahrung aufgefundene, und dem Museo geschenkte Königinnhofer - Hands findet, nicht ohne Staunen vorübergebn. Er wird die hohe chrift beweijet , in ihrer ursprünglichen Reinheit ju erhalten, Stufe, auf die er von dem Schöpfer in der Reihe der Geschöpfe oder zu ihr zurückzuführen, rey unfer Bemühen.

gestellt ist, mit den Pflichten, die sie ihm auflegt, deutlicher Es ist eine bekannte Erfahrung, daß durch Beförderung begreifen, dankbar erkennen, und im regen Gefühle wahrer des Studiums der Naturgeschichte ein land seine , oft nur Menschenwürde die Schlacken niederer Leidenschaften abitreifend, durch Zufall enidecten Naturschäße am zweckmäßigsten benüben dem Udel der Seele gemäß das Höhere verfolgend, der Relis lernt.

gion, dem Baierlande, den Wissenschaften und dem Staate seine Wie foute ein land, wie Böhmen, dessen ilberfluß an Tage weiben." Metalen, schon in vierzehnten Jahrbunderte Marignola über « Auf dieser Sahn wollen wir den doppelten Bezügen hule den aller Länder des Occidente erhub; wo noch heute ein reicher digen, die das Mirfen unserer Gesellschaft außzeichnen sollen, Bergsegen die beichwerliche Arbeit des Berg in anns lohnt, um ihren Zwed ganz zu entsprechen und des huldreichten Schu. und neue Unbrüde die Hoffnung, diesen stärkenden Trojt ßes unfers allergnädigsten Souverains flete würdig zu bleiben.” des Menschen in jeglicher Lage erhöhen, wo zwey machtige Koblo Prag, im April 1823.

R-g. enformationen das ganze land yon Südwest nach Nordost durch streifend, den reichsten Breiintofi darbietben, um den Gewerbfleiß, gleichwie in England zu unterstüßen, mo Manus

liter at a r. 'factureit aller Art viele Menschen beschäftigen und ernähren; wo rationelle landwirthschaft im Großen getrieben wird; wie Wien, feine Gerd ide und reine Denklo ürdigkeis

- 3m Verein mit mehreren Gelehrten und Kunstfreunden, hers follte ein solches land nicht durch die Uusbildung der Männer ten.

Ziveyten Bandes gewinnen, die einst Stellen in diefen vcrschiedenen Sächern beo ausgegeben durch Joseph Freyherrn von bormay t.

1. Heft. tleiden werden?

Mit dein gegenwärtigen vierten Heft, ist das jur Se: Der Staat fordert mit Recht von den Dienern des Staats, fojichte Wiens gehörige Diplomatar gier op lo llen. ES bätte Tas sie die Sprache derjenigen Nationen sprechen, in deren vielleicht den Wünschen mancher £efer mehr entsprod en, wenn Landern sie angestellt werden solen! denn nur dadurch können die hier gelieferte, mit langer Wuswahl, aus einer übergroßen Mas ile picy 028 Vertrauen des Voleb erwerben, das leidt Mißio fic crkobrcne urkund en rammlung, nidt für sich allein stünde.

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