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in einander zu entzüden. Jedoch der Zufall modte, daß dieß de umging. Es donnert wieder, und icon viel "pärfer ! 28€ Stüd nibt vorhanden war, und die Musikanten spielten an Gläser und Taffen fangen an zu Birren, nicht vom Winde, dessen Statt, «ba Falsche! die Thüre offen ?"

sondern vom Klopfen der Gäste, welche fanell zablen wollen. Un jenem Tische faß unter seinen Freunden ein Schauspies Um des Himmele Widen! Es fallen große Tropfen! Nun tumler, der im gestrigen neuen Stüde wegen seines guten Spieló meln sich die Schönen unter Dach und Fach zu kommen! Gin herausgerufen worden war, und sprach laut über Lefsinge Dras allgemeiner Aufstand zeigt sich, alles beginnt zu laufen! Hier maturgie.

verliert eine Dame ihren Sduh. Der ich werfalige Gatte will Hier war ein großer Tisd, voll Jäger, nähmlich von Anet. ihn aufheben, bú&t side, wird aber von einer gar zu flinken, doten. Jeder fing sein Gespräch an, mit den Worten: Weißt eilenden Schönen überlaufen, und fällt zu Boden! 4068 bes du das schon? daß es lauter alte, bekannte Anekdoten waren, ginnt zu lachen! die Musie foweigt, weil der Wind die Noten. ward mir daraus deutlich, weil keiner aufsprang, und zu einem blätter durch die Luft treibt. Die Marquero laufen wild durch andern Tische lief, um es schnell weiter zu erzählen.

einander ! 2008 Füchtet nach dem Saale, wo sie zehn Mahl Hier raßen mehrere Pferde. Juden, ich wollte sagen Pfero so viel Personen in schöner Eintracht neben einander befinden, dehändler. Warum soll ich aber nicht lieber den ersten Ausdrud als ben schönem Wetter kaum Prag hätten. gebrauchen, da alle Pferdehändler von einer Religion sind. Auch beym dritten Kaffehhause, welches dicht an das Wage

Die in der allee immer noch fortdauernde Wagenparade ner'sche stößt, und den linten Flügel der großen Fronte bildet, beschäftigte ihre Zungen. Keiner that einen Blick auf die in den fängt alles an zu flüchten. Da dieses besonders für die Freuden Wagen Sißenden, sondern nur auf die Ziebenden.

des Winters eingerichtet ist, und tagtäglich, selbst beym årg Hier schlürften schöne Grägerinnen Kaffeb, und lachten in sten Schnee, bey der größten Kälte besucht zu werden pflegt, freundlichem Gespräche, so wie überhaupt die Töchter Eva's so ist auch hier Raum genug, um die Flüchtenden auffunehmen. aus allen Provinzen Österreiche weit weniger Geziertes, wohl Die Damen und Herren sprangen davon, wie die Schaa. aber die schönste Zierde holder Frauen, eine gewisse Natürlich ren von Hirschen, welche im Winter dieses Kaffebhaus sehr Feit an sich tragen.

häufig besuchen, zwar nicht um des Kaffeh8, fondern um der Die steifen Perückenstode - Sitten, welche den deuts an den Bäumen node übriggebliebenen , berabfallenden Kajta. Ichen Mädchen mancher Familien von den parlierenden Frans nien willen. zösinnen eingeredet und eingeimpft werden, sind an solden wes

Auch diele, zwar viel kleinere Fronte war im Nu verlass nig zu finden. Der Verfasser sah icon folde verschraubte Nias ren, die wie Schanzen geordneten Stühle standen mit einem turen, die mit einem herabhängenden Sounbande gingen, und Mahl leer da, und glichen gang einer Festung von der die Be. als sie von der drohenden Gefahr darüber zu fallen unterridtet saßung ben Nacht und Nebel mit Geschüß und Gepäck abgezogen ist. wurden, doch dem für ihr Lebeu besorgten Warner nicht eins Uuch die Schulstube bietbet ein ähnliche Schauspiel dar, wenn mahl dankten. Welde haßliche Steifheit und Verschraubtheit der die Glođe die ungeduldigen Beine der Jugend belebt hat. Seele entspringt aus diesem äußern Zwange jeder Bewegung.

Die Marquers verschwenden nun umsonst ihre Weiffaguns Kann man sich überhaupt etwas 216deulideres denken, als eine

gen, daß es pogleich vorben seyn werde. Sogar das wirliame in Gang und Bewegung beabsichtigte Grazie oder Sittsamkeit. Wort: «Es ist nur ein ilbergangl! findet keinen Glauben mehr,

Dadurch wird alles Intention, im Leben, in alleu Gefüh. denn die Pfauen schregen gar zu arg, und die Tropfen sind eins len, allen Handlungen.

mahl gar zu groß! Hier strahlen die do warzen Augen feuriger Italienerinnen

Nun bekommen die Fiacer Muth, nähmlich viermahl ros unter den dunkeln Loden hervor, und hier wandelu höne Un, viel zu fordern, als sie sonst würden bekommen haben. Der garinnen am kräftigen Arme ihres muskulösen, durd smönen Hut, der utlab, die seidnen Schuhe, der bloße Naden und Bau ausgezeichneten landsmannes, mitten durch die Kaffebe Hale! Was ist zu machen? die Männer denken fich: Page Tilde.

Pantalone!
Wahre Schönheit ist nie verlegen vor den scharfen Blicken

Die Damen steigen nun ein, und dies fährt, was fabren anderer Frauen. Jeder Schritt eines schönen Mädchens gleicht

tann jedoch in größter Ordnung, denn der Faden, die im Grunde doch nur einem Triumpbzuge, weil felbft der Neid Reihe der Wagen darf nicht unterbrochen oder wideührlich über. während des Zugenblides feiner Zunge gebiethet, in welchem sie

schritten werden. worüber dreitet.

Um besten nimmt sich nun der Handwerkebursdo aus, dec Oturm und Better.

den Mock über den Kopf nimmt, den Hut mit dem Schnupfo $a! Es donnert! der Wirbelwind ergreift hier ein Kaffehs tuche bedeckt, und die zwey Zipfel mit den Zähnen festhält. tuch und schleudert es mit allen darauf befindlichen Gläsern, Die schönen Mädchen der niedern Stände nehmen die vom Tische herab. Die Pfauen schreyen. Der Staub steigt in Drapperie auch nicht so genau , und deden wohl auch die Schulo grußen Wolfen in die Wipfel der Bäume. Der in alle schöne tern mit der Faltenreichen Mülle, welche eigentlich für die sinie Mädchen verliebte Wind wühlt in den Falten ihrer Gewänder, bestimmt ist. zupft am Halstuche, und rúdt, die großen Schweizerhüte aus gene, welche feidne Schuhe anhaben, mideln sie famint den Augen! Horch! das Girren einer weiblichen Stimme vers den Handschuhen, der verwandten Benennung wegen, in ein råth deutlich, daß er etwas gar zu fühn mit ihrem Battistelei. Euch, binden die Strümpfe daju, und laufen barfuß über

Ben nasen Rasen des Praters hin. Die Dvänner müssen bey mein anwendbar ist, und daher empfohlen und verbreio solchen Gelegenheiten gewöhnlich die Kinder tragen, und man tet zu werden verdienet. glaubt nicht selten den Dencas, Unchifes und 26lan zu sehen, Indessen cathält der Vorbericht zu der Beschreibung der fiudytend aus dem brennenden Iroja.

Berfahrungé art der Mademois. Gervais (von Freyherrn von Die Wirthe der Prater Gasthäuser freben gewöhnlich ber Moscon aus dem Französisden überseßt) einige Stellen, die solchem gewaltsamen Flüchten aus den Kaffehbäufern vor ihren auch unreren Weinbereitern um so mehr and Herz-gelegt zu Hütten, und laden dringend die Laufenden ein. Mander macht werden verdienen, da ste Gebreden rügen, die der Güte unses Borse dabey, andere rehen so grimmig aus, al8 ob sie das laufende rer Weine, und dem Handel mit denselben eben 10, und viels Boll in ihren Burgfrieden hinein i a gen möchten.

leicht noch nachtheiliger find, als einigen Französiden: Die nompher, welche nicht ganz ohne absicht so gepußt «überall, wo die Traube zur Reife gelangt, wird der aub in den Prater gingen, kommen bey dieser Gelegenheit oft am «ihr bereitete Wein mehr oder minder gut seyn, sobald er durch Besten weg; denn der Regen, das Flügten und das Gedränge «etne fehlerhafte Bereitung Schaden gelitten hat. Allein wenn giót Gelegenheit zum Reden.

-aman aus Chaptal8 gelebrter Darstellung der französiden JnHier fteh' ich auf dem leeren, einsamen grünen Plaße, adustrie, die bedeutende Menge Weine tennen lernt, welde blicke nach allen Rid tungen bin, und lebe an einem Orte, wo «Frankreich erzeugt, wo, doch nur die mindeste Anzahl darunter Pracht, Sdönheit, Jugend, Reidtbum und der Wohlstand meinen Rang bebauptet, lo läßt fich schon daraus schließen, Wiens lo eben noch benjammen waren faft Peinen wohlgeklets adaß die anerkannten Gebreden in den verschiedenen üblichen deten Menschen mehr! Weld, ein feltfames Bild !

«Behandlungsarten der Weine *) Ursache an dem geringen Rufe Die Marquers zählen iør Geld zusammen, die Kaffeblieder afeyn müssen, in welchem node piele derselben stehen." rechnen an ihrer rab margen Tafel die Striche und sagen die a Die Gewinusuot, diefer große Hebel aller (?) menschlichen von den ersteren zu bezahlende Totalsumme! Aud ich flüchte «Handlungen, verleitete in Franfreich seit einiger Zeit den mich! 20e Wagen sind fort nad der Stadt! Ich flüchte mich in «landwirth zu glauben, daß sein Wohlstand nur von der Mens ein Ringelspiel!

age des Weines, den er erzeugen fönnte, abbängig fer; 1o (Die Fortiefung folgt).

»geschah 16, daß viele, ohne Nudsicht auf feine Eigensaften,

anoch Erforderniste, den Boden, der den besten Weißen trug, úter Weinbereitungsverbesserungen.

„mit Reben bepflanzten, um nur ibre Seller mit Weinen gleich

«viel, von welder Art, ju füllen. Seitdem ver doppelt side Von 2. Iedesco i.

ajwar der Ertrag, jedoch auf Sosten ihrer früheren guten (Berchi u .)

a Weine, nachdem sie die Sowädhe des neuen Products damit

cheben inuften.Wollte man, gur Erfparung des Raumes , sehr bobe sufen

Hier fügt der Freyherr von Moscon folgende Anmerkung ber: anbringen, so würden viele unserer niederen Steller für dieselben

«Erachten nun die Franzosen ihre Weine so großer Ders und ihre Helme nicht hoc genug reyn. Die Weine werden aus den Kellern der Weingartenhäuser mit Siepermärker auf die Erhebung der unsrigen binar

» besserungen fähig und nothwendig, um so viel mehr dürften nicht inimer gleich aufgeladen und wuggeführt, sondern bleiben oft in denselben Jahre lang liegen, wo sollen nun die Fässer,

Ich glaube, nicht beffer und gwed mäfigerließen su tons und die apparate Naum finden, um sie unterzubringen?

nen, ale indem ich auf die wichtigen Äußerungen Chaptals in Die verbesserte Weinbereitung des Herrn Gasboie ustseiner, in Gesellschaft des 2066 Rozier , Permentier und terliegt allen diesen Hindernissen nicht! fie ift ber der ge Düffieur heraue gegebenen theoretisch - praktischen Abhandlung wobnlichen Gährungbart in Fässern anwendbar; sie fordert über den Weinbau hinweise, moyon 1804 in Wien ben J. B. nicht mehr Raum, als eine solche, der so wenig kostbare Ap. Degen eine Überlegung erschien, die, als das mir einzig bes parat bestehet bloß aus jwen Stüfen, einer bledernen Röhre, Earnte theoretii de Lesebuch in den Händen aller Weine und einem kleinen Wassergefäß, das auf das Faß gestel:

pflanzer zu seyn verdienet. Tet werden Pann: Sie ist nicht fünstlich, fehr einfach, faf: lich und für den gemeinsea Verstand begreiflic.

i s cellen. Die Resultate 'von benden verbesserten Weinbereitungsarten sind gleid! Mebr, und ein bellerer geistreicherer Wein. Den Grundklein zur Festung Kronenburg legte Friedrich II. Die Methode der Demoif. Gervais roll 10 bis 15 Opt. mehr mit der Äußerung, adaß er an diesem Gebäud: keinen Stein leis Wein liefern, jene des Herrn 6a8b0 is liefert auch mehr den wollte, wenn er wissen sollte, daß seine Unterthanen dens Weint, die Menge ist nicht angegeben, und sollte sich audy jelben bezahlt hatten." bey dieser etmas weniger Vermehrung zeigen, was bey der im

) Jul Stenermarf, wo der Unfang der Weintese der Wiuführ der Grunde gleichen Verfahrungsart noch sehr zweifelhaft ist, da

Weingärtenbefißer überlassen ist, vereiniget rid mit diesem das viel gleide Ursachen gleiche Wirkungen hervorbringen, so genießt die.'

wichtigere Gebrechen, daß viele derselben die lefe ohne Rüdsidst auf le com den Borzug, daß sie was jener fehlet - allglo die Reife der Irauben vornehmen.

,,beiten.

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Kedasteur: Joseph Freyherr von Horma pr.

Berleger: Frans Härter.

Gedrudt bey Franz lud mi .

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»»»»»»» ( 134 ) <<<<<<<<<<<<<<< Schloß Bibersburg (Vörösfö Vára). þatte) auf der Welt died, glücklich, die fdredliche Zeit

nicht zu erleben, wo ihr Baterland, nach der unglücklichen (Tud. Gyüjt. 6. Jahrg. 1822, 12. Seft), von Baron Aloys Schlacht an der Sajó die Beute der Mongolen wurde, Mednyansly.

weld gleich Heusdrecken die Ebenen überschwemmten, bis

an die mit festen Burgen gekrönten Berge hin, indem Diese Burg erhebt sich in der Preßburger Gespann. Mord, Brand, Berwüstung und tausenderlen Grausam. fdaft, wo die Karpathen, weiterhin ein so bedeutendes teiten ibre Straße bezeidneten. Von Weitem fchon verkün: Glied der europäischen Gebirgsketten, noch eine niedere deten die flammenden Ortsdaften, den Bewohnern von Bi. Hügelreibe, anmuthsvolle Gegenden, und fruchtbare Lands bersburg den berannabenden Feind, der auch bald vor ihfdaften darbietben; 8a8 Preßburger, St. Georger, Pós ren Sboren ersdien. Sie hatten von diesen Barbaren nur singer und Sdomlauer Sdloß reichen ihr die Hand, jedes Mißhandlung und martervollen Tod zu erwarten, beldlos von ihnen einem größern oder kleinern Umkreise gebiethend. Een alio verzweifelte Gegenwebr; vergebens bestürmten die Bibersburg, deifen Gebieth eine meilenweite Ebene begreift, Tartaren das Schloß, vergebens beschädigten sie die Mauern, Eyrnau umgibt, und sich bis an den Galgóber und Semps diese wankten, doch nicht der Muth der Wertheidiger, die theer. Berg erstreckt, bat unter diesen Allen, beynahe allein, Feinde konnten die übergabe nicht erzwingen, und mußten dem nichts verídonenden Zahn der Zeit widerstanden ; endlid, da weder ihre Mittel noch ihre Zeit zu einer lang, seine alten Mauern sind noch bewohnt, verdanken aber ihre wierigen Belagerung zureichten ,. underrichteter Sache abErhaltung nicht späterer Erbauung, oder dem Mangel an ziehen. überstandnen Schicksalsstürmen, sondern der Umstande,

218 gegen Ende des folgenden Jahres, das Königs daß ihre Eigenthümer sie nie verließen, sondern obne Rück: reich Ungarn, mehr durd Gottes lidtbare Hülfe, als durch ficht auf die Unannehmlichkeiten des einsamen Lebens, stets Waffengewalt von den Mongolen erlöst wurde, fing esan, zur Wohnung benügten; und es ist lobenswerth, daß eine sich von seinen tieferi Wunden zu erboblen. Doch kaum batte der ersten ungarisden Familien, welche allen Verwaltungs: K. Bella IV. den dringendsten Bedürfnissen seines Landes zweigen ausgezeichnete Männer geliefert, nicht bloß von abgeholfen, als er auch fdon Osterreichs Herzog Friedrich einem Steinbaufen Wappen und Nahmen führt, sondern und Böhmens König Ottokar mit Krieg überzog, und durs ihre eigene und ihrer Abnen Wiege mit eifriger. Sorgfalt immerwährende Beunruhigungen und Neckereyen den Haß aufrecht erhält.

der Nachbarn erweckte, welcher auch auf seinen Sohn K. Der ungarisde Nahme Vöröskó (rother Stein) rührt Stephan V. überging, und bald nace deffen Thronbesteja von dem rothen Marmor ber welder die ganze Feste gung Anlaß zur Klage und blutigen Febde berbenführte. trägt ; dieser Benennung bleiben auch die umliegenden Es hatten sich nähmlich einige ungarisde Edelleute unter @laven getreu, nur die Deutsen übersetzen, und unbe: Unführung Emrids von Gießingen (Német - Ujvar) in eikannt warum : „Bibersburg. Erbaut wurde die Burg von ne Versswörung gegen ihren König eingelaisen, und nach Bela des Dritten Todter Const a.n tia., welde an Entdeckung derselben nach Böhmen geflüchtet, wo Ottokar Premifl Ottokar, König von Böhmen vermählt, nad ibs sie aufnahm, und ihre Auslieferung durchaus verweigerte. res Mannes Tode (1239) nach Ungarn zurüdkehrte, und Höchlich darüber entrüstet, brado Stephan mit seinen Ku. zehn Jahre darauf in Wien im Kreife frommer Frauen, manen in Mähren ein, und verbeerte alles mit Feuer die sie in ein Klojter war ħ im me 1spforte" dereinigt und Sowert, dos Otrokars Rache zögerte niớt, bald.

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mann 702

anna fand er an der Spige eines furchtbaren Heeres por Preß: seine Magt bort zu vereinigen, und befrente diese Ger burg, welches er trop des Burggrafen aud tönigliden genden des Reids von seinen Kriegsleuten. Suat meisters Ägidius tapferer Vertheidigung eroberte, Der Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts, führte worauf ride ihm auch die übrigen ringsgelegenen Burgen viele neue Familien nach Ungarn, welche, obgleich fremd, ergeben. Co tam aud Bibersburg in seine Hande, und doch durch die Dienste, die sie in den häufigert, burd die blieb ihm, bis zum Prager Frieden 1271, wo der lin: Königswahlen verursadten innerlichen Febden, einer Par: garnkönig alle seine Ansprüche auf Steyermark, Kärnthen ten leisteten, wenn diese dann siegte, zu großer Magt und und Krain aufgab, der Böhmenfürst hingegen Ungarn den höchsten Würden emporstiegen. Zu den merkwürdigsten räumte, und alles Eroberte zurückstellte.

darunter, gebörten die aus Schlesien stammenden Grafen Nad reinem bald darauf erfolgten Code hinterließ von Posing und St. Georg, welche bennahe den ganzen Stephan seinem éltesten Sobne Ladislaus die Königewür: bergigen Theil der Preßburger Gespannschaft besaßen. Diese de, cod nicht zugleich die einem Herrscher nothwendigen Familie theilte ich in drey Zweige, wovon lide der Eine , Eigenschaften. Sledte und eigennüßige Ráthe mißbrauch: Bon Bibersburg (chrieb. Son 1400 tömmt in einer im ten des Königo Jugend, verführten ihn zu vielen Gewalts Tyrnauer Archiv befindlichen Urkunde, ein Ulrid Wolfahrt, thätigkeiten, und erlaubten sich selbst unter seinem Nahmen, Herr von Bibersburg vor, welder mit dieser Stadt einen jede Ungeredrigkeit, so daß die Großen des Reidas, da Vertrag fließt, unter Stibor Bajda, dem von Raifer fie den Verfall aller geseglichen Ordnung sahen, und ihre Sigmund bestellten Richter. Ferner 1440 Paul Wolfahrt ernsthaften Borstellungen frugtlos blieben, sich an König von St. Georg und Pösing mit seiner Gemahlinn, einer Ditobar wandten, er mödte dem redtlosen Zustande des Herzoginn von Dppeln, der einem Handel zwisden zwey UnReiches ein Ende machen. Der Böhmentönig lieh ihren terthanen von Bibersburg die Bestätigung ertheilt. Endlich Bitten ein geneigtes Obr, und fiel 1293, mit redoszigtaus 1504, wo der berühmte Reidsoberrifter, Peter Graf von send Mann ben Preßburg in Ungarn ein, weldes er durd St. Georg und Pösing, welcher ein Jahr später , den Vers den Verrath des Befehlshaber: Ägidius, der selbit aud eis trag auf dem Felde Rakos mit unterzeibnete, worin die ner der Unzufriednen war, obne Sqwertitreid gewann. ungarischen Großen beschließen, wenn Uladislaus II. ohne 20. benachbarten Solojiser , darunter aud Bibersburg folg. Erben sterben sollte, keinen König von ausländisdem Ge ten dem Benspiele dieser Hauptjeitung und ergaben sido obne blüte zu wählen, Bibersburg mit den umliegenden Gütern, Widerstand. Dafür verbeerte Ladislaus Osterreich, weldes welde in fremde Hände gefallen waren, zurück erhält, und vamabis Ottokarn gebordte, war aber dod gezwungen, den seiner Familie zueignet, diese besaß es aber aud nidt lans ersten Spritt zur Wiederherstellung des Friedens zu thun, ge, denn schon unter Ludwig 11. fiel es nad Georgs Gra: welcher 1274 ju Stande kam, und die Räumung des Cans fen von St. Georg und Pösing erblosem Absterben recto deb zur Folge batte, wodurd Bibersburg mit den übrigen mäßiger Weise an die Krone zurüd. Stiofern abermabló an seinen rechtmäßigen Herrn zurück

: Strojtes gefielen Ludwigs Gemahlinn Maria so sehr, das

Die angenehme Lage und berrliche Umgebung des kam. Es erlitt bierauf noch eine vorübergehende Beunruhi gung durch den Woywoden Opur, der sich gegen den König lämenden Vergnügungen verließ, um in jener schönen

fie, so oft es ihr nur möglid war, den Hof mit seinen empört baite, jedoch ohne Bedeutung.

Natur die Freuden des Landaufenthaltet zu genießen. Der Im unrufrollen Beginnen der Herrschaft Carlo I. aus

König, um sich ihr gefällig zu erzeigen, magte ihr ein Ges dem Stamme Anjou, war der Palatin Matthaus von Trent:

rcbent damit, worauf es durd ibre Sorge febr veridónert fchin, oder wie man ihn eigentlich nennen kann, der Herr wurde. Indeisen bätte Johann Zápolia, Graf von der Zips, des Waagtbales, ein entidiedner Gegner des Königs, den er Bibersburg vom Könige zu kaufen gewünscht, da er aber als widerredtliden Unmasser betrachteteund mit aller erfuhr, daß es schon der Königinn geböre, fuchte er er Kraft aus dem Reiche zu verdrängen strebte, indem er den, permittelst eines Redtsitreites zu gewinnen, und erst als ibm ergebenen Landstriden seine Geißel empinden ließ ; auch das richterliche Urtheil ungünstig für ihn ausfiel, stand er Bibersburg belagerte ein Theil seines zahlreiden Heeres, von seinen Bemühungen ab, und ließ die Königinn unge. dod ob mit glüdlichem Erfolge oder nicht, wissen wir nicht stört in ihrem Besibs. zu bestimmen. Auf keinen Fall blieb es lange in seinem Das sfreckliche Verderben bep mobács 1526 brate Besitze, wenn aud fein Banner von den Zinnen der Burg eine gänzliche Veränderung im Zustande des Reiches bere webte, denn der Krieg, dessen Schauplatz eigentlich im nörds vor, und bewog auch die Königinn, nach ihres Gatter Licen llngarn war, zwang den Grafen von Trentjoin, Tode, und ibres Bruders Königswahl, dasselbe zu verlase

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703 fen. Vorber aber dadote sie daran, diejenigen zu belohnten, Feinde, so lange in die Strahlen königlicher Gunit bes welche ihr am treuesten und anbänglichsten gedient, und die dienen, diese aber verringerte fid in dem Maße, als Wahl ihres Bruders Ferdinand, am eifrigiten gefördert Békéssi's Bestrebungen die siebenbürgiide Fürstenwürde zu hatten. So beschenkie sie den Schaumeister Alerius Thurzo, erlangen lauer wurden, und mit Stephan Báthoris Erbes mit Einwilligung Ferdinands, weldem er in seinen Anger bung dazu, ganzlich aufhörten. Békésfi , welcher nun nidt legenbeiten febr bebülflid gewesen war, mit ifrem liebs mehr auf seines Herren Gnade bauen konnte, stand von der lingsfiße Bibersburg. Kaum batte lite aber Thurjo in den Verfolgung der Fugger ab, und feindete sie aud im Bes Besik davon gesegt, als Ladislaus Moré, der einen Hau: lige von Bibersburg nidt ferner mehr an. fen Räuber um sich versammelt batte, mit welden er Der unsterbliche ungarische Held Niclas Pálfio, def: bald bierbin, bald dorthin auf Beute zog, einst bey Naot: sen jedes Landeskind mit Ehrfurcht und liebe gedenkt, ers feit das Schloß überpiel, die Walle in größter Stille über: bielt durch seine Gemahlinn, Fuggers Tochter Maria Mago stieg, und ride auf diese Art ungebethen ben dem Burge dalena , eirien Antheil von Bibersburg, verglich sich aber berrn einführte. Ferdinand war gerade im Kriege' mit zás mit den mitbesigenden Verwandten, so daß das S dloß mit polya verwickelt, und daher unvermögend, innere Gewalt den gubehörenden Gütern ihm allein verblieb. Jedes übere thaten seiner Untertbanen zu abnden. Thurzo wußte dieses bleibsel von Dingen, welde einem solchen Manne zum wohl, wollte oder wagte daber nicht, gegen Moré sein Nußen und Vergnügen gedient, und so die Erinnerung Recht zu bebaupten, und löste seine eigene Burg um ei: seiner Zeit fortpflanzen, ist für den Nachkommen merkwüre ne bedeutende Geldsumme von demselben aus.

dig, und ein fonderbares Gefühl muß der Anblick dessen Aus Verdruß, daß er das ihm geschenkte Eigenthum erwecken, was gleichzeitig mit ihm, ibn gesehen und ges erkaufen müssen, oder aus einer andern Ursache, perkaufte tannt þat, und uns die Umstände seines Lebens zurückruft. Alerius, nod ben Ferdinands lebzeiten, Bibersburg den So kann man das, im Gewölbe des außern Sbores von reichen Uugsburger Kaufleuten und Bearbeitern der uns Bibersburg, aufgehängte Sifflein, weldem Niclas Pálfo garisden Bergwerke, den Fuggern. Diese wohnten dann fy die Erhaltung seines Lebens verdankt, und es zum 21nmeistentbeils daselbst, und errichteten nebst mehreren andern denken dort aufbewahrt hat, nicht ohne Rührung bes Verbesserungen und Versdönerungen, eine fowohl in Hins tracten. Er war nod sebr jung in türkisde Gefangenschaft Ficht der Anzahl, als aud des Werths und der Seltenheit gerathen, und befand sich zu Raab, wo er im Anfange der Werke merkwürdige Bübersammlung, welche auch node zwar streng, bernade aber mit mehr Güte, und endlich, gegenwärtig besteht, obgleich an einem andern Orte, denn nachdem er dem Paida und den Officieren bekannt gewors Paul Pálffy, Domherr von Gran, brachte sie nada Tyrnail, ten war, und durch sein fanftes Betragen und mancherley wo er sie der Büchersammlung des Kapitels schenkte, oder Dienste sie für sich eingenommen hatte, sogar freunds afte vielmehr dadurch den Grund zu derselben legte. Diese Bile lich behandelt wurde. Er erhielt Erlaubniß zu lustwandeln, der unterscheiden sich von den übrigen durde einen schönen und auf dem Wasser zu fahren, indem er sich stellte, dieses bes weißen Ledereinband, und das Fuggerisde Wappen mit der sonders zu lieben, um aber den Tärken nod weniger Vers Umsdrift: Anthoni Fugger 1586, auf der ersten Seite in dacht seiner Fludt zu erregen, ließ er sich mit einem tür. Gold gedruckt. Zu jener Zeit gab es wohl in Ungarn we: kilden Mädchen in ein Liebesverständniß ein, und gab je: nig rolde Bübersammlungen, denn die Bücher waren das dermann zu verstehen, er könne ohne sie nicht leben, war mahls äußerst felten, wovon eß manche Beweise gibt, so auch immer in ihrer Gesellschaft. Eines Tages, als bende f. B. finden sich auf der ersten Seite jener alten Bibel, zusammen in jenem Kahne saßen, ftößt Pálfio plőglid doin welche dem verehrten Herrn Nicolaus Jankovits gehört, Ufer ab, und kömmt, troß dem unausgelegten Feuern der die Worte: Johannis Kechkes et amicorum 1616. Es türkisden Waden, glücklich an das linke Donauufer, wo scheint daber, daß dieses Berk mehrere Eigenthümer ges das ungarisde lager stand. Vom Soiciale seiner Begleis habt hat, weil es einem allein zu kaufen zu bod gekom: terinn ist weiter nichts bekannt, den rettenden Kabn leben men wäre.

- wir am obenerwanten Orte. Später hatten die Fugger einen barten Kampf mit In geringen Zwischenräumen ersdienen nun Bote kans Caspar Békési zu befteben, welcher ben K. Marimilian II. und Gabriel Bethlens Heere in diesen Gegenden, bende Pehr in Gnaden stand, und auf alle Urt bemüht war, un: Mahle vertheidigte sich Bibersburg nur kurze Zeit, und ter den ungarischen Großen eine Stelle einzunehmen. Die war nach starker Beschädigung der Gebäude gezwungen, Sugger batten einen übeln Stand mit diesem máqtigen den Siebenbürgern die Thore zu öffnen. Der Friede führte

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