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gen wird.

für bildende Künstler (fabri). 34. ponere totum; das ist die Hauptsache. 38 etc. „um Fehler zu meiden und Gutes zu leisten, gilt's vor allem, einen Stoff zu wählen, dem man gewachsen ist; dann gedeihet auch die Darstellung, in Anordnung und Ausdruck, bis zur Wahl der einzelnen Wörter und zur Bereicherung der Sprache“. 45. amet und spernat, die Unmittelbarkeit des richtigen Geschmacks, Lust und Widerwille. 47. callida junctura, ist selbst ein derartiges Beispiel 49. Für neue Begriffe neue Bezeichnungen. 50. Cethegus, zur Zeit des 2. Pun. Krieges, von Ennius ,,Suadelae medulla“ genannt; cinctus, ein kurzer Leibrock ohne Aermel, statt der spätern tunica. 53. auch Neues, aus griechischer Quelle Hergeleitetes, findet Aufnahme, wie schon bei den Komikern Cäcilius und Plautus. 56. Cato (Censorius), schrieb die „Origines“ und „De re rustica“. 59. „wie neugeprägte Münze“, producere sc. ad usum publicum, was die Hauptsache ist; das unverbürgte procudere liegt schon in signatum. - 60. Es folgt (gleichsam als Probe echter Poesie) eine prachtvolle Stelle mit idealem Gehalt, der erst in v. 71 echt Horazisch durch das Wort vocabula wieder völlig ins Individuelle gezo

64 mit besonderer Beziehung auf die von Augustus veranstaltete Verbindung des tyrrhenischen Meeres mit dem Lucriner und Averner See bei Bajae. — 65. die damaligen Canalarbeiten an den Pomptinischen Sümpfen. 67. Rectificirungen des Tiberflusses, besonders gegen Ueberschwemmungen. 71. ohne „vocabulaeine schöne Sentenz, 72. Schöne Charakteristik des Sprachgebrauchs. 73. Von der Sprache als solcher wird nun zu der eigentlich poetischen, zu den gebundenen Versformen übergegangen; v. 73 die epische Poesie; v. 75 die elegische; v. 79 die iambische; v. 80 die dramatische (socci Komödie, cothurni Tragödie; alternis und vincentem, durch die Anacrusis; res agendae dramatisch, wie res gestae in v. 73 episch); v. 83 die lyrische mit ihren vielseitigen Formen in Verbindung mit Gesang und Saitenspiel. – 86. die besonderen Formen und Färbungen in Rhythmus und Ausdruck, entsprechend dem Gegenstande und den Umständen.

88. pudens prave aus verkehrter Scham. 91. für einen tragischen Stoff, wie die bekannte coena Thyestae (dem seine eigenen Kinder von seinem Bruder Atreus als Speise vorgesetzt wurden), passt nicht die Sprache des gewöhnlichen Lebensverkehrs oder gar die Sprache der Komödie. 94. Chremes, ein reicher Geizhals bei Terenz. 96. Telephus, Sohn des Hercules, König in Mysien, soll wegen einer von Achilles empfangenen Wunde als Bettler in desses Lager gekommen sein, um durch den Rost an dessen Wurfspiesse geheilt zu

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werden. Peleus musste aus seinem Vaterlande Aegina fliehen, weil er seinen Bruder Phocus getödtet; er kam nach Thessalien, 97. ampulla, Flasche mit engem Hals, für Schminke und Oel; hier wie das griechische hinzugos vom Redeschmuck. sesquipedalis anderthalbfüssig, also ellenlang. 99. Das Folgende schliesst sich dem Vorhergehenden über Angemessenheit und entsprechende Färbung an, geht aber tiefer ein in die eigentliche innere Wahrheit und Charakteristik, dessen Wirkung das dulces, das unmittelbar Ansprechende und gleichsam mit sich Fortreissende ist. 104. auf die Bühne bezogen. male mandata sc. a poeta ; die Worte, die der Dichter den Personen in den Mund legt, müssen volle innere Wahrheit haben, mit Sachlage und Charakteren übereinstimmen; sonst wirkt kein Schauspieler und kein Costüm. 113. pedites, witzige Bezeichnung gegenüber dem Ritterstande. 114. Divus; der Gott steht über der Handlung, der heros ist darin befangen. Es folgen weitere treffende und verschiedenartig motivirte Gegensätze und Eigenthümlichkeiten (die nähere lebendige Charakterisirung beim mündlichen Unterricht, da einzelne Prädicate nicht genügen). 125 etc. „Wie überlieferte Charaktere, so müssen auch neu erfundene consequent durchgeführt werden; aber da gibt es gewöhnlich nur allgemeine Charakterbilder, die zu specialisiren und zu individualisiren, also gleichsam in Fleisch und Blut zu setzen, sehr schwer ist; daher besser am Ueberlieferten und Bekannten (publica materies v. 131) festhalten, und dasselbe doch wieder durch eigenthümliche Behandlung zu seinem Eigenthum (privati juris) machen, indem man nicht sklavisch einem Vorbilde nachahmt und sich dadurch alle freie Bewegung abschliesst“. 136. der Beengung gegenüber die zu grosse Weitung, wofür als Beispiel eine epische Ankündigung genommen wird, die gesammte fortuna Priami (daneben das lyrische cantare und das müssige nobile), während Homer bei beschränkender Ankündigung einen desto grösseren Reichthum entfaltet und zwar in einer so natürlichen Weise, dass dadurch wieder jenes „dulces in v. 99 erreicht wird, dort mit „animum auditoris agunto“, hier mit „auditorem rapit“ gezeichnet. - 139. parturient, die verbürgtere Lesart, und hier energischer, gleichsam wie ein vielleicht eintretendes Factum; für Sentenz-Anwendung parturiunt geeigneter. 141. Anfang der Odyssee. 145. Antiphates, König der Lästrygonen, menschenfressend. 146. Meleager, Bruder des Tydeus, bei der Kalydonischen Eberjagd. – 147. ovo, das Ei der Leda, Castor und Pollux, Helena und Clytemnestra). 152. ne, die Folge oder Wirkung fein übergeleitet in Absichtlichkeit. 153. Uebergang zur besondern

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Behandlung der dramatischen Poesie, bei welcher es vorzugsweise auf rechte Charakterisirung und Lebenswahrheit der handelnden Personen ankommt („ludimus effigiem vitae"); daher zur Verdeutlichung hier die schöne Zeichnung der vier Lebensalter. 154. aulaea, der Vorhang, welcher bei Eröffnung von oben herabgelassen und beim Schluss heraufgezogen wurde, daher man angemessener Weise zuerst und zuletzt die Köpfe sah, nicht wie heutzutage die Füsse und Beine. 155. vos plaudite, die bekannte Formel zum Abschluss des Stückes; verschieden von applaudere. 179. Es folgt Verschiedenes über Anlage und Oekonomie des Stückes: möglichst viel Handlung zum unmittelbaren Anschauen auf der Bühne, statt Geschehenes berichten zu lassen, aber mit Vorsicht und Auswahl; Festhalten an der angemessenen Eintheilung in fünf Acte; kein willkürliches Hereinziehen eines Gottes (deus ex machina); nicht mehr als höchstens drei handelnde (redende) Personen gleichzeitig auf der Bühne (Sophokles erhielt zuerst den dritten Schauspieler; bis dahin nur zwei). 193 etc. Ueber den Chor; treffende Zeichnung seiner Aufgabe, wie sie namentlich bei Sophocles sich erweiset; der Chor soll wie eine Person mit in die Handlung eingreifen und doch einen höheren, besonnenen Standpunkt wahren, nicht aber (wie es schon bei Euripides anfing) seine Gesänge ohne Zusammenhang mit der Handlung (also gewissermassen prunkvolle Gemeinplätze) zwischen die Acte einschieben. 202. das äussere Erscheinen des Chores und die begleitende Musik, ursprünglich alles einfach, dem Publicum entsprechend; später Glanz und Fülle, in Tanz, Musik und Sprache etc. Der einfache, das Theater besuchende Landmann liess sich natürlich diesen städtischen Umschwung gefallen (v. 211). 220. Vom „Drama satyricum“ der Griechen, an die Tragödie sich anschliessend , worin die Heroen mit geschwätzigen Satyren in scherzhaften Verkehr kommen, aber darum doch selber die heroische Würde zu bewahren haben, so dass zwischen Drama satyricum (Silenus v. 239) und eigentlicher Komödie (Davus, Pythias, Simon) ein weiter Unterschied bestehen bleibt. — 234. dominantia, wie das griech. zúpla, Gegentheil von bildlich. 240–43. Das ist die wahre Kunst und Originalität. 244-47 etc. die Faunen müssen ihren naturwüchsigen Waldcharakter bewahren und nicht in städtisches Wesen, Gemeinheit oder Feinheit, übergehen. 249. Ritter, Patricier und Reiche. 251. Ueber das dramatische Versmass (Tragödie und Drama satyricum gehören zusammen), den griechischen Trimeter (der Name trotz der 6 Ictus); seine strengen Anforderungen hinsichtlich der Spondeen (unzulässig im 2., 4. und letzten Fusse), wogegen die Römer (wie über

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haupt in der Feilung des Versbaus) so vielfach gefehlt, daher der Dichter länger dabei verweilt. 274. digitis, scherzend als Nothbehelf (scandiren) gegenüber dem feineren aure. 275. Kurzer Hinblick auf den Anfang und Verlauf der Tragödie, sowie der etwas später auftretenden Komödie bei den Griechen; daran anschliessend einen Vergleich der ihnen nacheifernden Römer, deren Hauptfehler der Mangel an sorgfältiger Feilung sei; daher mahnende Anrede an die Pisonen, als Uebergang zu dem in der Einleitung bezeichneten dritten Haupttheile, dessen Grundidee die rechte Verbindung von Talent und Studium, von Genie und Kunst ist. Daher wird gleich mit einer scharfen Zeichnung der eingebildeten Genie's begonnen. 297. Democritus, der lachende Philosoph von Abdera, Urheber der Atomenlehre, Zeitgenosse des Sokrates.

300. Anticyra, kleine Insel bei Phocis, reich an Nieswurz gegen Irrsinn; übrigens werden noch zwei andre Anticyrae angegeben. 301. über Licinus nichts Näheres bekannt. 304-308. nähere Angabe, wenn auch nicht eigentliche Disposition für das nunmehr Folgende. 312. Zunächst über „unde parentur opes; tüchtiges Studium philosophischer Schriften und Beobachtung des Lebens, mit voller Hingabe an geistige Fortbildung (wie bei den Griechen), während in Rom die Jugend zu sehr an materielle Bildung, an Geldrechnungen gewöhnt wird. 327. Albinus, nicht näher bekannt. 332. wie heutzutage kostbare Einbände. 333. Für die Verwendung des gewonnenen Gedankenreichthums heisst es als höchste Aufgabe beim Dichter: „prodesse (docere) et delectare, jucunda et idonea, miscere utile dulci(wie beim Redner ,docere ac movere”); im belehrenden Elemente gilt Kürze, im dichterisch Erfundenen vor allem innere Wahrheit. 340. Lamia, eine Schreckgestalt (Weib mit Eselsfüssen) für die Kinder, die da komme, sie zu fressen. 341. Die ernsten Alten wollen Nützliches, die hochfahrende Jugend will Ergötzliches. Ramnes bei Romulus die vorzüglichste der 3 Reitercenturien. 343. punctum, Zeichen beim Abstimmen, suffragium; also hier: „allgemeinen Beifall findet“. 345. Sosii , Gebrüder, damals die angesehensten Buchhändler. 347. „Bei allen strengen Anforderungen wird immerhin gern anerkannt, dass nicht alles vollkommen sein kann und vereinzelte Mängel verzeihlich bleiben, wie selbst bei Homer". 357. Choerilus s. Epist. I, 1, 233. 366. „Aber so fährt der Dichter im Anschluss an das Vorhergehende mit gehobener Mahnung an den ältern, sich bereits der Dichtkunst befleissigenden Sohn Piso fort „aber die wahre Aufgabe der Kunst bleibt die Vollkommenheit, während bei andern Bestrebungen auch Mittelmässiges

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seine Geltung hat; daher vor Allem Dichterberuf, und daneben Anwendung aller Mühe und Mittel zur Feilung und Vervollkommung“. 371. Messala Corvinus s. Sat. I, 10, 29. Cascellius Aulus ausgezeichneter Rechtsgelehrter. – 375. Sardo, Sardinischer und Corsischer Honig von schlechtem Geschmack.

387. Maecius (Metius) Tarpa, ausgezeichneter Kritiker, S. Sat. I, 10, 38. 391-407. Anschliessend an die vorhergehenden Anforderungen folgen nun die hohen, wunderbaren Wirkungen der wahren, vollendeten Poesie, hier vorzüglich der lyrischen, von welcher bisher noch wenig Rede gewesen; daher zum Schluss (v. 406): „ne forte pudorietc. 394. Amphion, der die Mauern Thebens baute; Kadmus der erste Gründer. 398. feste Ehe und rechtliche Verhältnisse der Verehelichten. 403. sortes, die Orakelsprüche. 405. ludus, öffentliches Spiel, als Erholung nach langen Arbeiten. 408. Nach der glänzenden Darlegung der Wirkungen echter Poesie wird nun wieder der Grundgedanke. aufgenommen, wie er v. 295 eingeleitet war, über das Verhältniss von Natur (natura, ingenium, vena etc.) und Kunst (ars, studium, doctrina, judicium etc.); nur die Verbindung beider ist das Rechte und Wirksame, wogegen die Römer damals so vielfach fehlten, indem bei der herrschenden Sucht, ein Dichtergenie zu sein, bewundernde Schmeichler und Parasiten geliebt, und redlich scharfe Beurtheiler gemieden wurden. 412. meta, in der Rennbahn. 414. Pythia cantare, bei den Pythischen Spielen öffentlich als Sänger auftreten. 416. scabies Krätze; der Spruch von Laufspielen der Knaben entnommen. 422. unctum, also zu festlichem Gastmahle geladen. 433. derisor, weil sein Ergriffensein nur erheuchelt und in Wahrheit verlachend ist. 438. Quintilius, von Virgil wie von Horaz so sehr geliebt. s. Od. I, 24. 445-49. bündige Anweisung für Kritik. 450. Aristarchus, der berühmte strenge Alexandrinische Kritiker, besonders des Homer, um 150 v. Chr. 453. An die vorhergehenden letzten Verse knüpft sich die Gelegenheit, das Ganze recht Horazisch mit Vorführung eines eingebildeten närrischen Dichtergenies zum satirischen Schaugebilde für die damaligen Dichterlinge zu schliessen. mala scabies, wohl der Aussatz. morbus regius, die Gelbsucht (der Name?). 454. Diana, wegen der Einwirkung der Mondphasen auf Irrsinn. 456. incauti, gegenüber dem „qui sapiunt. 457. sublimis, himmelwärts, also nicht vor sich sehend. 463. Siculi , Empedocles v. Agrigent, s. Epist. I, 12, 20. 471. Die Verswuth als göttliche Strafe für Entweihung heiligster Plätze; also nicht aus Dichterberuf.

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