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besonderer Rů dfiche

auf

Religion, Recht und Staatsverfassung

von

Dr. George Phillips,
ordentlidem öffentlichem Profeffor der Rechte und der Ges
spidhte an der Königl. Ludwig - Marimilians - Universitat

zu München.

3 weiter Band.

Berlin,
Bei Ferdina nd Dů mmler.

1 83 4.

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Das Erscheinen dieses zweiten Bandes deutscher Geschichte ist durch langwierige Krånklichkeit des Verfassers so wie durch dessen Wohnortsverånde: rung verzögert worden. Es enthält diese Fortse: zung der im ersten Bande bis zu den Zeiten der Merowinger dargestellten Frånkischen Geschichte, die Schilderung der Karolingischen Periode mit der besonderen Rücksicht auf Religion, Recht und Staatsverfassung. Vergleicht man diese beiden Zeitabschnitte mit einander , ro bietet der lektere

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einen Glanzpunkt dar, wie ihn der frühere nicht aufzuweisen hat. Es ist dieß Karl der Große, die Sonne, das Lumen domesticum des Kitas rolingischen Hauses, wie eines der Kapitularien ihn nennt. Diesen Fürsten in seiner wahren Große und Bedeutung, in seinein kraftvollen Han: deln und Wirken, als Held und als Führer der ihm von Gott anvertrauten Völker, erscheinen zu lassen

darauf ist des Verfassers ganze Auf: merksamkeit gerichtet gewesen. An die Person Karls des Großen knüpft sich auch das folgens reichste Ereigniß in der Geschichte der germanischen Volker, nåmlich die Erneuerung der weströmischen Kaiserwurde. Es hat daher der Verfasser diesen wichtigen Gegenstand schon deshalb um so mehr in seinem ganzen Umfange abgehandelt, weil es ihm dabei vorzüglich darauf ankam, auch für die spåtern Zeiten das Verhältniß zwischen Pabst und Kaiser auf die richtigen Principien zu basiren. Ueberhaupt aber inußte das Verhältniß zwischen der geistlichen und weltlichen Gewalt gerade hier eine ausführliche Berücksichtigung finden, weil wohl keine andere weitliche Gesekgebung, als eben die Karolingische, diesen Gegenstand in einer so großen Vollständigkeit behandelt und dabei zu: gleich so ganz und gar von dem Princip des wahs ren und innigen Einklanges beider Gewalten durch: drungen ist. Der Geschichte der christlichen Kirche ro wie des in ihr und durch sie geltenden Rechtes sind auch in diesem Bande mehrere Abschnitte gewidmet worden. Hinsichtlich desjenigen Paras graphen (J. 50), welcher von den Duellen des canonischen Rechts handelt, hat der Verfasser nur noch mit Bedauern hinzuzufügen, daß ihin bei dem Abdrucke desselben der Auffag des Herrn Professor Dr. Mdhler über den Pseudo: Jsidor (Tübinger theol. Quartalschrift. 1829. 1832) nicht befannt war. Da diese gediegene Arbeit einen wesentlichen Einfluß auf die Behandlung des in Rede stehenden Paragraphen gehabt haben würde, so mdge es vergönnt fenn, hier noch nachträglich auf dieselbe zu verweisen. So ist auch zu dem

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