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weneraldogmatik.

vyeneraldogmatik ist die wissenschaftliche Erfassung und Darnellung des Dogma im Allgemeinen, seines materiellen und formellen Moments oder Princips, seines Ursprungs, Fundaments und Mittlers in der Zeit, seines Verhältnisses zum menschlichen Geiste, lurz wissenschaftliche Erkenntnis), was an sich und für uns Dogma, wodurch es dieses ist, und als dieses erkennbar, und wie es darnach wissenschaftlich zu fassen ist. Das Dogma hat seine Erinenz und Erkennbarkeit nur in der Kirche, die Kirche aber ist eben nur das Chriftenthum in seiner permanenten «nd lebendigen Aussrrache in der Zeit; das Chriftenthum ist aber nicht mehr und nicht weniger als die Vollendung der Offenbarung Gottes an die Nenschen in dieser Zeit, die Offenbarung Gottes ist hinwiederum Ml das Mittel zur Verwirklichung und Entwickelung der Religion, die Religion endlich die Aufhebung des Egoismus in der vollen Bedeutung des Wortes. Und so ist also der Anfang und Fortgang der Generaldogmatit nothwendig dieser: Zuerst muß das Princip und System des Egoismus und überhaupt Monismus in seiner Unbaltbarleit und Falschheit erkannt werden, darnach die Religion und Offenbarung und das Chriftenthum nach ihrer Wahrheit betrachtet , dann vom Chriftenthum dieses, wie es in der Kirche als seinem äußern Moment für uns erscheint und sich erhält, nachgewiesen, wie hinwiederum von der Kirche das, wodurch sie sich zeigt und erhält, ihren Glaubensinhalt verkündet, in nähere Bettachtung gezogen werden. Ist die Kirche und die in ihr gesetzte höhere Dignität zur Anerkennung gekommen, so ist dann offenbar, wo die wahre Verkündung und authentische Bestimmung der christlichen üehre, das Dogma, zu suchen ist.

»l«'» Dogmatil, i Dntlc Aufl. 1

Die Generaldogmatik enthält 1) die Piftik oder die Lehre vom Glauben, dem subjektiven slicle», «zu») und dem objectiven slicle«, qu»e croljitur) Glauben, dem Glaubenszustand und Glau« bensgegenftand im Allgemeinen, 2) die Eltlesiaftik oder die i!ehre von der Kirche, worin der Glaubensgegenstand und der Glaubenszustand in ihrer Concrelheit erscheinen. Der rechte, ob« irctive Glaube ist in der Kirche, der wahre, subjektive gestaltet sich in der Kirche oder zur Kirche. Wie die nl^i^ und exxX^«?/», so verhalten sich die Piftik und ENlesiaftik als zwei verschiedene Momente des an sich Einen und Selbigen.

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Hn der Piftik ist das dem Glauben widerstrebende Princip »nd System des Egoismus aufzuheben, dann das Princip des Glaubens zu befestigen ober vielmehr nach seiner Festigkeit und Notbwendigkeit zu betrachten und nach allen seinen Consequenzen ;» entwickeln. Es verhält sich aber alles das, was wir hier vorbringen werden, eigentlich für uns, die wir glauben, nur wie eine Orientirung, deren Zweck ist, nicht den rechten Standpunct zuerst zu finden, da wir ihn durch unsere christliche und kirchliche ErziebMg, Golt sey Dank, bereits inne haben, sondern nur uns auf demselben auch wissenschaftlich zurecht zu finden; nicht zuerst gewiß und scher zu werden, sondern uns deutlicher bewußt zu werden, laß unsere Stelle und Stellung die einzig wahre und richtige ist, «dem wir in der nähern Betrachtung zur bestimmtesten Einsicht darüber gelangen, daß jede andere Stellung ein lauterer Abgrund iß, wo der Geist nur Tod und Begräbnis) findet.

Gap. i

Egoismus.

Der Egoismus, wie er hier genommen wird, ist die Meinung, das Ich bestehe 1) allein, so daß außer ihm nichts, oder 2) abftract, so daß es mit nichts in Beziehung wäre.

Nach dieser Ansicht hat das Ich nichts zu denken, nichts zu lieben, nichts zu bewundern und nichts zu gehorchen als sich selbst, volle sogenannte Freiheit Alles, weil nichts, zu denken, volle Freiheit, was ihm beliebt zu wollen und zu tbun, angenehmer und bequemer als was es nimmermehr etwas gebe» ^ können scheint, und bestialischer und diabolischer als was es in der 2H<lt 'ich« gibt.

Grund nur Motiv der Annahme des theoretische» Ezoismus ist ebe» der rraln'che. Weil man nicht reckt. — nickt das Rechte will, tarn» »chem man sich recht z» denken, das Rechte glaubend und » ncnt anzuerkennen. Weil das reckte Denke» unt Denken des Neckten für stch schon ^i viel Unbequemlickkeit bat, u»d weil es tur die Folge ;u viel Nnbeauemlichleit »acht, da »an sein Wollen und !bun darnach ordnen und richten, beschränken nnd bin» »llterum erweitern soll, mehr als de» ial'ck tbacigen nnd falsch lubizen Menschen :u>'ag5n w<ll, darum meck« »an m »ich gegen alle« Andere und Höhere verschlossen bleiben. Man furchtet das Xech« und die Macht des Oblccnven, und snck» d«nelde von sich fern » ballen. Der Egoismus bestebt zuerst als Hang und formt« nch darnach zum S«ne»; Intolen; und Imolen; sind, wie reffe» erster Anfang und leyter Zweck, so «nch dessen leftes und iu der !bal unbezwingbarftes Bollwerk. Der ^golswus gestaltet nch in seiner Emwickilunz 1) als scepncismus, oder 2) als falscher Idealismus, »der 3) falscher Realismus.

§.». Sceptici<»»j.

Der Scerticiemus ist entweder ein dogmatischer, da nämllch beoaurtet wird, das Ich sey das einzig enstirende und eine Beziehung desselben zu einem Untern ungetenkbar, oder aber ein sceptischer oder reiner nnd eigentlicher. da nämlich die Möglichkeit oder Wirklichteil eines Tbiecls »nßer dem Ich und jegliche Beziehung oder BezicbrarlcU zwischen dem Ich und irgend welche» Objert für dahingestellt gelassen und für absolut problematisch erklärt wird.

Der Stevticismus ist durch nnd durch gegen alle Winenschas,, da er l) die Virllichleit ihrer Gegenstände oder doch die Erkennbarkeit derselben läugnet »dogmatischerCcevticismus). oder dahingestellt seyn läßt (reiner ScepNcismns), da er 2) nichts erklärt, das Näldsel des Se«ns nnd Scheine, der Aetiologie nnd Tele»» log« der Dinge und unserer Ichheit nicht löst, da er 3» bloß anuiwmt, nicht beweist, noch beweisen kann, weder daß die Ichheit allein, noch daß sie abftract außer aller Beziehung zu irgendwas in Absicht aufs Erkennen, Wollen, Thun und Leiden steht und besteht, stehen und bestehen muß. Der Scepticismus ist gegen alle Sittlichkeit, da er jedes Obsect, Fundament, Ziel und Ende derselben läugnet oder dahingestellt seyn läßt. Daß der Scepticismus die Religion durch seine positiv bekämpfende oder ignorircnde Stellung gegen deren Obstet, Grund und Terminus zu nichte macht, ist so offenbar, baß ein anderweitiger Beweis unnöthig und unmöglich; es ist aber leicht einzusehen, daß mit der Religion auch die Wissenschaft und Sittlichkeit, als welche in derselben ihr rechtes Tbiect, Motiv und das Fundament und die Gewählschaft ihrer Wahrheit und Gewißheit haben, vernichtet werden. Die Sache noch weiter und anders zu betrachten, so ist der Scepticismus auch eine bare Unmöglichkeit. Der dogmatische Scepticismus ist, wie Aristoteles schon bemerkt, ein Purganzmittel, was mit allem Andern sich selbst abführt, sein oberster Grundsatz, der Alles vom Menschen treibt, treibt sich selbst mit fort. Wenn wahr ist, daß nichts wahr und gewiß ist, so ist auch dieses nicht wahr, daß nichts wahr und gewiß ist. Aber auch der sceptische Scepticismus ist platterdings unhaltbar, in wiefern, mit welcher Gewalt und Hartnäckigkeit Einer denselben cultiviren möchte, dennoch in dein innersten und tiefsten Grunde seines Geistes und Gemüthes die Anerkennung der Eristen; und Präsenz einer Phpsischen und ethischen Ordnung und eines höchst intelligenten und mächtigen Urhebers derselben sich mit Macht erhebt und behauptet. Dieser allgemeine, gleichförmige, un überwindliche Drang, ein Objectives außer und über uns anzuerkennen, diese Ueberzeugung, die wir so wenig als unsere ganze Natur auszuziehen im Stande sind, kann nur vom Urheber unserer Natur herrühren, und darum nur wahr sevn. Sonst wäre der Urheber unserer Natur ein böses Princip, der Teufel; dessen Eriftenz und Thätigleit wird aber ein Sceptiker am allerwenigsten zugeben.

Mit dem Scepticismus wäre lein niederes materielles, wie kein höheres, geistiges Leben möglich. Soll Leben, so muß Glaube seyn, durch ihn Alles, ohne ihn nichts — nur Finsterniß und

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