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»»»» Die D y n a st e n von Wel is h. aufbehaltene Urkunden unseres Landes. Hier fertigte dieser Bon fran; Aloyfiu$ Macet,

Niclas, landeshauptmann des Königreids Böbmen (1502)

und ein beldenmüthiger Perfecter des Selds, *) mehrere Dechant in Ropidino.

Urkunden aus, durch die er als Erbberr von Opoczno dem (Fortreß u ng.)

gleidnabmigen Stadioen mebrere Privilegien und frey, XII. Do#aftie.

beitsbriefe ertheilte, so wie er 11 Jabre darauf eben dem Die Ritter Ircita von Bip a.

Stadtaben einen fregbrief zur Erridtung eines Hospitals S.

con im 14. Jahrhunderte blühte dieses Rittergeldledt zulommen ließ. - Hier ward ihm ein fømer;liber Augen. in unserm Lande, wie es die Ernestinisden Stiftungobű. blic, alb er (1506) seine Gemahlinn in ebelider Untreue fer ermeisen, und wich an Reichthum und Mast taum mit seinem Edelknappen Zdenek ergriff. Der fower belei. einem andern. *) Seine Angebörigen gingen alle Grade digte Gatte entbrannte vor Wuth, und rådte diese Unthat des Adels bis zum Grafenthume durd. Von den Waffen. auf eine røredliche Weise. Dem Ebebrecher Zdenek ließ er trágern und Edelknappen, (Clienten) im 14. Jabrbun, den Kopf absplagen, ein altes Weib, weldes die Kupple. derte wurden sie im Anfange des nádortfolgenden Ritter, rinn war, verbrennen, feine untreue Gemahlinn aber vera und blieben es bis zum Jabre 1562, in weldem Wilhelm I. hungern. **) Hier wurden von ibm die vier Prager Artis von Cresta in den Freyberrnstand erhoben wurde, und endo tel, oder die sogenannten Compactaten für deren Erwir. lid Jobann Rudolph v. Trejta und sein Sohn Erdmann, kung so viel kostbaret böhmisches Blut Roß, - naddem sie der zu Eger jugleid mit dem Fürsten von Friedland von in dem am 2. Jänner 1434 zu Prag abgehaltenen Landtage Mörders Hand fiel, im Anfange des 17. Jahrhunderts der Stände abgelesen, und dem Geldledte der Trejta jur den Grafentitel erbielten. Das Stammbaus dieses Rits Bewahrung übergeben worden, derídloffen gebal. tergefdledes ist das unter dem Dorfe Colum auf der Herr: ten. ***) Diesem Niclas dem jüngeren tamen an Modt fcbaft Hareniowe$ im Köriggräßer Kreise liegende Dorf und Reidthum von Böhmens Udel wenige gleid. Lebterer Lipa, uns mit den Herrn Salawa von Lipa gemein. - erbellet daraus, daß er selbst das Fürstenthum Troppau Bende führten einerlen Wappen, nur daß bey dem Trep, kaufte, und damit dem Könige Wladislaw ein Geldent tisden aus den Türkenkriegen die Fahnen an den Buffels, madte. ****) Eben fo bat er durd den Ankauf mebrerer börnern zugekommen.

großen Herrschaften seine Patrimonialgüter ungemein peri A. Niclas Irojka der jüngere non lip a.

*) Wie es 'lupacg und Weleslawina von ihm bezeugen. Der erste Besiger von Welird aus diesem edlen Ges

**) Siehe Bienenberg6 böhmisde Ulterthümer, drittes Stück Toledote ist Niclas der jüngere von Lipa. Die ehemabis Seite 203. pråstige Burgoefte von Welifd war sein Lieblingsfit; von ***) Siehe Bedowsk98 böhmische Chronik 754. Jedoch nicht seinem öftern dortigen Aufenthalte zeugen nod mebrere don im Jahre 1434, wie Soader will; denn in dieser

Zeit brachten sie die Heren Trojka auf ihr festes Schloß ) Benm Jahre 1387 und 96 in besagten Stiftungsbüchern, Lipnicz im Sjaslauer Preise; erst nad 'dem Jahre 1500 wo eines Haßet Trojka von Lipa erwähnt wird, lib. XII. a18 sie Welisco zum Eigenthum erhielten, wurden sie biere H. 14. macht Balbin die Bemerkung: „G8 ley dieß in dies orto verwahrt. Ten Büchern die erste Nachricht vom Tregtisden Geschlechte." ****) Paprody vom Herrnstande. S. 369.

webrt, die beym Paprody und Bienenberg nabmentlich seinen Hiftoris den Midcellen *) von einem gewiffen adel angeführt sind. Niclas starb im Jabre 1516 am 3. 2lprit, seiner Zeit fo freomüthig äußert: „Heut zu Tage, sagt er, an meldem Sage aude der König Wladislaw mit Tode abs thut es das Geld, was nur Heldensinn und Tugend thun ging, bey dem er in besonderen Gnaden gestanden. - Auf sollten. Uud mitten durch die Satelliten bahnt sich das ibn folgte im Besige von Welisd sein Better, Johann Gold den Weg, weswegen es auch einen Adel gibt, der Irojka der jüngere von lipa.

der goldene heißet, und zu unsern Zeiten, leider ! nur B. Johann Irejta der jüngere non lipa.

zu gebräudlid ist.”

Der Reidtbum dieses Freyberrn wurde durd seine Ciebe und Milde gegen die Untertbanen, ferbst in

Vermählung mit Barbara, Freginn von Biberstein, noch unserm bumanen Zeitalter immer noch ein großes Bedürfniß

bedeutend vermehrt. Sie war des reiden Hieronymus, an mandem Gebietber - ist ein schöner , spredender Zug in dem Charaktergemäbide fast aller Sproffen det ritterli

. Frepberrn von Biberstein, Grundherrn auf Friedland, Reis

denberg u. und der Ursula, Herjogs Carl von Münster. den Trc;tif den Stammes, hierin thaten fie es lo mander

berg und Ölo Lodhter, die ihrem Gemahl eine sehr reiche adeliden, aude febr reichen Familie auf die edelmüthigste

Es gereidt aber unserm Wils Weise zuvor. Von ihnen fagt Balbin in seinem Gitjoiner Mitgift mitgebradt hat. —

belm von Trojka jur Ebre, daß er seinen Reidthum aud Manuscripte: „Qui cum mitissime suis imperarent, inagnis immunitatibus ac Privilegiis exornavere Gi. su edlen und frounmen Zweden gewidmet. So ward durch czinitum.” Pag. 28. - Wenn sie noch mehrere Dent. seine fromme Munifigenz die nunmehrige Sbloß- und

Pfarrkirche zu Opoczno erbaut, gebörig verziert, und oben mábler jener Pradt und jenes Glanzeß, womit das lebi

auf dem Alltar sein und seiner Gemahlinn Wappen gefegt. reiste Geschlecht der Trejta gelebt, in unserm Böhmen fin.

Wegen seiner öftern Kränklido feit lebte dieser Freyherr den: so gibt es auch nod Denkmäler jenes dönern Wohl.

in einer unfruchtbaren Ebe, und dieß war Urfade, daß er tvo Qens, womit sie alle jene, über die sie einstens gebo: tben, zu beglüden sis edel bemüßten. In die Gallerie die foon in seinem 34. Lebensjahre (1566) nou drep Sabre

vor seinem Tode, seinen legten Willen aufgelegt bat. Aus fer milden Gebiether foließt fic aud Jobann Srczka der jüngere mit allem Redt an. Er hat sein Augenmert vor:

diesem ist die große Anzahl seiner Güter errichtlid. Bienen, nebmlid auf das ihm unterthänige Städtben Dobrujdea berg führt die vielen legate, die ét seinen Anderwandten gerichtet, und damit es mehr empor táme, ibm mehrere

und Freunden vermadt batte, nahmentlich an. **) Seine

Vettern, die Ritter und Brüder Buccan, Ferdinand, Ja: dankenswerthe Privilegien (vom Jahre 1540, 42, 45) ertheilt. — Er starb im Jahre 1550 dem Montag nad toblaw, Zdenet und Niclas Trejta von Lipa, erbten von

ibm die Herrschaften Welisd, Kumburg und Pata, auf dem Sonntage Oculi, und wurde zu Dobruídka, dem er lebend fo viele Mobitbaten erwiesen batte, beerdigt.

denen in Sterbfallen einer nade dem andern in der bier ano

geführten Ordnung als Besiger nachfolgen sollte. Endlid C. Wilhelm Treita von lipa.

starb dieser Edelmann im 37. Jahre seines Lebens (am 22. ein Erbe und Nadfolger auf der Herrsdaft Welisd October 1569) wurde in der von ihm neu erridteten Far Opoczno und anderen ihm zugebörigen Güter war Wilhelm miliengruft ju Opoczno in einem ginnernen Sarge benge. Troika von Lipa, wie es eine vom Jahre 1558 vorhandene fekty und ihm zum Unbenken, ein í önes, weißmarmors Urkunde ausweiset. Ob dieser Wilhelm des gleido genannten nes leidengerüse errichtet. ***) Sobonn des jüngern Sohn war? läßt sich nidt genau bes ftimmen, da in der Genealogie des Tregtisden Geldlechts

*) Decas 11., lib. I. Hodie nummus agit non solius virtutis,

sed etiam nobilitate opus; aurum etiam per medios ire fowohl beym Balbin als Paprockn teine geringe Bermir,

satellios audet; unde nummaria nobilitas, saeculis norung berrídet. Legterer führt an, Jobann babe im Jahre

stris nimium usitata," 1525 einen Soon Heinric gezeuget, von dem aber nir: **) Man sehe dessen 2. Theil der böhmischen Alterthümer. gendo mebr eine Meldung geffiebt, und der wabriceinlich ***) Schaller in der Topographie des Bidsthower Streises brid darauf itarb.

S. 67, verwechselte diesen Wilhelm von Trejla mit jenem Wilhelm von Trcita, aus seinem Otamme der dritte

berühmten Helden gleiches Nahmens, der des Jaroslamp

Srczka, Herrn auf Ledecs, Opoczna und Frimburg Sohn Dynast auf Welijd, gebörte zu seiner Zeit unter die reide

war, und gegen die Türken so tapfer gefochten. Dieser Ren Edelmänner unseres Landes i weswegen er auch, wie

Wilbelm war nicht Grundherr von Welisch, sondern lebie Bienenberg meint, im Jahre 1562 in den Frenberrnstand in dieser Burg ben reinen Unverwandten Johann Rudolph libourn wurde. Bon is gil: jedodo niste mas Balbin in von Trojka , dem diese Herrschaft gehörte, Erftarb fast 30

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ww 403 D. Burian Erosta yon lip a.

Standes ungemein jiert, und ohne der et, mag feir Zufolge der oberwähnten Testaments Wilhelms von Stamm noch so erbaben seyn, einem entlaubten, perdorrs Irejta folgte unmittelbar nach ihm im Beriße von Welirdi ten Zweige gleido siebt. Burian von Ercita lebte bis sein Better Burian Trojka , welder des böbmisden Königs zum Jahre 1591, und batte fico zwen Mahl dermäßlt. Rath, und böhmischer königlicher Unterkammerer war. Seine erste Gemahlinn war Katharina von Guttenstein, Seine Mutter war, wie Weleslawin aussagt, die Frau mit der er Jobann Rudolph und Margareth, (bierauf an Margareth geborene Sdellenberg und auf Kost, die laut Wenzel Berta von Duba vereblicht) gezeugt hat. Mathaus des Paprocky den Johann Trezka von Lipa zum Gemahl Molosinus verfertigte (1576) zu ihrer Verlobung das Hoche batte. *) Burian diente lange Jabre treu und redlich dem zeitsgedicht. Die zwente Gemablinn Mariane von Dans Staate, und war ein milder Gebiether seiner Unterthanen. czura gebar ibin Marmilianen von Lipa, - Pana mras So ertheilte er seinem Martiflecken Swietla im Czaslauer wuw prawe panstyd - wie von ihm Paprocky bezeuget. Kreise berrlide Porrecte, die ihm König Ferdinand I. im Nado Burianen sollte die Ferrschaft Welisd sein Bru. Jafre 1560 bestáttiget bat. **) Er war aber auch ein gro. der Ferdinand und dann Jaroslav u. f. w., zufolge des ber. O dager der Wissensdaften, und ein wabrer Mácen oben angeführten Wilhelminisden Testaments, erben; aber der Gelehrten, welder Verdienste wegen er im Jahre 1586 Burian überlebte alle Anwärter, da Ferdinand Ircita von mit seiner ganzen Nadkommenídaft in den Frepberrastand Lipa und auf Selau (Zeliw) im Jahre 1575, und, Jaros: erhoben wurde. Fern war von ihm die eben nicht sehr abelns law Herr auf Opoczno und Frimburg (1588) verstarb. de Sitte vieler Udeliden, die, wie unser alte Nicolaus

E. Johann Rudolph Trojka von Bip a. von Kamenet aussagt: „Nobilitatis scilicet hoc decus

Auf Welif de folgte also mad ibm unmittelbar sein alte. gloriantur isti, non esse Philosophum.” Die Gelebrs fter Sohn Johann Rudolph Frenberr von lipa, S. fönigl. ten Böhmens beeiferten lit aud, ihm ihre Geistesproducte Majestát Rath und Kammerer, der, wie es ein zinnerner zu widmen; seine Liebe zu den Wissenschaften, und die Taufbrunn in der Slatiner Pfarrkirche auf der Welisaber ifren Pregern geleistete Unterstügung forderte von ihnen Herrschaft erweijet, diese foon im Jahre 1593 im Besit diefen Tribut der Erkenntlichteit und Verehrung. Ein Das hatte. *) Sieben Jabre früber ward er rammt seinen Ger vid Crinitus von Hlawaczaw, fonst Kucera genannt, bat brüdern Burian und Marmilian in den fregherrmstand ere Burians edlem Nabmen fein Buch von dem Ursprunge der boben, und orrmählte sich mit Maria Magdalena Barones porneb meren Städte in Böhmen geweiht. (1575) Shm von Lobkowicz, einer Tochter Ladidlaws Popel von Lobkos widmete Sebastian Fauknar von Fautenstein sein Titulars wicz, Rammerpräsidenten, und Magdalena Gráfinn von bud vom Jahre 1589. Ihm weibte Helitoniades von He: Salm, zu deren Vermáblung der M. Peter Codicia von lifonicz sein Wert von den vornehmsten Tbaten Kaiser Tuledow, der Prager boben dute beständiger Rektor, Carls IV. (1584.) ***) – Wenn es wahr ist, daß, wie das Hochzeitsgedicht verfaßt bat. — unser unvergebliche Prodaja aussagt, die Unwissenden nie

Als ein treuer Anhänger des böhmisden regierenden weniger Aufwand mad ten, als in Anschaffung der Büs Hauses genoß er beym Könige Rudolph viel Liebe, der ihn der ****) so liegt foon hierin ein gutes Prajudiz für im Jahre 1597 zu dem in Prag practooli veranstalteten die Bildung unsers Edlen, die gewiß jeden Mann boben Turnierspiel einlud, in welchem Rudolph von Troita durch

Jahre später als obbesagter Wilhelm, fein Anverwandter. seine ritterliche Haltung den größten Beyfall davon trug. **) Hätte Shader in Bienenbergs böhm. Alterthüm. auf de. ren 2. Theil S. 187 er sich in seiner Topogrophie beruft, hemia restitutoribus. ,Imperiti in pulla re minus , quam vier Blätter weiter gelesen, so hatte er seinen grrthum in libris comparandis sumptus facinnt." wahrnehmen müssen.

*) Die Aufidrift lautet: „Tato frztitedinice vdelana do to. ) Dieser ist aber vom Johann dem jüngern, dem zweyten stela Melilych Slatin na grunto wysoce projenebo Pana

Donasten auf Welifch wohl zu unterscheiden, der schon im Pana Jana Rudolfa Trojky š lipa a na Welissi a &um. Fabre 1550 berstarb. Margareth verschied zu Sboties burce, ja zprawce curfewnjbo Pneje Girita 3abilianskeho borz am 4. April 1579.

Horstebo. Leta Pami 1593. **) Uuch das dañige Schloß ist im Jahre 1567 auf seine Vers Im Kopidlner Stadtarchiv wird seiner beim Jahre

anlassung angelegt worden, so wie er auch das alte Schloß 2595 Erwähnung gemacht, wo er beym dortigen Erimi. in Reichenau, welche Herrschaft ihm gleichfalls gehörte, nalgerichte einen Räuber von der Herrschaft Welirdi bine im Jahre 1578 anlegen ließ.

richten ließ. ***) Siehe Balbini Bohemia docla, pars II.

**) Balbini Epitome pag. 609. Plausum et amplissima pras. ****) Siebe dessen Dissertatio de literarum latioarum in Bo mia retulerunt a Caesare."

Eilf Sabre darauf zog eben dieser König unfern Rudolph Bertrauen, zu ihnen verfügten fie fid-bfters, fprachen tief nebst dem Siegmund Smirzicky zu seinem Hofstaate nado betrügt über die beiden ibres Exils und berietben rich, wie Prag, und machte fie, obwohl beyde Utraquisten waren, sie wieder zum Befiße ibrer Kirden und ihrer Bäufer ges ju Räminerern, wovon der Anonymus in seinem Diarium fangen könnten. in Dobners Monumenten 8. 307 erinnert, daß es zuvor Ein anderer döner Zug im Charakter Johann Rus unerhört war.

dolphs von Trezta war feine große Güte und Milde gegen Diesen Frenberrn, an dem man viele Züge eines edo feine Unterthanen; hieroon jeugt die Anecdote von seiner len Charakters gewahrt, zeichnete gleid falls die fcöne Eigens Gemahlinn Magdalena (von den interthanen ihrer zornio raaft aus, daß er die Künste und Wissenschaften daßte und gen und lieblosen Gemüthsart wegen allgemein Manda gee liebte, und deshalb Männer, die bierin etwas geleistet ba, nannt) *) die man in Bienenbergs böhmischen Alterthümern 'ben, auch gerne alle Unterstügung gewährte. Dieß ebrende (2. Stück 5. 197) nadlefen tann; es zeugen dieß aber Zeugniß giót ibm Blasius Barowsky von Borowa, Pfars au do mebrere ihm gespendete Privilegien und Wohlthaten ter zu Holoblaw, der ihm aus den ersten Theil seiner Leis von denen jene, die er den Kopidlner Bürgern, als ihr. denpredigten, die zu Königgräß gedruckt wurden, gewid. Grundherr 1616 ertheilt batte, pornehmlid dantenowerth met. - Die Anbänglidkeit Rudolphs von Trojka an seinen find. **) - Durch die allgemeine Hogadtung, die er lid Regenten, und seine redlide Sinnesart waren auce Ursade hierdurdo in unserm Böhmen erworben, gerdab es denn daß, als im Jahre 1619 die böhmisden Unruhen ausbras audy, daß er der erste aus seinem Stamme von dem Könige den, und der größte Theil der böbmisden Großen Friedri. Böhmens in den Grafenstand erhoben wurde, unter wele den Churfürsten von der Pfalz zu ihrem Könige wäbite, dem Titel er in Balbing genealogisden Labellen erscheint. er sammt seinen zwen Söhnen dem Könige Ferdinand 11. Der gründliche und kritisde Bienenberg mast zwar hier. getreu perblieb, wie es Balbin von ihm ausdrücklido bezeu: von teine Erwähnung, und benennt ihn immer nur also get. *) – Obwohl er um diese Zeit node ein Ultraquist war, Frenberrn. Da aber der besagte Historiker Rudolphen Trczka ro war doto reine Denkungsart hierin gemäßigt, und er persönlich kannte, laßt fic wohl an dieser seiner Aussage fobentte felbst den. Jesuiten (1627) zu Kuttenberg sein vernünftiger Weise niot zweifeln. ***) Haus, um ein Collegium daselbst erbauen zu können; **) Unter Jobann Rudolph lebte mit auf dem Sdlog so wie aud rein Sohn Erdmann mit seinem im jaslauer Belisid sein Geldwistertind Bilhelm, deffen wir idon oben Kreise gelegene Gut Rudel diesen Ordensmännern (1628) erwähnten, und den Spaller mit jenem Wilhelm von Crozta, ein Geldent gemacht hat.

Dynasten von Belijd ozrwechselt hat, der schon 2569 vers Für diese Denkungsart Johann Rudolp68 findet fido ftarb. Dieser Wilbelm der jüngere war Jaroslaws Sobn, node aus frühern Jahren ein (dönes Beleg, das uns Pes und sammt seinem Bruder Christoph Jaroslaw unget beide roina in seinem Phosphorus septicornis Pag. 359 und ter Erbherr der Herrschaft Opoczno und Smircziz. ****) 363 aufbewahrt hat, in welchem eg lautet: „Das Prager Da er fic außer der Kriegszeit meistens zu Welisd aufhielt, Domcapital babe sowohl zu ihm, old den Grafen Joacim und ein großer Held und edelmüthiger Krieger zu seiner von Oblik (1620) seine Zufluct genommen, und ihm ges Zeit war, verdient er dobl in dieser Gallerie seiner Abnen, gen die Räuberepen, die die Calviner zu Zeiten des Win. als Welisder Dynasten, aus ein Ehrenplagden. tertonigt an der Metropolitantirde verübten, ihre Hülfe angedeiben zu lasten, denn bende, obwohl Utraquisten,

Wilhelmo Hang zum Kriegswesen war ursache, daß waren dem Calvinismus sebr abbold, und verabsabeuten ro er aus dem Schloß Welilooy seinem Geschwister Rudolph wie die Ratholiken, alles das Ilnwesen, was sich besagte *) Vulgus compendia quaerit, sagt Borag, wag vorzüglich Heterodoren gegen die Metropolitantirde erlaubten.” ***)

von Böhmen gilt. zu Johann Rudolph von Trejta, wie audo ju Wilhelm von **) Diese wird der Verfasser dieser Stijge an einem andern Postowicz begten die Metropolitancapitularen das größte Orte zur öffentlichen Kenntniß bringen.

***) „Quem jam descrepitam puer novi," - sagt er von ihm *) Idem lib, cit. pag. 628.

in seiner Abhandlung vom Turniern im 12. Hefte der Ma. **) Siehe Schmidl Histor. Societ. Jesu pars III.

terialien zur Statistik von Böhmen. ***) Religionem quidem sub utraque profitentes, sed Cal ****) Qui sine prole decederent, lagt in einer Stelle

viui Sectatoribus magnopere infensí, ideoqne ea omnia Balbin bona sua fratribus aut fratrum filiis relinguant. quae circa templum Metropolitanum fereat, pari cum Car Ejusinodi haereditates vocabantur indivisae, et fratres i etbolicis iv dignatione delestantes."

dipisi (nedilni bratri.)

gehörig, eine unbezwinglide Beste gemacht hat, wie wir die ihn und seine wackern böhmischen Truppen ländlid vers gleich Eingangs erinnert baben. *) Von hier zog er jedes. riethen. Wider alles abmahnen und Bitten, und ungeache mabl gegen den Feind, so oft es die Ebre und das Wohl tet der Bestrafung der ersten Verfübrer, baben sie dem des Vaterlandes geboth. Srin Heldenmuth und seine Treue Feinde unter der Bedingung, ihnen einen fregen 20jug zu gegen seinen Monarpen waren dem Könige Rudolph II. gestatten, die Chore geöffnet. Nur auf eine verråtheriide zu lebe bekannt, als daß er in dem vom neuen losbreden. Weise wurden also die Türken der Stadt und der Beste den Kriege auf seinen Arm nicht hatte, záblen follen, wo: babbaft. Wilhelm von Trejta nebst Kinsko und Thurn und mit Mehmed III. sein Königreid Ungarn überzog, und, noch andern Befehlshabern bat man gefesselt nede Belgrad ein grausamer Wüthrid, alles bis zu den Thoren Wiene in Berwahrung gebragt. Die gemeinen Soldaten würden zu verwüsten fenerlido fawor. — Der Kampf begann (1596) zwar entlassen, aber von den Türken und Tartarn einges ben der Beste Hatwan in Ungarn. Die starten Feftungs: boblt und niedergesåbelt. Trejka litt sehr viel in der Gefan, werke und der hartnäckige Widerstand der Türken verzöger- gensdaft, als gegen den sich selbst der Kertermeister wider feie ten die Eroberung. Durdy Gewalt und einen heftigen Sturm ne Verhaltungsbefehle viele Unbilden erlaubt hat. Wie adt meinte Wilhelm von Trojka, müsse sie gelingen. Dieser Tage seiner dweren Haft verfloffen waren, schrieb er im begann sofort, und Wilhelm mit seinen 1090 böbmisden Monathe Jänner 1597 an das kaiserl. Heer: „34 leide lo Kriegern war der erste, der die Mauern erstieg und sie viel, daß ich kaum das Leben mehr zu ertragen dermag, aud behauptete. über diesen Heldenmuth erstaunte das in weldbem gränzenlosen Elende der Wenzel Kinsky von gange dristliche Heer, und Wilbelmen laut preisend, und Webinicz und Hauptmann Haldschuh mit mir (dinaten." durd fein edles Benspiel befeuert, folgten ibm nade, wors „Die Jugend bat aber, fagt das Spridwort, eine so auf eß unter den Türken eine so große Niederlage anrids große Madt, daß sie selbst benm Barbaren Verebrung ges tete, daß gegen 3000 derselben sammt ihrem Befehlshaber gen fid einfößt.” Dieß war oud ben Wilhelmen der Fall. Arslan unter dem werdte fielen, da hingegen der Ver. Der Balfa oon Belgrad adotate diesen Helden so hoch, daß lust der Christen nur 800 betrugen. **)

als ihm das lieblose Benehmen des Berker in eisters gegen Der türkische Sultan jog mittlerweile mit 200,000 denselben kund wurde, er ihn alsogleid febr bart bestrafte. nad Belgrad, gang entidloffen, fide die Stadt und Beste - Dieses edlen Kriegers fråntlicher Zufand, sein Unmuth Erlau, die in den Händen der Christen waren, zu unters über die Empörung der Besarung zu Erlau, und die leie, jogen. Zur Perstärkung ibrer Befagung warf fide Wilhelm den feiner Gefangenschaft haben ihm fein Leben verkürzt. mit seiner böhmisden Truppe hinein, und eine Anzahl deut. Dodo ebe er dieses besbloß, ward ihm nod die Freude zu $er Soldaten und 300 Wallonen wurden gleidfalls dabin Cheil, zu sehen, wie fein König Rudolph II. seine hohen beordert. Der Kleinmuth der Legtern, durch die große Verdienste zu würdigen wisse. úbermacht der Türken geldreckt, da dete sdon nach dregnő, In eben diesem Kriege opferte qud fein jüngeret Brus dentlichem Widerstande, an die Übergabe der Weste. So wie der Jaroslaw fürs Vaterland sein Leben. Er wohnte der Wilhelm von Trojka , der vom groben Gerdüş sebr vers Belagerung Belgrado ben, wo ihn in einem wütbenden mundet darniederlag, dieß hörte, ließ er sich auf seinem Kampfe eine Rugel todt hingestreckt hat. Bette oor die Besaßung bintragen, und knieend beld wor Ihr Geld wister Jobann Rudolph von Trezta war aus er sie bey dem, was dem Mensden nur beilig regn kann, seinem Herdledte der legte Besiger der Herrschaft Welird. ifrem landet fürsten die schuldige Treue zu balten, und den Sein Sohn Udam Erdmann, nadmobliger Graf Troita faliden Versprecniffen der Feinde nicht zu trauen. Sollte von lipa, General der Cavallerie und Oberster eines Res aber diese seine Ermahnung von ihnen unbeachtet verhallen, giments zu Roß, nabm, wie bekannt, den 15. Februar bath er sie, ihn hier zu tödten ; um nigt Uugenzeuge ibrer 1634 zu Eger mit Wallenstein ein tragisdes Ende. Die eine dande ju feyn.

von seinen Töchtern, Elisabeth Magdalena, wurde an Wire Der edle Held sprado aber zu feigen, ehrlosen Seelen belm Grafen Kinsky von Fettau vermählt, der gleidfalls

an eben dem Toge eines gewalttfátigen Todes zu Eger vers *) Eben dieser Historiler erinnert in Bliscellan, lib. I. pag. starb. Eine andere Tochter war mit dem berüchtigten Grafen

131: „In cujus vivanii medio fortissima arx quondam ste Mathias Heinrich von Thurn, der wátrend der protestantie tit, Weliss nomine, a Wilhelmo Trezka, magno et fe

iden Unruben in Böhmen die landedftandilden Truppen bec lici in Turcicis bellis duce, operibus communita." *) Idem in Epitome pag. 608. Pubitschka lib. cit, 6. Theil febligte, derlobt. - Thurn war ein Kriegsgefábrte Wilhelms Seite 331.

von Trejta, mit dem er, wie wir oben gefeben, einen Felda

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