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Kann man sich nun die kriegerische, zum Jagen ebenfalls aber das Erdbeben vom ga August, war eine ungewöhnlige, lustige Natur einer solden mit dem Zeitgeiste vorgerügten Dias bedenlliche Erscheinung. Zwischen 5 und 6 Uhr Morgens, empfand na erklären? Begreift man's, waruin solche Gebisse Nid t8 vero man ro heftige Stöße, daß Kamine einstürzten, alte, Marte 6c. schont laffen, und sogar einem tüchtigen Harlekin lachend den bäude gewaltig trachten und Sprünge erhielten; große Feløbló. Kopf wegbeißen, indeß andere junge, unerfagene Schöne das de vom nahen Gebirge rollten, daß Häuser in den nahen ragu. von Bahnweh bekommen?

reisden und türkischen Dörfer einstürzten und musulmanische Sie sind fähig, sogar einen heißen Kaffeh schnell darauf zu Caravanen, über die Anböhen von Ragusa ziehend, glaubten, trinken. Wohl uns, daß wir endlich ankamen

es werde die ganze Stadt um: und in das Meer gestürzt!

Die solidesten Häuser erhielten die stärksten Riste. Man erhebt bey m Kaffe b.

und bessert so eben den Schaden. Jn derselben Stunde vers Der Wiener trinkt dieses Getränk wie eine angenehme Urs spürte aud zara einen, obwohl leichten Erdstoß, weit slårs deney, die man auf einmahl in den Magen gießen muß, damit der war er auf der Insel Melada, wo man den Ursprung sucht, sie nicht an Kraft verlieret, und man sie allenfalls noch einmahl von wo furchtbare Vorbedeutungen ausgingen. Das unter: repetiren kann.

irdisde Gebrüd und wechselnd feltsamer Sdad dauert noch fort, In andern Ländern dehnt man diese Begeisterungskost durch auch seit die wiederhohlten Erdbeben aufhörten. Eine Coms al mähliches Schlürfen aus, und wahrscheinlich geschieht dieß aus mision ist dahin abgegangen. Von dem gelehrten 2 p pens der Ursache , weil man nicht wie in Wien sogleich ein Gefrornes dini und von dem eifrigen Kreisarzte Dr. Mein 8, bofft man darauf genießt. Ferner liegt man daber Bücher, da man hier manden, böchst interessanten Auffolub. Am 23. und 28.2us im Prater mit seinen zwey 2ugen unaufhörlich auf der Fahrt gust waren in Melada wiederum Grdslöße. Das demi Kano: Jeyn muß, um all den wechselnden Gegenständen ich wollte nendoner ähnlide Getöse währt noch immer. Nächstens ein sagen, um den vielen tausend Augen zu begegnen.

Mehreres. Die Biener trinken ferner den Kaffeh nicht als ein Bero dauungsmittel wie andere Nationen, denn sie schütten gewöhno

M is cellen.
lid, um den genofenen Kaffen beffer zu verdauen, ein Olas

U18 Uffenbach (einer der ersten literatoren und Bücherlen.
Wasser nach. In andern Ländern schüttet man vielleicht auf

ner) im Jahre 1700 zu Hade studierte, und sich bey dem bes
dem Herde gleich mehr Wasser daju. leicht möglid, daß die

rühmten Chymiker Stahl, der Prorector war, melden wollte,
Erklärung mehrerer Ärzte, welche ihn für ein langsam wirketts Pam ihm derselbe in einem schwarzleigenen Kleide, Hände und
des Gift anerkennen, die Wiener zu dieser löbliden Gewohni. Gesicht von Ruß entgegen. Uffenbach, damable.ein 18jähriger
heit gebracht hat.

Jüngling, konnte sich des lachen's kaum entwehren.
Bei manchen weiblichen Kaffebgesellschaften dürfte jedoch Eben dieser Uffenbach besaß die Fertigkeit mit Blegstift in
diefe Gewohnheit von großem Nußen regn, wenn es andere der Tasme zu schreiben, ohne daß es die Umstebeuden merkten,
wahr ist, daß man mit frischem Waffer, die in den Magen was ihm ben Besuden merkwürdiger Personen sehr dienlich
durch Anregen ergoffene Gale jerseben und neutralisiren Partn. war, ihre Gespräche aufzuzeichnen.

Da fferner in Wien der Kaffeh wieder gleid unmittelbar Er ftarb alb Sqöffe der Neidestadt Frankfurt, und vers
nach dein Mittagsessen genossen wird, so ist dieser im Prater ordnete in seinem Testament, daß er, gegen den Gebraud die
genossene eigentlich schon der zwepte für Nadmittag. Ihm folgt Schöffen in der Stadt zu begraben, außer der Kirche begraben
gern ein Dritter nach dem Abendessen. Warum nicht auch zwey werde, um nicht als Todter lebende zu vergiften,
Dritte ?

Der berühmte Reichegelehrte Sanuel Stryk, der febe
Jo halte dafür, daß beym Kaffeltrinfen die Schönen schwächlich, engbrüftig, und ourd eine Geschwulst an den Fü.
Wiens am Besten zu belauschen und die Männer zu beurthei. Ben unfähig war, Treppen zu freigen, ließ sich immer von zwey
Jen sind, denn besonders die leteren thauen daben auf, weil Männern in einem Tragieffel von Juchten ing Gullegium tra.
nicht allein der nervenreißende Saft ihr öfters von allzufeften gen. 208 Furcht, von ihnen umgeworfen zu werden, ließ
Grundsägen erstarrtes Blut erwärmt, sondern weil die dabey er sich später durch eine Maschine hinaufwinden.
angezündete Pfeife alles Eis der Verstellung oder gebeu chelten

Saint Svremond, der fid in den leßten Jahren seines
Eolidirat ausjuthauen pflegt.

Lebent in london aufhielt, war sehr wohlthätig gegen Thiere.
(Die Fortse Bung folgt).

2ußerdem, daß er selbst eine ganze Menagerie von Vögeln und
Hunden hielt, fütterte er auch täglich aus seinem Fenster die voro

überlaufenden Hunde, so daß nach seinem Tode die Thiere haus
Correspondenz-Nadridte 11.

fenweise heulend vor seinem Fenster sich sammelten. - Der Kör Ragusa, am 20. Sept. 1823. nig, der ihn liebte, madte ihn zum Inspector über die Sanare Haben Sie nicht allzuviele Sorge um Ung, lieber Freund! mit 200 Pfund jährlichen Gehalt. Er erhielt sich in seinen lege Ordbeben haben wir in Ragusa und der Ilmgebung allo ten Tagen bennabe außschließlið von Wein, und starb auch, jáhrlich; mehr oder weniger und Wir sind sie bequabe gewöhut. indem er das legte Glas trant.

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»»»»( 131 ) <<<<<<<<<<<<<<<< Die Stadt Weitra in den ersten zwen Jahren des richtet, daß die kaiserlichen Wägen große Beute für sie drenßigjährigen Krieges.

enthielten, zogen eilig ifrer Spur nad, über die gewalts

same Öffnung der Shore Beitrag wollten sie keine Zeit von Jahann Fraft, Archivar des Stiftes 3wetl.

berlieren, sie zogen vorben und plünderten das nabe Dorf In

In den ersten Tagen des Novembers 1618 saben sich die „Unser Frauen" so viel die Sdnelle des Marsches es zulieb. kaiserlichen Truppen genöthiget, Pilgram zu verlassen. 36- Die beraubten landleute fucten im Shloße Hülfe , Enre Wägen und den Troß batten sie joned nad Oiterreich gelhard stellte lid ergrimmt, und wußte den Fetida per zu gesdicit, in böhmisch Waidhofen, Zwetl, Weitra Pollten bereden, den Böhmen, die mit Graf Tburn bereits in Ziver sie weitere Befehle erwarten. Die Bürger legter Stadt bat: tel eingerückt waren, nadojureiten, um den Grafen, eio ten schon die unangenehme Kunde erbalten, daß die rebel. nen Verwandten der Fürstenberge für ihre Herrsbaft um liføen böbmisden Stände in dem naben Gránzorte Braten Sdub ju bitten. Während Ritter Wilhelm sido dieses Aufo Lager geschlagen, darum dünkte es ihnen böcbit gefährlid, trages mit glücklichem Erfolg entledigte, sudte der ldlaue die fliebenden Wagen in ihre bangende Stadt einzulassen. Doctor die Gesinnungen der Bürger leise zu erforschen. Er und dadurch der beutelustigen Feinde Blick auf sich zu men, legte ihnen die Frage dor, ob sie es nicht für gut bielten, den. Sie sperrten die Stadtthore , und gestatteten Nieo böhmische Beratung in die Stadt zu nehmen. Den Unmuth mand den Eintritt. Die Feinde beobadtend erfuhren Fie über die verneinende Untwort mußte er verbergen, ja er bald, daß man mit den Waffen über die Gránje nad Oster, mußte zuleben, wie man einigen Abtheilungen feindlicher reich dringen wolle. Nun war es entschieden, daß aut Weis Reiter selbit den Durdzug durde sie Stadt verweigerte. tra lich ergeben, oder vertheidigen müsse, denn die gewöhn. Die Seele dieser öfter erneuerten Standhaftigkeit war der liche Straße führte durch diese Stadt. Die Bürger wäbi. Ritter, Engelbard båtte seine Plane wahrscheinlich aufges ten das lektere, vertrauend auf den Begstand von Oben,

geben, wenn erster sich nidt nach einem Fall vom Pferde der den treuen Interthan swüßet, auf ifre festen Mauern, nach seinem Gute Hatmarídlag bätte müssen bringen lassen. und auf den thátigen Benstand des Solobes, ibrer Herre Während er dren Woden, um geheilt zu werden ; dort schaft. Doc bier standen sich zwen Wesen feindlich entges lag, benügte der Doctor die Zeit, die Stadt den Böhmen gen, unerfaütterliche Treue und arglistiger Verrath. Die

in die Hände zu spielen. Er sud den Oberst Rabenstein, Beiber der sehr bedeutenden Herrsbaft, die Grafen Yacob der zu Zwetl lag , ju sīch nad Weitraum wegen der übers Ludwig und Egon von Fürstenberg lebten in der Entfernung gabe zu unterbandeln, wozu Graf Thurn seine Einwillie und im Wertheidigungsheere des Kaisers, dem Doctor En: gung gab. Der Oberste kam wirklich mit einigen zwanzig gelbard war der Auftrag gegeben, Shloß und Herridait Reitern in das Schloß. zu verwalten, neben ihm hatte der edle Ritter Wilhelm Nun unterlag Engelbards IIntreue keinem Zweifel Petichacer die Sorge für alles Gute in diesen Tagen der mehr. Die aufgebradten Weitraer abnend, daß diesen We. Drangsale auf sich genommen, was Engelbarden ein Dorn nigen bald eine größere Mads folgen werde, beschlossen im Auge war. Sinnend wie er den Ritter, dessen Redt: den Kaiteilan zu verjagen, die Böhmen zu morden, nur fichkeit er kannte, entfernen könne', both rich von selbst eine wollten sie früher wissen, was Ritter Wilhelm von ihrem willkommene Gelegenheit dar. Die Böhmen, wohl unter. Vorhaben ßielte. Der kaum Geheilte, geehrt durch dest:

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Weitraer Zutrauen, eilte berben, stellte ihnen vor, wie zu entgeben, idries Petsdadoer dem böhmisden Befehlte
gefährlich gerade jegt ihr IInternehmen sem, da Graf Thurn baber zu Weitra, er sey zufällig von den Osterreigern ges
von Zwetl, Graf Odlick von Gragen aus, den Mord der fangen und beschuldigt worden, eß mit dem Feinde gehalten
in das Obloß gelassenen Krieger raden würde, aber bin: zu haben, er möchte sich deßwegen an Dampierre wenden,
auf wolle er geben, den verrätherisden Engelhard gur Rede damit er baid nach Weitra kommen könne, was aud ges
ftellen, ihn fragen, was ihn zu folcher That berechtigt ba- bab. Engelharden bracte er den Befehl mit ben Todesstra.
be. Engelhard, zu weit gegangen, um umlenken zu kön: fe-dem Ritter Geborsam zu leisten.
nen, sute durch Troß der Beantwortung auszuweichen. Saloß und Stadt Weitra von den Böhmen zu bes
„Hier, diese Briefe, sprad er, von unsern Herren an mich freyen, beschäftigte den edlen Ritter immerwäbrend, nada
erlaffen, tragen mir Weitras Verwaltung auf, ich habe vielen entworfenen und verworfenen Rettungs: Planen,
ju gebiethen, bin euch keine Rechenschaft schuldig, was meldete er dem Grafen Fürstenberg, alles ren veranstaltet,
lärmet ibr, ist denn eine Schurwehr eine Besatzung? ibre Wünide mit dem berrlichsten Erfolge zu krönen, er möch.

,,Verantworte, was du kannst, erwiederte Petihadher te nur gewiß zur bestimmten Zeit erscheinen. Indeifen tausche in Nahmen aller feiner Begleiter, aber wisse, daß wir keis te er durd freundlides Betragen die lid lider dünzenden nen Theil an deiner Handlung nehmen" und so verließen sie Feinde, unter allerley Porwanden wußte er das o los 026 Slob. Engelhard, der sein ganzes trübes Spiel ent- mit hinlängliden Waffen zu versehen. Soon waren die beo deckt sab, glaubte durd überraschung liegen zu können. sten Schüßen, Knechte aus der Glashütte, einzeln bereins Durd einen Eilbotben ließ er den Grafen s blick von Gra: geblichen, in den Gewölben versteckt, icon barrten die ßen einladen, der bald mit zahlreicher Begleitung kam, unterridteten Bürger auf das verabredete Zeichen, um den doch an wirtlichen Widerstand nicht dachte. Die Shore der Kriegern die Waffen zu verstecken, die Leitern an den Stadt. Stadt öffneten sich ibin nicht eber, als bis er mit geringer wall umzuwerfen, der Befehlshaber zu erspießen, als jene, Begleitung nur Einlaß begebrte, um sich auf das Sd!oß zu die dem Grafen als Wegweiser entgegengesandt waren, die Derfügen, und mit den Bürgern zu sprechen. Seine Dro: Nadridt bradten, er könne nidt kommen. Petrcha cher ents bung, die Stadt zu belagern, wenn man keine Beratung ließ seine Sdüşen als Bauern gekleidet, die Gewebre vers einnehmen würde, hatte keinen erwünschten Erfolg. Der stedte er unter das Bettstrob, die Doppelbaken hängte er Graf tebrte vou Zorn nach Graben zurück,

in die finstern pornsteine, Kugeln und Lunten berbarg er Daß er mit größerer Macht wieder kommen werde , unter dem Fußboden, und so erwartete er mit unbefange: fab inan voraus, die Wachsamkeit wurde derdoppelt, das ner Miene den böhmisden Anführer, der durch das Beneh: Febtende ergänzt, darum wollten die Bürger aus das Thor men manches Burgers sturig gemacht, eine allgemeine im Vorwerke des S dolores vermauern. Uber Engelbard Gausdurdusung vornahm. warf die Maske ganz ab, indemn er die Arbeitsleute vers Bald war er von Petrcaders linfould überzeugt, im trieb, und mit Hike erklärte, er werde das Geschütz auf traulichen Gespräche erzählte er sogar Vieles, was willkomiene abfeuern laifen, die sich unterstanden, dem Shloßtbore mene Radridt für das kaiserliche Lager war. Dampierre war ju nabe zu kommen. Dem Grafen blick versprach er ben, foon in Bohmen, die Angelegenbeiten der Rebellen nabmen zustehen, um die Stadt zu bezwingen. Sdlick kam mit eine für sie ungünstige Wendung, die Befagung zu Weis Fedeutender Truppenjabl. Unter solchen Umständen, von den tra war nichts weniger, als hoffnungsool. Diese Sails Böbinen und vom Sbloße bedrobt, war an keinen Wider: derung madte der Petidader dem Grafen Dampierre, und stand zu denken. Ingesäumt wurde die Stadt in Belin ge bewog ibn gleich die Beitraer zur Übergabe auffordern fut nommen. Engelhard forieb an den Grafen Fürstenberg, lassen. Die Böhmen weigerten sich nicht, besonders, weil und suchyte jib init sd önen Worten zu entsuldigen, ver: der Graf mit 200 Reitern foon vor den Mauern war, gebent, der edle Graf Betrug abnend, verlangte Persdas sie erhielten frenen Abzug nach Wittingau, die Kaiserlichen chern zu forechen, der ride auch durdo Umwege zu ihm nach wurden mit Entzücken empfangen, der tpátige, in Treue Rob begab, und dann dem Feldherrn Dampierre zu Drósidi ausbarrende Petrda der Befebisbaber der Stadt, für die vorgestellt wurde. Er erhielt den Auftrag, Ficte wieder nach er so viel gethan batte. Beitra zu verfügen, genaue Erkundigung von den Böh: Ex relatione civium excelso regimini facta , men einzuziehen, und jederzeit eben so schnell als verläßlic cum sigillo civitatis Weitracensis munita , adhuc den Kaiserligen Berist abzustatten. Um allem Berdachte inedita.

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Elisabeth, Königinn von Ungarn. meinen Woble, den benden Obengenannten, so wie allen (Fortsegung).

Anbängern Elisabeths sagte er rideres Geleit ju, aber Im Herzen des Landes zu Dient saß König Wladis: kaum waren sie angelangt, so wurden die Thore des Solos lav, die Gegenden rechts und links an der Donau, die bes gesperrt, und sie gezwungen, dem König Wladislav den Ebenen an der Ebeiß, und Siebenbürgen geborsten ihm Eid der Treue zu (dwören. Gleid nahm er sie alle zu unbedingt. In den Karpathen war nur Käßmart sein ; an seiner Krönung nach Stuhlweißenburg' mit. Gara mußte der österreicischen Branze behauptete Rozgon das Preb: Wisegrad übergeben. A1$ Wladislav die 1. Krone daselbst burger - Sblob für Wladislav. Elisabeth bielt sich gewöhn: nidt fand, nabm er die Krone, welche auf der Leiche des lice zu Preßburg auf, um bedrängt leicht nach Diterreich 5. Königs Stephan rubre, und ließ sich mit ihr Frönen, fliehen zu können. Raab und Gran waren von ihren An: hierauf wurden Szécsi, Gara und die úbrigen entlassen. bängern befekt; die Grafen City bedrängten von Stener: Denis Szécsi mußte die Krönung Wladislavs vollziehen; mark aus die Anbänger Wladislavs, Kroatien und Slavos aber keiner der Anbänger Elisabeths glaubt sich durch den nien unter Gara war für jie, und in den Karpathen fand erzwungenen Eid gebunden, und sie bielten nach wie früher der böhmische Heerfübrer Jobann Giskre an der Spitze der an ihr fest. Nur Niklas Wilat fiel von ihr ab. deutschen Städte für Elisabeth ; Peutscau, Bartfeld, Epe: Wladislavs Augenmerk war dahin gerichtet, sich die ries, waren nie von Elisabeth gewichen. Begbe, Elisabeth benden Donaus Ufer zuzueignen; um so die Verbindung und Wladistav sütten sich auf fremde Hülfe. Er auf Pob: der Anbänger Elisabeths in der Mitte durchzuschneiden, er len, Sie auf Kaiser Friedrid), und die bobmisden Hülfs: beschloß also die Belagerung von Raab und Gran. Raab völker. Aus dem Gesagten ergibt sich, daß der größere war erst seit wenig Tagen in der Gewalt Elisabeths, lie reichere Theil des Landes Wladislaven geborgte, daß aber batte auf ihrem Weg nach Wien den Ruaber Bischof BeElisabeths Stedung für ihn febr gefábrlic war, denn fünf nedict durd füße Worte überredet, ihr das Saloß zu öffe Meilen von seiner Residenz Ofen lag ibre nädste Festung nen, der Böhme Sdulkousky mit böhmisden Hülfsvölkern, Gran und Giskra bedrohte seine Verbindung mit Poblen. und Ulrich von Cilly rollten es vertheidigen. Als das BelaBartfeld und Eperie$ liegen auf der Straße, welche die gerungsbeer Wladislavs anrüdte, fürd teie Cilly für sein pohlnisden Hülfstruppen zieben mußten, um nad Dien zu leben, verließ mit wenigen des Nachts das Schloß, über. gelangen. Wladislavs lage wurde noch dadurd verwickelter, jepte den Fluß Raab, und flüciete gegen Preßburg, aber daß sein Rücken durch die Türken bedroht ward; die bielt des Morgens entdeckten die Belagerer die Spuren von Ross er jedoc von sich ab durch die Kraft Jobann Hunnady's, les Hufen auf der Erde, und verfolgten die Flüchtigen. den er ihnen entgegenstellte ; lie nabmen also keinen wesents Oordon fid nun alle Begleiter Cillys gegen die Nadelen lichen Einfluß auf den Gang der Ereignisse mit Elisabeth. den wendeten, konnte er sich doch nicht retten, er wurde in

Elisabeth verpfändete die ungarisde Krone dem Kai: einem dichten Wald unter einem Dornenstrauch gefunden und ser Friedric IV. ernannte ihn zum Vormund ihres Sob: gefangen. Ein eigenes Diplom von Wladislaw zu Gunsten nes, und übergab diesen seiner Obhuth. Friedrich aber trat des Erlauer Bisdofs Simon Rozgon erlassen, schreibt die nie für seinen Mündel auf, er betrachtete ibn vielmehr als Gefangennebmung Ilirides ausdrücklich dem erwähnten Bis Mittel zu Erreichung seiner 26sichten, so daß, als Elisa, sob of zu. Es mag ll!richen in seiner Gefangensdaft nicht bes beth in der lebten Zeit des Streites die Krone und den sonders gut gegangen seyn, denn als er durch die Verwen: Sohn zurück verlangte, verb offend, fo den Geist der 36: dang Ninnolds von Losoncz fren gelaten wurde, sdenkte er ren neu zu beleben, Friedric bendes absolug, und Ladiss diesem aus Dankbarkeit das Sibloß Traburg in Kärntperi. laus nach Rom mitnahm, statt ihn in sein Erbe nad Die Belagerung von Raab wurde abgeschlagen. Indessen Ungarn zu fchicken.

war der Schloßhauptmann von Gran, Thomas Szécs, Die Feindseligkeiten begannen mit list. Wladislav Batte Bruder des Erzbisdors Denis Szécs, 'einer der ausgezeichs feine vorzüglichsten Anhänger um fido versammelt, Simon netesten Anhänger Elisabeths mit einem Theil der Beratung Rorgon, den Bischof von Erlau, den Palatin Lorenz, aufgebrochen, und über fiel Altofen, welches damahls mit Hederwára , Ladislaus Paloch, die Bildöfe von Großwar: Ofen nicht in Verbindung stand, und Felhöviz genannt dein, Kolocza, Fünfkirchen, Segnia, Siebenbürgen, Neus wurde; er steckte es in Brand; die Kühnheit zu strafen, tra, Sirmien und viele andere. Er fud den Cardinal Denis rückte Wladislaw mit einem Heer gegen Gran, und lagers Szécsi und den Pafatin Gara, nebst vielen andern An: te auf dem Thomasberg. Belagerer und Belagerte ftritten hängern Elisabeths nach Ofen ein zur Berathung des allges nun heftig gegen einander, und es wurde viel Blut dere

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goften, als dieß der Erzbischof Denis sab, glaubte er, so werde. Die Lage des Königs war während des Zuges ge,
spricht der Chronist Thuronius, daß ibn Gott strafen wür: gen die Cillner gefährlic, denn siegte Gara, so stand Er
de, wenn er fo vielem Gräuel kein Ziel steckte, denn ihm dem König im Rücken, aber Hungady und Ujlak liefers
war die Barmherzigkeit angeboren, und seine Natur, Sit- ten ihm eine Solat ben Bataszék und gewannen sie. Einer
ten und leben waren edel; er fandte also zum König, und der Führer des flavonisden Heeres, Andreas Bathos, ein
vermittelte einen Waffenstilstand. Wladislaw jog ab, mit strenger Mann, fiel in der Solact, Gara und Philpes von
ebent fo wenig Glück, als dieser Raab und Gran angegrif: Korog floben, Gara rettete lid auf großen ilmwegen nach
fen, belagerte Elisabeth das Preßburger - Solos; Rozgon Gran. So entideidend war die Niederlage, daß Gara nichts
vertheidigte es dren Jahre bindurd, oft bart bedrängt wur: mehr zu unternehmen im Stand war, obidon der Ibrons
de er immer durch das Anrücken Wladislaivs auf kurze Zeit streit noch lange währte.
befrent, und fobald dieser abjog, neuerdings hart belagert; Garas verlorne odladt, der Friede, den die Cillper
auffallend bleibt eines, daß Rozgong einen förmliden Tracs mit Wladislaw geschlossen, ersdreckte Elisabeth nicht wenig,
tat mit Elisabeth abschloß, worin er sich anbeisvig macht, und sie sandte Friedensvorsdläge an Wladislaw. Zu ihrem
ain nächsten Georgsfest ihr das Saloß Preßburg zu übers großen Glück, denn die poblnischen Heerführer wünscten
geben, wenn fie, Elisabeth, ihm Stepban Rozgon die die Städte in den Karpathen zu erobern. Wladislaw aber
Auslagen rückerstatten wolle, die er noch zur Zeit Kaiser, durch Elisabeths trügerisches Unerbiethen getäuscht , ließ das
Sigmunds, und nadber zur Erhaltung des Preßburger. Heer aus einander geben; und ermächtigte Georg Rozgon,
dloßes und der Stadt Eyrnau verwendet, und außer: den Frieden zu unterbandeln. Kaum war dieß gerdbebent,
dem das loß Böröstió oder Kiberstein übergeben wer: als Elifabeth den Ton der Berhandlungen wesentlich ver:
de, dennoc vertbeidigte er das bloß auch fernerhin, und änderte, und gulegt ganz abbrac ; so wenig Hoffnung
Mladislaw erließ ein Diplom úber die Sreue und Anbang: nun aud vor Handen fdien, daß der Friede ju Stande
lidheit dieses Stepban Rozgon.

kommen werde, so erfolgte er do seltsam genug, gerade durd
Sideb der Krieg unentscheidend an der Donau geführt diejenigen zwery, die die kampfrüstigsten Verfedter is
wurde, braden liric Cillo über den Sjaladers Comitat, rer Partenen waren , Jobann Giskra náhınlic und den
Gara ous Slavonien über Eizét längit der Donau gegen Bischof von Erlau , Simon Rozgon, doch ist es nöthig, den
Dien auf. Cilly fdlug und fing den ibm entgegengesandten Verlauf der Feindseligkeiten in den karpathischen Gebirgen
Báni, Gara stand schon unfern von jegíjárd. In die: zu erzählen, bevor wir das Ereignis berühren, duro wel
ser dringenden Gefabr fabloß Wladislai, der eten mit der des der Frieden herbergefübrt wurde.
Belagerung von Gran berdaftigt war, mit dem Erzbischof, Wie schon gesagt, waren die meisten deutschen Städo
jene Are Waffenstilstand, derer wir bereits erwähnt, berief te Elisabethen treu, Jobann Gistra von Brandeis stand an
eilig das pobinisde Heer, welches eben aus Pohlen berans der Spiße, und zählte tapfere interfeldherrn Pongráczdont
rüfte, und mit der Belagerung von Kopitar Epéries, und Liptau, Peter Komorovízii, Thelefuz, Rybald, 2jamith,
Bartfeld bijbaftigt war, und zog dem Cillier entgegen, Kerezti, Writ, Zlomadto, verläßlide böbmische Truppen;
Gara jollte durch Johann Hunyadh damahls Ban von Ses die Städte zablten die Abgaben ridtig, das Geld und Sila
Derin , und Niclas llilat Ban von Madow aufgebalten ber der Bergtarte wurde zu Kremnig für ladidlaw ausges
werden.

prägt. Mit joiden Mitteln ausgerüster, von der Natur mit Das Sjalader : Comitat war der Kriegsida uplat ; auf Feldberrntalent begabt, griff Gistra immer weiter um ficho, werden sich der König bewegte. Er eroberte Pata und Kis er nannte vid Graf von Sáros und des König Ladis: gpus. Ulrit Cilin nicht fábig der Übermadt des Königs zu wis laus oberster Capitán. Epéries und Sáros wurden von ihm derítehen, jog lid zurück, der König verbeerte das Land, der: erobert, und Nitius von Perén, ein Anbäriger Wlatielaus würfete die Güter der Cillier. Es war ein Winterzug. vertheidigte mit Mühe Käßmark. Die ungünstige Wen:

Endlid kam es zu einem Vertrag, Wladislaw ge- çung, welche Wladislaws Angelegenheiten in den Karpas lobte eidlich den Abgesandten der benden Grafen Friedrich then nahmen, wurden einen Augenblick aufgebalten, als und Ulrich von Cian, nábmlist Martin Ebyffer und Jos das pobinifde Heer zur Külfe anrückend, Kapitár , Bart: bann Mousenreutter von Bakenstein, daß er ihnen im, feld und Enéries belagerte, als aber Wladislaw selbes von der mer gnádig und günstig renn, und nie ibres jebigen Auf- Belagerung abriet, zum Streifzug gegen die Grafen Cillo, Mandes gedenken werde; die Stände von Ungarn standen dessen wir bereits erwähnt, liegte Gistra wieder. Wladislaw dem Grafen Cidy gut, daß der Konig sein Wort erfüllen sandte Johann Csapat nad Kágmark, auf daß Er, deffen

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