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kadirde hal, das runde Ibal genannt. Eine gebauen ist. Ein fchmucklofer Marmor mit einer Urne und beardimmernde Vida mit einem ländlichen Mayerhofe, einfaden Insdrift berseben, birgt die Leiber der Helden, eine Schweizerhütte und eine Baumgruppe jenseits des die im Kampfe für's Vaterland ibrem Feldherrn das Leben Möblings oder Nonnen: Baded umlagern diese blutend ersiegten. Der Gedanke, das Grab folder Helden Ebene, durd welde nordwestlich ein Weg nach Spar: bodo oben in den freyen Lüften anzubringen, bat etwat Eto bad führt. Die südliche Bergwiese ist von einem Grün be: bebendes; kleidet, welches das Aug' entzückt; weißlido glänzende Fuß:

Denn oben ist es frey und rein steige durchkreußen lie und følängeln sich zum Tempel

Und bed die Sonnenscheibe, binan. Ein Duften einfacher Wiesenblumen,

Und oben muß das Grabarabl rega
Ein fübles freyes Weh'n ist da,

Von einem Heldenleibe.
Wie's faum hiernieden gibt:

Hier fühlet man das alte Wort
Sein tables Fled den fern und nah;

Recht klar zum Herzen wehen:
Den Plaß hat Gott geliebt.

Die Kraft rey aus den Thälern fort,
Gesenkte Räume reiden traut

Gezogen auf die Höhen.
Ihm ibre grüne Hand,
Und spielen mit dem woichen Sraut

Noch wohnt ja Kraft, so reid, lo hoch
Und streicheln seinen Rand.

In diesen Felsendeden:
Und Stile berrscht, wie berm Gebeth,

Zwar ruht sie noch, gwar schläft sie noch
Wann 2des Iniet und ich weigt:

Doch wird fie Gott einft weden!
Man weiß nicht, ob’s vom Himmel weht,

Pon bier aus stiegen wir, unserer Klettersucht D6'8 aus der Erde freigt.

gemaß, auf die westlich gegenüber liegende Ruine, die Nur das Gebrüd, welches aus dem Manerbofe hers außer einer nodo freneren Aussicht, weiter nichts Bemera übersdoll, und einzelne Flötenklänge side ergebender Musik: tenswerthes darbiethet. Der Weg, welcher von hier aus liebhaber gaben uns das Geleit auf dem steilen Pfade zum in die Ebene führt, läuft in der Mitte des Hinters Tempel, welchen wir auf einem Seitenwege balb erreich Brühles mit der Fahrstraße zusammen, und leitet an ten. Wie kräftig blies es uns da entgegen. Die Sonne der Seite des Föhrenwaldes bis zur Şilderid'l do en stand legt in voller Praďt über den östlichen Bergjernen. Mühle. Die nordwestliche Umgebung besteht aus einem ges Im Süden und Westen lag ein rubiges Meer buntfarbiger räumigen von buntem Gebirg' eingeschlossenen Thale, wels Gipfelwogen ausgegossen. Der bobe anninger, die des der Nonnenbad von Weiden, wildem Rosenges Badner - Berge, der Sandriegel erhoben sich in büsd , Rüstern (Ulma campestris) und Obstbäumen goldgrünfarbigen Waldgewandern vor unseren Blicken, wabs umsattet, durdrieselt. Ländliche Gärten, niedlide Häuser rend im Norden dieselbe Fläche, die tausend Mahl über: in buntem Kran; um die Kirche gereiht, üppige Rebenbüs faut, tausend Mahl entzückt, über die Brunners Ho: gel, mit Redlern und Wätterhüttden belegt, Felder und ben ung entgegen lächelte. Wir wandelten auf und nieder Waldsteige geben dem sonnigen Kessel die ergöglichste Ubs in dem freyen Tempelraume, fogen die stärkende Bergluft wedrelung. Da es noc früb an der Zeit war, ließen wir ein, und verdammten die Gemeinbeit derjenigen, welche die Mühle zurück , und pilgerten längs der frischgrünen die mitten inne stebende Minervafäule und die Wän. Nonnenwiese zur Seite der Berge weiter bis an den deie de des Tempels mit ibren ungereimten Reimen und Sdel: deweg, welcher reques nad Sparbado, geradezu nad lenorden bekletsen und bebängen. Wie berrlich es auc ist, dein Zielpunct unseres dießmahligen Ausfluge nad Gaa. in einem Gedenkbud auf irgend einer herrlichen Berg.oder den führt. Zwisden Kalföfen, Holzidlágen und BretterIbalstede seinen Nahmen nade Jabren wieder zu finden, mühlen dehnt sich die Straße wohl eine Stunde lang fort, und an dieser Wiederfühlung des vormable Empfundenen, ehe die Bergkette sich zum legten Mahl öffnet, und mit als einem untrügliden. Maßstabe su prüfen, was seither an ifrem weiten Riesenringe das herrlige Baadener. That unserem Herzen vorübergerausgt: so ärgerlid ist es, ju leben, umídloffen bált. 23eißenfelder umwogen in fröhlichem Ger wie die Leute, oft mit wabrer Virtuositát, ihre Nahmen an deiben die Südseite der Ebene, die westlide Höhe deb den höchsten Standpuncten anbringen, uin an den Nach: Sandriegels liebt mit ihrer majestätisden Waloung kommenden Ihresgleiden Nachahmer zu erhalten. – Eis auf sie nieder und verfblingt den Bergsteig naco Gies men robauerlichen Eindruc madhe der Eintritt in das Tods genfeld und dem Hellenen : Chale, während nord: tengewölbe, welches an der Südseite tief in die Tempelfeste westlid der Jobannedite in durd die Waldfugen berab:

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553 (dimmert. Wir lagerten uns unter einem einzelnen Obst- beiten der Brabrer Gegend heute redt fower 34 baum, auf der schönen Bergwiese hinter der Kirche, und machen. fammelten uns Kräfte zum Rückwege nach der Hilderid': Wir festen uns in unsere Carosse, und steuerten, obs Eden Mühle, wo wir unser Mittagsmahl einzunehmen ne Neid und leid, unserem Wien entgegen. I batte gesonnen waren.

mid still in meine Wagenecke gebauert, und während H is In dieser Mühle vereinigt sich die Wienerwelt, welde lariu 8 und Severus dieß und jenes dem Ráderges ifren Landfill in Mödling und der Umgegend aufger rolle zum Troße plaudertén, durdlog is im Geiste noch dlagen, und keine Lust hat, im Gasthause zu den drey einmahl das Gesehene. Man ist nie entzückter , als wenn Raben (unweit des runden Sbales) redt rabenartig ge man von einem Hodgenuife, behaglid beimfahrt, dem blauen prellt zu werden. Der Mühlgarten, welchen nordwestlich Himmel ins Auge (daut, und der Fantasie und dem Herzen der Mödlingbach begränzt, an deffen jenseitigem Ufer eine ihr Hausredt läßt. Id fprad meine Rückerinnerung in recht döne Billa fern vom Bergfaume berüberwinkt, ist folgenden Zeilen aus, welde wohl nirgend inniger empfun: demnad gleichsam die Musterkarte, nach welcher man auf den werden können, als in dem Umkreise, dessen einzelne die Qualität der Mehrzahl des vorhandenen Wienerpublis Schönheiten fich in ihnen zum Ganzen verfdymoljen. cums idließen kann. Wir (pionirten an den Silden, um. ber, fanden einzelne fdlichte Bürgersleute, jokoje Ladendies

Welch eine Freyheit ringe umher! ner und wohin muß man nur geben, um der Kunst los

Dort üthermeer, hier Blunienmeer! zu werden? – ein Trüppden dramatischer Künftlerinnen

Dort krängt ein liebend' Felsenpaar von treuberzigen Mäjenaten bewirtbet. Wir schlugen insges Mit Eannen sich sein dunties Haar; sammt demütbig an unsere Herzen, und dankten Gott, Und mancher alte Mauerndamm daß wir keine Recensenten sind. Die Bühnenbeherrscherinnen

Umfrönt den ernsten Schmud als Kamm. befiten für diese Todtfeinde einen ganz subtil abnenden

Manch' eine gold'ne Hochzeit schon

Begingen sie auf ihrem Ibron, Tact, und Orpbeus Schicksal an uns verdrepfadt zu feben,

Es pocht ein Herz in ihrer Brust wäre eben kein erbaulicher Solußeffect unserer idyllissen

Jabrhunderte sich wohl bewußt!
Scenenreihe von Heute gewesen.
Wuf unserem Rückwege besucten wir noch die Ruine

Da fieb! Was schau'n sie plößlich mild,
de $ Amphitheaters auf dem Kalenderberg, Fast jung, fast lehnend auf's Gefild ?
und erfreuten uns einer neuen berrlichen Aussicht auf die So hörst du's nicht aus tiefein Thal
nordöstliden Niederungen. Der alte und der ne u e Hertlingen nun und abermahl ?
lidtenstein, welde wir nadiens auf einem Ausfluge

Es ift der Sonntagsgloden Klang nacy Sdellenbof, Petersdorf, Brunn 2. ju

Und bringt das Leben in den Gang.

Da ist kein Steig, kein Steg so klein, ersteigen gedenkeni, ragten im erbabenen Contraste vor uns

Um nicht belebt, bewegt zu seyn; empor. Eben so großartig ist die Ansicht des tief im Reffer

Und aus des Waldes Niesenthor rubenden Marktes Mödling felbst von den obersten Stolgirt et frisch und froh hervor; Felfen des Kirchberges. Alle Straßen liegen vor dem Blicke Und durch die Wiese kommt's daber, des dort Gelagerten ausgebreitet. Das bunte Lebensgewühl

Ein bunter Strom im bunten Meer', windet rice in kleinen Gestalten über die Pläße, und das

Mit Fähnlein, Kreußen, heil'gen Kraut, Dädermeer erregt das Verlangen nad einem zweyten hins

Umwogt von fernem Orgellaut.

Da macht der Andacht Geist fich auf, kenden Teufelchen, welches die neidische Giebeldecke wegs

Und dringt durch alle Höh'n im lauf, bebend, einen Blick in das innere Treiben so vieler Bob

Und ruft dem treuen Wiederhall, nungen vergönne. Daju nod der beengende Gedanke: Undanft des Himmels Vöglein al', wenn die Steinfoloffe plößlich ihre tausendjáhrigen Schlum Honowagt da fin hen, (dregn, merplage verließen, und erwacht binabdonnerten auf die

Läßt Alles, alles glüglich seyn, Käuser; dazu die herzerweiternde Luft des Abends und der

Und spannt die Flügel aus dabey

Auf Daf fein laut berloren fey. Berge, die hinabsinkende Sonne und der aufsteigende

Und bord! Ein and'rer Tor dazu Mond, die Velperglocke und das Hirtenborn, das alles

Klingt unten aus des Dörfchens Rub': schien sich gleichsam verbunden zu haben, um uns den 2165

Es ist der Mühle Soluminerweif' died von diesen unersdöpfliden Sdönheiten und Erbabens Und badt im Tadt so lieb und feil,

1

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Und Heerdea Regen fin davor,

und der freggebige Zwerg tam durch mehrere Nächte mit des Und klingeln brüllend vor dem Thor ,

nähmliden Geberden, Worten und Handlungen wieder; abec Quch luftige Berrlein aus der Stadt

in der vierten Nacht erwachte die Frau, al8 Meister Franz Budhei'n in steifem Tou' lich att ;

eben beschäftigt war, mit der Nachtlampe 028 Geld zusammen Und junge Dirntein fichern drein

ju lesen, und auf Ihre Frage gestand der Schreiber den gani. Und manche Büchse enallt im Hain;

zen Verlauf. Upollonia war eine sehr andachtige Frau, und könn. und tausend Hügel knallen's nach

te night Ruhe finden, bis ihr Mann zur Beichte ging ; aber der Au& ibrem tühlen laubedad.

Pater schüttelte mit dem Kopfe bey seiner Erzählung und woll,

te ihm nicht eher die 21bsolution ertheilen, bis er das verdades Das 2008 Alles o wie beißt

tige Geld zu frommen Werken verwendet habe, worauf Meister Der es beseelt, der große Geist ?

Franz sich an Gewissen und Säckel erleichtert fühlte; aber der D wenige Blicke sind das nur

Zwerg hatte das Mißtrauen über die Maßen übel genommen, 2u8 deinem Laufendaug'. Natur!

und als er in der nädysten Nacht wieder tam, frug er gar nicht Diese Göttinn ruf' ich noch einmahl aus tauter voller mehe, ob Franz Geld wolle, sondern schlug mit seinem langeu

Stabe so stark und gewaltig auf den armen Schreiber 106, all Brust an, und glaube durch den Nachball ihres Nahmend

man es von einem so kleinen Kerl wohl nimmermehr erwartet vielleicht einen Vorwurf zurückzusdrecken, mit welchem du hatte, wobey er immer fort forie: eben mice Sdwärmer in Prosaabguß zu petrificiren gedach «Ein andermahl sen wiener mißtrauisch!" teft. Id recone jedoch auf deine eigene Liebe zum land, Des Schreibers fürchterliches Geschrey erweďte schier die und verspreche dir haid das fünfte Blatt nado zusenden, wenn ganze Nachbarschaft, nur seine Frau blieb an seiner Seite in du anders nicht waþrbaft zürnest deinem Freunde

tiefem Schlafe liegen, und ädyzte , al6. hätte sie ich were Träule

- erst als der Zwerg wieder verschwunden war, erwachte Johann Gabr. Seidl,

fje, und fand der ohnmächtigen Mann neben sich im Bette,

Böhmische Elronifsagen und Legenden..

IV.
Mitgetheilt von W. J. Gerle..

Die Wette mit dem Teufet.
III.

Zu dem Pfarrer Wenzel Sral auf dem Wischebrad, wurde
Der Zwerg mit der rothen Mütse.

eines Tages eine besessene Weibsperson gebracht, aus welcher

den Teufel auszutreiben schon viele Priester fruchtlos versucht In der Pleinen Stadt Melnit an der Elbe, lebte vor lare batten, weil ihre Mutter ihr solchen mit der Muttermilch si ise ger Zeit ein armer Mann, mit Rahmen Franj Wesely, wels geftößt, und sie dem bösen Geiste zugeweiht hatte. Der Pfar, cher seinen fargen Unterhalt dadurch erwarb, daß er für jene, re legte ein Kistlein mit den Postbaren Reliquien der heiliger welche des Söreibens nicht fundig waren., Briefe an ihre ento Rosalia auf das Haupt der Kranken, worauf der unreine Geist fernten Freunde und Verwandte für geringen lohn schrieb, zum ersten Mahle zu reden begann, und mit dem Priester die wovon er freylich nur schmale Bissen essen konnte. In einer Wette abschloß, er rolle sein Eigenthum mit Leib und Seele Nacht zwischen 1 und 12 Uhr lag Meister Franz mit seiner feyn, wenn er nicht, che der Teufel ihm eine Säule aus der Frau im Bette, welche schon fest schlief, als die Thüre dør Kam. St. Peterskirche zu. Mom bringen würde, mit Lesung einer heia mer fich öffnete, und ein kleines Männchen von etwa zwey Fuß ligen Meffe zu Ende komme. Böhe eintrat, welches eine rothe Müße auf dem Stopfe und eis

Der Pfarrer ging die Wette ein, und der arglistige Teu. men langen Stab in der Hand trug; um den Hals hing ihm fel, welcher den Besitz eines frommen Priesters für einen gros an einer Schnur eine breite Tasme. Der Kleine fing an beym Ben Triumph der Hölle erkannte, mußte zu Anfang der Messe Stein des Nachtlichte herum zu springen , und gar verwunders ben den Worten: qfntroibo ad altare Dei." aus der beseffenen liche Capriolen zu jhneiden; er füßte sich dergestalt auf seinen Beibeperson quefahren, und sich auf den Weg nach Rom be. Stod, daß er sich mehrmanla über das breite Ehebette hin und geben; doch gelang es dem Pfarrer durch den Souß des Him. ber schwang, und jedes Mahl, menn er über den armen Søreis mels, daß er mit der Mesle su Ende kam, und er sprach mit ber wegflog, frug er:

gebogenen Knien die Worte des Evangelium. St. Johanni: «Willjt du Gud?"

«Et verbum caro factum est, et habitavit in nobis." 218 Tid Meister Franz endlicy own leinem Erstaunen erhohlt Da kam der Teufel mit seiner last vor die Kirche, und wie batte, und mit aja !” antwortete, nahm der Zwerg einige er seine Wette verloren lag, gerieth er in folche Wutb, daß er Geldstúde aus seiner Taschen freute sile vin das Bett herum, die Säule durch das Dach und Gewölbe in die Kirche warf, und verschwand mit den Worten:

wo sie in dre: Stüde zersprang, und mit verbissenem Grimm «Ein andermahl mehr!"

dazu rief: «Wenn mir Petrus sie nicht drep Mahl ins Meet Der Schreiber suchte die Geldstüde zusammen, fle sorgfälı geworfen hätte, so wäret du mein.” sig quíbewahrend, onde (einer Frau etiras davon zu sagen, 2uf diese Weise hatte der Pfarrer nicht nur die bosessene

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Weibsperson, sondern auch seine eigene Seele von dem Teufel bringen. Nach einer Arbeit von zwey Jahren hatte er den gatto Befrent; aber wie dieser ein lügner von Unbeginn war, wollte er gen Vorrath von Todtentnochen auf eine ro fünftliche Weise auch den frommen Priester betrügen, denn die Säule war nicht, aufgerdlichtet, das sich Jedermann bödlich darüber verwundet. wie er versprochen, aus der Peterskirche, sondern aus der Kiro te, und kein Fremder del Beged gog, obne folder beimjur ose Maria Trabtevere, an der Quelle, to zur Zeit Christi Dhl suchen, und mit großer Aufmertsamkeit zu betrachten. gefloßen feon lol, und viele Reisende haben es bestätigt, daß Eines Tages kam auch ein Reisender aus einem fremden in selber eine Säule feble, an Gestalt, Farbe, Größe und Orden, welcher fich über die große Menge und döne Ordnung Dide derjenigen ähnlich, die vor der Kirche St. Petri und der Gebeine verwundernd ausrief : Pauli liegt, an deren innern Wänden auch die ganze Begeben. *«Wie viele von diesen mögen wohl zur ewigen Seligteit heit auf mehreren Schilderegen mit vielem Fleiß abgebildet ist. eingegangen regn, und was nügt eb ihnen, daß man ihre sind:

doen aaf ro Punstreiche Weise hier aufgeschlichtet hat?" V.

Da hörte er plönlich ein Raurden und Summen; die Ger Das Marienbild.

beine ichienen sich über seine Rede zu beklagen, und da es ihm

schier vorkam, ale wollten sie über seinem Haupte zusammen, Auf dem Hochaltar der St. Stephanskirche zu Prag, bes stürzen, entwich er ängstlich und fanellen Fußes von dannen. fand sich sonst ein uraltet Marienbild, welches großer Verehrung genoß; e16 aber ein böhmischer Mahler das Conterfey des Sdubs Heiligen der Kirche gemahlt hatte, Rellte man diesen auf, und Conservation des Holzes. berichloß das Frauen bild in ein anstoßendes Gewölbe, wo eb Derblieb bis im Laufe des dreyßigjährigen Krieges der fromme Georg Volmeister, der bey dem Bau des Börsenthurms Domherr, Wenzel von Blumenberg, sich vor den Schweden in Copenhagen Zimmerarbeit zu verfertigen hatte, fand in dem hierher flüchtete, und einige Zeit lang die Functionen des erkrank, seller einen hölzernen Boden, der noch gang frisch war, ob er ten Pfarrherrn versab; er erfuhr, was mit dem Bilde vorges gleich, aller Wahrscheinlichéeit nada. seit Erbauung des abges gangen, und da ju damahliger Zeit ein Wetterstrahl den Hoch. brannten Thurmes (1624) gelegen hatte. Man sagte ihm, daß altar spaltete, ohne jedoch zu zünden, fo wurde er aufmerto es daher komme, weil die Salzladangen hier geschehen. 216 fam, legte dieß Ereigniß als ein Warnungszeichen aus, und er diese Bemerkung einem Schiffbcapitän mittheilte, erklärte ih na Sestand darauf, daß das Marienbild wieder in der Kirche auf: dieser, daß das in seiner Heimath nidots Neueß wäre, ins gestellt würde, worauf er zur Nachtzeit die Kirche bell erleuds dem man da die neuerbauten Schijfe die erste Reise nach Spar tet fab; seinen Sinnen mißtrauend, nahm er mit den Kapláren nien thun, und mit Salz beladen ließe, weil die Erfahrung und einigen benachbarten ehrbaren Bürgersleuten, eine Unter: gelehrt habe, daß ein solches Schiff immer weit länger halte. suchung vor, welche alle das helle Licht saben, das, als sie in Ja dem Komödienhause hatte sich der Holzich mamma so aus. Die Kirde eintraten, von dem Marienbild ausjuftrömen (dien, gebreitet, daß in wenigen Jahren das Holz deb Fußboden vers dann aber gleich entschwand.

faulte. Nach vielen vergeblich angewendeten Mitteln ließ Vole Nicht lange nachber starb der Pfarrhere, und als fide die meister bey legung des neuen hölzernen Fußbodens die Unters Schweden zur Einnahme der ganzen Stadt rüsteten, erschien lagen und unteren Theile der Bretter mit einer starken Salzo eines Tages die heilige Jungfrau mit dem Kinde, ganz io, wie lauge bestreichen. Nachdem dieser eingefalgene Fußboden 20 Jahr sie auf jenem Bilde gemahlt war, auf einem belf immernden re gelegen hatte, ließ der Baumeister eine Diele aufbrechen, Regenbogen, welcher sich über der alten und neuen Stadt wolbo um zu sehen, ob sich wieder Schwamm darunter angelegt habe; te, und sie zu schußen stien.

inan fand aber die Diele ro friích, al6 ob sie erst gelegt worden Viele Einwohner saben dieses, und auch die Feinde, wels wäre, Bolmeister empfiehlt daher diese Salzlauge auch für Wası dhe die Belagerung alsbald aufhoben, und die nächtlichen Ers serleitungeröhren, Rinnen, die unter der Erde liegen, Dachrin. leuchtungen der Kirche, in welcher man das Wunderbird nun nen u. dgl., und glaubt, daß sie and bey Schläuchen und Feuers mit verdoppelter Berebrung aufbewahrte, wurden gesehen, so eimern gute Dienste leisten würde. oft ein Pfarrherr von St. Stephan mit Tod abgehen foute. Es ist ziemlich bekannt, daß die ausgelaugte Seifenfieder,

alche fum Grunde eine hölzernen Fußbodens gelegt, ebenfalls VI.

gegen den Holzschwamm schüße. Das Being a u$ fu sedler.

Es ist wohl eben rohelinnt, daß die Sohle ein der Fäul.

niß wideutehendes Mittelmia, allein es wird nur zu wenig In den unterirdischen Gewölben des Bernhardiner.stlosters benügt; man verkohlt das untere Ende der Plankenfäulen , 0.28 Sedlet, wurde eine große Menge von Todtenknochen aus den Ihnere der Fäller um das Wasser fur See trinkbar zu erhal Schlachten und Scharmüßein des fünfzehnten Jahrhunderts adfs ten, man entfußelt damit Branntwein ; auch zur Bleiche hat bewahrt, bis endlich ein göttesfürdtiger 26t ein Beinhaus er: man sie sdon verwendet; sie ist ein wesentlicher Bestandtheil bauen ließ, um folae aufzustellen, und wie das Gebäude fers der Filtrirmasdinen, durch die man, besonders in Frankreich tig war, erboth fich ein alter Mönd, welder sdon halb ver: flechte& Trinkwasser, d. B. das Wasser der Seine reiniget, blindet war, que fregea Stüden, die Gebeine in Ordnung zu gud angefaultes gleich wird daruit gereiniget, nur wird die

Mittel ber uns noch zu wenig angemendet. Erst seit kurzer schränken. Das erste größere Wert von ihm, 1986 vollendet , ' Zeit wird die Sohle mit wesentlichem Nußen ben der Zuders ist in den Händen des Fürsten Galicia, und stellet einen Ul. raffinerie verwendet.

ten vor, der ein Mädchen mit Geld ber do enten Eine Erfahrung von der, der Fäulniß widerstegenden Eis will, dessen Unnab me verweigert wird. Dieses genschaft der Holstorle, die ich selbst gemadt habe, dürite Band. Gemählde bat einen so glängenden Bepfad erhalten, daß es wrtlern oder Fabrikamin, die vieler Umboßföde bedürfen, wer der Künstler vier Mahl für Standeepersonen, unter ande: sentlid nüßlich fenn; die auf folgende Art angewandte Holz: ren auch für den Grafen Clerfait, wiedesyohlen mußte. Auch tohle gewähret nähmlich den Vortheil, diese Amboßflöde (Stüde den bekannten Kupferstecher Quirin Marl hat (8 so anges von Baumstämmen) auf benden Seiten ju benüßen.

sprochen, daß er noch im obest angeführten Jahre mit vielem Jo hatte vor mehreren Jaren mehrere alte unbrauchbar Fleiße den Stido desselben unternahm und vollendete. – Ein gemordene Uinboßitöde durch neue zu erreßen; bekannt mit den swegtes bedeutendes Bild, eine auf dem Sofa rubende Eigenschaften der Sohle, ließ ich in die truben unter den Stö: grau, ist in der fürstlich liettensteinsden Gallerie, und ein den eine Lage von Holzkohlen geben, dieselben darauf fleden, dritres, wey Frauenzimmer mit Nähen beschäftie und ste rund berum mit Bolzkohlenstaub umgeben, und dann get, in der k. F. Galerie im Belvedere , wofüe der Künstler fest mit Erde (laimen) verstampfen. Nach fünf Jahren ließ is vou Kaiser Joseph dem Il. hundert Ducaten als Geschenk ero yon diesen Stöden zwey rerausnehmen, und fand sie so frisch

hielt. In der permanenten Kunstausstellung bey St. Una als ob sie erst eingeseßt wurden waren. Der dazu verwendete

ist ein fißen der alter Mann von Brauns Meisterband. Nohlenstaub, der ben Eisengewerben ohnehin genüglich vorhan:

Sed 6 Köpfe in Denner's Manier und drey Son. den ist, ist für Nichte zu rechnen. Auf diese Art können die Umboß. nier befinden sich noch in der Gemahldefammlung *) oes Runt.

versation 8: S tüde in Gerard Don's und. Mieris Mas flöde auf benden Seiten Fenugt werden, wenn man sie etwas lere selbst. 218 Porträts Mahler hat er sich vorzüglich durds länger als gewöhnliche Funeiden läßt.

genaues Treffen bekannt gemacht, lo, daß, als er einmahl den 2. Iederdi.

Prolaten der Schwarzsponier mablte, dieses Porträt einen folchen

Benfad erhielt, daß er bird darauf in der t. t. Theresianifchen Kun ft.

Ritter , Uladenie, im gräflich Löwenburgischen Convicte und

ben Herrschaften vollauf zu thun hatte. Eben so glüdlich, wie Wanderung in die Atelie r8 der hiesigen ale Mahler, ift Braun auch im Restauriren der Gemühto & ünstler. Àdam Braun (Rauhenite ingafle Nr. 937 im de. Unter der Menge derselben, welche er für die bedeutendo eigenen Hause), wurde den 12. Junius 1750,34 Wien geboren, sten in- und ausländischen Personen berstedte , leyen bier nuc wo sein Vater Bürger und Lederermeister war. Den nöthigen smer genannt, welche er, zum Wohlgefallen Seiner Majestät, Unterricht in den genöboliden deutiden lehegegenständen fur die €, t. Gemühldefammlung im Belvedere restaurirte, erhielt er im väterlichen Hause durch Privat. Lehrer. Soon im nähmlich im October 1813 Tobias, von Andrea del zwölften Jahre seines 21ters besuchte er die k. k. KunstAlades Sarto, und im Hugust 1815 o ie heilige Familie, von mie, wo er von Christian Frister in der Anfangsgründen der Raphael. Im übertragen olter G em äbide auf Zeichenkunst unterrichtet wurde. Bald darauf ward S a ins neue & H018 oder neue Leinwand, welche Kunst Braua bado, und später der f. k. Kammermahler und Akademie - Direc. in Wien, meines Wissens , nur alein ausübet, (die aber in tor von Meyten & rein leirer in der Mahlerkunft, unter Paris bäufig geübet werden soll.) ift Braun sehr geschickt, und weldem er so schnelle Fortschritte machte, daß er schon 1770 verridtet diese Arbeit auf eine sehenswürdige Weise. die Studien der Antiken vollendet hatte, und zum Mahlen nade

F. 9. Bödh. der Natur überging. Seine Arbeiten erhielten Beyfall, undres Künstler8 großer Ruf bestimmte die Kunst · Afademie , ihn,

M is cellen. unter ihrem Präses von Sonnenfeld, den 25. März 1789 ju

In Pohlen scheint die englisdhe literatur die französische ihrem Mitgliede zu ernennen. Fast ju gleicher Zeit würdigten perdrången zu wollen. Die englischen Classiker werden häufig auch die Behörden feine Senntnisse dadurch, daß er bey dem überlegt. Shalspeare's Schauspiele, Dsriano Gedichte, Milo F. t. Oberjihofmarjual.. Amte, ben den f. E. Nieder. Diterreis ton, Dryden, Young ac. find jeßt allgemein daselbst bekannt. dilden Landrechten und ben der t. f. Zollgefällen , Adminis stration all beeideter Mahleren. Schåß meifter ans *) Hus Bra u n's Sammlung find foon mehrere Gemählde in Rus gestellet wurde.

pier gestoden worden, d. B. die heilige Ugnes, don Guers Da die meisten seiner Arbron frem thalieren, cino, gestochen 1816 von Gleditio; - Salvator mundi, und das jarunter mehrere von der Fürsten Galizin und Bollónsky, an.

Porträt des Campomanes , berühmten (panifdhen Ministers, bende Arlauft, und nach Rußland, Frankreich und England gesendet

von Mengs, gestoden für das Wallishausser'de Taschenbuch Aglaia,

Jahrgang 1822. – Braun ist auch im Besiße einer beträchtlichen Kus worden sind, alio lovohl die Besiger, als auch die Uufento

pierstid sammlung. Siehe das Weitere über beyde Samwlungen in faitforte der Gemahlde nicht auegemittelt werden können: 10

B Ö of b's Merkiv ürdigkeiten der $a up to und Residents muß man sich hier bloß auf die Angabe einiger wenigen be 6190t Wie 1:. 2 Bände. 1821

-23.

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