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feratur, uti saepius diximus: si vero liberos non in habeat, ad fratres totum - utique non perveniat, sed quantum ex pacto in casum non existentium liberorum parenti acquisitum est, tantum ipse lucretur, reliquum vero ad filii successores, sive fratres, sive forte extranei sint, venire permittatur: id quod maxime in matre contingit, sive de bonis suis disponant, sive intestati moriantur. Atque hoc in lege nostra constituimus, primi illud excogitantes et invenientes, clementerque sancientes. Quare hoc quoque casu si alienaverit parens, antequam ad secundas nuptias veniat, deinde unus ex liberis mortuus fuerit, eatenus solum valeant ea, quae alienata sunt, quatenus , ad eum, qui alienavit, ex pacto in casum non existentium liberorum pervenit. Nam quoad eas partes, quae ad heredes filii veniunt, omnino irritum erit. Quare facta alienatione res in suspenso manebit, una cum sequentibus casibus mutanda, et vel plane ab initio infirmetur alienatio: vel in totum valeat, vel pro parte quidem infirmetur, pro parte vero subsistat.

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Iustinian bestimmt hier noch genauer, als eß in der früheren Novelle 2. geschehen war, in wiefern die von den Eltern unternommenen Veräusserungen der lucro- rum nuptialium für gültig oder für ungültig zu halten feyen. Er unterscheidet drey Fälle. Erstens der Parens ist vor den Kindern der ersten Ehe gestorben, und zwar haben alle diese Kinder ihn überlebt. Hier ist die ganze Veräusserung nichtig. Die Kinder können daher die ver: äusserten Güter vindiciren, oder auch sich der bypothekaris

fden Klage bedienen 46). Zwentens sämmtliche Kinder der erstern Ehe sind vor dem Veräusserer gestorben, ohne - andere Erben zu hinterlassen, als diesen Parens 47). Hier: durch wird nun zufällig die ganze Veräusserung gültig.. Denn wer sollte sie hier anfechten? Dritten 8 von meha reren Kindern der erstern Ehe ist nur Eins vor dem vers äussernden Parens gestorben. Hier unterscheidet das Gesetz weiter, ob das 'verstorbene Kind selbst Kinder hinterlassen hat, oder nicht, sondern Brüder oder andere Erben. In - dem erstern Falle fällt der Theil, den, daš verstorbene Kind an den lucris nuptialibus seines Parens hatte, an dessels ben Kinder, und die Veräusserung bleibt ungültig 48). In

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46) Nov. XXII. C. 24. L:6. S. 3. L. 8. §. 4. et 5. C. de

sec. nupt. S. Cujacius Exposit. Nov. XXII. Hub.
GIPHANIUS Explanat. difficilior. et celebrior. LL. Cod.
ad L. 6. et alias quasd. de secund. nupt. pag. 384.
besonders Scip. GENTILIS lib. de secundis nuptiis.

Cap. 14.
47) Der Scholiast in den Basilicis Tom. IV. Lib. XXVIII.

Tit. 14. Sch. f. pag. 490: ragt: Oi yoveīs duvóvtau
εκποιείν τά κερδαυθέντα, εάν οι παίδες αυτών προε-
τελεύτησαν, δηλονότι μη έχοντες άλλους διαδοχους.
i. e. Parentes alienare possunt lucra nuptialia, si '
eorum filii praemortui sint, alios successores non-
habentes.

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48) L.7. L. 8. pr. Cod. de sec. nupt. Eben diefes gilt,

wenn auch die Mutter erst nach dem Tode des Kindes
zur andern She gerchritten wäre. Zwar hatte das sind
bey seinem Leben reinen Theil noch nicht erworben, allein
die Enkel treten hier an die Stelle des verstorbenen
Bindes, und erhalten den Antheil, den das verstorbene
erhalten hätte, vermöge des Repräsentationsrets. L. 7.

dem legtern Falle aber können sich die Erben des verstorbes

nen Kindes nicht die ganze Erbschaft anmassen, sondern der :: Überlebende Parens bekommt einen verhältnismäßigen Theil,

davon, soviel ihm nämlich in dem Ehevertrage auf den Fall, daß keine Kinder vorhanden sind, ist ausgeseßt worden. Man feße den Fall, es ser in den Ehepacten bedungen worden, daß die Frau, wenn der Mann vor ihr versterben sollte, in dem Fall, da feine Kinder vorhanden sind, die Hälfte von der donatio propter nuptias, im Falle aber Kinder da wären, die ganze donatio lucriren solle, und diese bestünde aus 1000 Ducaten, so gehören der Wittwe, wenn keine Kinder vorhanden sind, 500 Ducaten. Sind aber Kinder da, so bekommt sie die ganze Summe von 1000 Ducaten. Schreitet sie nun zur andern Ehe, so fällt das ganze Rapis tal an die Kinder, und die Mutter behält nur den Nieße brauch davon, so lang sie lebt. Von diesem Kapital bes. kommt nun jedes Kind, wenn deren fünf sind, 200 Du: caten. Nun reße man weiter, Eins. von diesen Kindern

fen vor der Mutter gestorben; hat dieses Kinder hinter: - lassen, so erben diese die 200 Ducaten allein. Hat es

aber Geschwister oder andere Erben hinterlassen, so bekommt die Mutter die Sälfte des auf das verstorbene Kind gekoms menen Antheils von 200 Ducaten, sie, bekommt also 100 Ducaten nach dem Verhältniß des ihr in den Ehe: pacten in casum áraedias, . sive orbitatis, d. i. auf den Todesfalt der Kinder, ausgeseßten Theils an der donatio propter nuptias, worüber sie frey disponiren kann. Nach diesem Unterschied der Fälle kann also eine von der

L. 8. pr. Cod. de secund. nupt. S. Jac. Cujacius Recitation. 'solemn. in Cod. ad L. 7. et 8. citt. und Scip. GENTILI8 de secund. nuptiis. Cap. 13. pag. 77. 899.

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Mutter unternommene Veräußerung bald ganz gültig, bald ganz ungültig, bald zum Theil gültig zum Theil ungültig reyn 49). Wenn das Gefeß sagt: id quod mascime in matre contingit, so geht dieses darauf, daß das Kind, a!8 şui iuris, auch wohl im Testament einen heres extraneus" eingeseßt haben könne“, welches bey dem Vater, in dessen Gewalt sich das verstorbene Kind befand, nicht Statt finden kann 59). Der griechische Scholiast s') bes · 49) Man rehe hier vorzüglich Sc. Gentilis c. I. pag. 84899.

50) 8. Cujacius Exposit. Nov. XXII. und GBNTIĻIS C... , 1. pag. 88 sq.

51) Βάσilica Τom. ΙV. pag. 490. Sch. h. Επί γαρ τού πα* . :τρός υπεξουσίου του παιδός όντος, και μη δυναμέ

νου, διατίθεσθαι εν τοίς απροσπορίστοις, κληρονόμος εξωτικός ουκ έστι. σημείωσαι δε διά το μή έχεις την μητέρα τους παίδας υπεξουσίους, εξωτικόν πρόσωπον καλείσθαι. υοει δε ούτως ει διαξυγία αποσταίη του ανδρός. τοτε γαρ ξώσα καλείται συγκληρονομήσαι τοίς παισι του τελευτήσαντος παιδος κλήρον δευτερογαμούντος ανδρός, ώς είγε μη διαζύγιον εγένετο, πάντως αν ο γάμος ουκ ελύετο, ει μηθανάτω μόνω· αλλά διαζυγίου γεγονότος, εικότως και η μήτηρ ως περιούσα κληρονομεί. i. e. Nam patre superstite, cum filius ,, in cuius potestate est, ne de his quidem bonis, quae patri non acquiruntur, testamentum facere possit, éstraneus heres non est. Nota autem matrem, quod filios in potestate non habeat, vocari personam extraneam. Sic autem intellige, si divortio seiuncta sit a marito : tunc enim vivens cum filiis vocatur ad hereditatem . filii de functi, si maritus secundam uxorem duxerit: nam si divor. tium factum non fuisset, sola morte diremtum esset matrimonium: sed divortio facto, merito quoque ma.

ter succedit, quod superstes sit. Glüds Erläut. 8. Pand. 24. Ch.

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merkt noch, daß wenn die Mutter vom Vater geschiedent worden, fie selbst eine persona extranea genennt wers den könne, und dem verstorbenen Kinde mit den Geschwis stern desselben ab intestato succedire. "

Um Schluße des Kap. 26. S. 1. fügt Iustinian noch hinzu, daß es in Absicht auf die lucra nuptialia, welche durch den Uebertritt zur zweyten Ehe des überlebenden Ehes gatten an die Kinder der ersten Ehe fallen, gleichviel seyn folle, ob sie Erben der Eltern geworden sind, oder nicht. , Sie müssen sich nur nicht durch Undankbarkeit dieser geseg: lichen Wohlthat unwürdig gemacht haben. Justinian fagt nämlich S. 1. nach Hombergt.

In ea quoque lucra, quae liberi capiunt,, parentibus secundas nuptias contrahentibus, non -curiose inquirimus, utrum heredes sint parentis ante vel postea mortui, vel an quidam heredes sint, quidam vero non. Sed quemadmodum antea s*) diximus, praemium ipsis datum, aequaliter illi quidem, qui superstites sunt, accipient, cum

ipsis vero etiam liberi illius, qui mortuus est, pa - rentis sui partem capient, ubique tamen ingratitudo,

sicut antea quoque diğimus, filio impedimentum, quantum ad lucrum illud, afferat. Leges enim in

52) S. Cap. 20. S. 2. in fine. Atque haec filiis tanquam

praecipuum aliquod praemium ex nostra lege dabun-
tur, etsi patri aut matri, aut utrique heredes non
sint, vel quidam, ei illis hereditatem adeunt, quidam
vero recusent; – quare si ipsis praemium lege de-
latum est, nullo additamento confundatur, neque mi-
nuatur, nisi ipsi liberi suae diminutionis causam prae-
beant.

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