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UNIV. OF MICHIGAN LIBRARIES

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anken Wenig

ale ises ; IV 98

iron des Juvenal. Ambers... Pohl, 187a.

Zur Kritik und Erlebtrung ini.ger Dat
Hofnan, Michael Joseph.

kräftiger

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29 ignator falso

so; nur glaube

mit zu ergän5. 61): ein Zeuge, ; vgl. Liv. 40, 23: signo adulterino T.

Cic. p. Cluent. 14, 41.

lassen X 334: TyriusRechte 0. Jahn in der Vorrede zu seiner

1, 87: lectus genialis in (1868) p. 9 sagt: Longe incertior quam

m genialem, quem biennio quaestio de versibus spuriis oritur. at 11

I 149; III 39.
turas versus ab ipso non scriptos on
ubi ad singulos versus aestimandos na fecerat uda,
que
a det

1; da der Satz: cum jam sexta
le beatum etc. in ganz gleichem
59:
me sperare cohortis
zous etc.

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qui certum ordinem et accuratam disponendi rationem contemnit et ea, quae propria romanae saturae est, libertate sermonem familiarem grata neglegentia fundendi vel ingrata neglegentia abutitur; tum ex rhetorica disciplina loquax, ubi opportunum locum nactus esse sibi videtur, finem accumulandi non invenit; denique qui sententias captat. non mirum igitur, si de quibusdam locis quotiescumque accedimus diversam sententiam ferimus. Weil nun aber für alle Verhältnisse der horazische Spruch:

Est modus in rebus, sunt certi denique fines,

quos ultra citraque nequit consistere rectum gilt, und weil man bei aufmerksamer Lectüre des Juvenal aus dessen Satiren selbst ein ziemlich klares Bild von dem Gedankengang und der Schreibweise des Mannes gewinnen kann, so wird man doch mit einer gewissen Zuversicht an die Prüfung der angezweifelten Verse gehen und sich ein selbständiges Urteil zu bilden suchen. Im allgemeinen und im Princip pflichte ich 0. Jahn bei, der seinen Grundsätzen bei der Feststellung des juvenalischen Textes mit folgenden Worten Ausdruck gab: quamquam volui equidem nihil unquam ideo damnare, quod libenter careas, quod poetae judicium et sensum qui talia addiderit vituperandum censeas, sed ea tantum spuria judicavi, quae a poeta, modo recte cogitaverit, nullo modo scribi posse putavi (praef. p. 9). Die Gründe für die Richtigkeit dieses Princips werden bei der Besprechung der einzelnen Verse zu Tage treten.

Sat. I v. 14: exspectes eadem a summo minimoque poeta wird von Ribbeck (p. 116) nach dem Vorgange Dobree's als „eine matte Capitelüberschrift oder eine Summe, die aus den ersten dreizehn Versen gezogen ist“, verworfen; aber ist denn wirklich in dem Verse nichts enthalten, ausser was in den vorausgehenden Versen gesagt ist? Liegt nicht vielmehr den Worten: summo minimoque ein neuer Gedanke zu Grunde? (Dass diese beiden Superlative noch an zwei andern Stellen: VI 349 und XI 36 mit einander verbunden vorkommen, kann auf die Beurteilung unserer Stelle keinen Einfluss haben.) Wäre der Dichter nach dem in V. 1-6 enthaltenen Gedanken, worin so lebhaft sein Verlangen nach Wiedervergeltung für die ausgestandene Pein geschildert ist, übergegangen zum Inhalt des V. 15 ff., so könnten wir einen Gedanken, wie er durch V. 14 gegeben ist, selbstverständlich nicht brauchen; da er aber nach jenen nachdrucksvollen Fragen von dem sich immer gleich bleibenden Stoff der Dichtungen und dem unaufhörlichen Vorlesen der Dichter in den Recitationssälen spricht, so ist es begründet, wenn er dem Begriff adsiduo lectore noch den Gedanken anfügt, dass unter diesen gute wie schlechte sich befinden. Wenigstens ist dieser Vers nicht viel überflüssiger als z. B. II 61; IV 98 (freilich von Ribbeck verworfen); V 69, und ein ebenso kräftiger Abschluss wie V11 154.

In V. 67 verteidigt Weidner sehr gut die Lesart signator falso gegen Madvigs (Opusc. I p. 40) Conjectur signato falso; nur glaube ich, dass falso nicht als Dativ, sondern als Ablativ mit zu ergänzendem signo zu fassen ist (s. Heinr. Comment. S. 61): ein Zeuge, Untersiegler mit falschem, nachgemachtem Siegel; vgl. Liv. 40, 23: qui super cetera scelera falsas etiam litteras, signo adulterino T. Quinctii signatas, reddiderunt regi. Ebend. 55. Cic. p. Cluent. 14, 41. Auf ähnliche Weise ist das Substantiv ausgelassen X 334: Tyriusque genialis (sc. lectus; vgl. Hor. Ep. I 1, 87: lectus genialis in aulast. Cic. p. Cluent. 5 extr.: lectum illum genialem, quem biennio ante filiae suae nubenti straverat etc.); I 149; III 39. V. 68 lautet in Pw:

exiguis tabulis et gemma fecerat uda, während Ss die Lesart fecerit haben, da der Satz: cum jam sexta cervice feratur - qui se lautum atque beatum etc. in ganz gleichem Verhältniss steht wie die Verse 58-59:

cum fas esse putet curam sperare cohortis
qui bona donavit praesepibus etc.

80 sollte man das Perf. fecit erwarten; wenn nun der Dichter vielleicht des Metrums wegen eine andere Form gebrauchte, so ist der Conj. Perf. fecerit (den Ribbeck und Weidner auch in den Text aufgenommen haben) immerhin wahrscheinlicher als das Plusquamperf. fecerat, das sich mit dem Präsens feratur nicht gut verbinden lässt.

Ueber die Verse 73-80:

aude aliquià brevibus Gyaris et carcere dignum, si vis esse aliquid. probitas lauāatur et alget, criminibus debent hortos praetoria mensas

75 argentum vetus et stantem extra pocula capruin. quem patitur dormire nurus corruptor avarae, quem sponsae turpes et praetextatus adulter ? si natura negat, facit indignatio versum,

qualemcunque potest, quales ego vel Cluvienus 80 gehen die Ansichten von Teuffel, Ribbeck und Weidner weit auseinander. Teuffel glaubt nämlich, dass die Verse 77--80 eine nachträgliche Einschaltung oder eine Variante zu den vorausgehenden vier Versen von Juvenal selbst herrührend seien; die zweiten vier seien vielleicht bestimmt gewesen an die Stelle der ersten vier zu treten, seien aber aus Versehen der Abschreiber (oder weil man auch sie der Erhaltung für würdig geachtet) daneben stehen geblieben (Anm. zur Uebers. S. 172 f. Rhein. Mus. XX. S. 153 f.). Ribbeck (S. 137) ist der Ansicht, dass der Dichter den Inhalt der Verse 73— 76 unmittelbar nach V. 68 gebracht habe, um dann „die Reihe häuslicher Unthaten, Vergiftungen und Verführungen ununterbrochen fortzuführen“; möglicherweise sei die jetzige Stellung der Verse durch ein Versehen des Abschreibers herbeigeführt worden. Weidner endlich nimmt, die Ansicht von Teuffel bekämpfend, an, dass die Verse 73–76 nur eine untergeordnete Bemerkung enthalten, veranlasst durch die Worte matrona potens im grellen Gegensatz zu ihren Verbrechen; dann aber müsse in V. 77–78 eine Steigerung zu 64–72 enthalten sein. Ich glaube, dass man bei Prüfung dieser Stelle vor allem die Schreibweise Juvenals im allgemeinen etwas mehr ins Auge fassen müsse; es zeigt sich nämlich auch in andern Satiren, dass der Dichter, nachdem er eigentlich den Gegenstand vollständig erschöpft zu haben scheint, plötzlich noch einen Gedanken hineinwirft, als ob er es sich nicht versagen könnte, jeden oft zufälligen Einfall für seine Zwecke zu verwerten. Es ist dies eine entschiedene Schwäche unsers Dichters, der sowohl in stilistischer als auch in metrischer Beziehung nicht immer die gehörige Feinheit beobachtete. Treffend charakterisiert ihn nach jener Seite hin Teuffel (S. 164): „Zu einem wahren Künstler fehlt dem Juvenal die Genialität, die leichte geschmackvolle Gruppierung des Stoffes, die Formbeherrschung; keuchend kommt er daher, und kaum hat er, von der Natur überwältigt, einen Augenblick Pause gemacht, so rafft er sich von neuem auf, um seinen mühseligen Weg fortzusetzen. Denn was seinen Ton betrifft, so ist dieser einförmig eifernd, erregt, predigend, scheltend, abkanzelnd. ... Juvenal wird beredt, ja redselig, und will doch zugleich alles Einzelne energisch und bezeichnend ausstatten; er spricht lange und viel, ohne darum weniger laut und pathetisch zu sprechen, und ermüdet dadurch sich selbst und seine Hörer". Dass sein Stil breit und gedehnt ist, werden wol alle Leser des Dichters fühlen, und selbst C. Fr. Hermann, der sich doch bemüht, die Vorzüge Juvenals in das hellste Licht zu stellen, muss dieses zugeben (praef. p. XI): unum illud jam singularum satirarum argumenta per quinque libros persecuturi monemus, rhetoricam hominis disciplinam, quam ne in vehementissimo quidem poetici ardoris impetu aut abiicit aut dissimulat, inprimis etiam hoc artificio censeri, quod pleraeque satirae in summa libertatis specie ad certae dispositionis formam partesque numero definitas descriptae sunt, quarum accurata observatione, etiam ubi longissime exspatiari videtur, tamen semper velut sponte sua in viam redit neque unquam tam licenter excurrit, ut non omnia aequabili inter se tenore jungantur. Intra singulas modo partes hoc sibi indulget, ut semel

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