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dönberg benügt werden, und der Morgen des 9. Septeme Soon rückte nach 6 Uhr die Dämmerung, an, als der bers überrascte mit so berrlicher Witterung, als sie kurz vors bedeutend lange Rückweg angetreten wurde, der in sternen: ber die Reise auf die Salve begunstigt batte.

beller Nacht unter beständigem Freudenruf und ländliden Nun ging es rard zu Wagen wieder nad Neustift, von Gefangen erst um 11 Uhr Nachts an lein Ziel, das Dörfe dort aber mit Tragseffein für die Damen uns 15 Keitpfer: den Mieders, führte. Da leuchtete nod von dem gegenüber den für die nämlige Suite das immer engere, wildere liegenden Berge der Gemeinde Felfes das : Vivat Marie Thal des tobenden Ružbaches entlang der Alpe Ober: Rif louise! berüber und – die Festtage dieser Gegenden ju. Zahlreide Sräger zu:r Abwechslung auf dem langen Wer waren gerdloisen - für den Genul, nicht für die Rück: ge, die Landesítüben des batet und viel frobes Bolt erinnerung der wackern Sobne des Gebirges, die sich eroffrete den Zug, umgab und folgte ißm über Stock und durch mebrere Tage vertraulich um die milde, freundliche Srein den Wildbad hinüber und herüber, Pöllersdüße bras Kaiserstochter versammeln, mit Ihr über die Sitten und den sich an den Felfen. Auf der Alpe Ober - Riß ward nur Bedürfnisse der Heimath sprechen, die treur Liebe zu dem kurjer Erquicfung Raum gegönnt, denn nodo mußte die er babenen Vater oft und herzlid zeigen durften, und ftriffte, unwegamite Kobe erklimmt werden, durchaus zu daben nod jede kleine Aufmerksamkeit und Borsorge fürsi: Juß, und in den Tragseifeln nur dann, wenn diese von lica belohnt, und freundlich gewürdigt faben. rustigen, des Bergsteigens gewoonten Männern von allen Daß diesen Reisezug von der Landesgränze über die bo. Ceiten gestüßt und gehoben wurden.

be Salve, den Alpeiner Ferner bis über Steinad binousi Es war fait 3 Ubr, als der frobe Zug, die immer freund: wo Ihre Majestát node am 10. September der sönen, von liche, nie angstliche oder ermüdete Erzberjoginn in seiner des bier gebornen Knoller's Meisterpinsel geldmückten Mitte, am Fuße des Alpeiner Ferners anlangte, Kirde einige Uugenblicke idenkten, aud des Bobith uns ter, wie die Fürstinn bemerkte, von den vielen gröbern regenvolle Aussaat bezeichnete e bedarf keiner besoins und merkwürdigeren Fernern der weig fide darin unters dern Erwäbnung. fdridet, daß der unterste Theil seiner Eismassen vielmehr Komme wieder! riefen der uns Eyrolern fo einem Fablen Felsen gleidt.

gewogenen Fürstinn alle Herzen nach, wafrend die Hände und da geidab, was die fühnfte Şoffnung nicht ers berdaftigt find, auf der Höhe der Salve und des Alpeiner warten konnte, daß in dem Momente, wo der Tragseffel Ferners durch einfache der Zeit trogende Dentsteine den niedergestellt wurde, um die Träger zu wedseln, über der Stadkommen zu verkünden: Wölbung, die der Gletsderbach durch das ewige Eis gewühlt Sie war da. batte, eine niadtige Eismara losbrad und, in Staub auje gelöst, mit lang nagballentem majesietiden Donner berabs

über ein bereitungsverbesserungen. fturzte !! Udes jauchzte freudig auf, und erklimmte nun mit Hulfe von Steigeisen die mittlere Höhe der Eismailen bis

Den 2. Iederdi. dabin, wo tiefe Epalten und der intende Tag gebietberiích

(Fortres ung). Stillstand gebothen.

Herr Sömmering füllte ein Glas mit - 26manuehaufer Erst um 5 ufr Abends war die Alpe Obero Riß wies Rheinmein vom Jahre 1812, band es feit mit eingeweich: der erreicht, und dort im Angebote des Ferners wurde nun ter Kindeblase ju, und ließ eo 81 Tage ruhig in einein Zim. ein erquictendes Mahl unter frenem Himmel eingenommen, mer stehen. Nach dieser Zeit war der Wein um die Hälfte pers dellen fürstliche Bedienung mit dem rund berum gelagerten Dunstet, und zeigte folgende Eigenschaften: 1) er war weder Bolte, das find auf ländlige Weife gütlid that, ein in diefen am Boden det Glalies jeigten sich röthliche Weinsteinfrițiale ;

fitimmlig soch tahmig; 2) auf der Oberfläche des Being und Gegenden nie gesehenes Bild vollendete.

3.) die Farbe des Rüdftandes mar dunkler, als die eines im Rund im weiten Kreise ward nun das jablreiche präch. Redler aufbewahrten Weins, auch war die Flüssigteit selbl flan tige Alpenvieh berumgetrieben, und das harmonisde Getöne ter und durchsichtiger; 4) der Geruch war stärker und angenes der vielstimmigen Herdegloden, die ländlichen Gefänge des mer ; der Geschmad feuriger und gewürzbafter, dabey zugleich Volkes, die kriegerische Musik der Sdügen, dereinigten fico milder und öbliger, alt der des unveränderten Weing; 9) eo jur nationellen und der Umgebung angemessenen Tafelmujit. hatte seine Stárfe nach den Alcoholometer verdoppelt. Man Vier kraftige und wohlklingende Stimmen der Alpen: war, und der Weine fict in Nursem außerordentlid veredelt bato

sieht hieraus, daß in diesem Zeitraum bloß Waffer verdunstet berobner fangen ein einfaches lied, das dem Willkommen te. ließ man ihn nod langer leben, so gewann er noch meht und dem Abidiede galt.

an Güte,

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663 In technischer Hinsicht Taft fich diese Entdedung dahin be. Gis ber wandelten Waffertheilen, befregten starten Wein ab. ußen, daß man halbgeleerte, oder nicht ganz gefüllte Flaschen laufen. bloß mit Rindeblase oder Schweinsblase jubinden (nachdem Man sucht auch den Bein durch den Geschmad verbessern. selbe verher eingeweicht worden sind, damit sie überall fest an. de Busäße fu veredeln; der den Geldemad verbefferade 'Bestände foließen), und sie dann, ohne Furcht eines Verderbens in dem theil deb Weins *) ist aber so ungewiß als veränderlich, daß Bimmer flehen lassen darf. Der darin enthaltene Wein wird sich sich über denselben nicht. Bestimmtes sagen läßt; man dreibt verbessern, während er bey einer nicht gang volgefüllten denselben größtentheilt den Bestandtheilen der Erde ou, in verstopften Flasche bald kahmig und sauer wird.

welcher die Pflanzen wachlen. Verständige Weingartenbesiger "Belde einen widtigen Vortheil gewährt diese , so wenig kofte enthalten sich also des lådlichen Gebraudes, den Dünger ant bare Behandlung für Partenen, die keinen Keller besißen, wie die Wurzela der Pflanzen unmittelbar zu legen. Mit Erdegut Dieß, besonders in Wien, bäufig der Fall ist, aber wohl allens vermengter, abgelegener, und gehörig vermifdter Dünger falls einen übrigen Raum in einer Kammer oder Zimmer ento ist jeder anderen Düngungbart vorzuziehen. jo erinnere mits behren können; so wie für jene, die sich nicht Bein in gangen in einem sehr alten Bud gelesen zu haben, daß man den WeinFässern anschaffen können, ihren Wein, gut oder schlecht, ento jeden beliebigen Gescharack, sogar von Theriae , (?) ertheilen weder in naben Weinsdenten täglich bohlen oder die kostbare könne, wenn man die Pflanzen nahe an der Wurzel öffnet, oft unentbehrliche Zeit auf die Besuchung entfernter Leder vers ein wenig Mark beraubniant, und statt desselben ein gefáli. wenden müssen. Ben der Beredlung des Weines auf dem Las ges Gewürz, Therial u. f. w. in die dadurdo entstandene Öff ger verfliegen wässerige Theile durch das Holz, und der in ih: nung bringt, die dann mit Baumwache verklebet, und mit eie nen aufgelösten Weinstein fällt zu Boden. Dieß erfordert aber nein lappen verbunden werden {ol. weit mehr Zeit alb bey einem Aufbewahren in mit Blasen zus

216 zusäße zur Geschmacksverbesserung dürften die Weins gebundenen Gefäßen. Außerdem muß man in Fässern die ents blüthe, Orangenbiüthe, die florentinisde Deilchen wurz, und Xanderen Räume immer vollfülen; ben mit Blasen zugebunde: die Holundertlüthe zu empfehlen seyn, welde leştere auch nach nen Glabgefäßen ist dieß aber nicht nöthig; das sogenannte Zeh. der Gährung zugeseßt, dem Wein ein unschädlichen angenehmen ren des Weins ist demnach nichts anders, alo Verdünstung eis Geschmad ertheilet. nes Untheils davon durch das Holg, und der in denselben aufs Diese Zusäße werden, vor der Gährung dem Moste gelöste Weinstein reßt sich an das Holz der Fälser an. Dadurch beygemengt, durch diefelbe zwar zum Theile unwirksam, wird dat Nachfülen nothwendig, mit welchem wieder Wasser allein bey der vë't baltenen Gährung niớt wie bey jener und Weinstein in das Faß kommt, der fich aberniable erst abo verfluchtiget. feßen muß. Ben mit Blasen sugebundenen gläsernen Gefäßen Alle diese Verbesserungs- und Veredlungsarten des Weins ist dieß Verderben aber nicht zu besorgen, da Peine Luft durch machen jedoch die neueite, durch die verhaltene Gährung, die Blasen eintreten kann, auch erhalt der Wein von dem Faffe nicht entbehrlich, und können mit derselben oder nato dero oft einen Beggeschmace *) und eine Färbung som Glase aber selben, je nach der Eigenschaft ihrer Anwendungsart, vereió nicht.

niget werden. Wollte man diese Entdeckung im Großen anwenden, lo Im Eingange ist erwähnt worden, de Glauber in tönnte man, auf eine wohlfeile Art, in kurzem den besten als seiner Wohlfahrt Deutsdlands diese Weinverbeljesung fuerit ten Wein erhalten, und hätte das lange liegen lassen desselben empfohlen habe. in dem Faffe ersparrt. Man könnte entweder große Zuđerglä: Blauber nimmt als Grundtheile eines jeden Being, fer mit angefeuchteten Rinde. oder Soweinblafen zubinden, Wasser, Geist und Weinstein, nebst schleimigen Erdtheilen, zue und in einem Zimmer oder Kammer stehen lassen. Auf jeden Grundmischung an **) die Proportionen (iagt er) ändern side Fall ist hiervon großer Bortheil zu erwarten, und die soge: nach dem Erditriche. Ein saurer, unreifer hat jederzeit mehr Hannten liqueurweine oder Uusbrüche werden ohne andere Kün. Weinstein , und weniger Weingeist oder Ohl, als ein reifer aus fte, Kosten oder Bemühungen dadurch erhalten werden können. einem guten Weinlande. Daber sind die Spanilißen füß, weil

Vielleicht wirkt das Pech, mit welchen die Weinbouteilleu die Sonne den Grundstoff des Weinsteins in der spanischen verklebt zu werden pflegen, zum Theil wie die Soweineblå. Traube, aus einem Sauersalze zu einem süßen zudet fodt, fen, die aber jenem vorzuziehen sind, indem Pfropfen, Pest und einen Iheil des berben Phlegma jerstreut. So enthält ein und Mühe eriparet wird.

faurer deutscher Wein gwanzig Theile Weinstein, ein reifer gu. 311 der Moldau wird durch den Frost, farfer baltbarer ter 12 Theile, ein spanischer 6 Theile Weingeist oder Oh! (?) Wein getdonne. Man läße die gefüllten Tonen in der Märts viec Theile Wasser und einen Theil Hefen, welche aber darum sten Källe gefrieren, flicht dann mit einem glühenden Gijen ein

*) Bouquet genannt.

2. e. Lot durch das Eis, und läßt durch dasselbe den in der Mitte

**) Die Bestandtheile des Weintraubeniaftes sind : Äpfelsäure, frey befindlichen, von seinen überflüßigen, nun gefrornen und in

oder auch mit Sali verbunden ; 2. Suleim; 3. Ertractiostoff ; 4.

faure weinsteinsaure Pottarde, (Weinstein); 5. süßer Stoff, oder *} Man bemerkt der Weinen, welche in neue unvorbereitete Fässer Zuder; 6. färbender Stoff; 7. Gerbestoff, oder herver Stoff ; 8. getullet merden, öfter den berben Gerdmack des Eidenholzes. saures, kleefaures Kali (Sauerkleesalb); 9. ein eigener Stoff, der

2. T. ihm den Gelomad ertheilt (Bouquet); und 10. Wasser. 2. I.

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noch kein Beiniteit find; folglich enthält ein geringer Wein, bell *). Se Bandchaften **). Die vordere Façade melchen die Sonne nicht genug gelocht, ju viel Säure, ein und das Innere gegen den Hochaltar der Kirche Maria Stiege, berbes Wasser, und wenig Weingeist. Glauber empfiehlt nun dieses merkwürdigen gothischen Alterthumes ***) für das Practs ebenfalle den Zusaß von Weingeist vor der Gährung. Zuf diese werk des Fürsten lignofsky. Art kann man, lagt er, aus einerley Gewächse, drey bis vies Diese vielea, mitunter sebr trefflichen Leistungen, wodurch rerley Weine machen, nachdem man sie mit diefein Zusats, eine sich der Künifler bekannt machte, beslimamten auch Seine tai. längere oder früzere Zeit zusammen gähren läßt.

serliche Hoheit den Erzherzog Carl, ihm den Stich von neun (Dic fortreßung folgt).

Planen zu Höcftdessen strategildem Werte zu übertras.

gen. - Professor Franz Edler von Rudtorfer wählte Ponbeis Ka

mern für die Kupfer zu seinem Armamentarium chirurgicum me nderungen in die aceliers bieriger selectum (Wien 1817–1890 bey Anton Strauß), und er vero Kü nft ler. Kilian Ponheimer, der Nestor unserer Kupfers fertigte dazu 30 Platten. Audy dev hiesige Buchhändler Earl stecher, wurde zu Wien den 26. April 1957 geboren, wo dessen Saat lud. Ponheimern zur Mitarbeitung an den Kupfern seines Vater t. t. fammer : Mujikus "war. Nachdem er die deutschen Prachtwertes : «f. E. Gemahldeo Gallerie im Belvedeo Schulen und die ersten drey lateinischen Classen bey den Unters re ju Wien," ein, und welche gute Wahl Haas traf, beweiset Jesuiten mit gutem Erfolge zurück gelegt hatte, trat er im Jah, der Blum e naltar, nach de Heem, der seines reinen, fleißigen re 2774 in die Bais. fön. Kunst. Aeademie über, wo er unter Stides wegen als eines der besten Blätter dieses Werkes geschäße Som u ser und' Brand Unterricht im Zeichnen und in der wird, und zwar um so mehr, als es, ohne zu radieren, rein mit Stupferstecherluft erhielt. Bald nach seinem Zugtritte von der dem Grabitichel geschnitten ist. Außer diesem sind noch in dem 2Fademie (im Jahre 1984) bekam derselbe einen akademischen genannten Werte folgende von Ponheimere şand: Baldges Preis für den Stich einer landidaft (Nachtslück), nach Chris gend nach Robbema ; Grabmahl der Gäsilia Metela nada fian Brand.

6. Poussin; Hirschjagd nad Nuthardt; Feldmesser nad Die vielen, vorzüglich im Landschaftsfache trefflichen Leis Giorgione; Waldgegend nach Ruysdaal! Bildniß Maria flungen des Künftiers find: Unfangsgründe der Muskel, lehre milians des I. nas Rubeus. von Jofeph Barth, emerit. Profeffor der Anatomie. Wien 1986. Das fürftlich Galizin'de Gebäude im Prater, nach Udan Braun. 3wer Ansichten des Gallizin. Serges, nach Bon den dren Söhnen und dren Tochtern Pongeimers Director Schmuger. (leştere dren Blätter sind für den Fürsten lebt nur mehr der einzige . Salligin selbst verfertiget worden.) - Anficht von Klein. Neusiedl,

Kilian Ponheimer, nach Professor Janica, für Theodor Edlen von Padhner. an. lidt aus Jialien für den Ubbé Deleno, nasto Philipp Bao geboren zu Wien den 12. November 1788. Er besuchte die Nor: dert *). Seche landid aften, davon dreg nad Molitor, drevo mal - Soule ben St. Anna, und seine Lehrer bezeigten ihm mado Ponheimers eigener Zeidnung nach der Natur. Bäu:

stets die größte Zufriedenheit. Im Jahre 1803 widmete er sich me, nach Prof. Weirother, 6 Stück von bedeutender Größe, jedoch schon der Kunst, und nahm Unterricht an der fais. fön. nebst einem Titelkupfer. Seche Landichaften, nebst einem aladenie im Zeichnen unter Professor Maurer; im Radies Titelblatte, nach Prof. Weirother. Sechs kleine landschaf:

ren unter Director. S d m user, und dann später durite läne ter, nad Ponheimers eigener, Zeichnung. Eine Suite von

gere Zeit in der Schabebunit unter Professor Kininger; verleg. r30 Blättern in verschiedenen Formaten, nach F. Kobel.

te sich auch zu gleicher Zeit auf das Mahlen in Miniatur, wels 3men tleine Ansichten nach der Natur, vòn Rund **).

Sed & des er bie jest zu seinem Haupterwerbogweige machte. Seine ansichten nad der Natur aus dem Pràter, nas Ponheimere ale Kupferstecher gelieferten Arbeiten sind bisher nicht zahlreiche eigener Zeichnung, nebst einem Titelblatte.

Sechs kleine und besleben in folgenden: Landschaften nebit einem Titel, ebenfalls nach eigener Zeichnung.

Director Fischer, nach Maurer, geschaben. (Der Seche rebe kleine und vier größere landschaften, nach dem günstler besißt die Platte noch selbstj.

zu dem schon mehrs Entwurfe des Künstlers felbft. – 3wey landidaften nach Chr. mahl angeführten Hano'jidhen Prachtwerke af. e. Bilder o Galo Brand.

Dier kleinere Landichaften nad Ponheimers eigen lerie im Belvedere re." Porträt von Solbein, und Ritter ner Zeichnung ***).

Dren Blätter nach Molitor und Bayard von Palma dem jüngeren. vier nad Penyeimer selbst ****). Sede landic aften nad Soos

Fr. H. Bodb.

) Diese fünf Blätter sind über i 1/2 sduh grofj.
**) Sämmtliche Blätter bis hierher find in der Bermann in

Kunsthandlung ju haben.
***) Dom obigen Sternden bis hierher für die Riedride Sunft

handlung. ****) Für den Spätmeister und Kunsthändler Stödf.

") Sm Besibe der Sunfbandlung Urtaria's.
“) Deren Eigenthümer der Kunsthändler Berla ift.
***) Wovon eine Beschreibung in der Bauer'sben Buchhandlung im

ottenhofe ju Wien su baben ift.

Redacteur: Joseph Freyherr von gorma gs. Berleger: Franz $ärtet.

Gedrudt sep Franz ludwig.

Geschichte, Statistik, Literatur und K u nst.

Montag den 27. und Mittwoch den 29. October 1823.

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****(129 und 130 ) ---************* Elifabeth, Königinn von Ungarn.

und ihre Mutter auf des sterbenden Kaisers Befehl von

den Großen, die mit ihm gefangen, waren Elisabeth & Bes Elifabeth , Sigmund des Raisers und seiner Gemahlinn gleiter von Znanm nach Preßburg. Unfébaulicher konnte die Barbara Cidy Tochter, wurde wahrscheinlid 1407 gebos Lehre von der Vergänglichkeit und dem Unbestand aller ir: ren. Dlugoß sagt zwar ausdrücklich, daß sie eilf Jabre ger disden Herrlichkeit ihr nicht gepredigt werden. wesen, als sie gebeirathet, und da sie im Jahre 1421 beis Die zu Preßburg versammelten Stände Ungarns wähle rathete, fiel ihr Geburtsjabr 1409 oder 0410, aber eben ten Albert zum König, er und Elisabeth wurden zu Stuhle weil die Heirath vollzogen wurde, ist Dlugoßens Ungabe weißenburg gekrönt, Sigmund zu Großwardein beerdet, unrigtig. Sie muß 1421 wenigstens vierzehnjährig gewesen Barbara Ciln nac Poblen gesendet, aber schon im zwen, senn. Sie war noch nicht fünf Jabre alt, als sie an 211bert ten Jabre (1439) erkrankte Albert, während des Feldzuges von Österreid verlobt ward. Er kam 1411, ein noch nicht vier gegen die Türken, kehrte zurück, und ftarb zu Mefjméln. gebnjábriger Prinz nas Ofen, von seinem Vormund Ser: Die Zügel der Regierung kamen in Elisabeths Hände. jog Ernst geleitet. In seinem Gefolge Friedrid, der Burg. Es ist oft die Frage gestellt worden, ob Elisabeth graf von Nürnberg, Christoph von Lichtenstein, und Rups wirklicher König von Ungarn, oder bloß Königinn, und pert von Waldsee, sie wurden mit großer Fenerlichkeit em, nad Alberts Tod Reidsverweserinn war; Kollár und Pray pfangen, und die Verlobung hatte unter der Bedingung bebaupten das erste; ifre Gründe find, Elisabeth und 21. Statt, daß Elisabeth, sobald sie berangereift, dem Ergo bert haben vereint Diplome erlassen; der Erzbischof, der Herzog vermählt werden sollte, würde Vater oder Mutter nur die Könige ju krönen pflegt, hat Elisabeth gekrönt. die Heirath ohne Ursage verzögern, fen Sigmund ídul. Elisabeth selbst screibt an den Kaiser Friedrido eigenbåne dig, dem Herzog 40,000 fl. auszujahlen. Die Vermáš, dig, die ungarischen Stände hätten mittels Urkunde ers lung wurde 1422 zu Wien mit vieler Pracht vollzogen, klärt, sie würden Elisabeth als Sigmunds Erbinn aners nachdem Sigmund in einer ju Prefburg 1421 ausgestellten kennen, wenn ihm kein anderes Kind mehr würde, im lIrkunde seiner Todter Ungarn, Böbmen und Mahren als Fall Albert stürbe , sollte die Witwe mit den Kindern Erbe zusicherte, sollte er jedoch mit noch einer Todter ges Erbe senn. Selbst die Handlungen Elisabeths von Alberts segnet werden, so habe Elisabeth die Bahl, zwisden Un: Tod bis zu Uladislavs Ankunft waren Ausübungen der Mas garn und Böhmen, Máþren bleibe ihr auf jeden Fall. jestätsrechte.

Ein Jahr nach ihrer Vermáblung übertrug Sigmund Katona, und die ihm folgen, sind entgegengelegter die Regierung von Mähren seinem Schwiegersohn Albert Meinung, fie ermiedern, wenn in öffentlichen Urkunden der und seiner Tochter Elisabeth als Leben, sie verwalteten dieß König und die Königinn genannt werden, oder als Erlass Herzogthum bis an Sigmunds Tod im Jahre 1437. In ser der Irkunden angegeben sind, so beweist dieß nodo diesem ganzen Zeitraum aber tritt Elisabeth nicht selbststáns nicht, daß die Macht zwisden ihnen getheilt war, sonst dig bandelnd auf, eben so wenig von ihres Vaters Too müßten die meisten ungarischen Königinnen gleiche Macht bis zum þinsdeiden ihres Gemables Albert. Es bleibt und mit dem König gehabt haben. Der Erzbischof von Gran vid ts übrig, als auf die sonderbare, ergreifende Situation babe Elisabeth nicht als König, sondern bloß als Königinn aufmerksam zu maden, in welcher sid Elisabeth nad Sig: gekrönt, denn er stellte dem Bisdof von Weßprim, dem inunds Tod befand. Die beide ibres kaiserligen Baters die Krönung der Königinnen obliegt, eine Urkunde aus,

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daß er durch die Krönung der Königinn Elisabeth den Recho didlaus Palócz, mehrere ungarisde Edle und Jünglinge. ten des Bisdofs von Webprim nicht zu nahe treten wolle; Unter diesen die ausgezeichnetsten Midael Ország und Reim. die Stellen, welde Elisabeth aus der Urkunde der ungaris bold Frangepan aloiten sich an. So ein Abgeordneter fichen Stände anführt, bewiesen zu viel, also gar nichts, des Grafen Ulric Cillo, lo auto die Gesandten der Stáddenn wenn diese Stellen zu der Salußfolge berechtigen, te Kaldau, Eartfeld, Leutsdau u. a. m. - Wladislav daß Elisabeth und ifre Kinder daturd, daß sie Alberto fandte ihnen feinen Bruder Casimir und mehrere poblnisde Erben sind, auch Kinige von Ungarn sind, müßte Un- Edle entgegen; sie wurden mit großer Pradt nad Kratau garn zugleich so viel Könige gebabt baben, als Albert Kino geführt, und fürstlich bewirthet. Während nun die Ber: der. Ben einer ähnlichen Gelegenheit bat Jabra erklärt, bandlungen gepflogen wurden, und Wladislaw mit Beg: daß Elisabeth Ludwig des Großen Witwe, und ibre Död. stimmung der pohlnifden Stande alle Bedingungen der Uns ter Maria und Hedwig ihm Ludwig, „nach dem Recht der garn eingegangen hatte, ersdien ein Bothe aus Ungarn, Natur und der Ordnung der Geburt im Königreid ges Nahmens Heder, er brachte die Nachricht, Elisabeth habe folgt waren, und doch ist Niemand eingefallen, diefe Elis zu Toniorn einen Sohn geboren, und ihn Ladislaus ges fabeth oder Hedwig unter die Könige von Ungarn zu rech beißen. Wladislav und seine Ráthe wollten also nun die nen, Elisabeths Handlungen nach Alberts Tod beweisen Verhandlungen abbrecen; die ungarisden Gefandten ere nur, daß fie Reidsverweserinn gewesen, denn sowohl Elie klärten aber, sie wären aud für diesen Fall ermächtigt, sabeth , Ludwig des Großen Mutter, als Elisabeth CudWladislaven die Krone zu bietben. Die Unterhandlungen bes wig des Großen Witwe, endlich der Reichsverweser Jo: gannen aufs neue, und der König nahm die Krone an. bann Hungadon haben dasselbe gethan, was Elisabeth. Wir über die Bedingnisse, unter welchen ihm die Krone gebos balten die Gründe Katona's für überwiegend.

then, und von ihm angenommen worden, fertigte er am Daß die Ausübung der höchsten Gewalt ihr zukomme, 8. März 1440 eine Siderbeits - Urkunde aus, die den erkannte das Ausland und die Ungarn. Papst Eugen X. merkwürdigen bluß bat: Wir aber Prälaten, Baronen wendete sich an Elisabeth, uin Ungarn abzuhalten, die und Pornehmste (Proceres) des Königreichs Poblen der: Parten des Gegenpapstes Felir V. zu ergreifen. Im In: spreden und geloben für unsern oben besdriebenen durch land bewies jie ibre Madtpodkommenbeit durch mehrere lauchtigsten Fürsten und unsern König, das unser erwählter Majestats : Acte; sie ließ lid oon Grafen Georg de Bogin Herr König alles, was oben geschrieben ist, halten, acha die Firone und die übrigen Reidskleinodien, die er in Ber: ten und beadten wird, alles einzeln, wie es in erwähnten. wahrung gebabt, ausfolgen, und fertigte eine Urkunde ful driften enthalten ist. Und nun folgen 20 Untersdriften seiner Sicherstellung in Gegenwart vieler Magnaten aus. pobinisder Großen. Die pobinisden Stände standen also den Den Grafen Cillo, Friedrich und Ulrido chenkte sie das ungarischen Ständen gut, daß der König die Wablcapitu: Schloß Koftanipa, welches durd Erlöschen des Geldledtes (ation balten werde, ein merkwürdiger Zug der übermadt Toth von Zumjedvár (Szomszédvár) der Krone beimges der Stande. fallen, noch einige minder wichtige Urkundert erließ Elifa. Diese Urkunde tam nie in die Hände der Ungarn, beth, aber der widtigste Sfritt war, daß Elisabeth die, denn Elisabeth, batte seit der Geburt ihres Sohnes ihre Ges Großen des Reid versammelte, und ibnen erklärte, daß sinnungen geändert. 216 nun ein Tbeil der Gesandtschaft, Pie lieb zwar als Erbinne des Reicht wisse, aver zur Ver: der Bau Matto und Emerid Marczali (die andern gelei. waltung dessen zu schwach fühle, auch sen sie überzeugt, teten Wladislaw nad Ungarn), vor der Königinn ersdies das Kind, welches ie unter dem Herzen trage, leg ein nen, und den Verlauf der Verhandlungen darlegten, ließ Mädden, fie mögen also fich einen König wählen, aber sie die Bothen in Ketten werfen, die Briefe behielt sie; eingedenk des Königs ihres Vaters ihrer niật vergeisen. so tam diese Itrkunde nach ihrem Tode an Kaiser Friedrich, Diese Rede der Königinn, sagt der Chronist Thuroczius, als Ladislavs Vormund. Ein zwepte Gesandtschaft von Wlas batte eine ungebeure brennende Fackel auf mehrere Jahre dislaw an Elisabeth geschickt, erfuhr das Schickfal der obens geboren, denn die Stände beratbeten sido , und wählten genannten Ungarn, und kehrt: auf Balbem Weg zurük. Wladis!27 den König von Poblen zum König.

Indeß rüstete Elisabeth zum Kriege. Einige Ôiterreicber , Eine zahlreiche Gesandtschaft jog nach Krakau , wo sie Ulric Cian und Gara waren ihre vorzügliditen Ratbges am 23. Jänner 1440 eintraf. Es war Johann Bird of von ber, fie verbündete sich mit dem Kaiser Friedric, fie farieb Segnia, Matko von Tallób, Ball don Slavonien und an die Städte, liste ihrer Zuneigung zu versiderit, sie Dalmatien, Emeric Marozali, Johannes Perény, lac dingte böbmisde Söldner. Von allen Seiten warb sie Arta

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