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679 bånger. Um sich auf dem rediten Donau - Ufer bebaupten zu Dronnng, sondern in cronologisder der Sabre, in denen können, wollte fie Ofen durd Friedric Grafen Cian und dieselben verfaßt wurden, weil sich durch diese Ordnung die 500 Reiter belegen lassen, aber der Erlauer Bild of Si- gleichzeitigen Zeugen verschiedener Epoden von selbst zusam. mon Rozgon, ein Anbänger Wladislaws, war ibm idon men stellen, und die Abtheilung zwisden Quellensdriftstellern zuvor gekommen. Nun ließ Elisabeth ibren nod nicht vier oder bloß Nadbetfern ihrer Borgänger dadurdo am ídärfs Monatbe alten Sobn zu Stublweißenburg krönen. Der sten in die Augen springt. Um dieses zahlreiche Heer von Chronist Thuroj sagt, das Kind forie wahrend der Krö: Schriftstellern, deren viele side weder ben Meusel noch nung, die Geistliden sangen die gewöhnlichen Loblieder, in dem äußerst schäßbaren Cataloge der Szechenyi den und die Königinn vergoß in Einem Ibránen, auch die Bas Bibliothek aufgeführt befinden, doch einiger Maßen zu ords ronen, die der Krönung beywohnten, vom Somerz der nen, theilen wir sie in dren Treffen nade den dren großen Königinn gerührt, weinten unit. Die Krönung verrichtete Epochen der Gesdichte aller Reide, nábmlich : der Aufnah. der Cardinal Dionisius Szées. Den Krönungseid fawur me, des Flores und des Verfalles. Aus diesem Gesichtsin des Kindes Nahmen Ulrich Cilly. Ade Großen des Puncte betragtet, umfaßt die erste Abtheilung die drifts Reichs, die sich der Wohlthaten Sigmunds erinnerten, steller, welche von der Epoche der Gründung, und wäbrend waren zugegen. Die Bischöfe Matthias von Webprim und der Aufnahme bis zur Epode des böciten Flors des of mas Benedict von Raab, Niclas Ujlak und Ladislaus Gara. nisden Reiches getebt und geschrieben haben, von dem Bende Bane von Madovien. Ladislaus und Heinrich Söbs Beginne des XIV. Jahrhunderts bis in das erste Viertel ne des Woiwoden Johann Thamasy, Thomas Széch und des XVI. d. I. biß auf die Regierung Suleim a n’s des viele andere. Nad ber Krönung ging die Königinn mit ih: Großen , während eines Zeitraums von zwen Jahrhunderten. ren Anhängern nad Visegrad zurück, wo die Krone bes Die zwerte Abtheilung umfängt die Schriftsteller von der Epo. wahrt, und durd Gara bewacht wurde. Elisabeth aber de des größten Flores des osmanisden Reiches von Anfang fürdytete Wladislaw's Nabe, und entwendete die Krone , der Regierung Suleima n’s des Großen bis zu den die einen sagen, sie habe die Krone ausgetauscht, als sie Ende der Regierung Murad des IV. d. i. vom Jahre 1520 selbe in die Kiste zurück legte, die andern sagen, sie babe bis 1639 oder von der Eroberung von Rhodos (1522) die Siegel berabgerissen, die Kiste erbrochen, und lice so bis auf die von Bagdad (1638), binnen eines Zeitraus die Krone fugeeignet. lekteres ist wahrscheinlicher, denn mes von 116 Jahren. Mit Sultan Ibrabi ms søwacher Wladislawg Anhänger fanden die Kiste erbrochen. Bon Vis und weibilder Regierung begann der wahre Verfall des segrad fog lid Elisabeth nach Raab, von dort nach Wien osmanischen Reiches, und in der dritten Abtheilung finden zurück. Indessen war Wladislaw nad Ofen vorgedrungen, lich die Søriftsteller von jener Zeit bis auf die unfrige auf: er fand nirgends Widerstand, die einzige Stadt Eperies, gezählt, während einer Epoche, welde wie die erste wieder 6te für Elisabeth gestimmt war, batre Simon Roligon, beynaße zwen Jahrhunderte umschließt. Will man diese drey Bisdof von Erlau, schon vor Wladislavs Ankunft erobert, großen Epochen, der Aufnabme, des Flores und des Bers der Krieg zwischen den benden Königen war entschieden, falles wieder zergliedern, so zerfälle jede derselben febr naund begann sofort, dodo ist es nörbig, zuvor die Stellung türlich in zwen andere, die sich in der of manisden Geschichte der benden feindlichen Partenen und ihre Hülfsmittel ins Auge folgender Maßen stellen, erstens: Epode der Grüne

dung von Sultan of man dem Stifter der Dynastie bis (Die Fortsetung folgt).

auf die Eroberung Constantinopels (1300 — 1453); 2)

E pode der Befestigung von der Eroberung Constans Bibliographisch - Fritische Uebersicht der' in Europa tinopels bis auf die Eroberung Ägyptens unter Selim I. über osmanische Geschichte erschienenen Schriften. (1453—1517 drey Jabre vor Selim's Tod), 3) Epo(Durch Jofeph von Hammer).

de des höchsten Flor e$ durch die glángendsten Siege Diese übersicht schließt sich an die im vorigen Jahrs und die weisesten Einrichtungen begründet, d. i. die Regie. gange des ar dios (57. 58 und folgende) von den os mas rung Suleim a n’ó des Großen und Selim's Il. (1520 niiden Geid ich tsareibern gegebene übersicht an. - 1595); 4) Epoche foredauernder Madt, aber Dort wurden bloß die türkisden, perrijden und arabischen schon durd innere Unrufen und gewaltsame Thronveränder Geschichten des osmanischen Reiches aufgezählt, hier rollen rungen erfüttert, von der Regierung Mura d'$ III. die in allen Sprachen Europas über türkische Gescidre er: bis zu Ende der Regierung Mu ra '& IV. (1595 — igienenen Schriften verzeichnet werden;, night in alphabetijsfer 2639); 5) Epoche des angebenden Verfalls

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ju fairen.

a

von der Regierung 36rahim’g bis auf den Frieden von bált er doch auch mehrere fchågbare Nachricten von der lege
'Carlowiß (1639-1699); 6) Epode des zunehmens ten Zeit des Reichs der Seldsbukiden in Klein-Asien aus dem
den Berfa 116, vom frieden von Carlowiz bis auf den von legten Jahrzehend des XIII. Jabrhunderts und mehrere nod
Kainardidi(1699-1774) und dann weiter fort bis auf unsere unbenügte geographische Vergleidungspuncte. Ihm folgt
Zeiten. Wer hier weiter unterzutheilen wünsdt, findet am der Bibliothefar der Sophienkirche Nicepboras Gregoras,
natürlichsten die siebente Epoche einer anscheinenden Steis welcher Benträge zur Geschichte der Osmanen bis in die
gerung von Kraft aber wirkliden Entkräftung von dem Frie: Hälfte des XIV. Jahrhunderts (1348) geliefert.
den ju kainardsdi bis zu dem Aufstande der Griechen, 2) Nicephori Gregorae byzantina Historia. To.
(1774-1821). Da die Zusaminenstellung der seit dem mus primus. Libri XI. ab Hier. Wolfio jampridem
Griedenaufstande erschienenen zahlreichen flugsdriften bes latini facti, et in lucem editi: iidem nunc auctio.
reits in den neuesten Zeitschriften zu finden ist, so steckt sich res et castigatiores quam antea. Tomus secundus.
diese Übersicde das Jahr 1821 zur Gränze, und bemüht sido Libri XIII. nunc primum e Codd. Mss. eruti, et ty.
dafür die früheren größeren und kleineren Werte osmani: pis mandati. Ex his libros fere XI. latine vertit
cher Geschichte nach den hier bezeichneten Epoden fo volle Joh. Boivin , Biblioth. Regiae Castos alter. Idem
ständig als möglich aufzuzählen, und mit ein paar Worten codices contulit, notas addidit, et alias appendi.
kritiso ju würdigen.

ces. Parisiis, e Typographia Regia 1702.
Erste 26theilung: S driftsteller von der Orů n. Gang denselben Zeitraum, den die Geschichte des Nices
dung des Reidell bis zur Eroberung Conftan: phorus Gregoras umschließt, durdläuft aud die des ibna
tinope 16.

gleichzeitigen Kaisers Cantacuzen'o (Ordan's Schwiegers Ohne die Byzantiner würde hier die größte Finsterniß daters), welche über die älteste Gefdichte der og manisden Dys berriden, und wiewohl dieselben von allen späteren euro: nastie sowohl als über die der gleidhjeitigen Fürsten von A is päischen Geschichtsdreibern größtentheils und bis zur Überses din und Smyrna, mit denen Cantacuzen früher noch alb bung der ersten türkisden Annalen durch Hans Gaultier mit Orchan wider der rechtmäßigen Kaiser (Andronicus dem Spiegel, den Hofdolmetsd Kaiser Ferdinando I. ausídließs Paläologen) verbündet war, außerordentlid ragbare Nach: lid als Quelle benügt, und seitdem von allen europäisden richten enthält. drribern odmanismer Geschichte vielfältig ausgesprieben 3) Joannis Cantacuzeni Eximperatoris Historiaworden sind, so bat dod keiner derselben sich der zwar nicht rum Libri IV. Jacobus Pontanus Soc. Jesu latine kleinen aber auc nidt undankbaren Mühe unterzogen, die vertit, et 'notas suas cum Jacobi Gretseri ejusdem Osmanen und Bogantiner einander gegenüber kritisd zu Societatis adnotationibus addidit. Graece nunc privergleiden, und das übereinstimmende Refultat derselben mum prodeunt ex codice M. S. Bibliothecae Viri II. als gediegene Ausbeute historisder Forsøungen zu Tage ju lustrissimi Petri Segnierii Franciae Cancellarii. Pa. fördern. Was Löwen tla u hierin Verdienstliches gethan, risiis 1645. beschränkt rifo bloß auf die Bergleidung zwener türkisder ilm mehr als ein ganzes Jahrhundert weiter rückt das Geldidten mit Chaltondglas, während er der anderen Bus an Benträgen für die osmanische Geschichte außerordentlido jantiner gar niķt erwähnt, und andere türkisde Gesdich: reiche Werk des Ducas vor ,' welder selbst als Gesandter in ten gar nicht kannte. Der erste und bisher am wenigsten widtigen Geschäften verwendet, die Begebenheiten seiner Zeit benükte Byzantiner, welcher Nadridten über die Grün: fomohl als des ihm vorangebenden Jahrhunderts pragmatisch dung und die Aufnahme der osmanisden Dynastie gibt, ist erzählt. Pado.mere $.

4) Ducae Michaelis Ducae Nepotis Historia By. 1) Georgii Pachymeris Andronicus Palaeologus, zantina res in Imperio Graecorum gestas complecsive Historia rerum ab Andronico seniore in Impe. tens : a Joanne Palaeologo I. ad Mehemetem 1. rio gestarum usque ad Annum ejus Aetatis unde. Accessit Chronicon breve, quo Graecorum, Venequinquagesimum. E Bibliotheca Barberina inter- torum, et Turcorum aliquot gesta continentur. E prete Petro Possino è Soc. Jesu. Accesserunt ejus- Bibliotheca Regia nunc primum in lucem edita , dem observationum libri tres. Romae, typis Bar- versione Latina et Notis illustrata. Studio et opera berinis 1669.

Ismaelis Bullialdi. Parisiis 1649.
Wiewohl derselbe nur die Begebenheiten der ersten adt 5) Chronicon breve von 1089 bis 1513 der Pariser-
Jafre osmanischer Dynastie (1300-1308) umfaßt, so ents ausgabe des Ducas angepángt.

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6) Joannis Canani narratio de bello Constanti. (dichten ifres Voltes überfekt erfdienen find, durde diefele ropolitano die Beschreibung der Belagerung Constantino- ben klar genug beleuchtet worden; da indesten der Vorwurf pels unter Murad II. Jahr 1422 durch einen Augenzeugen. der Parteplichkeit und Einseitigkeit die Osmanen nicht minder

7)Joannis Anagnostae de extreino Thessalonicen- trifft als die Byzantiner, lo dienen diese jene zu ergänzen, si excidio, Leone Allatio Interprete, enthält die Bes und jene diese zu beriğtigen. Die Byzantiner verdienen den freibung der Eroberung Thessalonica's von 1431 ebenfalls allergrößten Glauben als gleichzeitige Zeugen der in die Ger von einem Wugenzeugen wie die Briefe, und deßhalb sehr selten. hichte ibres Reides eingreifenden obmanisden Begebenbeis

Wie Ducas, waren aude die beyden folgenden Ges ten und Verhandlungen, die sie zum Theil selbst als Ges fdichts dreiber: Chalcondylas von athen und der Proto- fandte geführt, aber den allermindesten in dem was lie vestiarius Georgius Phranza ju wiederhohlten Gesandt: über den Ursprung und die Abstammung der osmanischen fchaften an den Sultan sowohl, als an andere Fürsten vers Türken fabeln. Sie vermisden dieselben theils mit dert wendet worden. Bende erlebten wie Ducas die Einnahme (eldscutidisden Türken, theils mit Hunnen und Persern, von Constantinopel, und führten die Geschichte des zusam- und haben über den ursit des Volkes die verschiedensten menstürzenden byzantinischen Reiches und des aufsteigenden Meinungen, deren teine einzige die richtige ist. Soon die osmanisden nod zwanzig Jahre bis nach der Einnahme von Vorfabren der obigen Byzantiner, die Geschichtsdreiber Constantinopel fort. Chalcondylas, welcher von allen By: Scylax und Zonaras spreden von den Türken (der: (eldschus jantinern die vollständigsten und ausführlidsten Nachrichten kidischen) vor der Zeit der Osmanen; jenem sind sie Hun über die Osmanen enthält, ist in Europa lange genug als nen vom Caucasus, dieser Teßt sie in die caspisden Ger die einzige vollgültige Quelle für die ältere osmanische Ges birge. Wenn Pachymeres, Cantacuzenus und Nicephosdichte betrachtet worden, so daß Mezeray bloß die übers rus Gregoras dieselben Perser nennen, und Ducas von reßung desselben seiner eigenen Geschichte der späteren Sul. der Auswanderung derselben aus Persien spricht (Cap. XXIII.) tane voraussdickt. Weit weniger ist der ihm gleichzeitige so find sie eben so unrigtig daran, indem die Osmanen nicht Phranza benüßet worden, von dem nicht einmahl noch eine aus Persien, sondern jenseits Persiens, aus Transorana vollständige Übersegung, sondern nur eine von Pontanus auswanderten. Chalcondylas madt die Türken zu Sons auszugsweise verfertigte besteht, in welder viele der wichs then, und die abgeschmackteste aller Fabeln ist die des tigiten Stellen, welche die genaue Betanntschaft des Ge. Phranza (Cap. XX. et XXI.), der die Osmanen durch fcbidtsdreibers mit der lebre des Islams und den Sagen aus zu Abkömmlingen eines Comnenen, oder wenigs der Moslimen bezeugen, ausgelassen worden sind. úbrigens stens zu Chriitenkindern machen wil. Die ersten Geldichts sind die Angaben des Phranza, und besonders die dronolo: freiber des Mittelalters, welche über den Ursprung der gischen niđt immer ridtig, und er darf in dieser Hinsicht Osmanen scrieben, wiederhoblten diese Mübroen, oder dem weit genaueren und besser unterridteten Chalcondylas ersannen noch andere über den Ursprung und den Ursit der keineswegs an die Seite gesetzet werden.

Demanen. Otto von Freyfingen (im V. Bude seis 8) Laonici Chalcondylae Atheniensis historia. ner Annalen) läßt sie von den cajpisden Paffen ausgieben, rum libb. X.; interpr. Conr. Clausero, cum anna. und der Papst Pius II. (in seinem Werte über Asien) libus Sultanorum Othmanidarum, a Turcis lingua macht sie gar zu Teukrern oder Trojaner n. Die venetias sua scriptis , ex interpretatione Juan. Leunclavii ; acc. nisden Gerdichtschreiber Sabellico und Dandolo spreden index glossarum Laonici Chalcondylae, studio Car, nur von dem Ursprunge der seldidukidisden Türken, die Annib. Fabrotti. Par. 1650.

jener nach Pomponius Mela zu Scythen madt, wabrend 9) Georgii Phranzae, Protovestiarii Chronicon dieser den Nahmen alparslaus, der den Kaiser Romas cum notis Jac. Pontani.

nu$ Diogenes gefangen nabm, in Bolzothemus vers Diese neun Griechen sind die Hauptquellen christlid, stümmelt. Theodorus Gaza maot die Türken zu Kur osmanisder Geschichte in der ersten Epoche bis zur Eroberung der , Egnatius zu Hunnen und Ungarn, Spandugino Constantinopelt. Man hat dieselben zwar schon oft ihs und Sagundino, Andreas a Lacuna und Joannes Ramus res blinden Partengeistes und der fanatisden Gebässigkeit wieder zu Scotben, der bloß unter dem Namen der willen getadelt, womit sie von den Bekennern des Islams Müblenbader bekannte Siebenbürger läßt sich auf die spreden, aud ist die Einseitigkeit ihrer historisden Berich. Abstammung, der Osmanen gar nicht ein, und die Sdrift: te , feitdem in Europa einige von Osmanen geschriebene Ge: fteller des XVI. Jahrhunderts, welde über den Ursprung

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der Demanen frieben, wie Cuspinianus, Lonicerus, Sie saß Stundenlang allein in ihrer ausgeftorbenen Inbau und Tubero wiederboblen nur die verschiedenen ro. eben gie, denn weder Gäste noch liebhaber ließen sie sehen. Nun angeführten irrigen Sagen.

trat der besagte Mann in ihre Dienste. (Die Fortretung folgt).

Er band rein blaues Vortu do so eben um. 'S kommt mas! murmelte er. Rard fuhr sie sich über die Wangen, um sie etwas

roth zu reiben. Sie war der Meinung, daß der Gast darneben Der P r atera

gegangen fey. Seppel so hieß der Kellner - pukte den Tisch Bolfbgemähide von Friedrich August Kanne.

rein: «S kommt was!” murmelte er wieder. Rasch wiederhohla

te die Dame ihre Toiletten - Verbesserungea. «Er muß nicht (Fortlekung).

redt gesehen habea" dachte sie; wenn aber nur einmahl der Briefs Eine sanfte Musik von zwey verstimmten Trompeten und träger mit Geld hereinträte, da wollte ich mir einen guten Tag einem quidenden Clarinett verfüßt gewöhnlich diese angenehme machen. a'S kommt wat!" murmelte Sepperl. «44 du lieber Galopade, und schmeichelt dem mit einem besonderen Orgas Himmel! rief fie. Nun 'g ist einmahl Zeit! Aber es tam tein nismus begabten Rennerohre.

Sast, tein Anbether, bein Briefträger. Sie schalt ihn aus, daß Eine fanfte Musik - ? 20erdinge, denn die große hes er nicht besser alt gäbe, und trug ihm auf zum Bierversilbes bräische Ulademie, welche unter dem König Salomo Statt rer zu geben, und ihn zu bitten, daß er noch ein Paar Eimer fand, war ja so viel stärker, weil daben allein dreymahl hun. Bier auf Credit siden möchte. Er ging, und fam zurüd. 'S dert tausend silberne Trompetea geblasen wurdene

kommt maß! war sein erstes Wort. Sie wunderte sich über die Gemühnlich sitzen diese blasenden Nadkömmlinge des Dr: gute Art, wie er sein Geschäft Qubgeridtet. In der angeneh. pheus selbit auf den Pferden, und machen so reitend ihre mu. men Hoffnung bald den vollen Bierwagen und ihren Keller wies sikalischen Bestrebungen, und zwar wahrsdeinlich aus dem der etwas ausgerüstet zu sehen, rief sie aus: Ud wenn nuc Grunde, daß die Zuschauer ich von dem gutmüthigen Sharat: mein Schußgeist gleich den Tijd dedte, und eine rechte Schüssel ter dieser Pferde und berittenen Thiere überzeugen rollen. Sie Pastete mit Ochsenschlerp darauf sekte, damit ich heute einmahl gleichen hierin gang den Wiener Weinmitthen, welche ihren recht tüchtig mid ratt essen kann! Heute wäre ich recht hungrig." starf mit Wasser verdünnten Wein vor den Augen der Gäste - 'S toinmt was! murmelte Sepperl. Nun ert ward sie die sogar zu trinken pflegen, um ihnen feine Unschädlichkeit zu bes Láusdung inne, und dankte nach einem gewaltigen Wetter, weifen.

den arinen sacirenden falschen Propheten ab. Da nun aber mehrere solche Ringelspiele entstanden, so Uud in diesem Ringelspiele wurde dieser Ruf in einem Jahs hatte dieß zur Folge, daß jeder Wirth rich einen ordentlichen re sonst Millionen. Mahle ausgestoßen, und eb gab eine Art Aufpasser oder General - Inspector angchaffte, welcher den gans Stufenleiter für die Daherwandelnden. Wenn so ein dren den Eag feine Augen in die Ferns ring sumber (wieler läßt, oder vier waldbaurische, reichgekleidete Frau Godeln dabertament, und jedes weiße Kleid oder Federhut, oder feine Bauernia de hieß es: 'S kommt was Somer': ! Tujd! Schnell ertönten oder eleganten Caput mit den Worten: «'s fommt was," Trompeten, und jubelten entgegen den durch diese Ehre ges foleunigt anmeldet.

fdmeichelten, und nun zum Auftigen gestimmten Personen, Auf dieses Wort beginnen Trompeten, Clarinetten und Gede von ihnen ließ ich wohl zwangis Mahl immer wieder große Trommel, nun schnell ihr Geschnatter und ihren lärm von Dorne herumdrehen, aber wie staunter die edlen Fluren. auf die dreidofte, D. h. einladendite Art.

bewohnerinnen, als sie eine Jede zwanzig Groschen zahlen Einem solchen Saruujjel. Herold, der in einem Tage, auch mußten. oft ohne Ursache die Worte: „'S fommt was!" vielleicht zwen Doch wie alle reichen und mit der größten Springfedero oder drerhundert Mahl ausgesprochen, und eigentlich etwas Praft versehenen Körper mit der Zeit fest und hart werden, wie Anderes zu sprechen feine Erlaubniß hatte, war dieser Aufruf sogar unser Nörper sich endlid verknödert, so verlor auch dies so zur andern Natur geworden, daß er ihn unwilführlich ben fet Ringelspiel mit einem Mahle feine Elasticität, und wurde jeder Gelegenheit, oft in jeder Minute aussprach. Trotz aller fest, d. 5. 66 wurde auf höbern Befehl geschlossen. Gleich einet gegebenen Mühe konnte er es nicht lassen, immer zu sagen: alten Ritterveste des Mittelaltero ftest es nun da, mo elast „S kommt was!"

Lanzensplitter umherflogen , Turniechengile mieherten, und Er trot im Winter ben einer etwas abgelebten übertrages Burgfräuleine vom Söler herabwinkten

verlassen und öde nen verwitmeten Dame, welche die Direction eines ganz in Sic transit gloria mundi! Verfall gerathenen Bierhauses inne hatte, alb sellner in Dienst. Wir geben weiter und betrad ten auf ihre chemahlige Schönheit noch stolz, ihrer fonftigen an,

das Wagner' d e Raffe baut. bether noch eingedent, und an viele Befude gewohnt, hatte Sie die Manier fich stere, wenn die Thüre aufging, oder ein Ein wahrer Jardin des plantes ! Eine wahre Villa wenn Geräusch im Vorhause war, die durch vieles Brennen mit dein auch nicht Borghese! Eine wahre Sommerreidenz, wenn auch Cijen etwas unstars gewordenen Boden zu richten, und an nicht von Pera! Eine wahre Menagerie, wenn auch niot von ihrem Busentude etwas zu ordnen, túrz in der Geld windigo wilden Thieren! Ein wahrer französischer Thiergarten, in wel. tsit ihre Toilette ju corrigiren.

chem bekanntlich auch ganze Brete mit blumenreichen, bunten

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Puggolan - Scherben zu sehen sind! Gine wahre Meieren, wenn Jungen allerband Vorlesungen, von der Scönheit des Pra:
aud teine Schweizerische! Ein wahres Antiten - Sabinet, wenn ters, und der Kunst zu fliegen, damit sie, wenn die Federn ges
auch nicht von marmornen Statuen. Zur @rflärung ! wadsen sind, nicht so dumm in die Welt bineinfliegen. Scor

Die in weit größerem Style, mit vieler Eleganz und Fes mande Mama, welche diese Tauben: Pädagogik mit anhörte ,
fligkeit aufgeführten Gebäude dieses Kaffebbauses zeigen nicht erinnerte sich nun schnell auch an ihre Pflichten , und begann
allein die Solidität feines Besigert, sondern auch seinen Ges ihren schönen Töchtern die Pflichten einer deutschen Jungfrau
romad, mit welchem derselbe der Bequemlichkeit und dem Vers aus einander zu regen.
gnügen des Publicums bey fortgesefter Aufopfetung bedeuten. Merkwürdig find ferner ein Paar Rebe, welche in einem
der Kosten entgegen zu kommen pflegt.

mit Gittern versehenen Stale aufbewahrt werden. Dabin fühs
Der mit dem Anscheine der Massivität volbrachte und im ren manche Väter ihre hoffaungsvollen Sproßen, und geben iho
besten Stande erhaltene Bau der Hauptfronte und der Nebens nen den ersten Begriff von der Naturgeschichte. Sie machen sie
gebäude- spricht laut den Wunsch feines Besiger8 aus, feine auf die Kleinen wachsenden Gemeibe aufmerksam; doch tout die
Anlagen zu einer der schönsten Zierden des Praters zu machen. kein Eheinann in Gegenwart eines andern.
In der That kann man dieß Kaffebhaus ohne alles Bedenken, Man sieht, daß ich Recht hatte, dieß laffenhaus eine Mes
den schönsten, elegantesten, und mit allen Bequemlichkeiten nagerie zu nennen, ide nannte es auch einen Jardin de plantes.
versehenen Unterhaltungsort des Praters nennen.

Hat der Besiger nicht seinen an das Haus stoßenden Gars
Un einem schönen Sonntags . Nachmittage muß man saus ten mit den dönften Blumen bepflanzt ? finden sich nicht anda
nen über die Menge von Personen, welche adda in einen und alle Gattungen Hortensien, Aftera, Ranunkeln, Levlogen ,
demselben Augenblide mit schwarzem, Nerven reißenden Safte Rosen und Nelken? wachsen nicht die schönsten spanisden Kirsch
versehen werden.

bäume aus der Mitte runder Tische hervor? Gibt es nicht klei. Zuerst von den Merkwürdigkeiten.

ne, anmuthige Lufthäuser darinnen? Ist nicht in demselben
Man könnte dieses Kaffebhaus mit vodem Rechte auch eine Garten eine wahre Pflanzichule i aus welcher das immer blüs
Pfaueninsel nennen, und et scheint eine Kriegslist des Besißero hende Blumenbeet, das die Mitte seines großen Staffelhaus: Saar
ju seyn, daß er mehrere Paare dieser schönen schrenenden Vös les an der Leopoldstadter: Schlagbrüde ziert, täglich rekrutirt wird.
gel hält, welche in einem zierlichen Gitter eingesperrt, und das Der Verfasser nannte es ferner ein Antiken - Cabinet, wenn
ber für jeden zu schauen sind.

auch nicht von mormornen Statuen! Halten nicht drey Gra.
Jeder mit der Natur der Bögel etwas Vertraute wird wiss zien mit reißendem Faltenwurfe ihrer Geränder, eine Schate,
sen, daß diese Vögel bey Unnäherung eines Regenwetterð eben in welcher wieder Blumen wachsen. Obgleich diese Gruppe
solche Reibid merzen bekommen, als die Prater. Wirthe, welchen nicht von Wintermann bedrieben, und nicht, von Marmor,
nun das so redliche Shidral bevorsteht, daß sie das ganze fue und nicht in lebensgröße ist, so repräsentirt sie dennoch in ib:
bereitete Mittags • oder Nachtmahl selbst verzehren müssen, rer Gope. Natur die antile Schönheit.
und eben deßbalb ein sredlides wehllagendes Gefdrey er: Ferner ist inerkwürdig das alloa befindliche Pleine Conser.
heben.

vatorium der Musil; denn die täglich spielende Harmonie ero
Die prophetische Natur der Pfauen weiß aber der Besiger hålt sich so ziemlich.
des Kaffehhauses wir vermuthen dieß freplich nur, und kön. Endlich find merewürdig die verschiedenen Gattungen von
neni es feineweges behaupten zu seinem Vortheile zu bes Gefrornen, welche allda immer frisch zubereitet werden. Aufges
nußen ; dennwenn diese bolden Sänger ihre Stimme erheben, thürmt wie die Suppe des Schneeber38 steht so ein Harlekin ,
To wird den auf dein frenem Plaße sigenden Damen bang vor in seiner gefrornen Süßigkeit da, wie ein alter Liebhaber vor
Regen, sic bestellen sich dann nein, in Wien schafft man an den Schönen Wiens , und zerschmilzt bey der Berührung ihrer

gelch wind noch einen Kaffeb, oder noch drey Gefrorne, wel. bloßen lippen, und wird immer dünner , ungeachtet sie die
dhe sie der Sicherheit wegen, unter dem prächtigen, halboffenen Zähne zurüdhält, von ihrem Haude.
Salon genießen. Dadurch wird das schöne Gebäude mit reis 2n solchen Vanille · Thürmen üben besonders folhhe Damen
benden Gruppen ftaffirt, der vordere plaß wieder leer, und die Schärfe ihres Zahns mit muthigem Hohn, deren Zähne einen
die ankommenden Gäste finden alle wieder einladende Pläße in Kampf mit einem Elephanten. Zahne aushalten könnten, weil
Menge.

sich beyde ihrer Verwandtschaft und gleichen 2bstammung wegen
Jit der Raffen oder das Gefrorne genossen, und der Him: nichts thun würden. Man fagt ia, «Eine Strähe hadt der ans
mel beitert sich aus, nun dann wird doch noch ein derglei. dern die Augen nicht aus! Ja, wir kennen Damen, welche
den Becher bestellt, ich wollte sagen, angeschafft. Si non e dein Bahne der Zeit ben ihren 31029 und dreyßig, oder rech8:

e ben trovato ! Wer sagt, daß die Getränke und Erfris zehn, oder acht Zähnen durch allerhand fünfliche Mittel so zu dungen nicht von vorzüglider Güte sind ? – Höchtens ein Hülfe kommen, und sich nicht allein des Zuckerwerks , sondern auch init dem Magenkrebs behafteter fönnte so etwas behaupten! des Bredeisens bedienen, um nur recht bald von einem Kunst.

Unter die Merkwürdigkeiten zählt der Verfasser ferner meh. Drechsler so eine zweis und dreyßigpfündige Batterie zu bekoms rere Paare gierendee Wald. Eauben, welche in den suhen Sas men, die noch vor wenig Jahren an einem leibpferde prangte, staniells Bäumen dicht über den Staffeb. Tisden nisten, und ihre welches ein König von Ceylon oder ein anderer indiíder Na. Jungen ausbrüten. Diese halten dann ihren Baum ausgefrochenen bob zu reiten pflegte, um Lieger und Löwen zu jagen.

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vero ,

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