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angesehene Schauspieler. 86. der damals unverständlich gewordene, von Numa herstammende Gesang der Saliaren, Priester des Mars. 92. viritim von Hand zu Hand.

93. nugari, als Gegensatz zum Krieg , aber auch mit Hinweisung auf Unbestand und Ausartung in der Fülle des Glücks. 97. „hing mit Aug' und Herz an Gemälden“. 100. mature plena, alsbald gesättigt.

102. venti secundi wie v. 94 aequa fortuna. 103. sollemne, stehender Brauch. 105. „unter zuverlässiger Bürgschaft“. 110. dictant, den Schreibern. 111. cf. Epist. I, 1, 10. 113. scrinia, die einze'nen Kapseln, worin Schriftrollen. 114. abrotonum, Eberreis, Stabwurz, aromatisch ; jetzt vielfach Hausmittel. 123. panis secundus, geringere Sorte, Schwarzbrod. – 132. die frommen Chorgesänge der Knaben und Mädchen (ignara mariti unverheirathet) wie beim Carmen saeculare, worauf sichtlich hingedeutet wird. 144. sich selbst gütlich thun. 145. Fescennina, muthwillig neckende Verse und Gesänge, von der etrurischen Stadt Fescennia. 147. nur an bestimmten Tagen des Jahres. 149. die Ausartung der ursprünglich arglosen Scherze, 156 etc. die veredelnde Einwirkung der besiegten Griechen auf die bäuerische römische Poesie und Belustigung; artes hier zunächst die griechischen Schaustücke mit allem Zubehör und Gepränge; gegenüber chartae v. 161; ähnlich artes und libri in v. 242 u. 243. 158. der bekannte altrömische Saturnische Vers (Dabúnt malúm Metélli Naévió poétae). 161. serus, sc. Romanus; das eigentliche Studium der griechischen Scirriftwerke von Seiten der Römer (anders v. 156). 163. die Tragödie und ihre wirksame Bedeutung, im Gegensatz zu blossen Belustigungen. 164. digne vertere, umfassender als ein blosses Uebersetzen. 170 etc. ironisch, zum Tadel des Plautus. 173. Dossennus wahrscheinlich eine komische Person in einer Komödie von Plautus. 175. Plautus schrieb für Geld. 180. res ludrica Schauspiel. 189. vier Stunden lang blosse Aufzüge, Triumphe etc. 195. Camelopardalis (Giraffe), durch Julius Cäsar zuerst nach Rom gebracht. 199. scriptores, die Dichter selbst im Gegensatz zum Schaugepränge. 205. Geklatsch, ehe noch ein Wort gesprochen.

214. lectori, also Dichter zum Lesen, nicht Schaustücke. 216. munus, die von Augustus im Tempel des Palatinischen Apollo gegründete Bibliothek. 220. ut vineta etc. „um gegen mich selbst aufzutreten und meine Fehler zu tadeln“. 225. „dass Sorgfalt und Feinheit nicht genug anerkannt werde“. 230. aedituos, die Dichter gleichsam als Tempelwächter für die Verdienste des göttlichen Augustus. 239. Apelles grösster Maler, Lysippus Bildhauer, Zeitgenossen des Alexanders.

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242. judicium sc. Alexandri. 244. Die Böotier galten als geistlos. 245. Das bessere Urtheil des Augustus in Sachen der Poesie. 250. sermones, Satiren und Episteln, im Gegensatze zu der höheren epischen und lyrischen Poesie. 260. Zudringlichkeit, mit Gedichten; „das Lächerliche darin prägt sich mehr ein, als das Schätzenswerthe“.

264. nil moror, ich mag nichts wissen von etc. 265. cereus einem Wachsbild. 267. „ein schlechtes Gedicht wird alsbald Maculatur für einen Kramladen, und trägt so den Sänger mitsammt dem Besungenen gleichsam als Leichen hinaus

Epist. II, 2. Flore bono. Dieses wäre denn, abgesehen von der „Ars poetica“, das letzte Dichterwerk, welches Horaz der Oeffentlichkeit übergeben, und gewiss ein treffendes Vermächtniss als Spiegelbild für den Charakter und die Persönlichkeit des Dichters, wie sich bei der Lectüre ergeben wird. Florus ist derselbe, welchem Epist. I, 3 zugesandt wurde, als er sich im Gefolge des Tiberius Nero auf dessen Feldzuge nach Armenien_befand; hier begleitet er ihn, wie kaum Zweifel ist, auf dem Feldzuge nach Pannonien im J. 11. Wahrscheinlich hatte Horaz auf sein Andringen ihm Zusendung von Gedichten versprochen, namentlich wohl auf des Tiberius Thaten; aber er liess ihn lange warten, und schickt zuletzt auf erneuerte Mahnung diese Epistel, worin er einerseits für dergleichen Poesie sich als nicht mehr geeignet erklärt, und anderseits seine Bestrebungen für wahre Lebensphilosophie vorführt. Je geläufiger dieses Thema an mehreren Stellen, namentlich in Epist. I, 1. hervortritt, so bewundernswürdiger ist die Genialität, womit der Dichter es immer neu zu variiren und in drastische Situationen zu lenken weiss.

v. 2. puerum, Sklav, Diener. 3. Tibure, also ländlich aufgewachsen; und nun gar Gabii, ein damals armseliges Dorf. 5. über 400 Thaler (1000 Sestertien c. 50 rtl.). 8. wie feuchter Thon bildsam. 9. indoctum, gleichsam: nicht nach Noten. 10. Zu viel Lob macht misstrauisch. 12. nicht reich, aber ohne Schuld und Mangel.

13. mangones, Sklavenhändler voll betrügerischer Anpreisung. 14. cessavit, mildernd für aufugit. 17. der Verkäufer ist vor Gericht gesichert, weil er den Fehler angegeben. 18. prudens wissentlich. 20. Anwendung des Vergleichs auf des Dichters Saumseligkeit im Dichten und Schreiben. 26. Luculli, im Mithridatischen Kriege; Soldat und Factum nicht näher bekannt.

33. c. 1000 Thaler. 40. zona, Geldgurt, Geldkatze, sc. wie ich früher. 41. Anwendung des Vorhergehenden auf Horaz und seinen Lebensgang, zunächst gegenüber dem klugen rusticus. 42 etc. Lebensweisheit aus griechischen Dichtern

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und Philosophen. 48. non responsura , nicht gewachsen. 53. „,da ich jetzt meine Genüge habe, so müsste ich unheilbar verrückt sein, wenn ich mich noch auf's Versmachen verlegen wollte“. 55 etc. „auch mein Lebensalter ist nicht mehr für Poesie; und wollte ich auch, so kann ich doch nicht Allen genügen". 65. „und nun gar in dem unruhigen Rom“. - 67. sponsum, Bürgschaft zu leisten. 68. cubat, als unwohl. 70. humane, ironisch. verum , als etwaige Tröstung, wovon im Folgenden das Gegentheilige. -- 72. redemptor, der etwas für bestimmte Zeit übernommen, besonders bei Bauten. 74. Leichenzüge und Lastwagen. 78. wie Bacchus, so seine Schützlinge, die Dichter. 80. contracta, schmale Pfade. 81. vacuas, geräuschlos, still. 84. dem Volke zum Gelächter.

87 etc. „um mit Gedichten zu gefallen, musste ich lobhudeln; was mir zuwider ist“. Zwei Brüder, ein Rechtskundiger (verglichen mit Publ. Mucius Scävola, Consul 133) und ein Redner (wie Gracchus). 91. carmina sc. lyrica, Oden, Lieder. 94. aedem, sc. Apollinis Palatini, wo die auserwählte Bibliothek. 98. Gladiatoren in Samnitertracht zur unblutigen anhaltenden (lento) Belustigung bei Gastmählern, gegen Abend (ad lumina prima). — 99. „er nennt mich (puncto i. e. suffragio) einen Alcäus, und ich ihn? mit Namen griechischer Elegiker, Callimachus (aus Cyrene um 280), Mimnermus (aus Kolophon, Solon's Freund). 104. „lasse ich das Dichten, so kann ich Dichterlingen meine Ohren verstopfen“. 107. kurze Zeichnung der schlechten Dichter als Uebergang zu der folgenden Prachtstelle über die guten. 111. audebit, weiset schon auf die als unantastbar geltenden penetralia Vestae (v. 114) hin.

115. eruit aus dem Schutt, wo sie wie verrostet sind. 119. usus der Sprachgebrauch; vgl. de Art. poet. 71.

123. lēvabit, expoliet. 124. scheinbare Leichtigkeit nach vieler Qual und Mühe. 126. Entgegnung, worauf die Antwort in einem Geschichtchen erfolgt: „da bist du wie jener Argivers etc.

141. „Nach all dem Gesagten also halte ichs für besser, das Dichten dran zu geben und mich der Lebensweisheit zu befleissigen, frei von Habsucht und Ehrgier, zufrieden mit dem Erworbenen“. 151. audieras, nämlich den falschen Volksspruch. 159. usus, der Niessbrauch. 160. Orbius ein beliebiger reicher Gutsbesitzer. 161. daturas, durch Verkauf.

164. paulatim durch jährlichen Ankauf des Bedarfs. 167. Veji nördlich, Aricia südlich von Rom. 170. eine Pappel als Gränzscheide. 182. curat, der Indicativ auf Horaz selber deutend. 184. der Palmenreichthum bei Jericho. 187. scit Genius etc. insofern jeder seine eigene, angeborne Sinnesart hat, aber auch zeitweilig wechselt. 190. „ich will mich in

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der Mitte halten“, nicht habsüchtig und nicht verschwenderisch.

197. quinquatrus, fünftägiges Fest der Minerva im halben März, womit Schulferien verbunden 199. vgl. Od. II, 10, 6.

205. abi; so der Richter zum Freigesprochenen. 209. Thessalien, reich an Zaubersachen (Kräutern und Künsten). 213. decede, mach Platz. 215. potum largius acquo, betrunken. 216. die Jugend, für welche sich Lustbarkeit und Muthwille mehr geziemt.

De arte poetica. Ad Pisones. Mit diesem Meisterwerke hat der Dichter seine poetische Laufbahn gegen Ende seines Lebens gekrönt (s. S. 6). Es ist den Pisonen, dem Vater und den Söhnen, in Form einer Epistel gewidmet; wer es aber unbefangen vorwärts liest, findet, ausser den Stellen der Anrede, kaum irgend eine persönliche Bezüglichkeit zu denselben, sondern bewegt sich überall in dem einheitlichen Gebiete Dessen, was der Titel „De arte poetica's besagt, ein Titel, den Horaz selber nicht anders geben konnte, wenn er überhaupt betiteln wollte, und unter welchem schon Quintilian das Werk einfach anführt. Bei diesem Inhalt ist es aber weder eine versificirte, gleichsam nach Paragraphen schematisirte Abhandlung oder umfassende theoretische Poetik, noch ein buntes mit poetischer Laune zusammengeschobenes Allerlei, sondern es ist ein echtes Dichterwerk, ein echt Horazisches Dichterwerk, und als solches ein einheitliches, organisch sich hinrankendes, durch vielfache individuelle, sowie auch satirische Beziehungen zu den damaligen Dichterverhältnissen belebtes, im Einzelnen ebenso genial als kunstgerecht gegliedertes, und mit Besonnenheit im voraus überdachtes Ganze, echt Horazisch auslaufend in die satirische Carricatur eines Dichterlings, wie es mit der bildlichen Carricatur eines schlechten Dichterwerks beginnt. Die Gliederung im Einzelnen anzustellen, bleibt daher auch einer gewissen Manchfaltigkeit der Auffassungsweise, also vielfach dem persönlichen Unterrichte des Lehrers überlassen, und die beim Druck eingerückten Stellen (Alinea) sollen mehr zu äusserlicher Uebersicht, als zu eigentlicher Punctation dienen, welche letztere ja durch dichterisch-organische Uebergänge verschlungen wird und nicht gerade an Versabsätze geknüpft ist. Im grossen Ganzen lassen sich jedoch folgende drei Haupttheile von ziemlich gleicher Ausdehnung (c. 150 Verse) deutlich unterscheiden: I. Ueber die Anforderungen an ein Dichterwerk überhaupt, als einheitliches, im Einzeln zusammengehöriges, nach Sprache, Versbau, Färbung, Charakteristik und besonderer Dichtart kunstgerecht schönes und anziehend gefälliges Ganze (v. 1-152). 11. Ueber die dramatische Poesie insbesondere, weil gerade darin die damaligen Dichter, um des eclatanten Ruhmes willen, sich am meisten versuchten, und weil dieselbe als eigentliche Kunstpoesie am meisten für allseitige dichterische Fingerzeige geeignet ist (v. 153 bis circ. 295). - III. Ueber die Durchbildung und rechte Verfahrungsweise eines Dichters selbst, um in seinen Werken Gutes zu leisten (,,munus et officium“ etc. v. 306 -309); namentlich, dass zum Talent auch Studium, Sorgfalt, unermüdliche Feilung und aufrichtig strenge Kritik Seitens competenter Freunde gehöre (v. 295 bis c. 452). Hieran schliesst sich sodann als Schluss das satirische Gebilde des Gegentheils von einem besonnenen, wahrhaft berufenen Dichter, bis zur Horazisch - lustigen Endvorstellung eines Blutigels. L. Calpurnius Piso, aus edlem Geschlechte Ydie Calpurnier leiteten ihr Geschlecht von Numa Pompilius her, v. 292), 16 Jahre jünger als Horaz, war Consul im J. 15, hielt einen Triumph über die Thrazier im J. 11 v. Chr., und starb im J. 32. n. Chr. Tacitus spendet ihm allseitiges Lob, besonders hinsichtlich seiner Stadtpräfectur unter Tiberius (Tac. Ann. V, 10). Ueber seine Söhne, von denen der ältere um diese Zeit jedenfalls auch schon, wie der Vater, sich mit poetischen Arbeiten befasste, ist nichts Näheres bekannt. Die Anmerkungen müssen wir leider um des Raumes willen sehr beschränken.

v. 1. Schöne Wortstellung der charakterisirenden Adjective. - 2. si velit (griech. si c. opt.); das Gemälde als solches soll nicht getadelt werden; so etwas kann der Maler ja nicht aus Ungeschick, sondern nur mit Wollen und Absicht gemacht haben; es soll vielmehr nur eine derb anschauliche Kritik (gleichsam Conterfei) für eine Schrift sein, wie sie v. 7-9 gezeichnet wird. plumas, hauptsächlich beim mittleren Theile; daneben aber die einzelnen membra ita diversa (undique collata), ut turpiter atrum etc. 5. spectatum admissi, also gleich beim Eintritt und ersten Anblick Lachen erregend. 9. pictoribus etc. Entgegnung von Seiten der Poeten, nicht des Malers. „was seiner Natur nach nicht zusammengehört, soll sich nicht als Gleichartiges und Einheitliches präsentiren wollen". 14 etc. Beispiele von Verletzung der Einheitlichkeit. 19. cupressum, für Gräber; das will aber ein geretteter Schiffbrüchiger nicht, wenn er sich für Geld mit seinem Schiffbruch malen lässt. 23. denique, das Gesagte zusammenfassend. 24. solche Fehler scheinen leicht zu vermeiden; aber decipimur specie recti; daher die Anrede paters etc. recht an ihrer Stelle. 30. vor der strengen Kunstkritik, gegenüber dem täuschenden Scheine. 32. ludus, Gladiatorenschule von Aemilius Lentulus, wo Gelegenheiten

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