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ansprechen, denn ihre Unsterblichkeit war davon abhängig 49) allein eive gemeine Schmeichelei hat er sich bei alle dem nicht zu Schulden kommen lassen. Und Mäcenas liebte dergleichen auch nicht. Denn sein Charakter war so voll edler Hingebung und Selbstverleugnung, dass er nicht nur als einfacher römischer Ritter die Monarchie des Augustus begründen half, der ihm gern die höchsten Staatsämler anver. traut hälte, sondern dass er auch in seinem Familienleben gegen die Ausschweifungen seiner Gatlin nachsichtiger war 5'), um nur dem Freunde und Gönner nicht entgegen zu treten dass er überhaupt weniger sich als Andern leble und sich gern jede Beschränkung auferlegte, während seine vertrauten Freunde, ein Asinius Pollio, ein Virgilius, ein Varius, ein Propertius und ein Horalias in seinem Zirkel die freieste Unabhängigkeil genossen 51). Die grössten Geister seiner Zeit zog er an sich, um dem Herrscher und dem Volke mit gutem Beispiele voranzugehen; denn seine Ueberzeugung war ebenso sehr, dass weder Verdummungsbefehle, noch blinder Gehorsam, sondern Aufklärung und persönliche Freibeit die Stütze eines Staates bilden, als dass das damalige Römerthum sich anders gestalten, dass nämlich jene alte gute Zeit nebst ihrer Einfachheit und Sittenreinheit wiederkehren müsse, wenn die Römer als Herrscher über den Erdkreis ihre Aufgabe lösen könnten. Deshalb mag er dann und wann dem Horaz den Auftrag ertheilt haben, diese Ideen in seinen Gedichten auszusprechen und die Römer auf ihre Fehler aufmerksam zu machen; er ertheilte dem Horaz diesen Auftrag, keinem Andern, weil er wusste, dass derselbe über seiner Zeit stand, ihre Mängel und Gebrechen am Besten kannte, und gleich ihm selbst eine Umgestaltung des römischen Lebens im Geiste näberle 52). In Augustus aber erkannte der Dichter das Ideal eines vollendeten Römers in Gesinnung und Thatkraft, und ihn musste er mit Recht als Rächer des Cäsar, als Friedensbringer und als Erweiterer des römischen Reiches preisen 53). Allein alles Lob, was er ihm spendet, galt weniger

49) Vgl. Od. I, 1. II, 20. Sat. I, 1. Ep. I, 1. Mäcenas selbst war mehr Kritiker als Dichter; 8. zu Od. I, 1, 29. Das Verhältniss zu andern Dichtern bestimmt H. dem Mäcenas Ep. I, 19.; er verweigert ihm ein episches Lied Od. JI, 12.

50) Vgl. zo Od. II, 12.

51) Belege von dem Verhältnisse, in dem H. zu Mäcenas stand, geben ausser Epod. 1., wo er mit ihm jede Gefahr zu bestehen verspricht, das Scherzgedicht Epod. III., die Einladungen Od. 1, 20. III, 8. 29., die Trostung Od. II, 17., der Ausdruck der innigen Zufriedenheit und Dankbarkeit Od. III, 16. und vor Allem Epist. 1, 7., in welcher H. lieber Alles zurückgeben will, wenn seine persönliche Freiheit in irgend einer Weise beeinträchtigt werden soll. Der beste Beweis, dass H. kein Schmeichler war! Mäcenas verlangte von ihm keinen „Dienst“; denn dass er bei ihm Schreiber gewesen sei, hat man zu vorschnell aus Sat. II, 6. geschlossen (s. Wüstemann das.); Fr. Jacobs (Verm. Schr.) sah schon das Richtige.

52) Vgl. zumal zu Od. III, 1. C. Hempel, „Wie H. zum Herolde des monarchischen Princips geworden?“ Bromberg 1840. 4.

53) Vgl. Od. I, 2. 12. 35., vorzüglich III, 3. 5. 14. IV, 5. 14. 15. Ep. II, 1. Blackwell, Memoirs of the Court of Augustus. Edinb. 1753 ff. 3 Bde. 4. Salverte, Horace et l'empereur Auguste. Paris 1823. Giesebrecht,

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seiner Person als solcher, sondern es galt seinen Thaten und diente dazu, ihn, den Alleinherrscher, als Muster eines ächten Römers dem

Volke zur Nacheiferung hinzustellen. Die ihm angetragene Geheimschreiberstelle schlug Horaz aus, weniger aus Kränklichkeit, als weil er dadurch seine Lebensansicht, seine persönliche Freibeit opfern musste er wurde Diener und konnte fernerbin die Dinge nicht mehr sich, sondern musste sich den Dingen unterordnen. Erst nach mehrmaliger Aufforderung willigte er ein, ein Gedicht als Zeichen der Freundschaft an ihn zu richten, weil er kein niedriger Schmeichler und Schmarolzer, sondern nur ein Verehrer jenes grossen Mannes sein wollte. Daher warb er weniger um die Gunst des Augustus, als Augustus om die seinige 54).

Jenes Streben nach persönlicher Freiheit, der Hauptzug in dem Character des Horaz, war auch die Ursache, weshalb er nicht gern an einem Orle, zumal in der Sladt lange verweilte 55), und weshalb er es gleich seinen Zeitgenossen Tibull, Properz u. A. vorzog, nie eine Familie zu bilden. Jene alte erzwungene Siltlichkeit, welche der Ehe die strengsten Formen auferlegte, war damals verschwunden: der Greuel der Bürgerkriege halte ein freieres Leben geschaffen, das zwi. schen der vorigen Strenge und der nachmaligen Unsittlichkeit die Mitte

Die ächten Römer aller Zeit heiratheten ohne Liebe und lieblen ohne Feinheit und Hochachtung, die der sinkenden Republik liebten ohne Unterlass, zwar mit Leichtsinn, aber mit Aufopferung 56). Ihnen war an steifen römischen Matronen nichts gelegen, sie, durch das Studium der griechischen Classiker und durch Reisen gebildet, wäbllen sich leichtfertige Libertinen 67), die mit ihnen nicht nur gleichen quid de 11. senserit Augustus. Primisl. 1829. 4. Löbell in Raumers hist. Taschenbuche 1834. S. 238. W. E. Weber „über das Verhältniss des H. zu Cäs. Octavianug“ in JArch. IX. (1843) S. 286. Feldbausch, De H. non adulatore. Heidelb. 1839. 8. A. Weichert, De Caesaris Augusti vita et scriptis. Grimae 1841 1. 46.

R. Unger, De C. Valgii Rufi poematis comment. (Hal. 1844) S. 16. 22. G. F. Grotefend, „l. Verhältniss zu August im Philolog. von Schneid e wein I. S. 143 ff.

54) Vgl. Anm. 32. Sueton. I. I. 4: post sermones [i. e. epistolas, cf. infra JI. Not. 37.] vero leclos quosdam nullam sui mentionem habitam ita sit questus (Augustus): Irasci me tibi scilo, quod non in plerisque eiusmodi scriptis mecum potissimum loquaris. An vereris, ne apud posteros infame tibi sit, quod videaris familiaris nobis esse. Erpressitque eclogam, cuius initium est : Cum tot sustin. etc. i. e. Epist. II, 1.

55) Ep. 1, 8, 12: Romae Tibur amem ventosus, Tibure Romam. Ob barius zu Ep. I, 10.

56) Vgl. das Fragment der Rede des Metellus Numidicus bei Gell. N. A. Í, 6: Si sine urore, Quirites, esse possemus, omnes ea molestia careremus: sed quoniam ita natura tradidit, ut nec cum illis satis commode, nec sine illis ullo modo vivi possit, saluti perpetune potius quam brevi voluptati consulendum. S. auch die lex Julia u. Papia Poppaea (d. Einl. zu Od. III, 6.) u. üb. die römischen Franen Bernhardy, Röm. Lit. - Gesch. S. 15 ff.

57) Epod. XIV, 15. Veber die Libertinen 8. Palda mu8, Röm. Erotik S. 45 ff. Horaz bezeichnet den Unterschied derselben in Aeussern von der Matrone Sat. 1, 2, 98: Cuslodes, lectica, ciniflones, parasitae, Ad talos stola demissa et circumdata palla, Plurima, quae invideant pure apparere tibi rem (matron.). Altera (libert.) nil obstat : Cois tibi paene videre est Ut nudam,

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Character, sondern auch gleiche Bildung besassen, und welche die Dichter uicht einmal unter ihren wahren Namen, sondern meist unter griechischen von gleicher Quantität besangen 58). Sie heiratheten sellen - die Ehe untergrub ibre Freiheit. So auch Horatius. Seine erste Liebe fällt in's Jahr 712, doch kaum war er in Rom angelangt, als er mit sich und der Welt zerfallen, seinen Unwillen in Schmähgedichten äusserte, welche nicht nur die herrschend gewordenen Fehler seiner Zeit, sondern auch eine ihn verlassene Schöne zum Gegenstande halten, der er später das begangene Unrecht wieder abbat 59). Fast gleichzeitig liebte er die Inachia und die Neära, deren Untreue er ihr wabrscheinlich unter dem Namen Barine später vorwarf. An der Vollendung der dein Mäcenas versprochenen Jamben (719 und 720) hinderte ibn ebenfalls der Gott Amor 6). Allein nach erhaltenem Land'gule (721), wodurch sein beissester Wunsch erfüllt wurde, scheint doch in ihm die Liebe zu einer Geliebten erwacht zu sein, welche leider der Tod bald hinwegraffle. Diese war die Cinara, sicherlich eine griechische Freigelassene, welche er als Lalage besang, während er nach ihrem Tode stels den wahren Namen nennt 61). Denn

ne crure malo, ne sit pede turpi; Metiri possis oculo latus. Vgl. über ihren Haarschmuck Od. 1, 5, 4. II, II, 22., über ihre Theilnahme an den Gelagen Od. I, 36, 13.

58) Hauptstelle bei Apulej. Apolog. p. 419. ed. Wouw.: Hic illud etiam reprehendi animadvertisti, quod cum aliis nominibus pueri vocentur, ego eus Charinum et Critiam appellitarim. Eadem igitur opera accussent C. Catullum, quod Lesbiam pro Clodia nominarit et Ticidam similiter quod quae Metella erat, Perillam scripserit, et Propertium qui Cynthiam dicat, Hostiam dissimulet, et Tibullum quod ei sit Plancia (al. Plotia vel Plaulia) in animo, Delia in versu : et quidem C. Lucilium, quamquam sit lambicus, tamen improbaverim, quod Gentium et Macedonem pueros direclis nominibus carmine suo prostituerit etc. Vergl. auch Fr. Passow in Seebod. Archiv f. Pbil. 1825. S. 197. Weber S. 12 ff. H. versteckt seine Geliebten ebenfalls unter andern Namen, nur die Cinara nennt er nacin ihrem Tode mit ihrem wahren; 8. unten. Ausserdem vgl. Kirchner, Quaest. Horat. p. 28 ff. S. Cahn, Trias quaest. Horat. Bonn. 1838. 8. W. S. Teuffel, De Horatii amoribus in JArch. f. Phil. VI. (1840) S. 325 ff. nebst dem Nachtrage ebendas. VII. S. 638. W. E. Weber, „Anch de Hor. amoribus“ ebend. IX. (1843) S. 248 ff. (G. F. Grotefend, Verhalten des H. gegen die Elegiker seiner Zeit im Philol. I. S. 606.) Düntzer III. S. 3 ff.

59) Od. II, 14, 27: Non ego hoc ferrem calidus iuventa Consule Planco, d. i. im J. 712 im 23. des Horaz. Epod. VIII. XII. Od. I, 16.

60) Ueb. Inachia s. Epod. XI, 5. XII, 14., üb. Neära Epod. XV. und Barinc Od. II, 8, 5. Die Entschuldigung bei Mäcenas enthält Epod. XIV, wonach ihn die Phryne vom Dichten abhält.

61) Vgl. Od. I, 22. Dass Cinara mit Lalag e identisch sei, erhellt aus der Vergleichung von Od. I, 22, 23. (Dulce ridentem Lalagen amabo, Dulce loquentem) mit Ep. I, 7, 25. (Reddes dulce loqui, reddes ridere decorum et Inter vina fugam Cinarae maerere protervae). Sie wird noch erwähnt Od. IV, 1, 4. 13, 21. Ep. 1, 14, 33. (rapax, s. zu IV, 1, 4.) und die Liebe des H. zn ihr fällt nach der letzten Stelle sowol kurz vor als auch kurz nach dem erlangten Sabinnm (720 bis 723), wo H. seinen ehemaligen Kammerdiener, nachherigen Villicus, als Mitwisser dieses Verhältnisses bezeichnet. Weber und Düntzer (III. S. 36.) halten auch die Glycera, aber mit Unrecht, für die, Cinara, s. zu Od. I, 19. Teuffel a. a. o. G. F. Grotefend, „Wenn.

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erwähnt auch H. eine aufbrausende Myrtale aus früherer Zeit 62), schenkte er auch, der flüchtigen Bekanntschaften zumal auf dem Lande – gar nicht zu gedenken 63), der Lydia Treue (724), welche für verschmähte Gegenliebe büssen und sogar der Chloë weichen muss. te, bis er nach verschnauftem Zorne zu ihr zurückkehrte 64); verspottele er auch die treulose Lyce 65), sang er auch mit der Lyde einen Wechselgesang und suchte er auch einer andern Spröden gleichen Namens das Herz zu erweichen 66); erweckte auch der Anblick der schönen Glycera 67) in ihm noch einmal das Gefühl der Liebe, und schloss er auch als ein bejahrter Mann mit der Phyllis das Register seiner Geliebten 68) - keiner von diesen hat er sich ganz und innig geweiht. Jederzeit war das Verhältniss von kurzer Dauer: bald war Horaz, bald war die Schöne untreu, und ein neues Jahr, ein neuer Monat, oft ein neuer Tag brachte ihm eine neue Geliebte aber Cinara, seine einzige Jugendliebe, war noch sein Gedanke im Alter. Denn diese war weder ein Werk der rauhen Wirklichkeit, noch ein leeres Spiel der Phantasie weshalb er sie nicht so oft besang, als alle andern sondern sie war eine innige, in welcher Beide aufgingen; – sie war eine Liebe für das Leben.

Man hat, weil man die Verhältnisse der augusteischen Zeitperiode mit den unserigen verwechselte, den Horaz theils wegen dieser Liebeshändel und der Knabenliebe, theils ,weil er sich auf den reinsittlichen Massstab überhaupt nicht eingelassen habe“, der Unsittlichkeit beschuldigt69); man hat ihn zu einem Gollesverächler

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liebte H. die Cinara und wenn bekam er das Sabinum?“ im rhein. Mus. III. (1844) S. 469 ff. G. Fürstenau, De carm. Horat. aliquot chronologia (Hersf. 1838) S. 12 ff.

62) Vgl. Od. I, 33, 14., zwar 722 abgefasst, aber H. liebte die Myrtale früher.

63) Hierher hat man zu rechnen die Pyrrha (od. I, 5.), Tyndaris (1, 17.), Lenconoë (1, 11.), Chloris (IUI, 15.), Neobule (IJI, 12.), Neära (III, 14, 21.), Galatea (III, 27.) und eine Unbekannte (Sat. 1, 5, 82.). Dagegen gehören weder Lydia (1, 8.), Chloris, Lycoris und Pholoë (I, 33, 5. II, 5, 17. III, 15, 7.), Phyllis (II, 4, 14.), Lalage (II, 5.), Asteria (III, 7.), Phidyle (II1, 23.), noch Licymnia (d. i. Terentia , die nachlierige Gattin des Mäcenas, II, 12, 13 ) und Canidia (Epod. V. XVII. Sat. 1, 8, 27.) hierher, welche Letztere nicht wegen verschmähter Liebe Tadel erfuhr, während die Uebrigen entweder Geliebten Anderer sind oder von dem Dichter anderer Ursachen wegen angeredet werden; vgl. Teuffel a. a. 0.

64) Vgl. Od. 1, 13. !, 23. III, 9. Lydia von der I, 8. besungenen wol zu unterscheiden, 8. Anm. 63. 65) Od. III, 10. IV, 13,

20. 66) Od. II, 11, 22. III, 28, 2., die andere Lyde wird III, 11. angeredet.

67) Od. I, 19. 30, 3. III, 19, 28. Vgl. auch Anm. 61. 68) Od. IV, 11, 3.

69) Die nicht platonische Knabenliebe (II, 9, 10. III, 5. Epod. XI, 24.) erwachte bei I. sogar im Alter wieder, s. IV, 1. 10. Düntzer III. S. 5. Der Vorwurf der Unsittlichkeit wird hauptsächlich auf die Worte des Sueton (1. 1. 6.) basirt : Ad res Venereas intemperantior traditur ? Nam speculato cubiculo scorta dicitur habuisse disposita, ut quocumque respexisset, ibi ei imago coitus referrelur. Lessing (a. a. 0.) denkt nach Senec. quaest. nat. I, 16. an einen gewissen

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gemacht 7), und endlich hat man ihm zwar Liebenswürdigkeit beigelegt, aber Grösse abgesprochen?). - Als ein grosser Mann wollte er auch nicht erscheinen, die Grösse, die er sich erwarb und die ihm die Unsterblichkeit sicherle, bestand nämlich nicht in dem Nachruhm glänzender Thaten, sondern in den hinterlassenen Gedichten.

II. Werke des Horaz,

1. Chronologie. Die Gedichte des Horaz, sowol seine vier Bücher Oden und die Epoden, als auch seine zwei Bücher Satiren, weniger die Briefe nebst der Dichtkunst, wurden durch die Zeitereignisse hervorgerufen, es waren Gelegenheitsgedichte im besseren Sinne des Wortes. Daher gehört zum richtigen Verständnisse derselben eine genaue Bestimmung der Abfassungszeit einer jeden einzelnen Ode oder Satire

Man hat freilich den H. lange commentirt, ehe man sich hievon überzeugte – und eigentlich ist die chronologische Frage erst in neuester Zeit angeregt worden. Tanaquil Faber), Dacier), Rodeille 3) u. A. halten zwar die Abfassungszeit einzelner Gedichte bestimmt, allein ein System, worin die Herausgabe der ganzen Bücher festgestellt wurde, gab erst Bentley 4), welches an

U. S. W.

Hostius, welcher Spiegel in der erwähnten Weise zu jenem Zwecke aufstellen liess. Andere erklären Suetons Worte ebenfalls für unächt, da jene vita Horatii sehr interpolirt ist; s. oben. Bei den damaligen Römern galt aber dies gar nicht für so unsittlich; 8. Becker, Gallus I. S. 98. Die Literatur üb. d. Punkt s. Anm. 47. 48. und [Groschuff] Ungebundene Uebersetz. d. Ged. d. Q. Hor. Fl. (2 Thle. Cassel 1749) S. 34 ff. Teuffel „Horaz“ S. 15 f.

70) Die römische Religion, deren Princip Nützlichkeit und Zweckmässigkeit war, stand nicht nur mit der horazischen Lebensweise und Philosophie im Widerspruche - überhanpt muss dies bei einer jeden Religion und Philosophie mit Ausnahme der des h. Augustin der Fall sein, welcher Geist und Gemüth und Wissen nind Glauben identificirte sondern sie war anch für die Lyrik unbrauchbar, deren Inhalt das Schöne, nicht das Nützliche ist. Daher musste H. zu der griechischen Götterlehre seine Zuflucht nebmen; s. Lübker, „Zor Characteristik des H.“ Schleswig 1837. 4. Nur moinentan war der Vorsatz I, 31.

71) Vgl. Tenffel a. a. 0.

1) Q. Hor. Fl. opp. recens. Tan. FABER et notulas et monita ad odas addidit etc. Salmur. 1671. 8.

2) Les Oeuvres d'Horace traduits en François avec de notes DACIER. X Volumes. Par. 1681. 12.

3) Petri RODELLII e soc. Iesu Horatius ad Seren. Galliarum Delphinum. Par. 1686. 12.

er recens, et cum notis Rich. BENTLEII. Cantabr. 1711. 4. (8. unten Kap. III. Anm. 76.) Nach Bentley verfasste H. das 1. Buch der Satiren

par ANDR.

4)

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