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599 ten sie sich den Engländern und Frangofen nicht an die Seite bervor, und stellten sich dann in ihrer Selbstständigkeit dar; steden. Bey der Bestimmung der Classicität einer Literatur was der Böhmisden bis ießt nicht gegönnt, nicht gewährt müsse man noch die Ausbildung der Sprache, und ob selbe uns wurde, und ihr bisher nicht geglüđt ist. Irrig renen dies ter die lebendigen oder fodten Sprache gehöre, in Betracht jenigen böhmischen Literatoren daran, die da behaupten, nur siehen. Sie ist eine gebildete Sprache, wenn sie in Hinsicht der das Zeitalter Weleslawing, des Romenius, des Kozin folle Materie, im physischen, intellectuelen, ästhetischen und fittlis der Gegenwart Muster seyn, und von diesen in Schreib- oder dhen Gebiethe, im bäuslichen und öffentlichen Leben für jede Sprachart im mindesten abzuweichen, wäre in die Barbaren Idee, für jedes Gefühl, für jede Billensbestimmung die vol. der Sprache verfallen. Wohlmeinend schüttete man da das kommenste Wortbezeichnung bat. Hinsichtlich der Form aber, Kind fammt der Bade aus. Große Lugenden hat jene Epo. wenn lite ga.nz entwidelt, wenn sie für die Prosa, Dichtlunft de, aber allgemein classisc, am Gipfel der Ausbildung, woo und Rhetorię gleich aubreichend ist. Und biet lep die natürliche zu ihr ungekannter, oder mehr verlannter ungeheurer Reich. Gradation daß in der Ausbildung einer Sprache die Dichter thum und Biegsamkeit fähig ist, kann sie nicht genannt werden. die ersten erscheinen, die Philosophen folgen, dann große Red. Wie die Solacht am weißen Berge nur einen leichnam des ner berportreten, und die Historiker den Kreis schließen. (Was alten, mächtigen Böhmen übrig ließ und für selbes fast nicht man die vier lebensalter zur Reife der Zusbildung nennen weniger zerstörend wirfte, als die Monasser Smlacht für Un. könnte.) So findet man es bey den classischen Griechen, so bey garn, wie 1621 viele Zierden der Nation fielen, ro fiel auch den Römern, so entdedt man es auch bey den nun belannter auf anderthalb Jahrhunderte, alle Nationalität, die Carle und werdenden ältesten Indiern, derer Sprachen wir die todten Rudolphe Epoche so sebe ausgezeid net hatte und auch die Sprachen nennen; welche mit ihrer wahrhaft erhabenen Eins Sprache in kurzer Zeit, zu kaum geahnter Göhe emporgetra. fadheit und Bartheit, mit dem großen pielumfassenden Sinne gen haben würde. - Böhmen hatte keine Geldiste mehr, und plastischer Pollow meiheit, den nach gefolgten Nationen und es geschab, was alle Schređensscenen der Hussitenfehde und ihren neuen nur lebenden Sprachen zum claffischen Mus nicht vermocht hatten, seit dem Beginne des 30jährigen Strico fter geworden sind; die wieder in ihrer edleren Religion, in ges. Der zur Manie überschäumende Gößendienst der mie. ibren geordneteren und gemäßigten landesverfassungen zu ihrer der aufgefundenen, griechischen und römischen Staffi. eigenthümlichen Ausbildung um ein Behitel mehr gewonnen ter, hatte, wie unter Wladislav in Böhmen, so auch uns baben. Die ersten haben ihr goldenes Zeitalter idon erreicht, ter dem gleid jeitigen Mathias Corvin in Ungarn, der Nas man kann es nachweisen; nicht so aber ber den lebenden tionalsprache und Nationalliteratur argen Eintrag gethan und Sprachen, welche immer noch eines höheren Grades der Culs mit Recht sagt der unvergebliche Spittler: ein Paar tüdrige tur sich in einer genug späten Zukunft erfreuen können; folg. magyar is de Talente, hätten die Nation mehr und schneller lid jenes nur dann nachgewiesen werden könnte, wenn die les gehoben, als alle die, vom großen Könige so grobniüthig beo bende Sprache in die Reihe der Todten herabgestiegen wäre. rufenen und begünstigten lateiner. In diesem Sampfe fies Der böhmischen Sprache begegnete der linstern, daß sie durch het die dritte, die neueste Epoche ringend, gegen doppelte die ganze Zeit ihres literarischen Ringend zur Classicität, immer Feinde, gegen die zwar Wohlmeinenden, aber an der Vergan. von den zweyen an ihrer Seite im größeren Vorthei! ftes genheit starr sich Unhaltenden, dann gegen den Geist der Zeit, benden Sprachen, der lateinischen und Deutschen ges der dieser Sprache und Literatur mehr Hindernisse als je ento druďt wurde; fich daher zum Gipfel ihrer Ausbildung nicht gegenseßt. 20gemein thut es noch, damit ein Gott und dem emporarbeiten Ponnte. Ihre Literatur zerfällt in drey Ep 0. Landebvater genehmer Geist, und wahre aufrichtige National." do en und zwar, von ihrem Anfange bis zum 15. Jahrhundert; gesinnung, angefacht werden, allgemein thut es Noth, um uns mo man außer berrliden Poesien, wahren Meisterstüden, eigennūßige, ja aufopfernde Thätigteit der ersten literatoren; kein anderes wissenschaftliches Feld bearbeitet findet; diese um allgemeines Vertrauen und den Unterstüßungsgeist zu wes Epoche daber doch eine classische nicht nennen kann. Die den. 20gemein thut e6 Roth um angestrengtestes Hinanarbeio s mente Epoche vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, nahm geo ten zur Originalität in einzelnen Fächern und in der gesamm. gen die erste einen veränderten Charakter der Schreib- und tea literatur. Darin sollen sich alle entzweyten Meinungen vero Sprachart an; und weil in dieser, unter Carl dem IV., beo einigen; und mit Beseitigung aller Kleinlichkeiten ein vereinige londers aber unter Rudolph dem II. die mehrejten wissens tes Hinanstrebeu leya, was allein die Nation als Nation ero fchaftlichen und Kunstfächer auch böhmisde betrieben wurden, balten kann. so konnte man sie nennen, und nennt sie in Bergleich der Vor, Nr. VIII. Der rühmliche Aufsuchungseifer alter Urkundea und Nachepoche, die Slassische ; obichon man ihr die Einseitig. und vaterländischer Denkmähler des Herrn Palacjfy, Ties Beit theologischen Polemisireng selbst in weltlichen und Kunst- dacteurs der Prager Museums Zeitschriften war im verflossenen fächern, was in den Zeitumständen lag, nadsagen muß. Auch. Jabre ro glüdlich, in dem Archive der königl. freyen Streistadt wirft man ihr als dwache Seite vor, daß sie mehr der mins Budweiß eine bisher noch unbekannte sehr interesante Banda der gebildeten Dolesclasse diente. Das aber dabin, als ihr schrift, unter dem Titel: Das Tagebuch der Gesandten des Unfall, gedeutet werden muß, weil damablo alle höhere Dis: Böhmenkönigs Georg (von Podiebrad) an ludwig den XI. 8o. fenichaften lateinisch bearbeitet und vorgetragen wurden. An nig von Frankreich, vom Jahre 1464, aufzufinden. Dieses diesen Gebrecen litten mehr und minder auch andere Spra. Heft der böhmischen Museumszeitfdrift gab den ganzen aufis shen; aber unter günstigerec Constellation arbeiteten fie fto in eptenso heraus. Da aber der Märzbeft der deutden Mu.

feumszeitsdrift davon einen Augjug der historisch interessanten Nr. XI. Bringt uns eine neue Erscheinung in der böhmi. Daten gab; und wir deffen schon im Archive Nr. 67, Seite den literatur, und zwar eine 26handlung unter dem Nabe 284 erwähnten; fo übergeben wir zu der Anzeige der Nr. 9. men: Schönheitslehre, oder von der Schönheit und Kunst, 5

Nr. IX. Ein Beytrag zum Gloffarium der böhmischen Bücher vom Franz Palaczky. Erstes Buch, Ginleitung. Von Sprache wieder von Herrn Palaczły. Er äußert sich darin „Die der Schönheitslehre. 1) udgemeine Übersicht des Geistes in Nationalsprache ist das getreueste Bild des Nationallebens; Ginheit. - 2) Gefühlsvermögen, Erkenntnißvermögen, Be. wenn mit diesem Veränderungen vorgehen, so wirften sie selbst firebungsvermögen. 3) Gottähnlichkeit, der Entzwed dr6 iit die Voltssprache binein. Alte Einrichtungen, Gewohnheiten naeafdlichen Lebens. — 4) Philosophie. und Bedürfnisse verlieren sich im Strome der Zeiten; und neue

(Die Fortsegung folgt.)
Umjtånde moeden neue Gedanken, neue Belanntschaften neue
Wünsche. Hiermit geschieht, daß veraltete Wörter in Vergess
fenheit fallen, oder anderen Sinn bezeichnend, ihre frühere

Miscellen.
Wesenheit ändern oder neue Benennungen an ihre Stelle tres.
ten.
Wid man nun alte Urfunden und alte Schriften

Der Weinstod. verstehen, wil man sich mit den Eigenheiten verflossener Jahrs

Ein Cardinal, welcher in seinem Wappen eine Weintraube bunderte belannt machen, und will man den wahren Sinn

führte, gerdanfte sein Glüď einem Fürsten, cen er mit Un. alter Wortbezeichnungen wissen: ro rey nothwendig, so eine

dane dafür belohnte. Eines Tags' fand man an der Mauer Art von Worterklärungen fleißig durchzugehen; welche hier um lo mehr an ihrem Plaße ren, als in dieser böhmischen Mu, seines Palastes einen Zettel angeldlagen, der bloß die Worte

enthielt: „Plantavi vineam et fecit labruscas. Ich habe einen reuin Bjeitschrift öfters folche Denkmäbler des Ulceribums vor. kommen, und vorkommen werden. Nun geht er solche 52 Ob- Weinstock gepflanzt und erndte milde Trauben." Der Sardinal

hierüber erbittert, versprach demjenigen eine ansehnliche Belohs soleta manche mit ausführlichen Erklärungen, durch. Nr. X. Senft den lesern einen Aufiak von dem Nestor nung, der den Verfasser entdeden mürde. Den Tag darauf

fand man an der nähnliden Stelle die lalonische Untwort: und Vordermann aller böhinischen Schriftsteller, dem 26be Dos

„Jsaias Kap. 40.) brows #q; in dem er die Frage behandelt und beantwortet „Ob die Slaven ihren Namen von Slawa, der Ruhm; oder von Slowo, das Wort, herleiten. Dazu mag ihn eine Pleine Der Türlen Geringfch $ung der Nichttürlen. böhmische Piece des Braunaer Saplans, Joseph Sral verleitet

Um sich einen richtigen Begriff von der Verachtung, welche baben, der das Erstere zu beweisen versucht. Der umsi di tige tio die Türfen für die übrigen Nationen, besondere für die Juden Korisde Starfblic Dobromsłng führt aber dagegen Stellen und Ehristen hegen, ju machen, braucht man nur die beleidis an: 1) que der vom Kaiser Carl den IV. anbefohlenen Ehrowie, genden Zunahinen, die sie ihnen geben, anzuführen. Sie nens von Pribje Pulfama in Böhmische übersebt; 2) den Olmuşer nen die Juden Hunde, die ihnen besonders gehäßigen Perser, Bifchof Johann Dobrowbky, 'náhmlich seine Geschichte Böhs

rothe Köpfe, die Armenier &... fresser, die Tartaren 2asfress mens vom Jahre 1553. 3) Die russischen Schriftsteller bis zum fer, die Araber Wüthende, die Griechen Widder oder Hörner, Ende des 16. Jahrhunderts, die iamer Slovene geschrieben ha. die Bulgarier Räuber, die Ragusanier Spione, die Russen böse ben; 4) Rado Fortunat Duroche Bibliotheca Slavica, Wien 1995, Seelen, fred, wortbrüchig, die Deutschen, Gotteslästerer, die daß nicht nur Böhmen und Slowalen, sondern auch die Dalma. Italiener Leute von tausend Farben d. 1. Betrüger, die Fran. rier, Bobnier und Ultrussen immer Slowan, Slowenin, Slowin, solen listig, die Niederländer Käthändler und die Engländer Slovinec, Slowansen, Slowentky, Slowingby geschrieben, Wollenbändler. und das Slowau von Slowo, wie der Pohle Polan vom Poli, (Felder) Morawa 11, der Mührer vom Fluße Morawa, Slezan, Slezat voa Sleji (Herabgestiegen, i. c. über die Gebirge ing

Seelen wa nderung. Land Herabgestiegener) derivirt haben. 5) Theodor Polykarpom Man braucht nicht nach dem Drient zu gehen, um den reße auch in seinem lexicon vom Jahre 1704 Slowensky odaßo- Glauben, daß die Seele der Todten, unter der Gestait eines sexos etc. etc. 6) P. Kalajdowic in seiner trefflichen Særift Vogels wieder auflebt, zu futen. Die leichtgläubigbeit der enga Joaon Exarch. Belgarskij Mostau 1824, daß die alten Slanea lijden Herzoginn von Siendal, die den König Georg I. unter Slowene sich geschrieben båtten. 7) Der Ulterthumsforscher der Gestalt eines Bogels, an ihrem Fenster erscheinen sah und Wostokow, weise in seinen Bibliographischen Blättern Nr. 35 verliedene andere ähnliche Geschichten boben gegeigt, daß die, Slowenekij als die richtige Bezeichnung nach. 8) Joseph Giu: ser Überglaube in Europa, besonders in England sehr gemeia rini, Franzistanermönch, in seiner lateinischen Grammatie für war. Was, un8 aber am sonderbarsten purkömmt, ist die Phan. die iQprisdie Jugend, Benedig 1793 reße eben auch Slovkina gasie der lado Worcester, welche glaubte, ihre Tod; ter lebe une slavuoj sluvinskoj mladosti napravljena. Dem uden nad) ter der Gestalt eines singenden Vogels fort und welche ihr dae die Slaven von Slowo, das Wort, Slowani d. 6. Vörfer, her in der Domkirie eine Baril, worauf mail mehrere Thonie die einerlen Wörter sprechen, Völler einerler Zunge, einerler säfige fah, unterhielt. Weil sie reids und die Wohlthüterina Sprache', ihre National. Benennung bergeleitet haben.

der Kirche war, widerseßte site indessen Niemand iører Narrheit.

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Redacteur: Joseph Greybert N. ) or in a gr. Gituut 400 lm berlage bey Granig Ludwiya

A r ch í v

für Geschichte, Statistik, Lüeratur und Kunsi

.

Mittwoch den 12. und Freytag den 14. September 1827.

tretend.

* ( 110 und 111 )e«<<<+++++++++++ Tunisias, ein Heldengedicht in zwölf Gerängen. daß dren (an sich gut ausgedrückte) Vergleidungen den leo von Johann Ladislav Porter,

ser gerade auf diese Snelligkeit des Herabfluges aufmerk.

famer maden, als der Gedanke es erfordert. Beifer viels (dus Sophronizon Jahr 1826 8. Band 2. Beft.)

leicht, wenn der Herabflug langsamer gewesen und einis Der Singer Rudolphe von Habsburg, iret Patriard zu geb, wat der Enttörperte dann von den geistigen Luftbe. Venedig, hatte foon früber den religiösen Heeredzug . wohnern dort soon in dem Mefuranema beobachten konnte, Carls des V. gegen Tunis (dom Jabre 1535) zum Gegen: eingeflosten worden wäre. . stand eines Epos gemacht. Wie id im II. Heft des Sos

Ferner: Un lide rebr didterií do ausgearbeitet ist im 1. pbronizon von 1825 die Rudolpbias als eine redt seltene Gesange 216 f. f. da6 „Vernehmen der Stimme des Enis Ericeinung in der jeßigen Digterwelt mit Vergnügen das gen.” Uis einzelne Súilderung wird niemand die Stelle rakterisirte; eben so erfreut erblicke in die frühere Eunis rīso gerne nehmen lassen. Aber da dodo die fo prágtig bes liab, foon in einer dritten vollendeteren Ausgabe beroor. Iøriebene Stimme eigentlio nidis jegt sagt, da vielmehr

der himmlische Begleiter jegt nur ausspricht, was er 0013 Bende Gedichte sind So western, einander febr würo Gottest Befdlüssen sdon vernahm im lidtreid, sdauernd dig und subjeidnenden Benfalls werth. Ein Paratoron por Ehrfurdo, so ideint doch die fđóne Stelle so, wie sie aber wird ben ihnen unverkennbar. Die Jüngere ersdeint jegt eingeleitet iit, ju den Brilanten der jugendliden nato Plan und Ausführung als die gereiftere, die ältere Phantasie zu gebören, die der strengere Künstler aud gerne dagegen jugendlid tübner in poetisden Erfindungen, bier strahlen láßt, aber indem er ihr Ersdeinen motivitt bat. und da so mucreider, al8 zur Sdönbeit nöthig regn

Dode, der mitgeniessende Beurtheiler wendet sich lies inotte, überhaupt minder geregelt. Hierin liegt durchaus

ber zur weiteren Anzeige det treffliden Ganzen. Sogleid tein Vorwurf. Gerade so beurtunden bende die vorzüglide der edel lid aussprechende Prolog zeigt die eigenthümlide Didteranlagen des Verfaisers sowohl als die selbsterworben Kraft des Diøters und läßt abnen, warum der Gegen. ne, desto lobenswürdigere, Fortbildung in der Madt über stand seiner Darstellung würdig sey. die Sprache und im Geidomack, das Treffendite für Inbalt Töne, mein Beldengesang! die Waffenthaten des Saisers, und Einkleidung zu erfinden, aber aud die farbenreidsten Der som ramählichen 3och tunisirder Räuber die Christen Blumen, wo sie den Stoff cher deden können, als vers Frieden errang, und dem Meer erkämpfte die heilige Frerbeit!

Lotte mit siegender Band, Europa's jagenden Dörfern dönern, zu vermeiden.

Haben Unsterbliche mir in Stunden beglüdender Weihe Wohl dem, deffen erstes Werk preibwürdig und dessen liebend das Auge berührt 3... Ich lebe urplößlich der Geister jüngstes dod dag beffere ist ! Um aber nichto obne Stauder umnachtetee Reid erbellt, und in brausender Eile einigen Beleg zu sagen, bemerke ide zum Benspiele im ers Babilog schreiten einber die Beldenföhne der Vorwelt, iten Gesang bep den Versen 186 f. f., daß es zur Sache Die in dem Schlachtengefild', entzweyet, die Völker empören; ni bt6 thut, langer bey dem Gedanken: der Herabflug der Sehe den Saiser, umjaudit von Tausenden, landen vor Tunis; gleidfam entförperten Seele Curie mit dem Seifte Rue Svimmern die Fahne des Siege von Goletta; vom blutigen

Solatfeld dolpho len außerst gelowind gewesen, ju derweilen. Mus. Fliehen den Feind, und jeßt, die entfeffesten Sclaven im Staube ren wir ef also nicht für einige Vorrowendung ansehen, Sinien, und neben der Rettero Sand mit glühender Thrane,

Der, o Wonne! sie beim in das Vaterland, in die arme die sich selbst in Sicilien und Neapel festzuseßen Lust und
Seguender Lieben führt auf Schmack und Qual u. Verzweiflung. Muth genug batten. Siebe aude Cardonne Histoire de
o wie bebt die Brust!... Herauf aus den Tiefen des Hersene l'Afrique et de l'Espagne. Paris 2765 T. III.
Strömt der Gesang, und kündet der Thaten erhabne Vollendung!

Carl, seinen Helden, hat der Dicbter durchaus all Sehr zweckmäßig gibt eine Anmerkung 8. 333 weis adot dristlid, als kraftvoll und dennod mild, überall leis tere biftoris de Nadweisung, warum die Tunisiide Erpedis ner selbst mác tig und über andere durdo innere Madt bers tion Carlo V. böher, als gewöhnlich gesdiebt, zu stellen vorragend geschildert. Dagegen würde nidt viel in einer und um so mehr der Epopõe würdig rey.

Epopõe einzuwenden seyn, selbst wenn der historisde Cha. , Hairaddin, (Chereddin : Barbarossa) der von Mity: rafter Carlb des V. weiter von diesem poetisden entfernt lene, auf der Insel Lesbos gebürtig, und als Rorsar, wäre, als dieß behauptet werden kann. Er batte in der der Strecken des mittellandisden Meeres war, bemách. That nicht nur die Großartigkeit eines Herrsders, sondern tigte sich des Strones von Allgier, wohin ibn Selim Eu« aud mehr Gemüth und Empfindung, als sonst mit dem themi, der König, gegen die Spanier zu Külfe gerufen Herrider- und Krieger. Sinn vereint zu erscheinen pflegt. barte. Sein Sohn und Nachfolger, Ehereddin, übertraf Daß aber Carl V. daben nicht nace der Alleinherrsdaft in ihn nodo an Kühnheit, und begründete eigentlich das nos Europa (wenigstens in Deutsdland) gestrebt, wie der Ver. beut zu Tage, zur Sande Europas, bestehende System faffer S. 335 für entsdieden annimmt, können wir keiness der Seeräuberen an der Nordküste Afrikas. Nachdem er wegs aus seinem ganzen Herrscherleben so klar finden und Constantina und noch andere Städte daselbst weggenoms für eine „grundlose Besduldigung" erklären, die „der men, ernannte ibn Solymann der II., oder Prachtige, Sectenbaß so vielen, selbst großen Geldichtschreibern eins zum Oberbefeblohaber seiner Flotten.

gegeben habe." Waren denn diese alle nur von der protes Im Jabr 1535 bemadrigte er fido duro Verrath der stantisden » Secte?" Stadt Tunis; fammelte dort eine bedeutende Seemadt, Carlo Kaiser - Son in Deutschland war durchgängig. und anstatt, wie im vergangenen Jahre, nur die Rüften besonders aber sobald er anders wober etwas fuit batte, Italiens ju plündern, ging er mit nichts Geringerem um, so dominirend, wie es fiú für den ersten Kaiser, der es als Sicilien mit einer Menge Türken und Mauren zu er- nur durch Rapitulation geworden war, am wenigiten ges odern, wodurch er lidto die Wege zu dem Throne Neapelo ziemte. Mag Er, als Spanier, dieß weniger selbit gefühlt ju bubnen dachte. Ili demselben Jahre wurden seine unab- haben. Aus die katholisden Siánde füblten es alljusebr. sehbaren Plane durdo Carlo V. berrlichen Zug nade Tunis S. audy od midt 9. Geld. der Deutsden im Kup. bom dereitelt, Dodo Carís undersöhnlider Feind, Franz I. Kö. Interim. Bd. I. K. 11. (S. 185, 189.) Daß Er nad nig von Frankreich , ward Ebereddins Verbündeter, mit der opladt ben Mühlberg (24. April 1547) nidt sein deifen Macht dereint, er im Jahr 1543 Ninja Wegnahm. Heer, zur Unterjodung, bepsammen behielt, war schwer. Dieser starb im Jahre 1546 zu Constantinopel ; im 88. lide nur Mäßigung. Er hatte es schon länger, als damahls seines Lebens. . an dem Strande des Meeres zu Berdit: gewöhnlich geideben konnte, fusammen gebalten und die tasd, am europäisden Ufer des Bosphorus, iit fein Grabe Finanzen waren aufgezehrt. mabl' (wie Hofrath 0. Hammer in seiner Verfassung des So ersdeint mir Carl V. nidt etwa aus meinem Ger 08mannnisden Rritys Tbeil 11., Seite 317 sagt), und fich topunct als Protestant. Bielmebr batten damabis die erregt ernite Gefühle bey dem Geräude der Wogen, die protestantischen Fürsten, so viel ich einsebe, obne daß die pro: an ihm emporklimmen. (Paul. Jov. in Elog. I. 6. - testantisden Grundsätze felbst abeils an ifren Anmessungen, Hist, I. 33. 41. 44. - Thuan. Hist. L. III.)

theils an ihrer Zwietragt, Unentialoitenheit und Trágbeit Naogelesen zu werden verdient, was Somidt im V. fould lenn tonnten, das, was itnen um die Solat von Tbeil seiner Geschichte der Deutiden, Bd. 8. Cap. 21. Müblberg, berum begegnete, meiit' sebr veríduldet (außer über diesen Zug gegen Tunis historisch zusammengestellt daß ein tapitulirend gewählter Kaiser einem aud geadores but. Bral. Eutropii Diarium Expeditionis Tunetanae ten Churfürften ein Todesurtheil ankünden zu lassen, ges a. 1535 in Schard. Rer. Germanicar. Scriptor. Gies. wiß tein Redt batte.) Umgekehrt, möchte aud der Rör sae. 1675. Es war die Zeit, wo Soleiman II. zwischen misdgefinnte Carln wohl niot leidt das vergeijen, was er 1520 bis 1566 fast unaufhörlig von Ungarn ber Osterreide gegen Rom und den Papi fid erlaubte. Wer aber als bedrängte, wabrend ron Nordafrika ber Spanien nidt Oerdidtforrder über dieser und jener Parthie ein Urtbeil vilein, sondern aus Italien von Corfaren bedroht war, feit zu stellen strebt, der wird historisch kaum antert es

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finden können, 16.daß. Carl aud über beyden Parthien, Gottes Wort, fich erliefend zum streng gebiethenden Vorwand aber alo spanischer Herrsfer, über ihnen sido balten wollte, Jeden Verein zum Wohl nod tommender Zeiten zu fernen. daß er also eigentlich keine Parthie alt lid selbst hatte, Wahr! daß Schatten das licht umhületen; heilig wie Gottes

Saßungen Dünfte dem Vole' Unfug; die Wiedergestaltung für diesen seinen Sinn aber, wenn es ihm die Umstände an dem Haupt und den Gliedern ersehnt auch d. fromme Gemeine juließen, beyde benugte, bende zu opfern geneigt war. Selbst, die treu den Heiland verharrt für immer und ewig ! Daß dieser Herridertenden eine persönliche Gemütblickeit Doch nur von Solađen das Gold, von der Spreu zu sondern und Bequemlid Keitsliebe, die mehr für den Privatmann

das Fruciforn, gepaßt hatte, beygemisdt war, ideint nicht sein Wille, Heischte die lieb'; und es hob sich schon der Tempel der Eintracht sondern eine Naturanlage gewesen zu seyn, die am Ende, Herrlich empor er mard zertrümmert iu dredlicher Wideühr! da feinem. Wollen der Zeitgeist übermádtig entgegenges und der empórende Ruf unwahr gedeuteter Freyheit,

Auf Zerstörung wollte man bau'n. Der Neurung Qureik, wirkt hatte, die Oberhand gewann und ihn in die Hieros Cocte dae Vole; das Eigen der Kirche die Fürsten. So rangich, nymitaner - Belle nach St. Just leitete, wo er den sehr Dentend des Bauernkriege, des schrecklichen! dentend der ZuEunft lieblito und gesund ausgewählten Rubeplog (nabe bey Plas Gräuel, entgegen dem Strom, dein Jammer zu wehren, vergebens! cenzia, in Estremadura) den 24. februar 1557 bezog, Ha! ein Gesicht, erst jüngst in der Heiligthums Dunkel enthüllet, dodh aber fton 1558 den 21. September, nur 59 Jabre Sträubte das Haar an der Seitel mir auf; ich zitterte, bebte ! alt, sterbend verließ.

Deutschland rab ido erwürgt nach dreyligjährigem Muthkampf,

Rauchend im Schutt die Burgen, die Hütten und Tempel, Wer aber wollte oder dürfte mit dem Dicter rechten,

und ringsum daß Er seinen Helden niďt bloß bistoriídos psycologisd dars Heiliges.chåndlich entweiht, vol Samach vernichtet der fünfte stellt. Der eilfte Gesang Vs. 247 f. f. fübrt einen Mos Mähler; verödet die Gaun! Wo vordein die goldenen Halme ment berbey, wo Carl selbit diesen dem Dicter genehmen Wogten im dimmernden Abendroth , wo blödende Heerden Überblick seiner lebensansiot enthüdt.

Hüpften in lachenden Grün; der Mensch in religer Unschuld

Gleid beleligte Menschen ersab, und sich freute des Dasenns, on Palest int Antliß du die Züge des nagenden Summers?

Herrschte nur GrabebitiQ’; und im Dorn umwucherten Saatfeld Di lo lwaue;sie kenntlicher noch nie im Herzen - und fchweige! Bleichte das nadte Gebein weithin erschlagener Völker ! Früher Gram, vermengt mit der Kindheit sartesten Freuden, Spät erít wagte, mit schüchternem Blic, fid über den Schutt hin Wurzelt' in dieser Brust, die dort des herrlichen Vaters

Der Verscheuchte; und fan er den Schüchternen kommen, er Tod, und um ihn, der Mutter im Wahnsinn endende Trauer,

fann nur Grausam zerriß ! doch siehe! mir wintte der Völkerbeherrschung Eins, „Weß Glaubens er sey?» und brütete Haß und Verfolgung! Ernstes Ziel; ihm weih't ich die fröhliden Jahre der Jugend, Sieh'! Jahrhunderte flohn; da lag auf den Fluren der Heimath Soweigend, der Blödigkeit Bild, bis Valladolide Turnierbahn, Finstres Gewölf ; zuweilen erhelleten röthliche Bliße Und des Schild's hochsinniger Spruch mir glänzenden Ruhm gas. Hinter der Wolfennacht, der Zukunft Jammergefilde! 218 ich Bispania's Zepter ergriff, durchtobten des Zufruhrs

über dem Rhein iholl Mordausruf. Bald wirbelten endlos Schrecken das herrlitze land. Vom Bürgerblute besudelt,

Aud in die deutschen Gaun vernichtend berübeé des Aufruhrs Beat'es Entiegen mir an den Søranken d. furchtbaren Laufbahn. Flammen; uni laut umher ertönte Gebéülle von Freyheit! Uber zugleich erstand auf der Dornenvollen ein Feind mir,

Bleidheit! doch, von dem Wagen des laut umjauchzéten Siegers inversöhalid, den Thron des heiligen römischen Reices

Slirrteil die Fesseln schon entebrender, libiinpflicher Snechtschaft: Neidend, und glühend vor Haß, in Frankreiché in ächtigem König. Fiele der Deutsche lo tief? Er beugte den stolzeren Roden Hat er nicht endlos Krieg, und ace ! unnennbares Slend

Selber der Samach? O dabin, ich wußt' es, unselige Trennung! Rings auf unsere Völfer gewälzt? Zu Bundesgenossen,

Führst du mein edele6 Vole?... Dir rang ido vergeblich ents Er, der Erstgeborne der Kirch', und der christliche König,

gegen! Maboms Söhne gewählt, des Kreuzes foredlichen Erbfeind, Den ich im seligen Jugendtraum, dereinst Europa's

Bald darauf entdeckte Carl aud jene feine Sehnsucht, Rettender Dort, zurüde nad Usta's Steppen zu drängen lido felb?t zu leben; die er nicht etwa aus Hang zur Seloste Hoffte ? Sieb', auch jeßt, als uns viel Tausender Christen

berdaulichkeit, sondern aus einer gemüthliden, aber groß. Schreckliche Noth nach Afrikas ferne Geftaden gerufen,

artigen Uutartie in fid fühlte. Weďt er daheim mir Şaß, und nährt verderbenden Aufruhr. Deutschland - Mann! Du erbebst dem Jammergeschicke der „Solcher Kummer belastet mein Herz: ich denke der Zukunft!

Heimath! - Alles, was ihr dieß Herz mit Liebe zu weihen sich sehnte, fröhnt ihm fogar, verkennend mein treues und redliches Streben Hemmte der Secten • Wuth blind hin vernichtender Unsinn, Durch den freyen Verein fo vielfach gefonderter Gauen Der, mein Leben begeifernd mit Gift, mir Haß in der Nachwelt Endlich die heimische Macht und Würde für immer zu gründen. Fernsten Tagen erregt, und Schmåhung bereitet die Füße! Doch nun trennt sie ein Streit, das Heiligite, Höhfte der Drum lechit meine verwundete Brust nach fregeren Lüften, Menigheit Ferne vom Tyron, wo nie die Freude mir lächelte ; castlos

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