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Ki. :

Ar. Ludw. Arndts Lehrbuch der Pandecten. Münd). 1850.ff.8°.
Urdh.f.c. Pr. - Urxiv für die Civilistische Praris. Holb.1820...52. XXXV. Bde.80.
B. : Bucher Das Recht der Forderungen. 2. Aufl. Leipz. 1830.8o. (f.unt.S.106.3.21.6.]
Bg : Eduard Böcking Justitutionen. Ein Lehrbuch des röm. Privatr. Bonn. 1843.8o.
Bülow u. Hagem. - Friedr.o.Bülows u. Theod. Hagemanng practische Erörterungen sc. Sannov.

1806...37. X.4o. Bde.5...7. von Hagenann allein, Bd.8. von Ernst Spangenberg heraus:

gegeben; Bde 9.10. auch unt. 0. Tit. Ernst Spangenberg's Pract. Erörtt. Bd.1.2.
Geslerd. - f. C. Geslerding Uusbeute von Nachforschungen über verschiedene Rechtsmaterien.

Greifsw. 1826...38.VI.8°.
Zrrth. : Desselben Ulte und neue Zrrthümer der Rechtsgelehrten. Greifów.1818.8o.
Gl. oder Glück ; Chftian Friedr. Glück Ausführliche Erläuterung der Pandecten nach Helfeld.

Erl.1797.8o.ff. B0.35...43. fortges. von Chfstian Friedr. Mühlenbruch (citiert Mü.- Gl.),
B0.44.(1851.), von Ed. Fein, geht bis Dig.XXIX.7. Mit 3 Bänden Register.
Joh. Friedr.Ludw. Göschen Vorlesungen über das geineine Civilrecht. herausg.v. Ulbr. Errs

leben.Gött. 1838...40.V.80.1843.V.80.
He. - Arnold Heise Grundriss eines Systems des gemeinen Civilrechts.(1807.1816.) 3.Ausg.

Hdlb.1819.u. 1839.8o. Ausgeführt nach Heise’s Heften in 3. N.v.Wening-Ingenheim Lehrb.

des Gemeinen Civilr. Münch.1822.ff.III.80.5. Aufl.v.30h. Udam Frib. Münch.1837.f.III.8o. K. C. F. Koch Das Recht der Forderungen nach gem.u.preuß. R. Breßl.1836...43. 111.8o.

J.F.Kierulff Theorie des Gemeinen Civilrechts. (leider nur] Erster Band. Ultona 1839.8°. . - Christian Friedr. Mühlenbruch: (vgl.oben Gl.]

Lehrbuch des Pandecten-Rechts. Halle 1835.ff.III.8o. 4te Aufl.v.Q.C.v. Madai. Hade 1844.

III 8°. (Erst lateinisch: Doctrina Pandectarum.Hal. 1823.III.89.ed.III. 1830.sq.)
Cell. - Die Lehre von der Session der Forderungsrechte. Greif&w.1817.1826.3. Aufl.1836.8o.
Pfeiffer Pratt. Uusf.: B.W.Pfeiffer Prattische Ausführungen aus allen Theilen der Rechtów. Mit

Entsdeidd.des Ob. Upp.Ger. zu Caffel. Hannov. 1825...48. VIII.40. Registerband 1849.40.
Pu. - Georg Friedridi Puchla :

Pandetren. Lpz.1838.1844.1845.8o. herausg.v.Rudorff daf.6te Aufl.1852.80.
Vord. = Vorlesungen ü.o.hcut.röm. Recht herausg.v. Rudorff. Lp7.1847.f.u.ed.III.1852.11.80.
Inst. - Cursus der Institutionen. Loz.1841. III.8o. herausg.v. Rudorff. Bd.I. ed.3.1850. II.

ed.3.1831. III.ed.2.1851. 111.8o.
Kl. Sdr. Kleine civilistische Schriften. Gesamm.u.herausg.o.Rudorff. Lpp.1851.80.

Gewohnheitsrecht. 1. S.4.3.37.f.
Pu. sen. · Wilh. Heinr. Puchta (Vater des Vorigen) ueber die gerichtlidhen Klagen. Gieß.1833.8o.
Rh. Mus.f.3pdj. • Rheinisches Museuin für Jurisprudenz. Bonn 1827...35.VII.89.
Ro.-C.F.Rosshirt Geineines deutsches Civilrecht.Holb.1840.f.III.89. [Underes 7.8.27*.3.26.ff.]
Ru. = Ad.Aug.Friedr. Rudorff Grundriss zu Vorless.üb.das gem.Civilrecht. Berlin 1843.8°.

V. - Das Recht der Vormundschaft. Berl. 1832...34.111.80.
Sav. : Friedrich Carl von Savigny :
Syst. : System des heut. Röm.Rechts. Berl.1840...49. VIII.89. Nebst Sachen- u. Quellen:

Register von D.L.Heuser. 1851.
Bef. = Das Recht des Besiges. 6te Aufl. Gief.1837.8o. (erste 1803.)

D. - Das Obligationenr.alô Theil d. heut. Röm. R. 1r. Bd. Berl.1851.8". [r.unt.S.106.3.22.f.]
Schm. • Andr. Chitian Joh. Schmid Handbuch deß gegenw.gelt.gein.deutid.bürg. Rechts. Beson:

derer Thl. 2 Bde.Lp7.1847.f. (enth. Eigenthum u. die dingl. Rechte nebst Lehar.]
Se.: Joh.udam Seuffert Lehrb.d.prakt. Pandettenr. Würzb.1825.111.8o. ed.11.1847. ed.III.1852.
Si.- Carl Friedr.Ferd.Sintenis Das practische gemeineCivilrecht. Lpz.1844...51.111.8°.max.
Thib.: Ant. Friedr. Just. Thibaut Chilein d. Pandekten-Rechts.8. Uudg.Jena 1834.11.8°.(1ste 1803.)
U. - R.U.D. Unterholzner Lehre des r. R. von den Schuldverhältn.sc. (f.unt.S.106.3.19.f.)
Unterh. -

Dedr. Verjährungslehre zc. (f.unten S.44.3.30.f.)
Va. - Karl Udolph o. Vangerow Leitfaden für Pandetten Vorlesungen. Marb.u.Leipz.1838...47.

111.80. ed.VI.1851. III.8°.
Weisk. - Jul. Weiske Rechtblericon f. Jurist.aU.teutsch. Staat. 1844...48.VIII.8°.(U... Pflichttheil.)
3ts4.f.C.u. Pr. : Zeitschrift für Civilrecht und Proceß. Gieß. 1828...44.XX.8o.

NF. : Derselben Neue Folge, ibid. 1845...51. VIII.8°.
3tsh.f.g.R. H. • Zeitschrift für geschichtlidhe Rechtswissenschaft. Berl. 1815...50.XV.80.

Untere Abtürzungen sind am gehörigen Orte besonders erklärt.

S.R.

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JULY 15 - 19

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S. 1. Aufgabe dieser Vorlesungen.
Gemeines (im Gegensaß zum deutschen Privatrecht ‘römisches' genanntes) Civilrecht (a). Bedeu-
tung seiner Subsidiarität, innere (6) und äußere (c). Besondre Geltung des recipierten Rechts.
für die Bundes-Uufträgalinstanz (d). Rechtsgrund der Geltung des justin. Recht: (e) und
historischer Grund der Geltendwerdung (f). lus civile im röin. S. (9). Der Name Pandek: 5
tenrecht (h). Begränzung dieser Darsellung (i). Seiten derselben (k).

S. 2. Praktische Bedeutung dieser Disciplin.
Positive Rechte erkenntniß und wißenschaftliches Bildungsmittel. Die Bekämpfungen des röm.
Civilrechts.
S. 3. uebersicht der Quellen unserer Darstellung.

10
I. Gerdriebene:
1) eigentliche Rechtsquellen:

a) römisde, die iuftinianischen Rechtsbücher (8 4.a u. Bg $21.),
b) kanonisde, das p.g.corpus iuris canonici (8 4.b.),
c) deutsche Gerege ($ 4.c.);

15 2) Rechtsgeschichtliche Quellen ($ 5.), zu denen für das P.g. heutige röm. Recht (vgl.

Bg S.IX.) gehören: a) die Mittel der Erkenntniß des röm. Rechts überhaupt (Bg $ 25.), b) die vor- und nach-justinianischen Rechtsquellen selbst (Bg I$ 18...20.21...24.), c) die Quellen des kanonischen und germanischen Rechts außer denen no.1.b.c. 20

(cf.Bg 24.) II. Ungeschriebene. (95 6...11. Bg S 11.) S. 4. I. Geschriebene Quellen unseres Sivilrecht 8: A. Die einzelnen eigentlichen Re dy te quellen (cf. Bg S 10.) für sich bes trachtet *):

25 $. 1. (a) Bg $$4.6. (6) Bg S.133.Note 75. 1 (c) Bg 6.4.6. Pu. 8. Bgl.Bg1.(0.6.99 1.)ff. He.1. Se.i. Mü.27. . 1.2. Pu. 1...9.(u. dazu dessen Pord.) Ki.1. Ro.1.2. Sav. 1...3. Si.1. Ar. 1...5.16...20. | Reichshofrathsordn.von 1654. Tit. 1.815.a.E. (in Emminghaus Corp. jur.german.ed. II. Jena 1844.80.S.466.) Beseler Volksr. u. Jüriftenr. 2pz.1843.80.S.96.ff.unterscheidet unbedingtes, bedingtes gemeines Recht und Ständerecht. Ersteres gelte so weit es 30 nicht besonders ausgeschloßen, das bedingte, fo weit es particularrechtlich besonders anerkannt ist, daß legtre „befaßt die geineinrechtlichen Principien des deutschen Ständerechts“. „Diese Eintheilung befaßt das gesaminte geineine Recht, inng es nun freinden oder einheimischen ursprungs sein“. 1 (d) Wiener Schluß: Acte 1820. Art.23. Bundes- Beschl.vom 3. Aug.1820. urt.4., vom 16. Juni 1817.1II. Art.7. (Emmingh.S.655.667.673. Not.5.) | (e) S 4. Bg S.IX.ff. Pu.2. 35 3.7. 1 (f) Bg 6.133.f. ! (9) Bg 4.no.1. 1 (h) Bg 6.124. Pu.Jg9.9a. I (0) S$2.4. Bg 6.21. 24.a.&.94.a.&. 1 k) Bg 9.cf.1.3.7.

S. 2. (a) Bg S.129. F.G. Eichhorn Gefd.d.Literatur Bd.2.5.452.Gött. 1805.80. Pu. Vora.1.8.11. 1 (6) Bg 1.3.7.9. Pu.7. Eichhorn deutsch. Privatr.S9 442...44. Bluntschli Die 40 neueren Rechtsschulen der deutschen Juristen.1841.80.6.30.ff. Streitschriften von Reyscher, Puchta, Beseler, Thöl u. 4. S. auch Grimm Deutsche Rechtsalterth.S.XVI.

S. 4. *) He.I.2...7. Mü.2...21. Gö.3...8. Pu.1...9. Rud 1...8. Va.2...4. Sav. Syft. I. Kap.3. Ro.16.3...5. Blume Encyclopädie Abth.I.Uebersicht der in Deutschl. geltenden Rechtsquellen.Bonn. 1847.8o.besond.gg 23.ff.

45 a. Justiniano Rechtsbücher (Bg 21.). Zum richtigen Verständniß ihrer Entstehung und Bedeutung ist die Kenntniß der voraufgehenden Gefeßgebung und juristischen Litteratur, welcher Bestandtheil der röm. Rechtsgeschichte selbst eine Seite der allgemeinen po: litischen, Cultur- u. Litteratur-Geschichte der Römer ausmacht, unentbehrlich. Dieses Verständ, uiß wahrt sowol gegen Ueberschäßung der justinianischen Rechtswerke, wie wir folche zuul Theil 50 bei Sav.Gesch.des röm. R.I.M.4.1.8.34.ff. finden, als auch gegen die viel verbreitetere unvillige Geringschägung derselben. Die Entstehungsgeschichte der 4 unser f.g. Corpus iuris civilis (f.Bg 6.78.) bildenden Werke u. Gainmlungen 1. Bg S.55...64., und ihr Verhältniß zu einander für die Anwendung dar.S.65...67. Die XIII Edicta lustiniani u. andre (in unseren Ausgg.deß corp.iur.civ. als Unhänge stehende) Constitutionen (Bg S.74.8.E.75.) gehören nicht 55 ju dein in Deutschland recipierten justinian. Rechte. Die Geschichte dieser Reception, welche

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in engem Zusammenhange mit der Geschichte der mittelalterlichen Studia oder Universitäten und der Leistungen der F.g. Glossatoren steht (Bg $ 24.), erklärt, weshalb nicht alle legislati: ven Werte Justinians und selbst nicht alle einzelnen Stüde der recipierten Werte als gel:

tende Rechtsbestimmungen aufgenommen worden sind. Die nicht gloffierten und nicht reci: 5 pierten Stüde sind in Bg 6.71. bis 78.u.Zuf.zu S.71.angeführt; unsre Ausgaben des corp.

iur.civ. pflegen sie nicht besonders zu bezeichnen. Ueber Unordnung des Stoffs u. die Ein: theilungen der Digesten, des Coder und der Institutionen f. Bg. G.68...71.0.8 28., über die Novellen Justinians das. S.73...78. Ueber Sandschriften u. Uusgaben (von welchen unter den

neueren die von den Gebr. Kriegel begonnene, ießt vollendete stereotype [Lips. 1843.40.) weit 10 empfehlenswerther, als die bedschen (Lips.in 40.u.in 80.] ist) s.Bg S.78...88. Vgl.auch E. Spangenberg in Erld u. Gruber Encyclop.d. W. Art.Corp.iur.civ.

b. Die tirdhlichen Quellen des gein einen Civilrecht 8. (vgl. Eichhorn Kir: dhenr.I.S.321.ff. Walter Kirchenr.Buch II.Kap.2. Richter Kirchenr. Bud 11.Kap.1.) Das ta:

nonische (nicht identisch init dein Kirchen:) Recht ist in Beziehung auf das Privatrecht nicht 15 eine selbītändige Entwicelung, sondern nur Modification des römischen Rechts, besonders in

Betreff der init firchlichen Dogmen, Sandlungen und Rechten in näherer Verbindung stehen: den Rechts- Einrichtungen u. Bestimmungen, z. B. Ehe und Eid, Ersigung u. Verjährung, Zine sen u.s.w.; dein Inhalte nach theils Unwendung kirchlicher Ansichten u. Vorschriften, theils

gerinanischer oder particulärer sonstiger Rechtsbestimmungen und Gewohnheiten. Die Be: 20 standtheile des in gleicher Zeit u. Urt, wie das corpus iur. civ., in Deutschland recipierten

Corpus iuris canonici (Gipfehlenswertheste Uusgabe: Corp.iur.can.ed. A. L.Richter. Lips. 1836.1839.40. Vorher : Corp.iur.can.ed.I.H.Boehmer. Hal.1747.40.) sind

a) Decretum Gratiani (Concordia discordantiuni canonum) von 1151., eine fast durchaus älteren Sammlungen entlehnte Privatarbeit, die aber bald durch den Gebrauch ge. 25 feßliches Unsehen erlangte; Zusaınınenstellung von Stellen und Stüden aus der h. Schrift,

Kirchenvätern, Conciliensa lüßen, Decretalen, röm. Recht u. fränkischen Kapitularien ; eingetheilt in 3 parles (wie die iustinianischen Digesten bei den Gloffatoren dreitheilig waren, 1.Bg S. 68.f.). Die Pars I. wurde später in 101 Distinctiones getheilt. Citierart: (c.can.=eanon)

1.D. (Dist.= Distinctio)101. | Die Pars II. besteht aus 36 Rechtsfäden, Causae, diese aus 30 Quaestiones, welche in Canones aufgelöst sind. Citierart : c.9.qu.2.Caus.36. Nur die qu.3.

Caus, 33., welche eine Ubhandlung de poenitentia enthält, ist in 7 Distinctiones, und diese wieder in canones getheilt. Citierart: c.7. Dist.7.de poenit.(d.h.Caus.33.qu.3.dist. 7.c.7.) | Die canones der pars III. sind auch nach Gratian in 5 Distinctiones abgetheilt worden, de:

ren erste de consecralione handelt, was als Bezeichuung des ganzen Theils üblich gemor: 35 den ist; man citiert daher z. B. c.40. Dist.5.de consecr.

B) Die fehr gestiegene päbstliche Gefeßgebungsgewalt führte nunmehr eine Reihe von kirchenrechtlichen Compilationen herbei; aus den von 1191. bis 1220. entstandenen, vorzugsweise die Quinque compilationes genannten, Sammlungen der im gratianischen Decret nicht

enthaltenen (o.i.der extravagantes) Decretales, deren erste, von Bernhard, Probst zu Pavia, 40 in fünf Büchern, nad Urt der Constitutionen:Codices eingetheilt, das Vorbild aller späteren

Decretalensammlungen geworden ist, und unter Hinzufügung seiner eigenen Decretalen, ließ Gregor IX. eine neue Samulung ausarbeiten, Gregorii papae IX. Compilatio, ießt Decretales Gregorii IX. genannt, 1234. publiciert. Die Unordnung des Stoffs nach den 5 Büchern

rod dieser Denkvers bezeidinen: Iudex, Iudicium, Clerus, Sponsalia (oder Connubia), Crimen. 45 Man citiert : c. od. cap.11.X.de reg.iur. V.41. Das X bedeutet extra (nämlich Decretum).

Die partes decisae, o h. die in den Decretalen nicht aufgenommenen Worte oder Säße der Originalstellen, die in den ineisten Ausgaben durch „et infra“ oder p.c.(=pars capituli) bezeich: net werden, in der böhmersden u. richterschen aber, in jener zwisden [], in dieser zwischen **

cursiv gedruďt sind, haben nicht gesebliches Ansehen. Dieser Saminlung folgt die im Ver50 hättniß zu ihr als

v) Liber sextus Decretalium Bonifacii papae VIII. bezeichnete, 1298.publicierte, hauptsächlich aus Decretalen Gregors IX. bis Bonifacius VIII.u. den Schlüßen der ersten beiden Lyoner Concilien bestehend. Sie ist, wie die gregorianische, in 5 Büdher u.s.w. eingetheilt. Man

citiert 3.B.c.88.in VI°.(0.h.in Sexto) de R.I.(=reg.iur.) V.12.oder c.88.de reg.iur.in VI. 55 ) Clementis V.constitutiones in concilio Viennensi (a.1311.) editae, oder Clemen

tinae ; 1313. im Cardinalòcolegium publiciert und von Johann XXII. i. 3. 1317. den Universitäten Parið und Bologna übersdict; eingerichtet wie die beiden vorigen Sammlungen. Citierart: Clem.(=Clementina) 2.de verb.sing. V.11.od.c.2.de verb.sign.in Clementinis V.11.

B. Berhältniß derselben zu einander *):

a) Nicht zu dem 1.g. Corpus iuris canonici clausum gehören folgende beiden Privatsammlungen päbstlicher Decretalen, die im Verhältniß zu den vorigen Extravagantes hei: Ben, nie zu so allgemeinen Unsehen gelangt, und auch für das gemeine Civilrecht ganz unwichtig sind:

5 a) Extravagantes sive Constitutiones XX (0.1320...24.) a lohanne XXII.editae, in 14 Titel eingetheilt. Citierart: c.5.Extr.Ioa.XXII.de V.S.(=verb.sign.)14.

1) Extravagantes communes, v.urban IV.(+1264.) bis auf Sirtus IV.(+ 1484.), zu Ende des 15.Jahrh. von dein Pariser Buchhändler Chappuis nach Art der Decretalensainınlungen zusammengestellt, jedoch ro, daß das vierte Buch leer geblieben ist. Citierart: c. 4. 10 Extr.comm.de sent.excomm.V.10.

Die übrigen in den Uudgg.des C.I.can.befindlichen Stüde haben kein gerekliches Ansehen.

Wichtig dagegen auch für das geineine Civilrecht sind die Schlüße des von 1545...63. versamınelten Concilii Tridentini, nach den 25 Sessiones abgetheilt. Die doginatischen Kapitel pflegen als canones, die Reformationsdecrete als capita citiert zu werden. Hierher 15 gehört hauptsächlich die Sess.XXIV.de sacramento matrimonii u. de reformatione matrimonii. Erste Ausg.Rom. 1564.fol.; am brauchbarsten die von Gallemart (Colon.1619.1700.u. 1722.40. Aug. Vind. 1788.8o.) u. die von Richter als Unh. Des corp.iur.can. (Lips.1839.40.) besorgte. Vgl. Eichhorn K.R.S.290.ff. Walter R.R.S 124. Richter R.R.S.153.

c. Die deutschen Reichsgerege und die Bundes acte. Die auf den Reichs: 20 tagen von Raiser u. Ständen, geistlichen u. weltlichen, so wie von den Abgeordneten der Reichs: städte beschloßenen Bestimmungen, Reichs-Abschiede u. Ordnungen, geben rdion iin 14. Jahrh. zu erkennen, daß sie sich neben den 'taiserlichen oder geineinen beschriebenen Rechten", 0.h. dein iustinianischen Rechte, dessen gemeinrechtliche Geltung deutlich vorausgeseßt wird (Bg S 24. Note76.), geltend u. als Fortseßung desselben betrachten (Bg S.133.). Seit dem 15. Jahrh. 25 modificieren diese Reichsgeseße häufig das röm. R., bis seit dem westfäl. Frieden (1648.) die Reichsgereßgebung gegen die nun immer selbständiger fidh entfaltende Landeshoheit u. Gereka gebungogewalt der Territorialherren mehr u. mehr zurüdtritt. Der leßte für das Privatrecht u.bes. den Proceß sehr wichtige R.4.(=Reidsabschied), ‘der jüngsteogenannt (R.I.N.=recessus imperii novissimus), ist der regensburgiche von 1654. Die nun permanenten Reichs: 30 versammlungen beschäftigten sich fast ausschließlich init Religions- u. Reichspolizei- Angelegenheiten. Zwar hat die Rheinbundsacte v.12. Juli 1806. Art.2. mit zwei öffentlichrechtlichen Ausnah: meu die Giltigkeit aller Reichegeseße aufgehoben u. die deutsche Bundesacte dieselbe nicht wie: der hergestellt; dennoch ist die Giltigkeit der Reichsgerege, soweit dieselben nicht den Bestand des Reiches vorausseßen oder sich nur auf antiquierte Einrichtungen beziehen, von den Bun: 35 desmitgliedern theils ausdrücklich, theils stillschweigend und ebenso auch in den neuesten Zeiten anerkannt worden, und auch theoretisch unbestritten. S.Klüber Staatsr.$ 518. Vgl.Eichhorn deutsche St.u R.G.SS 262.435.ff. 528.ff.607. | Sammlungen d. Reichogereße: (1.D.Olenschlager) Neue Samil.der Reichsabschiede. Frankf. 1747.4 Thle.fol. C.F.Gerstlacher Hob.der deutsch. Reichsg. in ftitem. Ordn. 1786...93.11 Thle. 8"., deren 10r das Privatrecht befaßt. Brauchbar 40 Schmauss Corp. iur. acad. 1. Bd. 8o. C. Emminghaus Corp. iur. Germ.acad.1824. ed. 11. Jena 1844. 80.

Die deutsche B. U. (- Bundesacte), v. 8. Juni 1815. (vgl. Eichhorn St. u. R.G.S. 611.f.) u. die Beschlüße der B.V.(-Bundesversammlung) haben nur, in den einzelnen deutschen Ländern publiciert, als Territorialrecht Geltung. J.L.Klüber Schlußacte des Wien.Congr.u.B. U. 45 Erlang.1816.8°.u.viele andere Abdrüde. Protokolle der deutsch. B.V.Ffurt 1816.ff.4o. (Die vol: ständigere Folioausg. ist nicht in Buchhandel.) G.o.Meyer Repertoriuin zu den Verhandl. der d.B.V.Ffurt 1820.8o. Uufgehoben war der d. B. durch den Bundestagsbeschl. v.12. Juli 1848.

Die Wißenschaft von den germanischen Rechtsgrundsägen u. ihrer, unter vielfältigen Einfluß der freunden Rechte vor sich gegangenen Ausbildung, wie sie in den verschiedenen deut: 50 schen Particularrechten vorliegt, das gemeine deutsche Privatrecht, bildet eine selbständige Disciplin neben dein gemeinen Civilrecht oder dem f.g. heutigen römischen Recht. S. Bg $24.9.6. u.S.IX.f.

*) Sav.21. He.8... 10. Mü.66.69... 71. Gö.4...8. Pu.4...6. Ro.7...9. Si.4.

1. Verhältniß des rein Römischen, Ranonistischen und Germanischen zu unsrem gemei: 55 hen Civilrecht. Widtär (= Xutonomie der Privaten) bricht Stadtrecht, Stadtrecht bricht Land

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