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ist weniger salau, alb der Haussperling, der täglich Ger gegen fick wabr zu nehmen. In unbewohnten Gegen. legenbeit bat, die feindlichen Gesinnungen des Mensden den legen fid Vögel dem Reisenden auf den Flintenlauf,

Da ich so wunderbare Dinge hörte, lo erkundigte ich gee Zeit lernte der Rabe, endlich sowohl diese Worte, als midi bey dem Pringen selbst, was an der Sache wäre? Er er, den Gruß für den Raijer, und wurde dann einst auf miederte mir mit einer gewöhnlichen Trođenheit, daß zwar einem öffentligen plaße ausgelegt, wo Auguft zu erschei. etwas Wahres an den Gerüchten rev. die von diesem Papagen nen pflegte. Raum erschien derselbe, so rief der Bogel im Umlauf waren, daß aber auch viel übertreibung und laut! Sen gegrüßt o Sieger ! Uugust aber bliďte mit Falsches darüber verbreitet seg. Er erzählte mir bierauf, gleichgültiger Miene auf ihn hin und sagte: Solcher daß, als er nach Brasilien gekommen, er viel Wunderbares Grüßer babe ich bereits genug fu $ a use! von einem alten Papagey gehört bätte'; ob er nun zwar Da rief der Rabe: Mühe und seosten sind verlo. nichts davon geglaubt, und derselbe überdieß weit von ren! welches Augusten so wohl gestel, daß er herzlich ibm entfernt gewesen wäre, so sey er doch so neugierig darüber lagte, und ihn noch theurer als alle die vorigen gewesen, daß er nach ihm geschidt hätte, es wäre ein Bögel zahlte. ) febr großes Thier gewesen. 2018 der Papagen das erste

Plinius meldet, 'die Cäfaren fouten in ihrer Jugend Mahl ins Zimmer tam, wo ich der Prinz mit vielen Nachtigallen und Staare gehabt haben, weldoe griechisch vornehmen Holländern befand, rief er sogleich aus: was und römisch, und jener täglich etwas neues, ja sogar für eine Gesellschaft von weißen Menschen gibt es da! Vernünftiges sprachen (lib. 10. c. 42.) Man fragte ihn hierauf, wer der Mann sem ? indem

Unter Tiberius Regierung erregte ein Vogel in Rom, man auf den Prinzen zeigte. Er erwiederte: „Ein Genes der einem Schuster gehörte, allgemeine Aufmerlampeit. ral.” 218 man ihn zum Prinzen brachte, fragte ihn dies Jeden Morgen flog derselbe auf den öffentlichen Plag, wo ser. Woher kommst du? „Von Marinam.” Wem gehörst die Redner erscheinert, und grüßte diese sowohl, als audo du? ,,Sinem Portugiesen." Was machst du da? „30 gebe den Tiberius, dann den Germanicus, den Drusus und auf die jungen Hübner acht." Der Prinz lachte und sag. das Dole, nannte alle Senatoren bey ihren Nahmen, und te: Du gibst auf die jungen Hübner acht? „Ja! ich! ers begab sich fodann wieder in des Schuster 8, feines Herrn wiederte der Papagen; ich weiß recht gut, wie ich das Gewölbe zurüd. Er lebte viele Jahre. Einst tödtete ihn mache," und rief vier bis fünf Mahl Glud, glud, wie es aber ein Geselle eines andern Souhmachers, weldes das die Leute machen, wenn sie die jungen Hühner loden. Bole so sehr emporte, daß man den Mörder nicht nur

Der Papagen sprach brafiltanisde und der Pring bes aus der Stadt vertrieb, sondern auch tödtete. Der Vos diente fich, wie er loden versicherte, zweyer Dolmetscher.

gel wurde mit einem fenerlichen leidenzuge begraben. Der Eine war ein Holländer, der andere ein Brasilias Auf einem prachtigen Bette und allerley Blumenfräng. ner, und der Prinz war fest überzeugt, daß kein Betrug chen gesd müdt, wurde er mit Musie und einem zahllosen dabey obgewaltet habe.

Gefolge zur Straße des Uppius hinausgetragen und auf Aber auch die Raben belißen dieses Nachahmungs,

einem dort errichteten Scheiterbaufen mit aller Fenerliche vermögen, und zeichneten sich dadurch schon bey den Nös

teit verbrannt. **) mern aus. Während des Bürgertrieges zwischen August

Agrippina, Gemahlinn des Kaisers Claudius, jou und M. Antonius, auf dessen Entscheidung die halbe Belt

einen Srammetsvogel gehabt baben, welcher sehr deutlich mit ungeduld wartete, taufte sich ein armer Römer, um

reden konnte. auf jeder: Fall gefaßt zu seyn, zwey Raben, und lehrte

Der Cardinal Ascanius Sforza hatte einen Papa: den einen einen Gruß für den August, den andern einen

gen, welcher die Glaubensartikel ganz deutlich und geandern für den Antonius, da er nicht wußte melder von

fchminde in lateinischer Sprache hersagen Ponnte. Det beyden als Sieger zurüdlebren würde? 216 endlich aus

Cardinal hat den Vogel um 100 Kronen gekauft. guft alb Triumphator in die Stadt einzog, lief dieser

Carolus Clusius bezeuget, er habe öfters einen Papas Römer ihn mit seinem Raben auf der Hand entgegen,

gen, der einem Edelmann gehörte, überlaut lachen ge. welcher ihn auch alsobald mit den Worten : Ave Caesar

bört, wie einen Menschen. Wann er von den Gegenwär. Victor Imperator ! begrüßte. Dieß gefiel dem August lo

tigen mit den Borten zum Lachen gereißt wurde, „lache, febr, daß er den Bogel alsogleich Baufte, und in der

Papagen! Lade;" To fing er fogleich on ju lachen, nache That Baiserlich bezahlte.

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dem er aber genug gelacht hatte, bat er folgende Worte Zu gleicher Zeit brachte man dem Auguft auch eine

deutlich gesprochen: „O des großen Narren, der mid zum Gifter und einen Papagen, welche ihn mit demselben Gruße

Laden anreißte!" anriefen, daß er auch diefe Bögel kaufte. Dieß bestimmte

Im Jahre 160g didte der König Jacob aus Engs 'einen armen Sdufter, um fein Glüd zu versuchen, auch

land dem König Deinric IV. in Franfreich einige Bas einen Raben abzurichten. Da derselbe aber lange Zeit

bichte, die in tiefen Wässern Fische gefangen, auf das Ride lernen wollte, rief der Schuster febr verdroffen

*) Macrobis. aus: Mühe und sollten sind verloren! Nad lan.

**) Plin. I. 10. 6. 43. :

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wenn er eben das gefährliche Wertzeug anzulegen bereit ist ; um in weiter Entfernung dem Trappen und der wilden ber uns darf man nur einen Stod auf der Soulter tragen Gang Verdadt einzuflößen.

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Cand gebracht, und dann auf der Hand ibret Deren dat Singeweide erwartet haben.

Kaiser Rudolph der IT. hatte einen Vogel, welchen er um 20,000 Philippsthaler gelauft hat. Dieser konnte ganz ordentlich und vernehmlich lachen, wie ein Mensch.

Sehr unangenehm möchte sich aber Hanno, jener übermüthige Karthager, an der Gelebrigkeit seiner Vö. gel getäuscht haben. Aelian sagt von ihm, er ren fo ebre geizig und 'ruhmbegierig gewesen, daß er sogar Ansprüche auf die Gottheit machte. Zu dieseni Ende richtete er Vögel ab, die die Worte sprachen; Hanno ist ein Gott. U16 er sie aber ausfliegen lassen, damit sie seine Gott. beit beym Volle verfündigten, hätten sie nichts mehr ges sprochen, sondern nach ihrer alten Gewohnheit gezwite dert und gepfiffen, welches ihn gewaltig ärgerte.

Ein aufnehmen des Beyspiel von der Geschidlid leit der Ranarienvögel find folgende:

21$ sich Pratt auf seiner Reise durch Westphalen und Holland zu lebe in einem Wirtshause nebit vielen an. dern Personen aufhielt, trat ein Vogelsteller mit einem Ranarienvogel herein, dessen Kunjftüde in der dortigen Gegend allgemein bekannt und bewundert wurden. Der Bogelsteder nahin den Bogel beraus, legte ihn auf seinen Zeigefinger, und redete ihn folgendermaßen an: Du erscheinst hier, mein lieber Bijou, (so bieß der Kas narienvogel) vor sehr vornehmen und verständigen Leus ten, nimm dich also in acht, daß du die Erwartung, die man sich von dir macht, nicht täuschest; du bast Lorbeern eingesammelt, forge dafür, daß sie nicht verwelten, Putz, betrage dich, wie es dem Bijou unter den Kanarienvö. geln – denn der bist du geziemt!"

Diese ganze Zeit über schien der Bogel zuzuhören, und nahm dabey eine Stellung an, al8 ob er recht aufo merksam auf die Rede wäre, indem er "sein Ohr dem Munde des Mannes entgegen bog, und als dieser zu te. Den aufhörte, zweymaht ganz deutlich mit dem Ropfe nidte, und war ja ein Niden verständlich und vielvers sprechend, so war es diefes.

Gut, sagte nunmehr der Vogelfteder, indem er feis nen Hut gegen den Kanarieavogel abnahni; laß uns denn nun fehen, ob du ein Kanarienvogel von Ehre bist. Stimm einmahl ein Liedchen an!" - der Bogel sang.

„Pfui! das ist ju hart; das klingt ja , als wenn ein beiserer Rabe frächste! Etwas Rührendes!" - Der Bo. gel pfiff nun, als ob seine kleine Kehle in eine laute um. gewandelt wäre. - Rascher," sagte der Mann, - lang. famer - so ifts recht."

Aber was zum Genfer haft du mit deinem Füßchen und mit deinem Röpfchen vor?

Rein Wunder, daß du berauskommst, Monsieur Bijou! werin du den Lact ju dlagen pergißt. - Run, Das iß ein lieber Bijou! Bravo, bravo, Männgen!”

2des was ihm geheißen, oder Iporan er erinnert wurde, that er mit bewunderung&würdiger Punctlich Beit. Sein Kopf und fein Fuß schlugen den Tact, und beyde drüdten fowohl die Abwechselungen des Dones, als der Bewegung aus. Der Ton selbst war ein treuer Wieder, ball des einnet, und zidar nad den trengsten Regeln der poetischen und musikalischen Composition. Bravo , bravo, balte es von allen Seiten des Zimmers wieder, in welchem fio auch Prager Musitanten befanden, die id muren, der Ranarienvogel rep ein größerer Künstler al8 irgend einer von ihrer Bande.

und du befeugit deine Dankbarkeit nicht für dieses Rob!" rief der Bogelsteller unwillig aus. Der Vogel vers beugte Fich auf das ehrerbietbigite.

Das nächste Kunststüd, das der Banarieavogel machs te bestand darin, daß er mit einer, aus einem Strob. halm gemachten Flinte, das Soldatenspiel spielte. „Du haft ein saures Stůd Arbeit gehabt, mein armer Bijou! fagte der Vogelsteller, alt er fertig idar, und mußt mobi etwas müde regn; nur noch ein paar Stüdchen, und dann sollst du aufruhen! Zeig einmahl den Damen, wie manfeinen Snip macht." Der Vogel jog nun dab Eine Füßchen hinter das Andere, und sane und hob fick mit einer Ungezwungenheit und Grazie, welche die Hälfte unserer 2fsemblee. Sdönen beldämt haben würde.

„Das ist mein liebes Männchen! und nun einen Büds * ling!" Er machte ihn mit der genauesten übereinstims mung mit Kopf und Fuß.

Nun laß uns mit einem Walzer fließen, mein Scha – getroffen! redt so! lustig." Die lebhaftigkeit, das Feuer, die Genauigkeit, womit dieser leßte Befehl vollzogen wurde, trieb den Benfall der ganzen Gesells schaft bis zur höchsten Bewunderung. Bijou felbft dien den beiligen Durft nad Rubm ju fühlen, fbüttelte feine Pleinen Federn, und jubelte ein Jo Päon, in welchem man das Selbstbewußtsepa des Siegers ju hören glaubte.

Du hast es brav gemacht, was ich dir geheißen ba. be, sagte der Bogelsteller, indem er seinen gefiederten Biebling liebkosete, mache also ießt ein Soläfchen, wäh. rend ich deinen Plag einnehme.” Der Kanarienvogel fiel nun in einen verstellten Sælummer, und zwar so tâu. (dend, a18 06 Morpheus alle reine Kräfte an ihm vers sucht hätte: erft-schloß er das eine Auge, und dann das andere, dann nidte er, dann fant er ro fehr auf eine Seite, daß verschiedene von der Gesellschaft ihre Bände ausftredten, um ion vom Faden abzuhalten; und gerade wann diese Bände ihn ju berühren im Begriffe waren, faßte er sich wieder, und fant dann eben so tief auf die andere Seite ; endlich rogien ihn der Schlaf in einer feptea Stellung zu halten, worauf ihn der Mann vom Finger Wegnahin, und ihn auf den Tisch legte, wo er, wie der Mogelfteder versicherte, so lange fept uud tubig schlafen

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er diese angefangen, als eine ungebeure große Towarze gledte, welches nur allein singt, anders, als ben ben

Muerbabns 236 Die Stimme der Vögel gereidt ibnen weit mehr zur Erde. Die eigentlichen Singvögel und diese find es, die a utzeidnung, als ihre Seelenfábigkeiten; denn ein großes wir bier meinen - find iin Stande ihre Stimme lo zu mos Heer unter ibnen zeigt darin Eigenschaften, die den Voget difiziren, daß sie zu entjudenden Melodien werden. Zu dies dem Mensden näher bringen, als alle übrige Thiere unserer sem Zwecke gab der Sdöpfer der Luftröbre dieser Sänger

eine eigene Einrigtung. Sie ist bey dem mannliden Ses würde, als er seine Kunftstuđe mache. Adein Raum hatte Staße auf den Tisch sprang, den Kanarienvogel mit den Weibchen, verhältnismäßig groß, stark, oben weder mit Zähnen ergriff, und alles . Widerstandes ungeachtet, mit einem berunterhangenden Gaumen nod mit einem Zapfen ihm zum Fenster hinausstürzte. Der Vogelsteller war über und Rebloedel verfeben, wie bep den Säugethieren. Statt feinen Verluft untröstlich, indem er mit ihm Jahre lang der zwen großen Löcher, die sich bey diesen in der Nase öffe fein Brot verdient hatte.

nien, haben, die Vögel nur eine einzige Rige mit sehr star. Gin alter Franzose hatte eine Kanarienvogel abges richtet, Worte, Nahmen und Farbe zusammen zu suchen. ten Muskeln, die zugleich die Stelle der Stimmrige vers Er befahl ihm, die Farben der Kleidung an dieser und tritt. Diese kann der Vogel nad Wigkühr verídließen und jener Person in der Gesellschaft anzuzeigen. Der Voget öffnen. Die übrigen Theile der Stimmwerkzeuge liegen uns fah zuerst die ihm angezeigte Person vom Sopfe bis zum ten an der Stelle, wo die Luftröbre in zwep Äften in die Fuße genau an, suhte alsdann sogleich einzeln alle die Lungen gebt. Man fiebt es den Singvögeln deutlid an, Haupro und Nebenfarben aus einer Schachtel, worin sich daß diese untern Werkzeuge vornähmtid viel zur Hervorbrin: kleine Proben von seidenen Zeugen von allen Farben bes fairdeu, bervor wud legte sie auf den Tisd, und zwar gung der Töne

beptragen; denn an der Stelle, we fie tits der bestimmten Person gegenüber.

gen, an der Brust, nimmt man eine starke Bewegung Aus einem Käjden vod Budysłaben, die einzeln auf wahr. Die Lungen sind bey den Vögeln größer, ausgedeh. Papier geschrieben waren, seşte das Thier jeden ihm vor. ter, niớt in lappen getheilt, wie bey den Säugethieren gelegten Rahmen zusammen. Gab man ihm ein sehr lan: und liegen nicht fren in der Brustböble, sondern sind ganz

ges Wort auf, worin ein und derseibe Buchstabe öfters an den Rippen und an dem Rückgrate befestigt. alud die,
portam, als diefer lich in seinern Alphabet, befand, so besonders aber die bereits erwäbnten, mit ihnen in Verbin.

nahm es aus dem ersten Theile des Wortes diejen dorta
bin gelegten Buchstaben heraus und legte ihn nun gegen dung stebenden Luftzellen , tragen ungemein- viel zur Vera
das Ende hin, wo dasselbe und der Zuschauer beym ihn stårtung des Bogels ben, dem also verhältnißmäßig nici
Weiterlesen brauchten. Auf diese Weise rüďte er zweymahl nur mebr Cuft, sondern auch eine größere Kraft der Lufts
ein N aus seiner ersten Stelle nach hinten bin, da man röbre ju Gebothe stebt, als den übrigen Thieren. - In
ihm den langen Nahmen Constantinopolitanus aufgab. der Chat gebört nur einige Wufmerksamkeit dazu, um fide
(Diese Anecdote erzählt der Herr (6. 2. . 6. Zimniero ju überzeugen, daß die Stimme der Vögel, in Beziebung
mann in einer Anmerkung zu Smellies Philosophie der auf ibre geringe Größe, ja selbst im eigentlichen Verstande
Naturgeschichte 1. Th. S. 182.)

viel stärker fer, als die Stimme der Säugetbiere, etwa Mau jeigte nad Bonnets Angabe, :) im Fabre das Brüden des löwen und ähnlicher Thiere ausgenommen. 1960 zu Paris einen Kanarienvogel, der unterschiedliche und der Perde geborer wird, obgleid jene im Gebüíde ver

Man bedenke nur, wie weit die Stimme der Nadtigaa Beuge, die man ihm vorlegte, nach ihçen Smattitungen steder diese in verdünnter Luft singt. Wie weit adulte das tangte Wort darstellte, der durch Zahlen die Stunde an und anderer Pögel! Kein Tbier bat so viel Töne für die der uhr nebst den Minuten anzeigte, und verschiedene beridiebenen Empindungen in feiner Gewalt, wie die allers arithmetische Operationen mit erstaunlicher Fertigteit meisten Vögel, aud selbit unter denen, die eigentlich nidt sin ausführte.

gen. Furdt, Wahrnehmung einer naben Gefabr, Hunger, Beit gelebriger aber als alle diese Vögel, scheinen Sebníucht nach der Gesellíd aft, nad dem Gatten, liebe jene gewefen bu senn, welche dem h. Franz. Se Traurigkeit ic. die nicht nur den Individuen derselben Gat: raphicus auf die Hände flogen, auf sein Geheiß wäh, tung eine allgemein verständliche Sprache sind, sondern send.er bethete, von ihrem Geschren abstanden, und erst selbst baufig von andern Gattungen verstanden werden. Dieß wieder, als er sein Gebeth geendigt hatte, ihren Gefang. Vögel einander von bevorstehenden Gefahren unterridten.

lektere gilt insonderbeit von den Warnungstönen, wodurd wiederhohlten, fich von ihm streicheln, und durch bloßes Wenn unter den Sängern des Waldes ein Vogel, der den Anreden festbannen ließen und dergleichen mehr. Denn Sperber erblidt, seine warnende Stimme erbebety so erftum. diese waren ja lauter wilde Vögel, die sich sonst taum men nitit nur die von seiner Gattung, sondern der ganze durch Kunst tirre machen und abrichten lassen!

Bald dweigt. *) Siebe deffen Betrachtungen der Natur.

(Die Fortiefung folgt)

Redacteur: Joseph Freyherr von Hormar Gedrudt und im Berlage bey Franz Bud pig.

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A rch í v

fur

Geschichte, Statistik, Literatur und Kunft.

Mittwoch den 1. und Freytag den 3. März 1826.

( 26 und 27 )

sssecco Ueber S Ķ a k esp e a r'er

krummem Bege erfdliden hatte. Eine große Idee der Welt.

geldidate ist in dieser Reibenfolge historisdo, dramatischer König Heinrido V. *)

Compositionen von dem unsterbliden Didter entwickelt wors Mit der Regierung dieses Biebling& deb unsterblichen den, so daß 2. W. dleget biefelben ein &pos in Shakespeare, beginnt die glänzendíte Periode des Hauses dramatisd er form nennt; dodo ist die Benens Lancaster. Das Odpickfal stellt es auf eine fdwindelnde nung nod bezeichnender, wenn man das Ganze als eine Köbe des Rubmes und der Macht. In einer Reihe blutis einzige große Tragödie betradtet, in der das Skidfal der ger Saladten fiebt es Frankreidos stolze Blütbe zu seinen Könige und ihrer Kronen mit furdtbarer Wahrheit geschile füßen hingestreckt, liebt sido bennabe in vollem Besite des dert, und wo die beilige underleklide Macht des Rechts reiden schönen Landes; - ein englisch Kind empfängt in in die glänzendíte Der Götterung gepriesen ist. Dieser Paris selber, die Krone Chlodwigs. — Kriegerisder lor: Gesichtspunct oon Shakespeares bistorijden Stücken, den beer umkrángt das an furchtbaren Helden frudytbare Eng. dlegel zuerst gezeigt, aber nicht mehr weiter beleuchtet land und des tapfern Königs Arm dwingt leudstend das bat, verdient gewiß, die gründlichste Beadtung; denn er blutige Swert über die Regensreiden Fluren. Dieser Eule führt auf neue bewunderswerthe Resultate in der Kenntnin minationspunct englischen Rubmes bildet den dritten Act des Dicters und seiner Werke. Gewiß ist es, daß er den der großen Tragödie, deren vierten die ersten benden innern untrennbaren Zusammenhang seiner jell n bistorie &beile Heinrich 6 VI. und deren fünften Act der lebte Theil den Stücke von Englands Thronen genommen, deutlich Heinrich 8 VI. und Richard All, bilden. Bis zum drits genug der tiefern Forsdung vor Augen gelegt hat. Wie ten Acte bin, lächelt das Glück, ja im dritten jelbit, nábm berrlich wird nicht in jedem derselben der Übergang zu dem lid in Heinrid. V. deint es unersbütterliche auf Englands folgenden vorbereitet? Wie fein ist nicht das eine mit dem Seite zu steben. Aber der Spritt der Vergeltung ist leise andern verfdlungen? wie viele, wie klare wedselseitige Ber und fiber; das Haus Lancaster fofite von dem unrecht er: ziebungen finden sich nicht in jedem derselben Dod wir stiegenen Gipfel der Größe wieder berabgestürzt werden ; begnügen uns mit diesen Andeutungen, obgleid wir node es solte das verlieren, was des vierten Heinrichs List auf Mandes darüber zu sagen bätten, und wollen in gegen.

wärtigen Zeiten eine fluidtige liige über jenes Stüc ento ) Die allgemeinen Bemerkungen über Sha.

fespeare und über die Nationalität der Kunst find in werfen, deifen Held der Liebling Sbatespearet ist. Die Nr. 10, 13, 14, 16, 32, 34, 86, 88. In Nr. 148 von 1824 'ift gewaltige Malfe des Stoffes bewog den Didter, vor dem

önig lear, in Nr. 98 von 1825 ist der & auf in ann Beginne des Stückes einen Chorus auftreten zu lassen, von Venedig, in Nr. 100 Romeo und Julie, in um die Muse anzurufen, den bedsten Himmel der Ersins Nr. 101 Othello, in 105 Macbeth, in 103 und 113 dung zu erfliegen. Er fordert die Phantasie der Zusdauer Hamlet, in 122 Coriolan, in 124 Cäfar, in 126 auf, in dem engen Raume des Theaters zwen mächtige antonius und Cleopatre, in Nr. 119 W a 6 ihr Monarchien eingeribiloffen zu denken, die Zeiten zu übers wollt und viel lär men u in nichts, in Nr. 160 der Sturm; in Nr. 143, 144, 145 König Jobann, in bringen, und das Ereigniß mandes Jahres zu verkürzen. Nr. 2 von 1826 Richard II., endlich in Nr. 14 und 16 Mit Umsicht führt er uns in der ersten Scene zwen würdige einrid iv. in Nr. 26 Heinrid v.

gelehrte Männer vor, die des Königo rubmerfüllte Eigen,

daften preisend erheben, denn wir foden den Helden, den Von ihnen erfabren wir die nåbern bódii darakteristischen Ums wir so oft in leidtsinnigen Jugendstreichen erblickt haben, stände seines Todes ; denn obgleid der Dichter, Falstaff nicht nun aud im Glange der Hobeit mit dem Königs mantel mebr selbst unter den bandelnden Personen dieses Stückes umhüdt, und seiner großen Seele würdig, bandelnd kennen auftreten läßt, so erregt er dode durde die Besdreibung lernen. Deshalb werden wir idon jeßt darauf vorbereitet, feiner Todesstunde, ein neues erhöbetes Interesse für ibn. Sein erstes Auftreten zeigt uns seine Majestát und seine So groß in ibrer Art, alt Shakespeares mächtigste Helden, Liebe zum Redt; er fordert seinen gelebrien Kanzler auf, scene, ist aud die meisterhafte Erzáşlung der Frau Hurtig Englands Ansprüde an Frankreide Krone in voller Reides über FalstaffEnde. – „Nein gewiß, der ist nicht in der versammlung nodi einmabl darzutbun; damit nicht unger Hölle. Er ist in Arthurs Soß, wenn jemabls einer in recht das Sowert gezüchet 'werde. Wer kennt nidt die berr: Artburg s dop gekommen ist. Er nahm ein so fdönes Ende liche Deduction der englisden Ansprüde durd den Bild of und died von binnen, als wenn er ein Kind im Westers oon Canterbury ? - Diese sechzig bis fiebzig Zeiten wiegen bemdden gewesen wäre. Just zwisden zwölf und eing, fuhr wohl mandse tiefgelehrte diplomatilde übhandlung auf! er ab, gerade wie es zwisden Fluth und Ebbe stand; denn Was sagen denn jene dazu, die noch immer Shakespeares wie id ibn in Bettelađen jerknüllen fab, und mit Blumen Unwissenheit ad seljucend bemitleiden? Wer bewundert bier spielen und seine Fingerspigen anlächeln, da wußt ide, daß niøt den Didter, der in jeder Lage und in jedem Pero ibm der Weg gewiesen wäre, denn seine Nase war so spiß, báltnisse, seine Personen ibrem Stande und ihrem Cbarats wie eine dreibfeder und er fasette oon grünen Heldern. ter gemäß sprechen läßt; wie bier den Erzbisdof als gründ. Yun, Sir Jobn? sagte id, lieber Mann, fegd gutes Muths, liden Geldicotoforider und Kenner alter Redte? Nidt damit rief er ung : Gott! Gott! Gott! ein Stücker unwürdig steht diesem Meisterwerk zur Seite, wie Grille drep. oder vier Mahl. It sagte, um ihn zu trösten, er parzer in seinein Ottotar dere ftaatsrestliden Grund möchte nicht ani Gott denken, ich hoffte, es thate ibm noch der Unsprüche dieses großen Böhmentönigs auf den Nacho nidt Noth, sich mit folden Gedanken zu plage n.(!!) laß der Babenberger, auf Srain. Steger und die Lande Damit bath er mich, ibm mebr Decken auf die Füße zu ob und unter der Enns auseinander feßt. In dieser Scene legen. I steckte meine Hand in das Bett und befühlte fier bemerken wir noch den fdönen Vergleich des Grandes der und sie waren so kalt wie ein Stein, darauf befühlte ich Meniden und der Ordnung eines bevölkerten Reides mit feine Knie und Alles war so talt wie ein Stein.” dem Leben und Treiben der Bienen, und wie alles nur Oteid darauf leben wir Frankreids Fürsten und Edle dann wohl gedeiben könne, wenn tausendfades Wirken zu mit stolzer Zuversicht side zum Kampfe mit England rüsten, einem einzigen großen Zwecke dereinigt werde. Den bero dessen Herold sie mit Hodomuth empfangen. Meisterbaft ist ben Spott Frankreichs über den leidtsinn feiner Jugend in dieser Scene Ereters tühne Sprade gelungen, wie er empfängt der König mit Gleichmuth; dem Dauphin jedoch dem Dauphin drobt, daß zur Vergeltung des Spottes mit die Nachridhe fendend, daß er seiner Große Segel entfale den Pariser Federbálen, das Parifer Louvre zittern werde, ten werde, erringe er den Chron Frankreichs; verbeerungs- und mit welchem Mutbe fein König komme, um Frantreides volle Rade folle dafür des Landes nor ungeborne Sobne Krone ju erstreiten. treffen. Alle Edlen Englands, den König an ibrer Spite Ein Chorus eröffnet den dritten act, worauf wir Engi erbeben sich nun, um ihre Waffen an frantreidd Küste lands Herrsder erblicken, die französiche Festung Harfleur zu tragen.

mit gewaltiger Kriegsmacht berennend. Die Eigenbeiten Der zwepte Act beginnt wieder mit einem Cborus; dars und Scenen eines Feldlagers sind hier mit hoher Kunst ge. auf werden und einige don des lustigen Falftaff Spieße mahlt. Nichtswürdige feige Prabler wedseln vor unsern gefellen vorgefübrt; wabrlich ein launigter Einfall, Saue Augen mit tapfern entsd loffenen Soldaten und Hauptleuten. genidise, wie diese, mitten unter Könige und Helden Es beresitt durchaus keine Einförmigkeit; selbit bis in das zu bringen, den Bardolph, dessen leugtende Kupfers kleinste Detail berab ist eine überraschende Mannigfaltigkeit nase eine so unerschöpfliche Quelle des Wipes für den der Zeidnung. Wie verschieden sprechen und fandeln nicht dicken Ritter war, den steifen Corporal Nom, und die die einzelnen Offiziere in des sionigs Heere, selbst zu ihrer ebesame Frau þurtig, woblbekannte Wirthinn zum Sprache hat der Dichter den ergentbümliden Provinziale wilden Soweinstopf, die die Pflege deg in Ungnade geral. Dialect gewählt, und so bis jät den feinsten Nuancen, den lenen Falstaff$ übernommen hat, und die berrüht if, jeine Irlander, den Walliser und den Englander uns legten Lebenstage noto duro järtlide Sorgfalt zu versüben. tersdieben. Jedem dersel' en out or nod úberdem besondere

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