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Gefchichte, Statistik, Literatur und K u n st.

Freytag den 19. December 1823.

> ( 152 ) ********<<<<<<<< Joseph Bergler,

dieß die meisten Fassionsscenen und mehrere Statuen Jos

bannis von Nepomuk großentheils feiner Hande Were was Fürsttijd öflich: Paifauischer Kabinetsmahler und Crudseß, ren. Iin Dome ju Pariau die Monumente des Bischofs Director der Academie der bildenden Künste in Prag, Eh- Grafen Rabatta und des Fürstbischofes und Cardinals Graz renmitglied der Academie St. Lucca zu Rom. fen Lamberg. Bende von Salzburger Marmor.

Wien befitt mehrere Arbeiten in Stein von Berg. Diefer

fer als Lehrer und ausübender Künstler gleich ausges ler$ Meißel. Mehreres noch die Luftschlösser des Fürsten zeichnete Mann, ist der Sohn des wadern Bildbauers und Esterhazy in Ungarn. – Zu Straßburg in Niederkärntben, Mahlers Joseph Bergler, Hofitatuars der Fürstbirdöfe von der Resident der Bild öfe von Gurk, find mehrere größere Paifau, Jos. Maria Grafen von Ibun, und Leop. Ernst und Kleistere Figuren, aus mehrere Ohlgemahide von ihm. Grafen von Firmian. Der Vater war 1918 auf Bergelgür: Hier verfertigte er nebst diesen ein äußerst gelungenes Kunstchen, einem kleinen Eigenthuin in der Nabe der falzburgis werk, das lido nun als ererbtes Eigenthum im Stammbause iden Enclave in Tyrol, Windir do mattren, geboren. der Grafen von Trudieß · Zeil im Würtembergisden bes Die Elemente der Bildhaueren lernte er in früber Jugend findet.. ben einem unbedeutenden Meister mehr Steine als Bilds Der größere Theil der Statuen, Bašreliefs, Guire bauer – zu liens. Später half der geschickte Jos. Ant. landen und übrigen Verzierungen am neuerbauten fürstbis Früffinger in Salzburg das Kunsttalent des jungen Manned ldöfliden Residenzsolosle zu Paifau ist von seiner Hand entwickeln , und erzog an ihin seinen tüötigsten Sdüler. oder nach seinem Modelle verfertigt. Die colossalen Statuen Bergler vollendete seine Ausbildung an der Academie zu und Kindergruppen von Metal über dem doppelten impos Wien, wo er im Concurse des J. 1750 den ersten Preis nirenden Portal aus Salzburger Marmor, und die von eine goldene Medaille (20 Ducaten dower, von Donner gigantesken Kindern getragenen großen Laternen auf der gradirt) erhielt. Mit diesem Ehrengeschent, welches pr aus schönen Hauptstiege sind ganz lein Werk. Auch besigen dort den Händen der unsterbliden Theresie selbst zu empfangen mehrere Kunstfreunde und Kirchen, Arbeiten von ihm. Dod das Glück hatte, war die Befugniß , in allen Erbitaaten meistens nur Éleinere Stücke aus Elfenbein und Metall, und der Kaiserinn seine Kunst auszuüben verbunden. Da ibn die viele Modelle, zum Theil unsollendet. In Prag sind zwen heimathlichen Berge stärker als der augenblickliche Vortheil vortreffliche Gruppen aus Tyroler Alabaster anderthalb Squi anzogen, fo benügte er diese Frenheit nidt und ging nad bod. Eine, Abrahams Opfer, die andere Hagar mit dem Salzburg. Hier machte ihm die zunftsfeife neidische lin, Sobne Ismael in der Wüste schmachtend, mit dein ihr er: freundlisty Feit der Salzburger Kunstcollegen, welche seine scheinenden Engel, und ein sehr schönes Ohlgemäblde, überlegenheit fürchteten, so viel Hindernisse, daß Bergler, die bürfende Magdalena in lebensgröße. Dieses Ges des Streites müce, nato Schellenberg in Beribtesgaden máhlde und die benden Gruppen bejißt sein trefflicher Sohn ging, und dort ben dem gefürsteten Albten Beschäftigung auf deilen verdienstreiches Leben wir nun übergeben. fand. Von hier erbielt er den Ruf an den Paifauer Hof,

Bergler wurde am 1. May 1753 in Salzburg gebos wo er am g. Juni 1788 starb. Seine vorzúglitten hinter: ren. Den ersten Unterricht im Zeidnen und Mablen erhielt bliebenen bekannten Kunstwerke sind folgende: Ofriitus im er von seinem kunstverständigen Vater. Spuren von große Grabe auf dem Caloarienberge ju Salzburg, wo übers artigem Talent und Genialität, welde Renner in seinen

eiften Arbeiten fanden *) die fidere Bürgschaft der Fünfs Kirche S. Maria presso S. Celso, wo es sich befand, in tigen Meistersdaft -- bewogen den kunstidáßenden und pfles Knollers, Berglers und einiger biezu von der Stadt eigens genden Cardinal Bisdof und Fürsten von Pasfau Firmian, abgeordneten Commisfäre Gegenwart fenerlich weggenoms den jungen Künstler 1976 mit einer Pension nach Italien men, und mit allen Beweisen authentisder Originalitat, fu sahicken. Seine erste Bestimmung war Mailand, wo nad Wien transportirt. Während einer fünfjährigen Anwes ibn ein Empfeblungsíbreiben des Fürsten in das Haus des fenbeit in Mailand batte er auch öfter Gelegenbeit in Knole Ministers Grafen Carl Firmian, des Brubers seines Mäces lers Gesellschaft sebr vieles Ausgezeichnete alfresco ju naten, und in die Sdule des in óhl und vorzüglich in mahlen. Fresko berühmten Eyrolers, Martin Knoller, welder Jim Jahre 1782 ging Bergler von Mailand nach fide als Hofmabler und Professor an der Academie der bil: Rom. Die Kunstreichthümer in Parma, Bologna und Flos denden Künste in Mailand befand, führte. Hier fing nun renz mit der nöthigen Muße bewundern zu können, blieb Bergler an mit allem möglichen Eifer nade der Natur und er in jeder dieser Städte eine langere Zeit, und zeichnete nado Antiken zu zeichnen, und Meisterwerke großer Künst: dort vieles für seine Studien, wovon nod jeßt feine Por: ler mit dem gewissenbaftesten Fleiße zu copiren. Die gelun. tefeuilles viele berrlige Blätter enthalten. In Rom wurde gensie dieser Copien, eine wundersdone heilige Familie der Cavaliere Maron, Principe dell' Academia di St. nad Raphael, verebrte der Künstler seinem boben Gönner Lucca, deifen Arbeiten den Kuf, der von ifrem Meister macy Pallau.

aud in das ferne Ausland erscoll, derbienten, fein Rebrer. Dieses Bild, netit noch einem andern später gemahl. Zugleich genoß er den belehrenden ilmgang der meisten ju ten nabın der franzori de Maridad Soult, als er von jener Zeit in Rom befindliden ausgezeichneten Künstler und Passau, wo er über eine französische Heeres. Abtheilung Professoren. Zu den berühmtesten gehörten Meng $, David, den Oberbefebl führte, abzog, mit, da ihm die Bürger: Hackert, der Ritter Şamilton, Ungelika Kaufmann, Trips itaft für die unter seinen Truppen gebandhabte Ordnung pel, Unterberger, Woutky - und - Canova. 218 Mits als Beweis ibrer Dankbarkeit den Antrag machte, Don den idüler und liebe Bekannte lebten gleidseitig mit Bergler in Kunstfaaten der Stadt auszuwählen, ivas ihn am meisten Rom: Beker aus Karlsruh, Biermann der rebr gestickte anspreche. Besbeident, febr gegen die Sitte der franzöfif en aquarellmabler aus Basel, Bortner Hofmabler und Pros Keerführer jener Zeit, wäbite Soult nur die zwen erwähns fessor der Academie in Castel, Friedric Büri aus Hanau, ten Bilder. Die Wahl erte den Meister der Bilder, und Burt aus Mecklenburg, der genialisde Kaucig aus Görg. den Geldinact des Wählers. Das Hapbaelide Urbild dieser Diese, Füger und Zauner, welche Wien por nicht langer beiligen Familie befindet sich in der kaiserlichen Bildergaller Zeit verlor, der lioner Gagneraur, die Römer Giani und rie zu Wien. Es war einli das Ergenthum des großen Bos Camuccini, die Zierde ihrer Vaterstadt, Kock, noc jego romäers Carl. Die kunstliebende Kaiserinn Maria Theresia in Rom, der liebliske landi aus Piacenza; der Sadie Mer wünsdre es zu besigen. Mailand entsprac willig dem Wuns dau, Mener aus Göttingen, der berühmte Kupferstecher robe der geliebten Herrfagperinn. Das Bild wurde aus der Morgben, der treffliche Thiermabler Peters aus Böh:

men, Rebberg aus Hannover, der Britte Rubbi, Sablet *) Unter diese ersten Arbeiten Berglers vom Jahre 2771 aus dem Waadtland, der Enroler O döpfe O düß von

75 geboren folgende: Für die Salvatorskirche in der Ilzs. Frankfurth, der soweißer Sdwendemann, Tisd bein Stadt näd i Passau als großes Alarbild ein gefreußigter aus Castel, später Director der Academie zu Neapel, die Christus mit Maria, Johannes und Magdalena. Für die Italiener Tofanelli, Turno und Volpato, Wächter aus Kapuzinerfirdhe drey Bilder : Ein Pfingstfest, ein heiliger

Stuttgart, Weitig aus Braunschweig u. 2. m. Auf Marons Franz in der Glórie, und ein anderer, welchem Christus und Maria den Portiuncula 261aß ertheilen. Auf dem Ma. Rath begann Bergler feine Studien mit Abzeichnung der riahülfsberg ben Passau die Heimfudung der Elisabeth durch großen berrliden Fresco : Gemäbide des großen Zampieri, Marien und ein voin 'Kreuße abgenommener Heiland, welder Meister nebit Nicolaus Pouifin und Napbael seinem im Stoße seiner Mutter, deren Somery Johannes und Gemüth am meisten zusagte. Nad dieser war die Copirung Magdalena theilen. Für die Kirche der neuregulirten Chor der Meisterrerte Rapbaelt in den Stangen und Logen berrn des Auguftinerkloftere in Reichersberg, im Innviertel

des Vaticans, deren einfade edler Sinn und Geschmad ibn ein heiliger Sebastian. Für die Pfarrkirche im Markte Weg. fdoeld als Ulfarbild die Himmelfahrt Mariens und 3 Auf unendlich anjog, seine Haupt. und lieblingsbeldäftigung. fafbilder, eine beil. Dreyeinigkeit, eine beil. Barbara 2uch die überreiden Gemábidegallerien Roms lieferten ihm und Theresia.

so manches berrliche Ariginal, mit deffen Geist er durch die

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fleißigste Nachbildung vertraut zu werden suchte. In der dod gewonnen haben, wenn das etwas einförmige Incar. Zwischenzeit verfertigte er in der Academie des Capitols eine nat der nackten Körper verschiedener gebalten, auf diese Art große Menge verschiedener Zeichnungen nach der Natur, nach ein stärkerer Contrast derselben erzweckt, und das Gewand dein Modell, und nach antiken Köpfen, Küsten, Statuen, der Dalila nebit der Kopfbinde des Greies, der ihr zur Fas: und Hautreliefs, Arditecturstücken, Arabesten u. f. iv. Seite stebt, mit dunkleren Tinten ausgemabit worden wäre. Nach einem dreyjábrigen Äufenthalt in Hom wagte er es Uber nie wird man genug die lebendig beraustretenden Köpfe ben der Preisaufgabe ter Academie ju Parma im 3. 1784 die äußerit fleißige Bebandlung der Hände und Füße, und als Kämpfer um den ebrenden Preis in die dranken ju den wolgetagten weiten und prächtigen Hintergrund lobent treten. Ein Traum gab ibm zu diesem, wie ibm idien, können. 218 Meister des Bildes wurde Herr Joseph febr gewagten Scritte den Muth. Im Traume, wo die Bergler aus Passau, Stüler des berühmten Ritters Fellel der Befangenheit sinkt, die des Wadender. Kraft oft von Maron in Rom anerkannt. läbmend niederbált, hob sich das edate Selbstgefühl, und Ein so ausgezeichnetes lob ertheilte schon vor 40 Jahs liegte über des ansprudsloren Zöglings bescheidenen Zweis ren die damahls berühmteste Academie Italiens, Berglers fel. Die Preisaufgabe für Mahler war Samson als Ges erstem größeren Versuch in der historisden Mableren. Die fangener der Philister. Der Moment der Darstellung ist fünfzig Ducaten fo were goldene Medaille, als Ehrenzeuge sein Erwachen auf Dalilas Zuruf, in weldem er fic von niß des verdienten Preiseb, von Kraft gravirt, jeigt auf Feinden umringt fiebt, und dergeblich die Feifeln, mit denen einer Seite das Bildniß des Herzogs von Parma mit der er gebunden ist, zu zerreißen Tid mübet. Dalila , welde Randídrift: Ferdinandus Hispan. Infans Parm. Plac. ihn mit einem boshaften lädseln betrachtet, empfängt von Nast. Dux, 2780. Die Rückseite füllt eine Allegorie. den Philistern den lobn ibrer Verratberen. Am Boden zers Diese errungene Palme madre Berglern neuen Muth, ftreut liegt das abgeschnittene Hauptbaar des Gefangenen. so wie sie ihm unter den vielen jungen Künstlern Roms eis Durd einige Bögen eines Saulenganges ist das für ihn nen vortheilhaften Ruf verschaffte. Bende wurden die Verans bestimmte Gefängniß sichtbar, in der Nabe desselben, Theile Lafung, daß er nun mebrseitig Beitellungen auf Gemahlde einer Handmühle, um durch sie die nierrige Arbeit, welche eigener Erfindung erhielt und annabm, und während seiner Samson in der Knect(daft erwartete, anjuteuten. Das not übrigen Anwesenheit in Kom für Kirchen und für Bild route 4 Palmen boc und 6 breit senn. *) Bergler Kunstfreunde manches mahlre. Das bedeutendíte darunter wagte sich mit dem beseelenden Nuth, welchen das lebbafte war : Ein großes Altarbild, die Beirenung des heil. Pes Empfinden des: „Anch' io sono pittore" einbauet, an trus aus dem Kerker durd den Engel, für die Nonnen in die Arbeit, und ídickte mit rabüd terner Hoffnung das in Fabriano, und zwen kleinere Auflarbilder, eine beilige Wadwölf Wochen vollendete Bild in der zwenten Hälfte des ria und Apollonia. Für die Hauptkirche in Marino, zwi: Mianmonath8 1784 an den Grafen Gaston de la Torre di iden Rom und Albano, eine Maria mit dem Rinde und dies Rojjenicco, Secretär der Academie nach Parma. Der geo len Engeln und lammern. Für ein Kloster in demselben druckte Berict, welcher ben Gelegenheit der am 24. Juny Drte ein Altarbild in Öhl, den seligen Caraccioli vorstellend. erfolgten Preisaustheilung der königl. Academie der febönen Uud mahlte Bergier eine große Kapelle dieses Klosters nebit Künite in Parma ersdien, spricht sich über diefen ersten dem Altar derselben ganz in Fresco aus. Nad Amerika nabın größeren Compositions - Versud Berglers auf das Vortheils ein Augustinermöd - ein Mohr, der sich dazumahl in Rom Dafteste aus. llngemein gerühmt wurde die rebr gut eurch im Kloster der Auguitiner aufhielt vier kleine Kirchens dagte und wohlgeordnete Erfindung der Figuren, und wenn bilder, die er ben Berglern bestellt hatte, mit. Zwer andere die Gruppe der Dalila und der Philifter: Fürsten durch ir- Gemáblde gingen mit einem Theatiner in sein Kloster nach gend einen leidten Gegenstand mit jener des gefesselten Sam- Sizilien. Moc mahlte er in dieser Zeit aus Gefälligkeit fons nur etwas mehr in Verbindung gekommen wäre, würde mehrere Portraits von Freunden und Bekannten. – So wae es in dieser Hinsicht den berühmtesten Gemahlden zur ren ifm feces toitbare durd feine ganze Lebensdauer under: Seite steben können,

gebliche Sabre in Rom verstriden. Er hatte sie mit uner, Den größten Benfall verdient die vollendete Rundung müdetem Eifer für seine Ausbildung benübt, und bätte in: und äußerst fleißige leiçte Behandlung aller Theile. Zu bes nig gewünsøt, auf diesem klassischen, dem Genius der Kunst wundern ist der claffische Srol in den Drapperien und Orna: so gedeiblichen Boden not länger weilen zu können. Aber menten der Figuren. Die Harmonie des Ganzen würde je: die Berhältnisse des Hoteb, dessen Pensionăr er war, und

die Sebnjuďt nach der Heimath und nace theuern Ältern, *) Gine italienische Parme borläufig 8 300.

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