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ländlicher Zurückgezogenheit, fern von dem Gewühle der Stadt, der Poesie leben zu können 29).

Mäcenas machte den H. mit dem Cäsar Octavianus Augustus bekannt, welcher im Sommer 725 nach seinen Kriegen mit Antonius, den Parihern und in Gallien und Pannonien nach Rom zurückkehrte 39), und zu dessen Parthei er sich schon früher vor der Schlacht bei Actium geneigt hatte 3'). Dieser trug ihm die Stelle eines Geheimschreibers an, welche er (angeblich aus Krankheit) ausschlug, ohne dadurch in Ungnade zu fallen 32); im Gegentheil erkannte Augustus den Werth seiner Dichtungen an, indem er ibm sowol die Verfertigung des Seculargesangs austrug, als auch den Wunsch aussprach, seine beiden Stiefsöhne Drusus und Tiberius von ihm verherrlicht zu sehen 33). Nach Suelon erwies er ihm noch andere Woblthaten, die aber nicht weiter bekanot sind 34).

nicht gedenken; vgl. die vitae bei Mitscherl. a. a. 0. und bei Kirchner, Nov. quaest. Horat. S. 34. 42.

29) Od. II, 16, 37. 18, 20. III, 1, 47. 16, 29. Epod. I, 31. Ep. 1, 7, 44. Das dienende Personal auf der Villa bestand aus einem Verwalter (villicus, Ep. I, 14, 1.), einer Schaffnerin (Od. III, 23.), mehreren Dienerinnen (Od. IV, 11, 10.) und acht Sclaven (Sat. II, 7, 18.). Ueber Horaz' Wohnung in der Stadt s. Anm. 28. Nach Weber S. 165. lag sie nah bei der Via sacra, was aus Sat. I, 9, 1. (Ibam forte via sacra, sicut meus cst mos) gefolgert wird. Ueber seine öconomischen Verhältnisse und über sein Hausgeräthe geben Ep. I, 5. 18, 109. Od. IV, 11, 6. einigen Aufschluss; vgl. Weber S. 105. Von seiner Gastfreundschaft legen Od. I, 17. 20. III, 8. 29. IV, 11. 12. Ep. 1, 5. Zeugniss ab, wo er bald den Mäcenas, bald einen andern Freund oder eine Freundin zu sich auf seine Villa einladet, bald das Geburtsfest seines Gönners, bald den Jahrestag des Baunumsturzes (Od. II, 13.) feiert, durch den er bald das Leben verloren hätte, u. 8. W.

30) Dio Cass. 51, 21. Euseb. chron. Ol. 188. S. d. Einl. zu Od. I, 2. Suet. l. l. 1: primo Maecenati, mox Augusto in gratiam insinuatus, non mediocrem in amborum amicitia locum tenuit.

31) Epod. I, 7ff. Einl. zu Od. I, 14.

32) Vgl. d. Einl. zu Od. II, 18. III, 1, 41. Sueton. 1. 1. 2 sqq.: Augustus epistolarum quoque ei officium obtulit, ut hoc ad Maecenatem scripto significat : Ante ipse sufficiebam scribendis epistolis amicorum, nunc Occupatissimus et infirmus, Horatium nostrum te cupio adducere. Veniet igitur ab hac parasitica mensa ad hanc regiam et nos in epistolis scribendis adiuvabit. Ac ne recusanti succensuit quidquam, aut amicitiam ingerere desiit. Ertant epistolae, e quibus argumenti gratia pauca subieci: Sume tibi aliquid iuris apud me, tamquam si convictor mihi fueris : quoniam id u su's mihi tecum esse volui, si per valetudinem tuam fieri potuisset. Et rursus : Tui qualem habeam memoriam, poteris ex Septimio quoque nostro audire: incidit, ut illo coram fieret a me tui mentio. Neque enim, si tu superbus amicitiam nostram sprevisti; ideo nos quoque åvatuite povoõuev. Praeterea saepe eum inter alios iocos putissimum penem et homuncionem lepidissimum appellavit unaque et altera liberalitate locupletavit.

33) Suet. I. 1. 4: Scripta quidem eius usque adeo probavit mensuraque perpetuo opinatus est, ut non modo seculare carmen componendum iniunrerit, sed et Vindelicam victoriam Tiberii Drusique privignorum suorum, eumque coegerit propter hoc tribus carminum libris ex longo intervallo quartum addere. l'ergl. unten Kap. II.

34) S. Anm. 32. am Ende.

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Das Verhältniss zu Mäcenas dauerte bis zu dessen Tode (September oder October 746) ununterbrochen fort 35), welcher seinen Freund noch sterbend dem Augustus empfahl 36). Der Dichter aber folgte seinem Gönner wenige Wochen nach, am 27. November 746, 57 Jahr alt; er starb, als er eben sein Testament versiegeln wollte und wurde neben seinem Mäcenas auf den Esquilien begraben ).

Von Statur war Horaz klein und sah wohlgenährt aus 38), halle schwarze Augen und anfangs auch schwarzes Haar, welches aber bald - schon im 40. Lebensjahre – grau wurde 39). Zuweilen litt er an Triefäugigkeit – wenigstens auf der brundisinischen Reise 49) – und in spätern Jahren war er sehr oft krank. Bald klagte er über die Brust, bald wurde er von Hypochondrie, bald von Gicht geplagt "'), so dass er sich auf Anrathen des berühmten Hydropathen Antonius Musa nach Clusium und Gabii begab, nachdem er schon früber in Bajä uod Cumä oft warme Bäder gebraucht balle 42).

35) Dio Cass. 55, 7., wo vor der Erwähnnng von Mäcenas Tode Ereignisse im Mouat August genannt werden. gl. Frandsen, Mäcenas S. 213. Die Ansicht älterer Gelehrten, H. sei vor Mäcenas gestorben, beruht auf einer falschen Leseart bei Isidor (Orig. XIX, 32, 6.), wo sich folgendes Epigramm des Letztern findet:

Lucentes (früher las man Lugens te), mea vita, nec smaragdos,
Berillos mihi, Flacce, nec nitentes,
Nec percandida margarita quaero,
Nec quos thynnica lina perpolivit

Anellos neque iaspios lapillos. 36) Suet. I. 1. 1: Maecenas quantopere eum dilexerit, salis testatur illo epigrammate:

Ni te visceribus meis, Horati,
Plus iam diligo, tu tuum sodalem

Ninnio videas strigosiorem. Sed multo magis extremis iudiciis tali ad Augustum elogio: Horatii Flacci, ut mei, esto memor.

37) Suet. I. I. 6: Decessit V Kal. Decembr. C. Marcio Censorino et C. Asinio Gallo Coss. post nonum [?] et quinquagesimum annum herede Augusto palam nuncupato, cum urgente vi valetudinis non sufficeret ad obsignandas testamenti tabulas. Humatus et conditus est extremis Esquiliis iuxta Maecenatis tumulum. Vgl. Od. II, 17.; üb. d. Esquil. zu Epod. V, 100.

38) Sať. II, 3, 309: idem Corpore maiorem rides Turbonis in armis Spiritum etc. Ep. I, 20, 24. * Suet. 5 : Habitu corporis brevis fuit et obesus, qualis a semet ipso in saliris describitur et ab Augusto hac epistola: .... Si tibi statura deest, corpusculum non deest. Itaque licebit in sertariolo scribas, ut circuitus voluminis tui sit oyxodéotatos, sic ut est ventriculi tui.

39) Od. II, 11, 15. III, 14, 25. Ep. I, 7, 25: reddes Forte latus, nigros angusta fronte capillos. 20, 24: Corporis erigui, praecanum, solibus aptum.

40) Sat. I, 5, 30. 49: Namque pila lippis inimicum et ludere crudis. Dass H. nicht inimer an lippitudo litt, zeigen mehrere Stellen, wo er dieselbe bespöttelt: Sat. I, 1, 120. 3, 25. 7, 3. Ep. I, 1, 29. 2, 52: iuvat illum domus et res, Ut lippum pictae tabulae, fomenta podagram. Vgl. Fr. Jacobs,

Verm. Schr. V. S. 306. Strodtmann S. XVIII.

41) Ep. 1, 7, 4. 25. 8, 4: Vivere nec recte nec suaviter. 15, 6: sane murteta relinqui Dictaque cessantem nervis elidere morbum Sulfura contemni.

42) Vgl. Ep. ), 15. nebst Obbarius Bemerkungen u. üb. Bajä deng, zu Ep. I, 1, 83: Nullus in orbe sinus Baiis praelucet amoenis.

2) Character des Horaz. Zur Zeit des Dichters Horaz 43) war das alte Römerthum bereits in seiner Auflösung begriffen, und jener ernste Sinn des Volkes und jenes hohe Ziel nach Welteroberung, welche es gross gemacht hatten, war nur noch scheinbar vorbanden. Denn seit dem ersten Bürgerkriege gab es kein Individuum im Staate für den Staat mehr; jeder Einzelne musste Parthei nehmen. Die Republik überhaupt, sowie die alte* republikanische Erziehung, wonach die Zwölftafelgesetze und andere patriotische Gnomen auswendig gelernt wurden, um in der Jugend die ächte Römertugend (virtus, ávdokia) zu wecken, hatten sich überlebt: ein griechisches Unterrichtsprincip war an ihre Stelle gelreten, welches eine Verweichlichung und Sittenlosigkeit zur Folge hatte, so dass dadurch auch das sociale Leben eine freiere Form erhielt. Kurz, es war damals Alles in Gährung begriffen, eine neue Zeitperiode wurde vorbereitet: die Alleinberrschaft des Augustus 44).

Der Partheikampf brach aus, als H. sich gerade zu Athen aufhielt, und theils die seichte Moralphilosophie der Stoiker und Academiker, theils die zum frohen Lebensgenusse anregende Lehre der Epicureer einsog; welcher Eclecticismus in dem feurigen, zur Heftigkeit geneigten Jünglinge 45) einen reflectirenden Standpunkt hervorrufen musste. Er schloss sich der Parthei des Brutus an, zu welcher er zufällig hingeführt wurde; aber sein ganzer Bildungsgang war nicht geeignet gewesen, aus ihm nur einen millelmässigen Krieger zu machen. Für einen solchen hätte des Flavius Unterricht zu Venusia vollkommen hingereicht, allein der Zweck seines Vaters war, in seinem Sobne einen Gebildeten (humanus, eruditus) zu sehen. Deshalb schickte er ibn nach Rom und nach Athen, wo man die in Dogmatismus und Scepticismus ausgearlete Philosopbie nicht mehr um ihrer selbst willen studirte, sondern theils um eben formell auf den Namen eines Gebildeten Anspruch machen, theils um sich in ihr gegen die Stürme der Zeit schützen zu können und des höchsten Gutes theilhaftig zu werden, das unter allen Verhältnissen ein behagliches Leben gewährte. Dieses höchste Gut bestand aber bei Horaz in der persönlichen reiheit und der goldenen Mittelstrasse, welche zwar einen frohen

43) Vgl. üb. Horaz’ Character ausser den oben angeführten Schriften von Passow, Oswald u. 8. w. Jani, prolusio de Hor. moribus. Hal. 1774. 4. Abgedruckt in sein. Ausg. I. $.C ff. R. van Ommeren, H. als Mensch und als Bürger von Roni. Aus deni Holländ. übers. von Walch. Leipz. 1802. 8. J. Seiz, Hor, nach sein. Leben und Dichtungen, Nürnb. 1815. 8. F. Lübker, Zur Characteristik des Hor. Schleswig 1837. 4. W. S. Teuffel, Characteristik des Hor. Lpz. 1842. 8. (grösstentheils von ihm selbst widerlegt in „Hora z. Fine literarhist. Uebersicht.“ Tüb. 1843. 8.) W. E. Weber, Q. Hor. Flaccus u. 8. w.

44) S. über den römischen Volkscharacter der ältern und spätern Periode G. Bernhardy, Grundlin. der Encyclopädie der Philol. S. 82. und dessen rön. Literaturgesch. S. 5. G. W. Fr. Hegel, Vorles, üh. Gesch. d. Philos. Herausgeg. von K. L. Michelet. (Berl. 1833.) III, S. 4. und dess. Vorles. üb. Philos. d. Gesch. S. 137. Ueber die Erziehung 8. Bernhardy, Röm. Literaturgesch. S. 12.

45) Sat. II, 3, 323. Ep. I, 20, 25. Od. III, 9, 22.

Genuss der Gegenwart erzeugt, dem man aber nicht unterliegt, sondern wo man mit verständiger Ueberlegung sich freut, und welche eben so sehr der drückenden Armuth feind ist als dem Reichthum, sondern nach welcher man zum glücklichen Leben nur ein mässiges, zwischen beiden die Mille haltendes Vermögen nöthig hat 46). Daher wollte er

. sich nicht wieder in kriegerische Affairen einlassen, nachdem er bei

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46) Horaz’ Philosophic war seine Lehensansicht überhaupt. Schulphilosophen waren ihm verhasst (Ep. I, 1, 14.), Homer galt ihm mehr als Chrysippus und Crantor (Ep. I, 2, 3. das. Obb.); jedoch von Aristippus aus Kyrene (Ep. I, 1, 18. 17, 13. Sat. II, 3, 99.) entlehnt er nicht nur seine Ansicht von der persönlichen Freiheit (Diog. Laert. II, 67. Marbach, Gesch. der Phil. I. S. 190.), sondern auch seine aurea mediocritas, denn das verum atque decens (Ep. I, 1, 11.) bezieht sich überhaupt aut philosophische Studien und virtutis verae custos (1. 1. 15.) ist scherzhaft aufzufassen, wie der Zusammenhang zeigt; s. die Nachweisungen zu Od. II, 10, 1. Und allerdings war dessen Philosophie wenigstens geeignet, um sich ein frohes Leben zu schaffen, während bei seinein Nachfolger Epikur schon mehr die Abstraction vorherrschte und der rigorose Stoicismus zumal von solchen Römern adoptirt wurde, welche den alten Geist der Sittlichkeit und Staatsform gegen den ihrer Zeit aufrecht zu erhalten strebten. So Cato von Utika (Od. III, 21, 11.) und Seneca. Unter Augustus' Regierung fand er in Rom wenig Anhänger, denn man lebte zufrieden und glücklich und der Dichter verspottet ihn, weil er mit jenen glücklichen Dasein im grellsten Widerspruche stand (8. zu Od. I, 29.). H. war aber ebensowenig Epikureer (Ep. I, 4, 15. scherzhaft aufzufassen), weil er das glückselige Leben weder durch Schlüsse und Untersuchung finden wollte (Sext. Empir. adv. Mathem. XI, 169.), was der Stifter dieses Systems als Zweck der Philosophie bestimmte, noch sich nach der Lehre seiner Nachfolger einein unbedingten und unüberlegten Sinnengenusse hinzugeben in seinem Geiste lag. Die Ausleger hielten ilin nicht nur für einen Anhänger des einen oder andern Systems daher die ältern, grösstentheils ganz unbrauchbaren Schriften von I. Berger, De philosophia Hor. diatribe. Viteb. 1704. 4. For. Hennigii, De philos. Hor. diss. Upsal. 1706. 4. Ph. Chr. List, De Hor. poenitentia philosophica (Od. 1, 34.). Giss. 1731. 4. Horatii logica ed. I. P. de Crosa. Lausann. 1764. 12. Pflugradt, De philos. Hor. stoica. Jenae 1764. 4. D. G. Briegleb, De Hor. philos. Cob. 1777. 4. Ch. W. Snell, Ueb, das horazische Nil admirari. Wiesbad. 1824. 4. 1. H. B. Fortlage, De praeceptis Horat. ad artem beate vivendi spectantibus. Osnabr. 1835. 4. - ; sondern man hat aus Stellen seiner Gedichte auch eine Theologie (1. G. Bidermann, Prolusio super theologia Hor. Freib. 1760. 4.), zumal eine Homiletik (1. C. Stu88, Virtutis homileticae ex Horatio specimen. Nordhns. 1752. 4. A. Pescheck, „H. ein Lehrer der Prediger“ im Journal f. Fred. 1833. Bd. II. S. 300 ff. Dessen Homiletica Horatiana. Zittav. 1840. 8.), eine Pädagogik (I. B. Basedow, Encyclop. philanthropica Hor. Lips. 1775. 8. 1. D. Schulze, De Horat. předagogia. Luben 1807. 4. Held, Pädagog. Lebenshilder ans H. Baireuth 1834. 4.) und sogar eine Jurisprudenz zusammengesetzt (1. G. Estor, De jurisprudentia Horat. len. 1740. 1. Fr. Junghaus, De judicio Horatiano. Lips. 1777. 4. L. Bötta geri oratio de iurisprud. Horat. Herborn. 1801. 4. A. E. Stockmann, Chrestomathia iuris Horat. Spec, I... XIII. Lips. 1801 ...14. 4.). Horaz' Lieder, die die Zeitverhältnisse en, waren auch für dieselben bestimmt; daher musste er zuweilen Wörter und Ausdrücke entlehnen, die sowol an die Lehren verschiedener Philosophenschulen erinnern, als auch aus der Sprache der Juristen und Krieger entlehnt sind. Das Nöthige zu den betreffenden Stellen in Commentar: über H. religiöse Meinung s. unten Anm. 70. und ausser den genannten Schriften über seine Philos. noch Pasko w S. XVIII ff. Arnold, Hor. Dichtkunst übere. (Berl. 1836. 4.) S. 2 ff. Weber S. 30 ff.

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Philippi seinen Schild weggeworfen hatte 47). Er zog sich nicht nur nach Rom zurück, sondern, als er sein Ziel durch die Bekanntschaft mit Mäcenas erreicht hatte, bekannte er, der frühere Republikaner, sich öffentlich zur Parthei des Augustus denn unter seiner durch inpere Unruhen nicht gestörlen Regierung war es ihm vergönnt, das Leben so zu geniessen, wie er es sich vorher nur geträumt hatte.

Trotzdem aber, dass Horaz dem Mäcenas, der ihm ein sorgenfreies Leben geschaffen halte, den innigsten Dank schuldig war und denselben bei jeder Gelegenheit ausspricht, so stand er doch in keinem kammerdienerischen Verhältnisse zu ihm, nicht einmal in dem eines Clienten zu seinem Patron, sondern Beide waren zwei innig verbundene Freunde, von denen einer ohne den andern nicht leben koonte 48). Mit Rechl aber musste er ihn, seinen Wohlthäter, im ersteo wie im letzten Liede feiern ; mit Recht musste er ihn auch, den grössten Kunstkenner damaliger Zeit, um eine günstige Beurtheilung seiner Gedichte

47) Od. II, 7. Ein Factum, das dem H. oft für ein Zeichen der Feigheit ausgelegt wurde; s. Seume, Spaziergang nach Syrakus, 5. Brief. Börne, Gesammelte Schriften III. S. 10. Heidenhan oben Anm. 16. Vgl. dagegen I. A. M. Ernesti, Parerga Horatiana p. III sqq. Lessing, Rettung des Horaz. (Werke IV. S. 215. Ausg. v. Lachmann.) C. H. A. Eichstadii Paradox. Horat. spec. V. (len. 1834. 4.) S. 3ff. Fr. Jacobs, lerın. Schriften V. S. 318 ff. Boost, Veber eine Anklage des H. Frankf. 1807. 8. Passow S. XXXIII. Anm. 100.

48) Ueber das Verhältniss des H. zu Mäcena in dem man frühier eine gemeine Schmeichelei erblickte (Scume, 1Börne a. a. 0. Mercier bei van Ommeren, l'orr. S. 2. Philaréte Chasles in den Journ. des Débats vom 3. Nov. 1840, 8. üb. d. Abhandl. Knebel in d. Ztschr. f. Alterth. 1841. S. 771.), s. ausser den schon Anm. 47. angef. Schriften von Jacobs 11. A. zumal Wieland zu Sat. 1, 1. 11. Ep. 1, 7, 19. Ramler zu Od. III, 8. Lůbker zu Od. III, 29. A. Weichert, De Horatii obtrectatoribus zuletzt in seinen Poett. lat. p. 270 ff. Ueber das Leben des C. Cilnius (Liv. CXXX, 3. Tac. Ann. VI, 11., wo der älteste Cod. Cilinius liest, Macrob. Sat. II, 4. Fr. Dini, Dell' origine di Mecenate. Venez. 1704. p. 2. 67. F. Hautbal „üb. d. vermeintl. C. Aemiliu g“ im rhein. Mus. V. S. 516 ff. S. auch zu Od. I, 1, 1.) Mäcena s' Leben und Schriften vergl. I. H. Meibomii, Maecenas. Lugd. Bat. 1653. 4. A. Lion, Maecenatiana. Gotting. 1824. 8. 2. Ausg. 1846. Mathes, C. Ciln. Maec. vita in Symbol. litter, fasc. V. p. 15 899. Amstel. 1843. P. S. Frandsen, Mäcenas. Eine hist. Untersuchung u. s. w. Altona 1843. 8. Ha a ckh in Pauly's Realencyclop. II. S. 355 ff. (welcher der Elegia in obitum Maecenatis übertriebenen Glauben schenkt). Er war stets auf der Parthei des Augustus gewesen, der ihn zum Mitwisser aller seiner Geheiin nisse nachte: 714 warb er für ihn um die Scribonia beim Sext. Pom. pejus (App. b. civ. V, 53.), 717 vermittelte er zu Brundusium das gespannte Verhältniss zwischen ihm und Antonius (ib. 94. Sat. 1, 5.) und bewerkstelligte kurz darauf die Verbindung des Letztern mit der Octavia (Plut. Ant. 35.), 718 ernannte ihn Augustus zum Praefectus Urbi, ebenso im Winter 722...725, wo er die Leitung ganz Italiens besorgte (8. zu Od. III, 8. 29.). Von dieser Zeit an zog sich Mãcenas von den Staatsgeschäften zurück, allein Augustus fragte ihn bei jeder neuen Einrichtung erst um Rath. Sein Character wurde am Schroffsten von dem strengen und mit dem Leben wenig vertrauten Seneca beurtheilt (Ep. 19. 92. 101. 114. de provid. 3.), welcher ihm zumal Weichlichkeit in der Kleidung, Hang zum Luxus und Wohlgefallen an Pantomimen u. 8. W. vorwarf. Die beste Rechtfertigung des Mäcenas gab Weber S. 125 fT.

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